verbotene Briefe 5 - 2020

Sorge-

rechtapartheid



Die zwischen Vätern und Kindern praktizierte Apartheid,

stellt wohl das größte Skandalon unserer wohlständigen Gesellschaft dar. (Raoul Schrott)

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verbotene Briefe 5

(von Januar bis September 2020)


Für die einen nur unbedeutende Geschichten eines alten weißen Mannes,

sind die "verbotenen" Briefe an meine Tochter Lisa ein Beitrag zur Identitätsfindung und

für mich ein Mittel im Kampf gegen meine Auslöschung als Vater.

  ...auch in diesem Jahr gilt:

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Brief SRA 18
zur Volljährigkeit

Der letzte verbotene Brief

zum 18.September 2020


Lisa, entfremdete Tochter!



Ich begrüße und beglückwünsche Dich zur Volljährigkeit.


Mit den 18.Geburtstag verliert Deine Mutter das Sorgerecht, welches sie bislang als geschlechtsbezogenen Vorteil, den sie, nach meiner Entsorgung aus Deinem Leben, mit der Stilisierung als "Alleinerziehende", egomanisch ausnutzte. Mit der Ma­jo­ren­ni­tät entfällt ihre sanktionsfreie Missbrauchsoption mit alleiniger Verfügungsgewalt über Dich.


Der familiengerichtlich gegen Dich verhängte frevelhafte Gewahrsam ("Das Kind muss zur Ruhe kommen.") endet. Die misandrischen Dummschwätzerbeschlüsse landen, dort wo sie seit Anbeginn hingehören, in der Fäkaliengrube.


Der Tatbestand des emotionalen Kindesmissbrauchs durch Elternteilentfremdung ist vollendet.

Die unselige Wirkung bleibt und wird Dich dauerhaft begleiten.

Der Mensch, den Du am meisten liebst, bereitet Dir die größte Krux.


Jetzt bist Du kein unmündiger Teenager mehr.
Betreutes Denken ist nicht (mehr) vonnöten.
Der jahrelang gewobene Kokon des Missbrauchs reißt auf.


Das Tor in Richtung Freiheit öffnet sich für Dich einen schmalen Spalt.
Geh' hindurch und geh' Deinen Weg, Lisa!
Selbstbestimmt und denkend.
Bleib' gesund und finde Dein persönliches Glück!


Mein Vermächtnis für Dich sind die auf meiner Homepage Sorgerechtapartheid.de online gestellten "verbotenen Briefe", die belegen: Ich habe Dich nie verlassen, mein Kind.


Ich warte auf Deine Kontaktaufnahme mit mir.


      Herzlich


                       Dein Vater


Collagen der obigen Slideshow erstellt unter Verwendung von Material von https://pixabay.com/de/

Collage erstellt mit Material von Pixabay.com/de


August 2020

noch 1

Lesedauer: 30 Minuten

Mittelschwere Lesbarkeit (200 WpM)

Hallo Lisa!


Wir sind beim vorletzten Online-Brief für Dich angekommen.

Er wird umfangreich und besteht aus zwei Teilen.

Aus allgemeinen Worten zur Familienpolitik und aus Ausführungen zu den persönlichen Folgen.

Einen Meinungskonsens fordere ich nicht ein. Indes wünsche ich mir schon eine Annäherung.

Wie bereits im Juli angekündigt begebe ich mich auf familiär vermintes Terrain.

Mit meinen Darlegungen und (Be-)Wertungen Deines erzwungenen, vaterlosen Aufwachsens dringe ich bewußt in ein meinungsbesetztes Gebiet ein. Hier ging es Dir die vergangenen (fast) achtzehn Jahre gut, solange Du als loyaler, mütterlicher Befindlichkeitsseismograf funktioniertest. Seit Langem vermeinst Du Dich sicher, wissend und selbstwirksam kompetent. Es erscheint nicht unwahrscheinlich, dass nach dem Lesen meines Briefes Deine Vorurteile ihre Bestätigung finden.

Dann ist es eben so!

Ein Blick aus einer anderen Perspektive, eine zweite Meinung, vermag indes ein Hinterfragen anzuregen und Indoktrinationen erschweren.

Das zu erreichen wäre schon viel.

Die Geschichte Deiner alten Herrschaften, die keine Elternschaft zu leben in der Lage waren, dürfte für Dich interessant und von Wert sein.

Also Lisa! Bleib´dran und lies!

Seek the Truth.
Find the Truth.

Wie in manchen Historienfilmen ist eine kleine Intro erforderlich, um das Handeln der Akteure in ihrer Epoche nachvollziehen zu können.
Lass mich d'rum zunächst ein paar Worte zur Ära Deiner Kindheit-und Jugendjahre, der ersten beiden Dekaden des 21.Jahrhunderts, anführen, bevor im Briefteil 2 die für Dich vielleicht interessanteren Zeilen zum konkret-privaten, ethisch verhängnisvollen Agieren Deiner direkten Vorfahren folgen.


Ich beginne mit dem Positiven.

Eine lesbische Mit-Mutterschaft blieb Dir erspart.

Das Abstammungsrecht wird erst nach Deiner Volljährigkeit "reformiert" .

Mehr Angenehmes ist nicht anführbar, weil unter den gegenwärtigen Bedingungen unseres Mutterlandes die Entfernung des Vaters vom Kind der Normalfall im Familienrecht ist.


Glaubst´e nich? Dann schau hier !


Die Praxis der Sorgerechtapartheid besteht fort.

In 'schland geht sie in die Verlängerung.

Die  Begründung für die "flexible, auf den Einzelfall passende Regelung" stellt eine besonders perfide Form behördlicher Hirnakrobatik dar. Die Absage des automatischen Sorgerechts für unverheiratete Väter erklären die Beamtinnen des BMFSFJ mit den Fällen, in denen Kinder durch Vergewaltigung gezeugt wurden. Varianten von Täuschung, Stealthing oder Samenraub scheinen in der Argumentation keine Beachtung zu finden bzw. sind nicht angeführt.

Getreu der politisch vorgegebenen mütterzentrierten Weltanschauung sorgen sich die ministeriellen Fachkräfte zuvörderst um männliche Missbrauchstäter. Statt für die Fälle, die in den ideologiedurchseuchten Juristenköpfen wohl die  Regel darstellen, Einzelfallprüfungen  in Erwägung zu ziehen, damit Vergewaltiger nicht in den Genuss der Personensorge für das kriminelle Ergebnis der Kraft ihrer Lenden gelangen, werden ledige Väter unter Generalverdacht gestellt. Getreu dem Motto: "Alle Männer sind Schweine, besonders Väter." bleibt das Sorgerecht unverheirateter Väter auch künftig an die Zustimmung durch die Geburtsmutter geknüpft.
Ob die Actricen in den Rollen der Bundesministerinnen und Familienrichterinnen nun Lambrecht, Barley, Giffey, Schwesig, Hennemann oder Dr. Wahsner heißen ist, weil mit ihren fragwürdigen Qualifikationen beliebig austauschbar, letzlich egal.

Hauptsache sie sind im Besitz eines karriereförderlichen Mitgliedausweises einer irgendwie regierenden Partei, sind ideologisch gestählt, treten Kinderrechte mit Füßen, ignorieren die Europarat Resolution 2079, die UN-Kinderrechtskonvention und (!) schlußendlich auch die Empfehlungen der eigenen, d.h.,selbst berufenen Familienrechtsexperten, sobald diese dem vorgegebenen Schema nicht entsprechen.
Die aktuelle Darstellerin der bundesdeutschen Justizministerin ist nicht nur als Mitglied der Männerhasserpartei SPD sondern insbesondere als Getrennterziehende mit Eigeninteresse prädestiniert den Kampf zur Überwindung der männlichen und dem Erreichen der menschlichen Gesellschaft zu führen. Auch wenn sie im vergangenen Bundestagswahlkampf mit einem Kochbuch und dem Motto: "Wir haben die besseren Rezepte" die Wähler nicht überzeugen konnte ihr ein Direktmandat zu geben, sitzt sie heute im Bundestag und "kocht ihr Parteisüppchen" als Ministerin. Ihre Rezepte mögen alles mögliche sein, vor und nach der Kochvorschrift mit SPD-Agitprop garniert - nur, wohlschmeckend sind sie nicht. Einzig bei der Alleinerziehendenlobby und Mütterhausmafia dürfte sie als Getrennterziehende keinen allzu schweren Stand haben...


Die Herstellung von Vaterlosigkeit durch Maschinengewehrgarben an Kriegsfronten ist unzeitgemäß und derzeit out. Politik, Justiz und willfährige Helferinnen haben deutschlandweit, viel feiner und effektiver und finanziell wesentlich ergiebiger als der beste Sniper es vermag, die Funktion der Todesschützen übernommen, die Vaterauslöschung mit Paragrafen demagogisch modifiziert und mit Kindeswohl-Geblubber garniert. Das Qualitätsmerkmal der familialen Intervention ist die Herstellung von Grabesruhe in Familienbeziehungen.


Wir sind Zeugen.

Wir sind kein Einzelfall.

Du, Lisa, lebst vaterlos im gerichtlich angeordneten Gewahrsam Deiner getrennterziehenden und alleinigen Sorgerechtinhaberin, Deiner mit Verfügungsallmacht ausgestatteten Mutter.

Ich habe gesehen, was Vaterentbehrung und damit einhergehende toxische Mutterverbindung mit Deiner Kinderseele angerichtet hat.

Im Wunsch, ein Kind ganz für sich allein zu haben, drückt sich eine eigene Bedürftigkeit aus, die der erwachsenen Funktion einer Mutter nicht gerecht wird und die deutlich inzestuös gefärbt ist. Mit meiner Auslöschung aus Deinem Leben wurde Dir der Mensch genommen, der Dir die Chance geboten hätte, Dich aus der frevelhaften, Dein Heranwachsen schädigenden Vereinnahmung zu befreien.


Hätte, hätte, Fahrradkette = vorbei und überlebt.
Du hast, indoktriniert und ethisch verhängnisvoll erzogen, nunmehr das Tor zur Volljährigkeit erreicht.


Zum Glück muss ich das Rad nicht neu erfinden.
Dein und mein Schicksal sind keine einzelnen.
Die Zeitspanne, in der wir gemeinsam auf Mutter Erde weilen, ist in unserer Heimat visuell geprägt von einer zunehmend totalitär regierenden Trulla-Gang mit erschreckender Schönheit und ideologischer Klugheit. Das Wesen unserer Zeit ist mit folgenden bemerkenswerten Sätzen des Väteraktivisten Franzjörg Krieg treffend charakterisiert:

==========


"Umgangsboykott ist Körperverletzung


Wir leben in einem prostitutionsnahen Alimentierungssystem nach Trennung und Scheidung mit Kindern, in dem Mütter nicht mehr ihren Körper, sondern die Frucht ihres Körpers als Erweiterung der Prostitution dafür benutzen, Alimentation zu maximieren. Der Staat spielt dabei als Garant des Funktionierens den Zuhälter.


Unterhaltsrecht = Hurenprinzip mit dem Staat als Zuhälter


Status quo? Mütterzentriertes Residenzmodell mit sanktionsfreier Missbrauchsoption für Mütter.


Dt. Familienrechtspraxis = 10% ideolog. vorbelastete Gesetzgebung, 40% mütterzentrierte Ideologie und 50% sozialpädagogische Beliebigkeit"

 
( Quelle: Merksätze zur Situation der deutschen Familienrechtspraxis… )



===========

Treffender als der Väteraktivist hätte ich das Wesen der Zeit und den Handlungsrahmen, in dem sich Deine Eltern bewegen, nicht zu beschreiben vermocht.

Die Eskalation der Differenzen Deiner Eltern basieren auf diesem streitschürenden Umfeld.

Deine Mutter nutzte einzig die gebotenen verbrecherischen Möglichkeiten. Klugheit, Charakter und Erziehungsfäigkeit sind dafür nicht vonnöten.  Für die staatliche Intervention in unser Leben und die juristische Beihilfe zu Deinem Missbrauch war sie nur die egomanische Stichwortgeberin.


Lisa! Mit der Kenntnis(-gabe) der allgemeinen Situation kann ich nun zum Konkreten, zum Privaten überleiten und hoffen, dass Du die adäquaten Einordnungen vornehmen kannst. 

Der zweite Teil des Briefes kann, wie anfangs vermutet, der interessantere für Dich sein.
Wie und warum kamen Deine Eltern zusammen?
Was fanden sie aneinander?
Welche Marotten haben sie?
Waren sie Monster oder liebenswerte Zeitgenossen?
Warst Du ein Wunschkind?
Warum kam es zu Deiner Zeugung?


Vorab, quasi zur Auflockerung, noch zwei Bonmots:


Ein Mann, der auf eine Frau reinfällt, ist immer auch selbst schuld.

Aber eine Frau, die darauf spekuliert, nicht weniger.


Auch eine stehen gebliebene Uhr zeigt zwei mal am Tag die richtige Zeit.


Dafürhalten

Mein familiäres Scoring Deiner Mutter


Nachdem ich Dir bereits im vorigen Brief einen Lesetipp zum Thema gegeben habe, könnte ich hier jetzt munter das riesige Füllhorn mütterlicher Gülle und Jauche auskippen.
Der Gestank wäre groß. Sogar dann, wenn sich meine Auffassung und Meinung zu Deiner Mutter und ihrem Tun als richtig und wahr erweist.
Hinzu käme allerdings, dass Du die Ursachen und das Wesen der miefigen Ausdünstungen nicht erkennen kannst, weil Deine Mutter Deine erste Bezugsperson ist, die Du als Tochter innig liebst. Jede Aussage, die Deinem Mutterbild nicht entspricht, könnte als persönlicher Angriff gewertet  und, aufgrund erfolgter jahrelanger Indoktrination, zudem als zusätzliche Bestätigung für das bei Dir projizierte Grusel-und Monsterbild von mir herangezogen werden.
Das würde Dir und mir letztlich nicht weiterhelfen.
Deshalb überlasse ich Dir das Ausschütten des Füllhorns und die Abnabelung von Deiner Mutter...


Meine Sicht der Dinge und Ereignisse (versuche) ich sachlich darzulegen. Dabei bin mir bewußt, dass Du vieles bereits kennst, zu wissen meinst und die Beurteilungsvorzeichen vergeben hast.


Kompakt


Meine größte Fehleinschätzung im Leben war die Deiner Mutter. Ich weiß es und korrigiere. 
Durch vielfach belegbare Tatsachen und Erfahrungen weiß ich heute, dass sie der Mensch ist der mir und meiner Familie den größtmöglichen Schaden, den umfassensten Super-GAU zugefügt hat. Modern in Digitalsprech formuliert: "Sie ist die Schadenssoftware meines/unseres Lebens."

Seelisch, gesundheitlich, materiell.

Mein Fehler war nicht nur das Downloaden sondern das viel zu späte Erkennen, Entfernen, in Quarantänesetzen oder Eliminieren des tückischen Computerwurms von meiner Festplatte.

In der Folge wurdest Du, Lisa, in den Schlund des Bösen und Schlechten gezogen.


Mein Fehler.

Meine Entschuldigung in Deine Richtung.


Heute bin ich überzeugt, dass es nicht meine innere und äußere Schönheit oder gar Liebhaberfähigkeiten waren, die zur Affäre mit Deiner Mutter führten. Zum Zeitpunkt des Kennenlernens stand ich kurz vor der Silberhochzeit, die Kinder waren groß, Anja bereits ausgezogen und verheiratet. In der Ehe und im Beruf hatte sich alltägliche Routine wuchernd breit gemacht. Ich befand mich in der Altersphase die als Lebensmitte bzw. Midlife-Crisis bezeichnet wird. Dein Vater zog Resümee und hinterfragte alles.

In dieser Situation schmeichelte es meinem Ego natürlich sehr mit einer 17 Jahre jüngeren Kollegen ein Tête-à-Tête zu führen. So konnte mein Hirn sich abschalten und der Körper auf den Südpool konzentrieren. In der Midlife-Crisis soll das öfter und bei nicht wenigen vorkommen. Dabei folgt dem vermeintlich erstrebenswert Neuen meist schnell die große Ernüchterung auf allen Gebieten, auch und explizit hinsichtlich des Sexuellen.


Heute bin ich überzeugt, dass Deine Mutter gezielt nach dem perfekten, ihr als Frau über dreißig noch zugänglichen Genpool suchte, sei es auch durch irgendeine Form von Stealthing (Die Boris-Becker-Story lässt grüßen...), um sich den lebenssinnstiftenden Wunsch zu erfüllen Mutter zu werden.

Das hätte ich bereits erkennen können als Deine Mutter, damals noch als "reine" Arbeitskollegin von mir-!-, uneingeladen in meinem Familienkreis zur Geburtstagsfeier meiner Frau, die ihr bis dato persönlich völlig unbekannt war, auftauchte, um zu gratulieren und sich neben Essen und Trinken auffällig für Kinderfotos meiner Töchter und mein Lebensumfeld interessierte. Kurioserweise existieren von diesem ungebeten, aufdringlichen und in die Familie eindringenden Besuch Videoaufnahmen, die Du, so Du willst, anschauen kannst.

Der Versuch Deiner Mutter mit meiner Tochter Annika freundschaftliche, triumvirale Bande zu knüpfen, scheiterte, nach dem gemeinsamen Besuch der Berliner Loveparade, grandios.


In einem langen, schmerzhaften Prozess mutierte meine ehemalige Bettgespielin für mich zum persönlichen Super-GAU, zur teuflischen Furie Lilith, zur existenzbedrohenden Feindin, die als Mensch, Frau und Mutter den tiefsten Höllenschlund moralischer Verwahrlosung erreicht hat.

Nicht meine geäußerten Gedanken zur Beendigung der Affäre, nicht ihre erfolgreiche Täuschung hinsichtlich einer angeblich ärztlich bestätigten Gebärunfähigkeit bei gleichzeitig zielgerichteter Herbeiführung der Schwängerung und meine Zwangsvaterschaft, führten zu dem bis zum heutigen Tag andauernden Zwist und den Feindseligkeiten Deiner Eltern, in denen allerlei parasitäres staatliches Gesocks mütterzentriert zündelnd mitwirkte, während Deine Kindheit und Jugend auf der Strecke blieb.

Nein!

Ausschlaggebend für die elterlichen Differenzen war die Doppelentscheidung, meine Frau und Familie nicht zu verlassen und meine väterlichen Pflichtrechte Dir gegenüber wahrzunehmen.

Als Deine Mutter, die nie Elternteil sein wollte und stets eine gleichberechtigte Elternschaft verweigerte, erkannte, das ich nicht zu ihr "zurückkam", das ich meine Entscheidung konsequent umsetzte, Dir ein verantwortungsvoller, fürsorglicher Vater war, Du und ich eine liebevolle Vater-Tochter-Beziehung pflegten, als sie das erkannte, brach der Hass gegen mich, ein  Hass der größer ist als die Liebe zu Dir, sich ungezügelt Bann.


Fortan unternahm sie alles um unsere Lisa-Papa-Beziehung zu torpedieren, alles um uns zu trennen.

Der Ort des Vater-Tochter-Umgangs wurde vorgeschrieben.

Die Art und Gestaltung der Umgangszeit wurde bestimmt.

Unsere Umgangstermine wurden boykottiert, behindert oder gänzlich verweigert.


Anfangs durfte ich nur unter Aufsicht in der Behausung der Alleinerziehungsberechtigte oder in der Wohnung Deiner Großeltern mütterlicherseits mit Dir zusammen kommen.

Schlussendlich, nach einer Kritik am allgemeinen Sauberkeitszustand der Wohnung, wurde mir der Zutritt in die mütterliche Wohnung in der Dillenburger Straße untersagt. Ich konnte dann, unabhängig vom Wetter, nur noch im unmittelbaren Wohnumfeld mit Dir spazierenfahren.

Einmal wurdest Du mir mit hohem Fieber und dem Kommentar "weil du dein Recht willst" übergeben.


(Für Dich zwei Anekdötchen am Rande:

Deine ersten Schritte machtest Du während ich Dich daheim betreute. Musst´e glauben oder auf Videobildern, die wackliger sind als Dein erstes Laufen im langen Flur, ansehen.

Das spätere Zutrittsverbot brachte den Vorteil mit sich, während der raren Zeit unseres Zusammenseins, keinen Ablenkungsversuchen, durch Deine nackt durch die Wohnung hüpfende Mutter mehr, ausgesetzt zu sein.)


Es bedurfte großer Anstrengungen meinerseits, Gerichtsverfahren waren inzwischen erforderlich geworden, um den Kontakt zwischen Dir und mir aufrecht zu erhalten, bis ich erstmals allein mit Dir in den Volkspark Rehberge fahren durfte.

Weitere Monate konsequenten Einsatz für Dein Recht auf Leben mit beiden Eltern bedurfte es, bis ich Dich erstmals in meine Wohnung mitnehmen konnte.

Aber, es blieb dauerhaft schwer Vater für Dich zu sein.

Deine Mutter kämpfte für ihr Wohlbefinden.

´mal verweigerte sie den Umgang und rief sogar die Polizei, weil sie nach gusto und ohne Absprache Termine neu festlegte und bereits Vereinbartes stets neu (um-)interpretierte. Du warst noch ein Drei-Käse-Hoch, bist am Fenster hochgehüpft, um mich auf der Straße sehen zu können und hast freudig erregt gewunken. Als die Polizei kam war Dein Haarschopf nicht mehr zu sehen...


Bei einem angekündigten Puppentheaterbesuch wurde Dir vorab eingeredet, ich würde einen Drachen mitbringen und mit Dir Drachensteigen gehen. Ich wußte nicht, was Dir Dein "Hausdrache" eingeredet hatte und kam ohne Fluggerät. Du warst enttäuscht. Böser Papa?


Bei einem angekündigten Kinobesuch wurdest Du mir mit derartiger Verspätung übergeben, das der Filmbesuch "platzte". Du warst enttäuscht. Böser Papa?


Deine Umgangsbekleidung war selten kindgerecht und bestand zumeist aus abgetragener Seconhandware. Sachen, Kleider wie Spielzeug, die ich Dir kaufte und die Du mit nach hause nahmst, sah ich nie wieder. Deshalb war in den seltenen und zudem kurzen Umgangszeiten, zu Deiner Freude, ein Kleidungswechsel bei mir fast die Regel. 


Nach erfolgreichen Umgängen wurdest Du am heimischen Abendbrottisch sogenannter Abschöpfungsgespräche unterzogen, deren Inhalt Deine Mutter tags darauf an ihr anwaltliches Mietmaul weitergab, damit dieser sich bei mir und dem Familiengericht mit Fakes, Hetze und Lügen auskotzen konnte.


(Laß´ Dir von Deiner Mutter mal das 1.gerichtlich bestellte familienpsycholgische Gutachten der Silke Mangold zum Lesen geben und lies insbesondere die Passagen der Umgangsbeschreibungen. Aufschlussreich?!) 


Du, meine Tochter, warst das lebenssinnstiftende menschliche Antidepressivum. Der frevelhafte Kampf um die Sicherung der Beute Kind, der Kampf um den Alleinbesitz und die alleinige Verfügungsallmacht über Dich bestimmte das mütterliche Leben.

Die Entfremdungserfolge, Du musstest das Trauma des Vaterverlusts erleiden, und meine zunehmende Entsorgung als Vater, befriedigten ihr narzisstisches Ego.

Zeitweise.

Du wurdest zum Seismografen mütterlicher Befindlichkeit.

Fatalerweise trieben Deine Worte, indoktriniert, mütterlich loyal und gewünscht, meine Auslöschung aus Deinem Leben voran.


The never ending quarrel, der stete Zoff um Kontakt, Umgang und gelebte Vater-Kind-Beziehung (Zoff) forderte seinen emotionalen und gesundheitlichen Tribut. Als wäre diese Auseinandersetzung nicht schon belastend genug, trug Deine Mutter den elterlichen Konflikt auf weitere Kriegsschauplätze, wie zum Beispiel den des Strafrechts, um ihren abartigen Willen, ihr rechtswidriges Wollen und ihr  krankes und gestörtes(?) Ego durchzusetzen. Für sie war das leicht und nicht an Voraussetzungen wie Klugheit, IQ oder Moral gebunden. Eine riesige Phalanx staatlich organisierter, ideologiegeleiteter Kinder(missbrauchs-)freunde stand ihr beihelfend zur Seite und vollendete den von ihr eingeleiteten emotionalen Kindesmissbrauch Deiner Seele.

Problemlos konnte sie das Gewaltschutzgesetz für ihre Zwecke nutzen. Die Charlottenburger Amtsrichterin Engelbart tat ( handwerklich zwar stümperhaft) wie ihr geheißen. Es folgten Anzeigen gegen mich, weil Deine Mutter das Gefühl hatte beleidigt worden zu sein, weil ich den von ihr veranlaßten Vaterentzug und die Entfremdung eines Elternteils vom Kind, als das ansprach, was es ist, nämlich emotionaler Kindesmissbrauch und -seelische schändung. 

Sogar mit der Anzeige wegen Persönlichkeitsrechtsverletzungen fuhr sie bei der Pankower  Amtsrichterin Keßeböhmer einen Pyrrhussieg ein. Der Versuch meine Homepage Sorgerechtapartheid.de löschen zu lassen und aus dem Netz zu verbannen scheiterte indes jämmerlich.


Deine Mutter ist nicht das arme, sitzengelassene Hascherl, als das sie sich gern inszeniert, sondern eine eiskalte, berechnende, vorteilsbedachte Täterin, der bewußt ist, das eine Armada helfender Unterstützerinnen zum Pampern bereit steht, um ihr einen Saferoom zu bieten. Ihr frevelhaftes, Dein Wohlergehen massiv gefährdendes Tun, war für sie stets gefahrlos, ohne persönliche Konsequenzen fürchten zu müssen.

Den maximal möglichen Schaden verursachend nutzte sie nicht nur das gunstgewerbliche Unterhaltsrecht.

Mein Konto wurde von ihr gesperrt.

In der Phase unseres Hausbaus war das natürlich besonders ärgerlich.

Dein Unterhalt wurde bei meinem Arbeitgeber gepfändet, obwohl ich freiwillig die Geldleistungen erbrachte.

Ich bekam Besuch vom Gerichtsvollzieher und im Grundbuch wurden Zwangshypotheken eingetragen, sodass in der Folge meine Bonität und Kreditwürdigkeit herabgestuft bzw. nicht mehr gegeben war.

Auch vor Denunziationen bei unserem gemeinsamen Arbeitgeber scheute sie und ihr anwaltliches Mietmaul sich nicht. Letztlich gelang ihnen zumindest, dem Personalrat fehlte jede Form von Couragiertheid, meine Versetzung vom Landesamt für Bürger-und Ordnungsangelegenheiten zum Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg durchzusetzen.

Mit Deinem Wohlergehen und meinen väterlichen Engagement hatte dies selbstredend nicht das Geringste gemein. Der mir zugefügte materielle Schaden war immens, ausgenommen allerdings die Versetzung ins Rathaus Tempelhof, die zu einem angenehm ruhigen Schaffen in den letzten Arbeitsjahren führte..


The beginning


Zwischen Anfang und Beendigung einer Beziehung zwischen Menschen liegen oftmals Welten.

Bei Deiner Mutter und mir möglicherweise sogar mehrere.

Der Beginn war leicht und locker, unbeschwert und frivol.

Das Ende besteht im Wunsch nie wieder aufeinandertreffen zu müssen und stets das hunderttausendfache der Corona-Abstandregel als Minimum zwischen sich zu wissen.


Trotz des vielen, bisher verfassten Textes weißt Du aber immer noch nicht, wie und weshalb Deine Eltern Zueinanderfanden, ob Du ein Wunschkind warst, warum Du nur mit einem Elternteil aufwachsen musstest und,und und...


Nun, die Situation als ich Deine Mutter traf war folgende:


Die Ü-30-Gelassenheit hatte sie in Stich gelassen. All ihre Beziehungen, die langjährigen wie die kurzlebigen, führten als ersten Vornamen das Kurzwort für Exitus. Stolz erzählte sie mir, mit allen Ex-Liebhabern weiterhin ein gutes freundschaftlichen Verhältnis zu pflegen. Das konnte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass keiner mit ihr sein Leben dauerhaft teilen wollte und lieber den Hasenfuß machte und sich von ihr trennte. Ein Kind hätte bei ihr bleiben müssen, doch die Aussichten waren trübe, der verfügbare Genpool klein und das Cock Carousel nahm sie nicht mehr mit.

So hatten für sie die Jahre einer Frau begonnen, die hinsichtlich der Fertilität metaphorisch mit den letzten Stunden einer Party vergleichbar sind. Hinzu kamen erste körperliche Gebrechen und bleibende Beschwerden nach einem Motorrad sowie psychosomatische Probleme. Sie hatte zwar eine tolle Party zu ihrem 30. gegeben, doch das war auch schon wieder viele Monate her und nur noch eine einstaubende Fußnote im Logbuch ihrer Erinnerungen. Vor und nach der sagenhaften Party in der Kfz-Zulassungsbehörde gab es nichts was blieb oder als erfolgreich angesehen werden konnte.
Sie hatte dem Drängen der Eltern nachgegeben, einen ungeliebten, sicheren Beruf ergriffen, im Rahmen der Mädelsförderung das Fake-Abi des Öffentlichen Dienstes zustande gebracht und dann jahrelang als Beamtin im Berliner Landesdienst, in einer Kraftfahrzeugzulassungsstelle, den Dienst entsprechend ihrer Möglichkeiten verrichtet.

Ihre Leidenschaft war das Motoradfahren.

Ihre besondere Leidenschaft galt dem Fahren großer Autos, sprich: LKW.

Ihre allergrößte Leidenschaft besaßen Reisebusse, für die sie auf eigene Kosten die entsprechenden Erlaubnisse incl. die zur Personenbeförderung erworben hatte. Ein Tag hinterm Steuer mit einer Reisegruppe im Gefährt auf dem Weg zu einem touristischen Highlight vermittelte ihr ein Hochgefühl und den Traum sich beruflich anderweitig zu orientieren. Die Verbeamtung ermöglichte ihr nur eine kleine Traumumsetzung, indem sie sich beim Amt krank meldete, sobald eine Tour anstand.

Nicht das Interesse am Arbeitsgegenstand war ursächlich für ihre freiwillige Versetzung zur Ausländerbehörde um dort in einem verrufenen Job tätig zu werden. Die Bewerbung auf eine Stelle in einem Buchstabensachgebiet der Abteilung IV des Landeseinwohneramtes hatte einen simplen Grund: Aufstieg in eine höhere Besoldungsgruppe. Die notwendige Dienstzeit für die neue, mehr Geld einbringende Eingruppierung brachte sie hinter sich, ohne die wesentlichen Grundlagen und die erforderlichen spezifischen ausländerrechtlichen Kenntnisse zu erlangen. Im Besitz der angestrebten Besoldungsgruppe verwendete sie sodann ihre Energie, Beziehungen und Frauenboni darauf schnellstmöglich zur KFZ-Zulassung zurückzukehren.

Das gelang.

Anderes nicht.

Busfahrt, Studium, Logistikjob blieben vielbeschwätzte Seifenblasen

Noch heute fristet sie ihr Leben als Beamtin im öffentlichen Dienst des Landes Berlin.

Während ihres Intermezzos am Friedrich-Krause-Ufer der Berliner Ausländerbehörde trafen wir aufeinander, verrichteten Dienst in einem Zimmer und lernten uns zwangsläufig näher kennen.

Warum aus dem Kennenlernen mehr und letztlich Deine Eltern wurden, liest Du nun:


von Charisma und anderem


Als ich Deine Mutter kennenlernte marschierte ich bereits seit Langem mit schütter werdenden Haar und mit 105 Kilo Lebendgewicht, bei einem Meter und 84 Zentimetern Körperhöhe von der Fußsohle bis zur obersten Haarlocke, auf die 50 zu.

Die Kinder waren groß, ihre Eltern hatten ein Vierteljahrhundert Ehe bravourös gemeistert.

Hinter mir lagen mehrere Jahrzehnte öffentlicher Dienst, davon bereits zehn Jahre in der Ausländerbehörde. Die Zeit verflog schneller als die rasanteste Roadrunner - Willi-Coyote -Jagd.

Ich gehörte zur Zunft der papierbeschreibenden Angestellten, die ihr Geld mit Sachbearbeitung, was immer das auch konkret bedeuten mag, verdienten. 

Meine fachlichen Entscheidungen waren im Wesentlichen korrekt und richtig. Aufgehoben oder abgeändert wurden sie, je nach ideologischen Gusto, von Gerichten oder angepassten, verbeamteten Vorgesetzten, d.h.: die, die ich "mit dem Kugelschreiber erschossen" habe, leben alle noch, oder, angepasst an die Praxis des hiesigen Ausländerrechts, die von mir Ausgewiesenen blieben dem Land seinen Steuerzahlern, nicht zuletzt durch deutsche Part-Time Ehefrauen oder Kindzeugungen, erhalten.

Meine familiäre und berufliche Alltagsroutine am Anbeginn des neuen Jahrtausend trottete geruhsam vor sich hin. Tagein, tagaus. Selbst meine locker-flockige, kesse Kodderschnauze, das Mundwerk eines Berliners mit anhaltinischen Migrationshintergrund, unterlag keiner Veränderung.

In dieser Situation wurde mir Deine Mutter als Mitarbeiterin zu Seite gestellt.


Es gibt Menschen, die einen Raum füllen und mit dem Betreten die ganze Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Nicht nur mit Körpermasse oder edler Gestalt sondern mit Präsenz und Charisma und dem Anschein von Persönlichkeit.
Deine Mutter gehörte zu ihnen. Am Anbeginn.
Kurzfristig verbreitete sie den Schwung und Elan, der jungen, sympathischen Menschen, die im Startblock zum Lauf ins Leben hocken, eigen ist , die optimistisch in die Zukunft schauen und alles für machbar halten.

So prallten Midlife-Crisis und Reste jugendlichen Charismas aufeinander.

Die Bedeutung einer Altersdifferenz erlebte eine positive Diskriminierung.

"In Beamtenzimmern wird nichts mit Lust und Liebe gemacht. Dort wird Mikado, wer sich bewegt hat verloren, gespielt und ansonsten nur Kaffee geschlürft", ist eine weit verbreitete Meinung.

In meinem vermufften Dienstzimmer hielten flotte Sprüche, eloquente Kommentare, Witz und Esprit Einzug. Allzu schnell folgte das Flirten und diesen das Anbaggern und Balzen. Die Wortgeplänkel machten Spaß. Argwohn lag mir fern, sodass unseriöse Absichten im rosigen Weltbild, das von einer erheblich jüngeren, mir zugetanen Kollegin, vermittelt wurde, undenkbar waren. Ich befand mich in einer einschmeichelnden Wohlfühlhülle und war partiell blind bzw. sah hinweg.

Meine neue Kollegin arbeitete zu ihrer Zufriedenheit. Das Klischee "Ein Mann, ein Wort - eine Frau, ein Wörterbuch." erfuhr durch ihren Eifer seine realitätsbezogene Bestätigung. Mit Telefonieren, auch ab und an jobbezogen, Postbearbeitung und der Erledigung einfacher Aufträge, wie Vorladungen schreiben und Auskünfte aus Register anfordern, vergingen ihre Tage bis sich der Zweck des Aufenthalts in der Ausländerbehörde, mit dem Erlangen der begehrten Besoldungsstufe, für sie erfüllt hatte.


Wenn Deine Mutter beschwingt mit einem fröhlich "gekrähten" Gutenmorgengruß das Büro betrat, hielt mit ihr die gute Laune und der Ansporn zur Arbeit bei allen Anwesenden seinen Einzug.
"Guten (!) Morgen (!)" und die mir eigene Morgenmuffelei flatterte davon.
Das war irgendwie schön, wirkte überzeugend und sogar erotisch. Für eine Weile strahlte sie das gewisse Etwas aus und besaß eine gewinnende Ausstrahlung.
Im Verlauf des Vormittags verlor sich diese Ausstrahlung schneller als eine spindeldürre Geburtstagskerze niederbrannte. Die Präsenz als Geheimnis ihrer charismatischen Ausstrahlung verschwand. Die Teammotivatorin erlosch. Sie blieb zwar körperlich anwesend aber bis zum Dienstschluß geistig nicht wirklich bei der Sache.
Ich sah und tolerierte, ließ mich von ihr umgarnen und einschmeicheln und beging den Fehler die Arbeitsfreundschaft in die Intimsphäre auszudehnen.


So faszinierend für mich die Art und Weise ihres privaten Lebens und die Vorstellungen und Wünsche zur beruflichen Entwicklung auch waren, so begann ich doch die kopflastigen Seifenblasen zu sehen und zog das Ende der Amour fou, die ich libidinös nicht als besonders obsessiv ansah, in Erwägung. Das sagte ich Deiner Mutter. Ich war auf dem Weg mir den Vornamen Ex zu erwerben und, wie meine "Amts"vorgänger, den Hasenfuß zu machen.


Sicher weißt Du, Lisa, dass Deine Mutter für dieses Szenario einen mir bislang verschwiegenen Plan B bereit hielt. In der kurzen Zeit unserer unmoralischen Allianz stand das Thema eines dauerhaften Zusammenlebens oder gar die Zeugung von Nachwuchs nie auf der Agenda. Einmal wegen des nicht unerheblichen Altersunterschieds und zum anderen aufgrund der Erzählungen Deiner Mutter, wonach aus ärztlicher Sicht eine Schwangerschaft bei ihr ausgeschlossen wäre.

Die Angekündigung Deines Kommens überraschte sehr, da für mich Nachwuchsplanungen bereits vor Jahrzehnten abgeschlossen waren. Obwohl zur Kindzeugung in der Regel zwei Menschen erforderlich sind, war die gesamte Planung (incl.Geheimhaltung) der Herbeiführung des angestrebten Ergebnisses und all das folgende Geschehen dem alleinigen Willen und Wollen Deiner Mutter ausgesetzt.

Von einem Kind wird sie nicht verlassen.

Sie bestimmt ob und wofür es leben darf.

Ein Kind heilt bzw. lindert Depressionen.

Es gibt dem Leben Sinn.

Die vom Gesetzgeber in Aussicht gestellte alleinige Verfügungsgewalt verleiht usurpatorische Macht und die Aussicht durch Unterhaltszahlungen des zum Zwangsvater gemachten Ex-Partners eine geringere Anwesenheitszeit im ungeliebten Job zu verbringen, ist zusätzlich verlockend.


Lisa, über Dein Leben, Deinen Namen, Dein Wohlergehen, Dein Recht auf beide Eltern, u.v.a.m. entschied ausschließlich Deine Mutter, eine Kreidekreismutter, die nie beabsichtigte ein verantwortungsvolles Elternteil zu werden. 

Ich wurde komplett ausgegrenzt und vor vollendete Tatsachen gestellt.

Du warst das lebenssinnstiftende Antidepressivum, ich der Zwangsvater.

Bereits mit der Zeugung mutiertest Du zur mütterlichen Beute. Du wurdest ein wertvolles Kapital, dem schon kurz nach der Geburt als Frucht des mütterlichen Leibes eine Vermarktung in prostitutionsähnlicher Weise widerfuhr. Einzig und allein, weil ich mich nicht von meiner Frau trennte und den Vorstellungen Deiner Mutter unterwarf.

Das ist meine Sicht der Dinge.

Es folgen Worte Deiner Mutter, die von der Psychologin Mangold, zumindest sinngemäß in ihrem Gutachten für das Familiengericht Tempelberg, festgehalten wurden:

Zitat:

"Sie habe gehofft, er werde sich nach der Geburt des gemeinsamen Kindes doch noch für sie und gegen seine Frau entscheiden. Das sei eine Illusion gewesen. Er habe sie "sitzengelassen". Als Lisa ca. drei Monate alt gewesen sei, habe Frau H. dies allmählich erkannt und begonnen, sich von ihm zu distanzieren." 


Lisa, sicher weißt Du, dass dies der längste Brief meines Lebens wird, obwohl ich nicht einmal die familiengerichtlichen Sauereien der mütterlichen Komplizinnen anführe, die sich konsequent als Deine Feindinnen, bigott, verlogen und frevelhaft, outeten. Täterinnen, die im Pakt mit Deiner Mutter, einig als brutale Phalanx, gegen Deine und meine Rechte auf Beziehungspflege, Liebe und Obsorge, sich an Dir vergingen und Deinen emotionalen Mißbrauch als Kind vollendeten.

Noch immer ist der Schlußsatz  des Briefes, ein paar Fragen und der Schilderung von einer meiner Marotten, entfernt. Vielleicht ist die Brieflänge dem fehlenden Lektorat geschuldet. Für Dich kann dies, so Du willst, zumindest informativ und aufschlußreich sein. Heute, morgen oder demnächst...

Sicher weißt Du, dass ich mich gegen ein Zusammenleben mit Deiner Mutter und für Dich, für die Wahrnahme meiner väterlichen Verantwortung entschieden habe.

Sicher weißt Du, dass Deine Mutter ihre Unterschrift zur Anmietung einer von mir besorgten größeren und gemeinsamen Wohnung in Mariendorf im letzten Moment versagte.

Und sicher weißt Du auch, dass die Idee, eine Partnerschaft aus zwei Wohnungen zu führen und je nach mütterlichen Bedarf verfügbar zu sein, von mir vehement abgelehnt wurde.
Sicher weißt Du aus mütterlichen Erzählungen auch, dass ich auf die Anerkennung der Vaterschaft vor(!) der Geburt bestand. Die Idee , den Namen des Vaters zu verschweigen um staatliche Geldleistungen zu erhalten, entsprang nicht meinem Hirn.
Deshalb unterwarf ich mich redlich, d.h.: freiwillig, der Unterhaltspflicht, indem ich Anfang 2003 eine entsprechende Urkunde, die arglistigerweise unbefristet erteilt wurde, unterschrieb. So sicherte ich Dein materielles Leben.
Sicher weißt Du aus Erzählungen anderer, dass ich zu meinem Wort stand und Deine Mutter und Dich zuverlässig unterstützte. Eine große Bypass-Operation mit anschließender Reha Mitte des Jahres 2002 hinderte mich nur kurzfristig.
Gewiß weißt Du, dass ich Deiner Mutter, beim Herrichten der Wohnung in der Dillenburger für Deine Ankunft, fundiert zur Seite stand. Sei es beim Transport einer großen neuen Matratze oder bei der Beschaffung von Utensilien Deiner Erstaustattung. Ich half und unterstützte nach meinen Möglichkeiten, z.B. indem ich eine neu Waschmaschine sponserte oder den mir monatlich im
Ortszuschlag meiner Vergütung zustehenden Familienzuschlag für Kinder regelmässig überwies.
Ist Dir auch bekannt, dass meine Pakete mit Geschenken für Dich nicht entgegengenommen und zurückgeschickt wurden, aber der Kindergeldbonus aus dem Konjunkturpaket II von deinem getrennterziehenden Elternteil einbehalten wurde?
Ist Dir bekannt, dass mir die Anwesenheit bei Deiner Taufe in Prerow ebenso von Deiner Mutter versagt wurde, wie später das Überreichen einer Schultüte bei Deiner Einschulung?
(Un petit plaisir pour toi: Deine Schultüte, zwölf Jahre unbenutzt, lag, von mir wohlverwahrt, auf dem Dachgeschoß. In diesem Sommer konnte sie endlich, als prall gefüllte Oma-Opa-Zuckertüte, bei der Einschulung Deiner Nichte Maggie, ihrer Bestimmung gerecht werden.)


Ich könnte das muntere Aneinanderreihen von Annahmen "Sicher weißt Du, dass..." und Fragestellungen "Weißt Du, dass....?"   querbeet beliebig fortsetzen.

Weißt Du aber auch, dass ich Deine Mutter während der Schwangerschaft bei Vorgeuntersuchungen begleitete? So konnten bei der Ultraschalluntersuchung von mir die ersten Videoaufnahmen von Dir gemacht werden. Ein gesunder und kräftiger Herzschlag war zu hören und wurde für die Ewigkeit auf's Band archiviert.

Weißt Du eigentlich, dass der Umgang mit mir, den Deine Mutter genoß, Dir nicht zugebilligt wurde?

Mit den "Sicher weißt Du, dass..." - Formulierungen habe ich elegant(?) den Übergang zu meiner Marotte gefunden, den vielleicht informativsten, persönlichsten Teil des Briefes für Dich. Ich kann schwadronieren und schreiben so viel und was ich will - mit meiner Marotte hauche ich den papiernen Worten Leben, wahres Leben, ein.


Meine Marotte


Mit 6x9 cm fing sie an, wurde dann mit 6x6 cm etwas kleiner bis sie lange Zeit bei 35 mm und der NP27-Kleinbildpatrone von Orwo verharrte.
Die Fotografie und die Bilder, die das Laufen gelernt haben, sind mein lebenslanges Faible, meine Marotte und notorische Angewohnheit .
Von der preiswerten Rollfilm-Balgenkamera mit Zweiformateinrichtung zur nicht weniger günstigen Allround-Kamera "Pouva Start" bis hin zum Star unter den DDR-Kameras, einer Spiegelreflexkamera der "Praktica B"-Reihe, das Jugendweihegeschenk meiner Großeltern Else und Kurt, hatte ich sie alle und nutzte sie. Meine Filme entwickelte ich selbst. Schwarz-weiß war angesagt. Die Orwo-Farben waren Wischiwaschi und aus meiner Sicht (im Vergleich mit Agfa) meist livide und für mein Taschengeld ohnehin eine Klasse zu hoch, immerhin musste ich mir die Taler für mein Hobby selbst erarbeiten. Auf dem großen alten Schreibtischmonster in meinem Zimmer nahm das Vergrößerungsgerät Opemus III den meisten Platz ein.


Die Begeisterung für die Fotografie begleitete mich bis in die Kasernen der Bereitschaftspolizei. Später hielt ich das Leben meiner Familie fest. Den 6.Geburtstag Deiner Schwester Anja bannte ich mit der russischen Super-8-Kamera Quarz bereits auf farbigen Schmalfilm und freute mich, wenn bei Filmvorführungen die zusammengeklebten Streifen im Projektor Russ  nicht rissen. Filmrisse waren ein ständiges Ärgernis.

Meine Marotte überlebte das was als Wende bezeichnet wird. Der Ausleih einer unhandlichen, schweren Kamera, in die eine kompakte VHS-Kassette eingeworfen wurde, war nur folgerichtig. So konnte ich die wertvollen Erzählungen meines Schwiegervaters, Jahrgang 1910, u.v.a.m. festhalten.

Es kamen Video 8, Hi8, Super-VHS & VHS-C  und Minni Digital Videokassetten auf den Markt und wir machten jede Narretei mit, ob nun auf diesem Gebiet oder bei Walkmans, Kassettenrecordern oder den ersten Handheld-Spielekonsolen von Sega Game Gear. Wir schoßen Panoramafotos, die uns, zusammen mit den gelungenen Schnappschüssen mit der Polaroid-Sofortkamera, heute noch erfreuen.

Zum Glück hatten wir mit der Entscheidung für ein Format stets Glück. (Außer bei der Wahl des ersten Festplattenrecorders. Er verursacht, weit vor der Jahrtausendwende gekauft, noch  Probleme beim Brennen, der DVD-Wiedergabe auf Fremdgeräten und manchmal auch bei der Synchronität. Meine Entscheidung für die Brennervariante der -R bzw. -RW DVD-Rohlinge erwies sich als nicht so glücklich. Aber, das Gerät funktioniert bis heute. Wer brennt noch DVD´s oder CD´s?)

Der Reiz und Charme des hobbymässigen Festhaltens von Alltagsleben auf Bildern ging mit Handy und Smartphone etwas verloren, obwohl die Qualität beständig stieg. Mit Blick zurück ist die, durch die (nunmehr alten) weißen Männer angekurbelte, technische Entwicklung beeindruckend. Mit den Worten von Mr.Spock: "fascinating" (faszinierend).

Mein erster Fernseher besaß die Bildschirmdiagonale von 27 cm und lieferte die Welt in Schwarzweiß ins Haus. Heute "bammelt" ein Curved-65 Zoll-UHD-Fernseher in einem Zimmer und im anderen ein 3-D-Gerät mit Blu-ray-Player.

Alles ist besser geworden.

Ist alles besser geworden?

Das Programm, nach meinem Empfinden, nicht.

Von diesem Urteil sind einzig unsere eigenen Aufnahmen ausgenommen...


Jetztzeit. Lisa Zeit. Deine Zeit.

In der Heutzeit (bei uns ca. seit dem Jahr 2010) wird hochauflösend auf Stick und Festplatte archiviert.

Seitdem ich Partikülier bin digitalisiere ich zunehmend alte Aufnahmen. Dabei habe ich, Amateur halt, teilweise recht frevelhaft gearbeitet, indem ich zum Beispiel 6x9-Negative für den Digitalisierungsvorgang passend zurechtgeschnitten habe. Ergebnis gut, aber...

Schmalfilme habe ich gerettet, einige Videokassetten sind auf DVD gebrannt und neue Aufnahmen sind auf Laptop und Festplatte gesichert

Nicht alles ist digitalisiert.
Warum schreibe ich Dir das, Lisa?

Vielleicht, weil es Dich interessiert?!

Vielleicht, weil es Dich (Konjunktiv I und II?) interessieren könnte?

Aber auch, um ein letztes Mal den Halbsatz zu bringen : "Sicher weißt Du, dass..."


Sicher weißt Du, dass ich vor Deiner Geburt ein paar Wochen mit Deiner Mutter in ihrer kleinen Wohnung in Schmargendorf zusammenlebte.

Nach meinen Ausführungen über meine Marotte  ist Dir gewiß klar, dass ich in dieser Zeit, nachdem die Heimlichkeit, die eine  außereheliche Affäre ursprünglich erfordert, entfallen war, meinen Spleen offen weiter(aus-)lebte. Mit Billigung und Wohlwollen der Wohnungsgeberin.

Die in dieser kurzen Zeitspanne gemachten Aufnahmen sind einfach, d.h. anschaubar, bearbeitet und auf 4,7-GB-Single-Layer-Discs zu je 60 Minuten gebrannt. Eine echte HD-Digitalisierung ist noch nicht erfolgt. Bisher sind nur die Fotos unserer  gemeinsamen Vater-Tochter-Zeit auf Stick und Festplatte übertragen.

In meiner Sammlung von fünf Lisa-DVD´s, auf denen unsere Treffen und unser Zusammensein festgehalten sind, befindet sich eine mit der Beschriftung " Lisa 0". Hier findest Du die Aufnahmen die entstanden sind während der Zeit des Zusammenlebens  Deiner Eltern. Du bist embryonal dabei. Dennoch sind die gedrehten Filme für Dich aufschlussreich, weil Du Dir einen fakefreien Audio- und Videoeindruck vom Vater-Mutter-Umgang, von der Art und Weise unserer Beziehung verschaffen kannst.

Du kannst Deine Mutter beim (ersten?) Backen eines Kuchens in ihrer Wohnung an einem vergammelten Sonntag erleben, beim Fahren eines Transporters durch enge Berliner Straßen, beim Einkauf bei Roller, beim gemeinsamen Wochenendausflug in den Harz, der Übernachtung im Forthaus Auerberg, dem Klettern auf das Josephskreuz und der Fahrt mit dem Dampfzug der Brockenbahn zum Kopfbahnhof auf dem Gipfel, dem Essen von Erbsuppe mit Halberstädter und mit riesigen Hexenhut beim Flug auf einen Besen über den Harz. (Im Brockenhaus hatte ich Deine Mutter mit Bluescreen-Technik als Hexe fliegend aufgenommen.Treffend?!)

Lustige Bilder Deiner Eltern kannst Du bei der Seilbahnfahrt von Thale hinauf zum Hexentanzplatz sehen. Deine Mutter ist (Achtung: Filmbeweis) nicht unschuldig daran, dass die dort installierten Metallskulpturen frecher dämonischer Fabelwesen, durch antatschende, die Figuren begrapschende Besucher wie sie, (güldene) Nasen und Pobacken verpasst bekamen.


Lisa, der Verweis auf die Film-und Videoaufnahmen, auf die DVD mit der Nummer Null, erfolgt nicht aus sentimental-rührselig-melancholisch-trauriger Sentimentalität!! Die Null steht nicht für meine Stunde Null. Meine Trennung von Deiner Mutter war folgerichtig und hat sich als beste und richtige Entscheidung erwiesen. 

Ich kann schreiben, viel und schwülstig, sachlich und emotional. Das Dir indoktrinierte Bild von mir ist nicht korrigierbar. Denkansätze für Dich, wenn überhaupt, sind nur schwerlich zu vermitteln. Deshalb sage ich mir, dass Du die DVD Nr.0 (und vielleicht auch die mit den Beschriftungen von 1 bis 4) sehen solltest.

Du kannst ein Bild vom Umgang Deiner Eltern miteinander erhalten. Du kannst erkennen, warum Deine Mutter mit mir zusammen leben wollte und Du kannst erahnen, warum sie Dir die Gemeinsamkeiten mit mir vorenthielt, Dir missgönnte. Nach der Trennung wuchs ihr Hass auf mich und wurde größer als die ursprüngliche Mutterliebe zu Dir. Dieses Ressentiment, gepaart mit moralischer Verlotterung und narzisstischem Egoismus, ergänzte die lebenssinnstiftende Herbeiführung der Schwängerung. Dabei blieb Dein Wohlergehen, Dein Glück des (möglichen) Aufwachsens mit beiden Elternteilen, auf der Strecke. Von Anbeginn bewusst und vorsätzlich herbeigeführt.


Irgendwann bzw. jederzeit kannst Du die Aufnahmen, die ich beschrieben habe, erhalten. Auf S-VHS-Kassete, DVD oder Stick.


Eine letzte Frage bleibt: Hast Du jemals einen sooo langen Brief erhalten?


Meine Zeilen für Dich, meine entfremdete Tochter, mögen heute, morgen und mittelfristig keine Wichtigkeit für Dich besitzen.

Morgen, bald oder demnächst, ändert sich das. 

Du bist kein Seismograph krankhafter Befindlichkeiten einer mütterlichen Missbrauchstäterin - mehr.


Danke, dass Du gelesen hast.

Viele liebe  Grüße sendet Dein

                            Papa Bolle 


Collage wurde erstellt unter Nutzung von Material von Pixabay.com/de


25.Juli 2020

noch 2 

Ja, Hallo nochmals!


Keine Prüfung könnte wichtiger sein als die, die sich nähert.

Hab' ich recht, Lisa?  Ja oder ja?


Frühzeitig übermittle ich Dir mein Daumendrücken für Dein 13.Schuljahr, dass das reguläre Zwölfte ist und mit dem Erwerb der allgemeinen Hochschulreife und dem Nachweis der Studierfähigkeit enden soll.


In der heutigen Zeit des Dummschwätzertums und der allgemeinen Verblödung, der Epoche des rassistischen Genderwahns und der vorgegebenen Meinung, ist das Abitur zum mittelmäßigen Standardschulabschuss geworden.

Vermeide dennoch das berühmte Bulimie-Lernen, weil es Dir, wie zuviel ideologische Konformität, keinen wirklichen oder dauerhaften Erkentnisgewinn bringt.


Obwohl selbst (DDR-)Maturant staune ich über die Massen derer die vermeinen diesen Bildungsabschluss in Zeiten der Quotenqualifikation, der Niveauabsenkungen und "Überproduktion" von Geisteswissenschaftlern und realitätsunfähigen, dauerstudierenden Berufsnutzlosen anstreben zu müssen.

"Aber der Mensch, der Mensch fängt erst beim Leutnant an […]“ lies Carl Zuckmayer seinem Hauptmann von Köpenick sagen.

Ich brachte es Zeit meines Berufsleben "nur" zum Unterleutnant, einen Dienstgrad den es in der Reichswehr, der Wehrmacht und der Bundeswehr zu keiner Zeit gab, und wurde dennoch, ausgenommen im diffusen Weltbild der deutschen Familiengerichtsbarkeit, zum männlichen Menschen und zugleich besten Vati für Dich, Lisa.


Du erkennst unschwer, das Mensch-und Erwachsensein nicht zwingend mit dem Abitur beginnt oder zusammenhängt und nicht jede Pennälerin mit Einser-Abitur ist fit für die Hochschule oder gar fürs Leben.

Das meine ich.

Am Verstand von Figuren die anderes sagen muss man erst gar nicht zweifeln, der fehlt schlichtweg.

Deshalb erstaunt mich, mit Blick auf Deine stabile, mediokre Zensurenlage, der einzigen mir zu Verfügung stehenden Informationsquelle, der Mut sich diesen Quisquilien auszusetzen.
Oder hat das Unterfangen Abi nichts mit Mut und Selbstwirksamkeit gemein?
Immerhin hast Du bereits ein Jahr verloren.
Was strebst Du mit dem Erwerb der allgemeinen Hochschulreife an?
Letizia und Marie, Kinder meiner Nachbarn, so alt wie Du, haben in diesem Jahr das Abitur mit guten bzw.sehr guten Ergebnis gemacht.
Selbst vor fünf Jahren mit Schlauchboot übers Mittelmeer eingereiste Syrer machen wundersame Einser-Abis (mit "Nachteilsausgleich") und sind laut staatsmedialer Propagandameldungen und einer begeisterten BMFSFJ-Plagiatorin besser als hiesige Muttersprachler.😂
Aus meiner Sicht und den mir übermittelten selektiven Informationen bist Du (leider) von einem Einser-Abi so weit entfernt wie eine indigene Schamanin von erfolgreicher beweibter Raumfahrt oder Ursula Gertrud vdL von einer demokratisch legitimierten Wahl zur Präsident_in der Europäischen Kommission.

Sorry! So sehe ich das.


Als Dein Vater, frei von Doppeldenk und Doppelsprech (doublethink and double talk), ist mein Wunsch, das Du Dein anvisiertes Ziel erreichst, kein(!) Fake sondern ehrlich und aufrichtig und uneigennützig.


Was ich Dir mit all den keineswegs wohlfeil geschriebenen Worten sagen will?


Schaff' das Abi ( und sei es mit Drei)!
Wenn nicht? Das Leben geht weiter, orientier´ Dich neu und, auch dann steh' ich Dir zur Seite!

Nicht jede Köchin muss in der Lage sein, wie einst Lenin forderte, die Staatsmacht auszuüben. Maler, Tischler und Dachdecker übten in unserer Heimat bereits erfolglos. Auch die scheinbar systemkonforme Physikerin scheitert mit ihrem Experiment.

Für Dich heißt das, finde Deinen (Berufs-)Weg und laß Dich nicht von Zwangsideen sogenannter Millenials und 68er verblöden.

Schärfe Dein Fürwahrhalten auf der Suche nach dem persönlichen Glück!

Durch unsere Trennung und die erlittene Traumatisierung durch den Vaterverlust war der Start suboptimal. Das verabreichte Gift entfaltet seine Wirkung in der Volljährigkeit weiter.


Zwischen meinem Abiturjahrgang '72 und Deinem liegt fast ein halbes Jahrhundert. Diese Zeitspanne hindert trotz der immensen technischen Entwicklungen und naturwissenschaftlichen Quantensprünge einen Vergleich in Qualität und Quantität der Ausbildung nicht.

Dabei können die Fake-Abis, die der öffentliche Dienst veranstaltet um Mitarbeiterinnen durch scheinbare (Express-)Wissenvermittlung in einigen Fächern in höhere Besoldungsgruppen zu hieven, außen vor bleiben.

Hier wird einzig unter der Bezeichnung Abi "gesegelt". 

Laß Dich von Deiner Mutter über diese Jokes informieren.
Sie hat eine derart wohlklingende Komponente mitgemacht.

Es nennt sich Abitur, ist jedoch keins sondern nur anspruchsfreie Frauenförderung und eine willkürliche Begriffsdefinition wie die vom Kindeswohl.


In den Mintfächern meiner Penne unterrichteten ausschließlich Lehrer. Hier lag der Schwerpunkt der Wissensvermittlung, der nicht auf Auswendiglernen von Vorgekauten sondern selbständigen Erkennen lag. Stringenz galt als Erfolg. Der Spagat zwischen dem Bildungs-und Erziehungsanspruch des Philanthropismus und der staatlich vorgegebenen Ideologie war spürbar, hinderte unseren Eifer bei den unzähligen Experimenten, beim Tüfteln, Auswerten, schöpferischen Streit, Diskutieren und Argumentieren nicht.

Das Lehrerkollegium empfand ich als engagiert. Allerdings erreichte es nicht ganz das humoristische Niveau des Feuerzangenteams. Ich heiße ja auch nicht Pfeiffer mit drei F.


Zensuren, auch in den Nichmintfächern gab es für Leistung, weniger für korrekten Agitprop oder Haltung.
Für mich waren die Jahre "hin zum Abitur" eine gute und schöne Zeit, auch weil neben dem Unterricht und tollen Klassenausflügen, z.B. ins schuleigene Landheim, Freiraum für Anderes blieb.

Uns wurde nichts geschenkt, die Anforderungen waren und blieben hoch, gequotet wurde noch nicht, obwohl sich meine Mitschülerinnen mit ihren breiten Gürteln (die damals Miniröcke genannt wurden) durchaus in Szene zu setzen wußten. Nicht nur im Matheunterreicht beim Hochräkeln bis zum obersten Teil der Tafel, um dort für den "ollen" Lehrer Thiemicke effektvoll mit Kreide die von ihnen gefundenen "Lösungen von 2+2" anzuschreiben. Herr Thiemicke zensierte wohlwollend...

Damals gab es zwei Geschlechter und irgendwie schien es stets ein Zufall zu sein, das in mündlichen Prüfungen die "blonden Fragen" an meine Klassenkameradinnen gingen. Gewiß waren sie fleißiger, textsicherer als meiner einer und meine Kumpels, ihr Erfolg emotionaler aber oftmals "dünner".


Mit dem Abi waren wir nicht fertig und umfassend klug, doch allgemein anerkannt.

Wir konnten Lesen, Rechnen, Sprechen, uns selbständig Wissen aneignen und eigenständig und logisch Denken. Klappte nicht immer, aber...
Der Zugang zum Studium war erreicht. Die Befähigung war echt.

Der Übergang von der Oberschule zum Gymnasium(EOS) war für nicht wenige Auswendiglernerinnen schwer. Wer (geschlechtsunabhängig) überlebte hatte dann keine Probleme beim Einstieg ins Studium.
So war es damals!
Die Mädels hatten uns Burschen dann Zeit voraus.
Uns wurden, ein "Privileg des Patriarchats", eine Form der menschlichen Sklaverei und nix mit Gleichberechtigung, nach dem Abi die Hammelbeine beim Kommiss, oftmals von Achtklassenschülern, langgezogen...


Die Zeiten änderten sich.
Mit ihnen die Farbe der Staatsideologie und ihre Begrifflichkeiten.
Es hat den Anschein, das vermehrt lebensuntüchtige Lese-und Schreibunkundige die Schulen verlassen. Niveauabsenkungen an Schulen und Universitäten sind Praxis, der Tiefpunkt ist noch nicht erreicht, obwohl die intellektuelle Insolvenz bereits offensichtlich ist.

Mintfächer werden auf Gender gebügelt.

Statt Lenins Köchinnen dilletieren die Faulsten und Dümmsten bei der Ausübung der Staatsmacht. Geschlecht statt Leistung, Meinungseinfalt, Vergesellschaftung des Männerhasses stehen auf der Agenda. Die jüngste durchs Dorf Berlin getriebene Sau heißt Rassismus, die Politik der Entweißung folgt, während eine südpolorientierte Trullagang die Familienzerstörung auf ihren Countdown zutreibt.


"Ich komme aus der DDR, ich komme aus der Zukunft. Deshalb weiß ich auch, wie's ausgehen wird ." ist eins meiner Lieblingszitate von Michael Klonovsky und muss an dieser Stelle, weil's erneut passt, zwingend angebracht werden.

Diese Einschätzung ist nicht pessimistisch, keine Prophezeiung des Nostradamus sondern der Versuch aufzuzeigen, in welchem Umfeld Du, meine Tochter, den Weg ins Erwachsenenleben finden musst.
Angepasst oder selbstbewußt?
Vertrauen auf Geschwätz und Geblubber oder auf Können und Leistung?

Wissen oder Glaube an Hexerei mit mythischen Wissen?

Selber Denken oder Nachplappern?
Das Wiederkäuen der jeweils aktuell vorgegebenen und indoktrinierten Meinung oder ein durch Wissen objektiv zureichend begründetes Führwahrhalten?


Lisa, ich habe Dir mit diesem Brief erneut eine Vielzahl von Ansätzen gegeben über die Du mit mir ins (Streit-)Gespräch und Kennenlernen kommen kannst.


Utiliser la chance,
use the chance,
использовать шанс,

nutze die Chance!


Ohne Startschwierigkeiten ins Schuljahr!

                                             

                                        herzlich mit vielen Grüßen Dein Papa Bolle


  ...und: 2 + 2 = ??


Noch eine kleine Vorschau für Dich, Lisa!
Im nächsten Brief werde ich mich zu Deiner Mutter und meinem Verhältnis zu ihr äußern.
Der Zweck ist nicht Dein Fürwahrhalten zu ändern.
Vielmehr sollst Du die Möglichkeit der Kenntnisnahme meiner Sicht und Meinung in kompakter Form erhalten.
Die Ausführungen werden nicht ungeeignet sein um das sogenannte (konkret: Dein) Kindeswohl zu gefährden.
Deinem Volljährigenleben kann es indes einen positiven Input geben.
Ich werde mich bemühen in meinem Brief zur Paarthematik auf Wortpaare wie egomanisch-narzisstische Spinnerinnen, widerliche Mißbrauchstäterinnen, egozentrische Lügnerinnen, ideologische Dumpfbackinnen, bigotte Heuchlerinnen, moralisch Verlotterte mit menschlichen Defiziten, obzöne Sauereien und frevelhafte kriminelle Schweinereien die unter dem wohlklingenden Begriff vom Kindeswohl begangen werden, zu verzichten.


Kurz gesagt: Ich werde mich bemühen objektiv darzulegen.

Emotionen überlasse ich Dir. Ich gehe davon aus, dass Du trotz Genderbiologie, LGBTQIA+-Agitation und Propaganda pro gleichgeschlechtlicher Eheschließungen, Getrennterziehendenförderung und der Erfindung eines dritten Geschlechts soweit aufgeklärt bist um zu wissen, dass Du nicht gänzlich durch Selbstbestäubung Deiner Mutter gezeugt wurdest und, mit heutigem Kenntnisstand meinerseits, auch eine Vergewaltigung ausscheidet.


Für Dich mag es von Interesse sein zu erfahren wie und warum Deine Eltern zusammenkamen und warum der Status quo so ist wie Du ihn glaubst zu kennen. 
Für uns mag es gut sein nach dem von mir Niedergeschriebenen sodann zur eigentlichen Tagesordnung übergehen zu können. Es ist nicht erforderlich, die Thematik bezüglich der Frage nach dem Rechthaben fortzusetzen.
Künftig können wir unsere Beziehung, immerhin eine der engsten die Menschen haben können, als Erwachsene, als Vater und Tochter, ohne Fremdinterventionen und Invasorinnen gestalten.
Das Thema gemeinsame Elternschaft hat sich entgültig erledigt, auch wenn Deine Mutter noch einige Giftpfeile hinsichtlich Deines Volljährigenunterhalts abschießen wird.


Demnächst geht es nur noch um Dich und mich.


In meinen jungen Erwachsenenjahren hatte ich ab und an Streit mit meinem Vater. Wir beschlossen das Thema Politik zu meiden und hatten sodann eine wunderbare Vater-Sohn-Beziehung. Alles war wichtig und gut und das ursächliche Streitthema dominierte nicht mehr und war bloß noch ein nachgeordnetes, eines von vielen.


Nehmen wir Deiner Mutter die zerstörerische Dominanz!

Haben wir so/bald das Schlimmste hinter uns, obwohl das Gift der vergangenen Jahre weiterhin seine Wirkung entfaltet?


Viel hängt künftig von Dir ab.
Ich reiche Dir helfend meine Hand.


 Bis zum Augustbrief!
Vati


Du kannst Dich hier (Arbeitsfassung meines Buches "Herausgekegelt") einlesen. Herunterscrollen zum 2.Teil und Du findest erste Ausführungen zu Deiner Mutter (Auszug):


"H.* war jetzt jenseits der dreißig.

Im Mittelalter hätte sie ihren biologischen Auftrag erfüllt und läge auf dem Friedhof.

Der Blick auf die Lebenserwartung von Frauen im 21.Jahrhundert sollte zwar froh stimmen doch ihre bisherige Lebensbilanz war dürftig und die Aussichten mickrig. H. hatte sich beruflich "warm und angenehm" im öffentlichen Dienst eingerichtet doch diese Art der Einkommenssicherung als Beamtin war ihr verhasst. Auch der gute Kontakt zu ihren Liebhabern konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass letztlich keiner bei ihr blieb um das Leben mit ihr zu teilen.

In der Erinnerung ihrer Kollegen der Heimatdienststelle war die von ihr geschmissene Fete zur 3.Null bereits verblasst. Für viele Männer hatte sie das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten, erste Blessuren an Seele und Körper waren unverkennbar. Ein Aufenthalt in einer Reha-Klinik wegen eines körperlichen Gebrechens entwickelte sich zum psychologischen Fiasko mit Heulattacken und andauernden Depressionen.

Ein letztes Aufbäumen sollte die Wende bringen...."usw.usf.

Lisa, Du kannst Dir von Deiner Mutter auch die vier in unserer Familiensache fabrizierten psychologischen Gutachten zum Lesen ausleihen. Nicht nur Voodoo-Fans kommen hier beim Piesacken der Vaterfigur mit Nadeln auf ihre Kosten. Ich glaube allerdings, dass außer einem zweifelhaften humoristischen Unterhaltungswert und dummen Palavers die mehrere hundert Seiten kostenintensiv beschriebenen Papiers soviel Wirklichkeit und Wahrheit enthalten wie das in Dauerschleife wiederholte Märchen von der Massenmigration von Raketentechnikern, Wissenschaftlern, Ärzten, Chemikern, Physikern und vielen anderen hochqualifizierten Arbeitswilligen nach Deutschland...


Minderjährig konntest Du nicht souveräner als Deine Mutter sein, musstest ihre Befindlichkeiten ausleben und ihr systemkonformes Ignorieren der Verpflichtung zu Bindungsfürsorge, zu dem Gerichte die Handlungsanleitungen reichten, erleiden.

Das Antidot kannst Du Dir nur selbst geben.

Volljährig wirst Du in wenigen Tagen...


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Juli 2020

noch 2

Hallo Lisa,


zunächst siehst Du nur die Aufmachercollage für Deinen nächsten Brief.


Voraussichtlich in der letzten Dekade des Monats Juli werde ich ihn einsetzen und online stellen.


Bis dahin noch schöne Ferien und als Einstimmung auf´s Briefthema und meine Fragen an Dich ein ursächlich als Satire gedachtes Filmchen. Nimm Dir die Zeit und schau´ die paar Minuten des untertitelten Streifens an.

Vielleicht kannst Du mir bis zum "verbotenen Brief Juli 2020" sagen, ob diese Satire aus dem Jahr 2017 von der Wirklichkeit im Land der Dummschwätzer und Trulla-Gangs bereits überholt wurde. Immerhin waren wir ´mal das Land der Dichter und Denker und sind jetzt die Beute von Blubberinnen und den Vier(-und mehr-)gestirn aus vdL,das Merkel, AKK und Giffey.

Doch "wech" von Politik! Hier geht´s zum Film:  Alternative Mathematik


        Dein Papa

Hallo Lisa,


zwischen den verbotenen Briefen sende ich Dir heute, auch weil Deine Mutter hier mitliest, eine kleine Nebenbeiinformation.


Ich habe einen Posteingang von Deinem vorsätzlich allein sorgeberechtigten Elternteil erhalten. Er enthält die banale und letztlich bedeutungslose Behauptung Deiner Mutter letztmalig ihrer Auskunftspflicht über Deine persönlichen Verhältnisse nachgekommen zu sein.

Na ja vielleicht glaubt sie dies inzwischen selbst.

Andererseits kommt Niedertracht nie aus der Mode.


Es dauerte fast zwei Jahre und bedurfte eines Gerichtsurteils bis Deiner Mutter der § 1686 BGB nahegebracht werden konnte.

Ihr rechtswidriger Wille ist ausgeprägt.

Seit dem Bestandskrafteintritt des Urteils, mit dem sie zur Auskunftserteilung über das gemeinsame Kind an den Vater verpflichtet wurde, müht sie sich die Intentionen des Gesetzgebers zu unterlaufen.

Auch jetzt im Juli 2020 bleibt sie ihren verachtenswerten, gravierenden Defiziten mit der Übersendung einiger nichtssagender Worte, einer Schulbescheinigung, die keine Aussage zum tatsächlichen Unterrichtsbesuch enthält und von drei Fotos, auf denen Du abgebildet sein sollst, umfassend treu.


Ich gehe davon aus, dass die mütterliche Auskunftsgebung an mich, Deinen zweiten Elternteil, auch aufzeigt, wie Du gesehen und geachtet wirst, was es von und über Dich zu berichten gibt.

Ein unsichtbares graues Etwas ohne erkenn-und nennenswerte Persönlichkeit??


Es ist fast unmöglich einem manipulierten Menschen die Indoktrination seines Denkens und Fühlens aufzuzeigen. Deshalb neige ich dazu die als vorgebliche Auskunft übersandten Fotos und schriftlichen Einlassungen der vergangenen Jahre Dir demnächst persönlich, per Post oder als Online-Brief mit der Frage "Erkennst Du Dich und Dein Leben oder ist der Hass Deiner Mutter auf mich größer als die Liebe zu Dir?" zukommen zu lassen.

Was ist im Erkenntnisprozeß wirk-und heilsamer als die Wahrheit?


Bis zum verbotenen Brief für den Monat Juli.


Dein Papa

2.Juli 2020

Daumen 1
Daumen 3
Daumen 2
Bolle 1
Bolle 2

Collagen erstellt unter Nutzung von https://pixabay.com/de

 

Juni 2020

noch 3

Hallo Lisa


heute haue ich mal auf die Biotonne.

Stark und laut und Trommelwirbel mit Ästen.

Juchhu!

Erstens schnurrt mein alter Kremser, nachdem ich den fälligen TÜV mehrere Monate tapfer ignoriert hatte, wieder frohgemut und bremst, rasseunabhängig, abermalig für Hunde.

Zweitens bin ich überhaupt und ganz und gar ein Gutmensch. Das meint mein Auto nicht nur zu meinem Fahrstil sondern auch viele Pflanzen in unserem Garten, die ich als vertrocknete und schlaffe, schlicht bemitleidenswertes, fast totes Welkzeug im Baumarkt vor dem Kompostieren bewahrte, bei Abverkaufpreisen von 70 bis 90 Prozent als Sterbehilfe.

Bolle - das grüne Gutmenschpflanzer'l.

Lisa, schau' Dir die obigen Blumenbilder (einschließlich die der Weißbierblume) an!

Du siehst nicht nur schlicht von mir gerettete Strünke sondern zu prachtvollen Pflanzen entwickelte Blumenschönheiten.

Habe ich nun ebenfalls einen grünen Daumen, ja oder ja!

Tusch und auf die Biotonne geschlagen!

Der Deckel bleibt zu!


Nicht erst seit dem Pflanzen des Judasbäumchen (siehe Memories auf der Medienseite Fotos vom 04.10.2018 und 21.09.2019) kann ich den Anspruch auf Besitz des grünen Daumens reklamieren.

Das war nicht immer so, weil ich im bewährt-konventionellen Lebensmodell aufwuchs und lebe, d.h.: die Männer der Familie sind für Holz,  Beton, Dachpappe, Schrauben, Nägel, Heckenscheren, Flex und Bohrmaschinen, Stromschlag und alles Harte zuständig während sich alle anderen Geschlechter um's Grüne bemühen, von Zimmerpflanzen über Hecken bis hin zum üppig wuchernden Wein. Edel- und Duftrosen wie Black Baccara, Elbflorenz, Augusta Luise, Eden Rose u.a. sind der Stolz der gesamten Sippe.

Männer schmeißen totes Fleisch auf den Grillrost und die Frauen heimsen Lob für ihre Pflanzen ein.

Den Männern das Harte, den Frauen das Weiche! Und das ist gut so ?!


Ich muss ehrlicherweise gestehen, das Biologie und Botanik nie mein Ding waren. Statt gute Noten im Biounterricht zu ernten gab es für mich oft Spott meiner Mitschüler. Wer seziert schon gern Rinderaugen oder Frösche oder begutachtet Dung?

Das änderte sich auch nicht grundlegend als mein Vater 1963 einen Schrebergarten in der Anlage mit dem treffenden Namen Erbring erbte. (Ich glaube nach heutiger Einteilung dürfte das die Parzelle 35 sein.)

Die 500 m² Dessauer Grund und Boden hätten die Bezeichnung Dschungel verdient, die Laube ein stinkendes Drecksloch war " nur auf eigene Gefahr" und mit Nasenklemme betretbar

Aber, das Gartendings war grün und die Freude in der Familie groß.

Die zu leistende Arbeit wurde schnell aufgeteilt.


Lisa, was meinst Du, wie?


Richtig!

Das Harte für die Kerle, Vati und icke.

Das Grünweiche für die Mädels, Mutti und die Mädels.

Der Garten, zunächst noch ohne Strom und fließenden Wasseranschluss, entwickelte sich schnell zur Oase. Nur meine Kenntnis über das Wesen der Pflanzen wuchs nicht. Aber ich lernte Betonieren und Dachpappe verlegen. Manchmal hatte ich einen blauen Daumen. Beim Beschneiden der Bäume zeigten sich indes schnell meine Defizite. Mit Fuchsschwanz, das ist 'ne Handsäge (als Erklärung für die Großstädterin Lisa), saß ich auf unseren alten, großen Pflaumenbaum und sägte den Ast ab auf dem ich hockte.

Der Misthaufen unterm Prunus domesticus minderte meinen Sturz...


Einige Zeit später durfte ich schriftlich eine wissenschaftliche Höchstleistung auf dem Gebiet der grünen Botanik abliefern. Sie brachte mir weder ein summa cum laude noch eine kleine Doktormütze ein. Dafür wußte ich fortan, dass mein künftiger Beruf nix mit Grün zu tun haben sollte.(Dummerweise landete ich später bei der Bereitschaftspolizei mit ihren giftgrünen Uniformen...)

Zur Offenbarung meiner Kenntnisse in Landwirtschaft und Gärtnereiwesen forderte mich meine Lehrerin für Deutsch auf. Ob diese über einen grünen Daumen verfügte entzieht sich meiner Kenntnis. Ich war damals, als die Lehrerin das Aufsatzthema "Beschreibung eines Komposthaufens" verkündete, noch Schüler der POS (Polytechnische Oberschule), so dass sich mein Vater erbarmte und mir seine Hilfe zuteil werden ließ.

Danke Dad!

Meine fast Dissertation flugs geschrieben, schleunigst korrigiert und den Aufsatz pünktlich abgegeben. Wie aus einer Gießkanne regnete es bei der Notenvergabe höchstes Lob mit Auszeichnungen für das Klassenkollektiv.

Für mich nicht.

Mir spendierte die Lehrerin die Worte

"Das ist kein Komposthaufen. Das ist ein Misthaufen. Fünf."

Das Notenverteilmonopol besaß die Lehrkraft für die deutsche Sprache und war somit im Recht. Die Misthaufenzensur machte ich bei anderen, nicht botanischen Themen schnell wieder den Gülleboden gleich.

Mein Vater und ich überlegten, ob wir uns wie am Boden zerstört vorkommen sollten. Immerhin war ein Misthaufen einst ein Statussymbol getreu dem Motto "Großer Misthaufen, großer Hof, großes Ansehen." Haarscharf schlußfolgerten wir, unabhängig vom betreuten staatlichen Schuldenken, dass unsere Grünkenntnisse äußerst dürftig waren und sind und vermutlich auch bleiben werden. Künftig blieben wir wieder beim Harten, der Arbeit mit dem Bohrhammer, mit Zangen und Maulschlüssel.

So blieb es generationsübergreifend viele Jahre.

Die Zuständigkeit für Pflanzen in der eigenen Wohnung übernahm meine Frau quasi ohne weitere Absprache, weil die Grünlinge von mir ertränkt oder ausgetrocknet wurden.

Auch als meine Frau sich mit mir im Jahr 2007 an den Hausbau wagte blieb es ( zunächst) beim patriarchalischen Arbeitsteilungsmodell.

Einer das Harte. Einer das Weiche.

Einen Misthaufen legten wir auf dem 500-m²-"Gehöft" nicht an.

Die (Schnell-)Kompostierung beendeten wir nach drei Jahren und mieteten die Biotonne an.

Meine harten Leistungen waren so oh, là, là. Meine Deutschlehrerin hätte hier, auch ohne väterliche Hilfe, keine fünf mehr vergeben können. Ich schlußfolgerte akkurat:


Je älter ich werde, desto klüger wird mein Vater.


Bereits Mark Twain schrieb:"Als ich 14 war, war mein Vater so dumm, dass ich ihn kaum ertragen konnte. Aber als ich 21 wurde, war ich doch erstaunt, wieviel der alte Mann in sieben Jahren dazugelernt hatte.“


Recht hat er.


Heute steht unser Häuschen und noch immer bewegt mich die Frage, ob ich nicht doch über einen versteckten, verkümmerten, wenigsten schwachgrünen, zarten Daumen verfüge.

Hier und heute antworte ich:

Auch ich verfüge über einen unausgereiften, aber dennoch grünen, zwei Fingergliedknochen Pollex. Die Erfolge sind sichtbar, wie Du Dich in der Photogalerie oder bei einem Besuch vor Ort überzeugen kannst. Mein (hoffentlich) größter Erfolg als Amateurgärtner steht unmittelbar bevor und kann bald (ohne Maultäschle) bewundert werden.


Der Juli-Urlaub des vergangenen Jahres hatte uns an die westliche Ostsee geführt. Neben der Steilküste in Dänisch-Nienhagen begeisterten mich die blühenden Stockrosen vor den "Katen".

Nach der Rückkehr durchstöberte ich die Baumärkte und Gärtnereien nach diesen, auch als Stockmalve oder Bauernrose bekannte Blumen. Richtig pfündig wurde ich online und orderte großblumige, teilweise wurzelnackte Pflanzen, einfach und gefüllt, in mehreren Farben.

Jetzt zeigen sich die ersten Blüten.

Zwei Rosen überragen mich bereits und ich glaube, dass ich demnächst ein echtes Angeberfoto "Bolle mit Stock" machen und für Dich, Lisa, auf der Medienseite meiner Homepage SRA einstellen werde.


Ich habe einen grünen Daumen.

Deckel der Biotonne zugeschlagen und d'raufgehauen.

Tusch!!!


Hast'e wieder was über/von mir gelernt.


Ich wünsche eine schöne Ferien und Sommerzeit!


Viele Grüße

                      Dein Papa Bolle

aus meiner Abiturzeitung:

Seit jeher Probleme mit den Geschlechtern...

Mai 2020

noch 4

Hallo Lisa,


bereits vor Lockdown und Shutdown, der Verhängung der Ausgangssperre und der Arbeits-und Bildungseinstellung, gehörte (zwangsverordnetes) Social Distancing zu mir, Deinem Vater, und oktroyierte Self-Insulation zu Deinem Leben.
Nerven Dich Anglismen und Denglisch?
Mich schon, aber vielleicht geht es heutigentags nicht mehr ohne.
Oh well, nun ja!

Hältst Du, auch ohne ätzende Anglismen, Abstand (nicht nur zu mir) und geht es Dir gut?

Endlich wieder Schule?!
Hast Du das Homeschooling gut überstanden und vielleicht gar genutzt um die tollste Maske zu designen?
Ich hab' nur handelsübliche.
Sieh' das Briefeinleitungsbild!


Hip und schick, trendy und angesagt, sind Wackeldackel und gehäkelte Klopapierhüte auf der Heckablage von Autos nicht mehr. Wackel-Elvis, grellbunte Papierblumengirlanden, Kreuze in allen Stilrichtungen, Rosenkränze, Talismänner und Talisfrauen sowie -zig andere, für Glück, Gesundheit und unfallfreies Fahren zuständige Maskottchen und Götzen, die harmlos an den Innenspiegeln vieler Autos vor sich hinbaumelten, wurden von jetzt auf gleich entsorgt, abgelöst vom Maultäschle, der Corinamaske, dem modischen Megatrend des Jahres.

Das Jahr Zwanzig 20 ist insofern ein besonderes, modisch prägend.

Wie in den kalendarischen 12-Monats-Abfolgen zuvor ist ein Restart ausgeschlossen.


Beim Wein gibt es gute und weniger gute Jahrgänge. Die einen werden als Spitzenweine hochpreisig gelobt, die anderen als Essig. Lebensmittelchemiker wissen aber auch das Wein aus Trauben gemacht werden kann, trinken bei schlechten Jahrgangsweinen lieber Gerstenkaltschale und warten auf die nächste, möglicherweise bessere Lese.

Ob 20 20 ein guter Jahrgang war, ist oder wird, nicht nur in Bezug auf die alkoholische Gärung, muss Du wohl selbst beurteilen.


Ich habe das obige Foto " nur" als Zeitgeistdoku geschossen.

Natürlich hängt in meinem Kremser kein Schnauz- und Nasenlappen am Spiegel, obwohl ich stets frisch gewaschene bzw. neue Masken mitführe.('s kann ja 'mal ein Banküberfall erforderlich werden.)

"Bleib gesund!" ist schon immer ein gut gemeintes Wortpärchen. Den Unwägbarkeiten der Coronazeit Paroli bietend wünsche ich Dir, nach der lausigen Wiederholung der 11.Klasse, keinen weiteren (Lebens-)Jahresverlust durch Erwerb von Scheinbildung.

Wenn es sein soll: Zieh' es durch und pack´ das Abi. Zügig!


Aber, was "erzähl ich vom Elch" und "brat Dir 'nen Storch"!


Am verjurkten Berliner Schul"bildungs"system bist Du näher dran als ich es je war. Ebenso bist Du in den Innenstadtghettos näher dran (und vom Lebensalter betroffener) am "Kampf gegen Corona", unter dessen Deckmantel die größte Geldumverteilungsaktion der Geschichte zugunsten der herrschenden Cliquen und ihrer Finanzmärkte und der Geldvernichtung zu Lasten der wertschöpfend tätigen Steuerzahler läuft.

Zum Glück halten wir Abstand, tragen das Schnauzentuch, geben bereitwillig unsere Daten preis und fühlen uns dabei manchmal wie Experten. An Äkschperten herrscht kein Mangel. Das Staatsfernsehen liefert die Gurusschwemme rund um die Uhr frei Haus incl. dauerhafter brennpunktmäßiger Hofberichterstattung.


Selbst jene bildungsnahen Spezies, die vor 10 Wochen noch Vire mit W schrieben, sind heute mainstreamoberklug und agieren wie Blog(-ck)warte. Lausige Frittenbräter, Kneiper und Faule, die sich als Künstler definieren, Hausfrauen und Mütter ohnehin, Le(e)hrer die Bildschirmunterricht geben, Musiker, die vom Balkon schreien, Claqueure jeder Art halten sich für systemrelevant und wollen vom Geldsegen, der über die großen Konzerne niedergeht, ein paar Krümel abhaben.

Nach Corona ist vor der nächsten Pandemie und nach der gegenwärtigen Seuche wird alles anders - oder auch nicht. (Geld fehlte mir ohnehin schon immer.)

Und so wird geklüngelt, geklugscheißert und orakelt.

Dabei scheint die Absenz von Wissen das Primat zu besitzen. Die Dominanz von Dummschwätzertum ist, nachdem die Begrenzung auf Soziale Medien gesprengt wurde, gesamtgesellschaftlicher Standard.


Das Leben, unser Leben, geht, allem ideologischen Geplapper zum Hohn, unbeirrt und unbekümmert weiter. Wer am Leben bleibt wird älter. Meine Chance Deine Volljährigkeit zu erleben, die nach meiner ersten Bypass-Operation beständig größer wurde, besteht, auch als alter "Sack" und Covid-19-Risikopatient, fort.

Ohne mich beim Orakeln zu weit aus dem Fenster zu lehnen, weiß ich, dass es nur noch ein schlappes Vierteljahr dauert bis Du die Mündigkeitsgrenze erreicht hast und den Rubikon frevelhafter Kinderbevormundung überschreitest. Mütterzentrierte Fakes wie "Das Kind muss zur Ruhe kommen und im Gewahrsam der Mutter sein" finden, ähnlich dem Ende einer Epidemie, ihre Entlarvung und Schlußpunkt.

Im September ändert sich manches, vieles oder auch nichts.

Du bestimmst über Deine neue Freiheit.

Prognosen können auf den Prüfstand gestellt werden.


Schau´n mer mal wohin die Reise unter Deinem Kommando geht.

Jetzt bist Du "die Bestimmerin".

Meine Onlinebriefe für Dich, eine indirekte Reminiszenz und Reaktion auf überbordende richterliche Quacksalberei, stelle ich im September ein. Künftig muss ich die von den Familienrichterinnen Heike Hennemann und Stephanie Wahsner angedrohte Ordnungshaft oder 25000-Euro-Geldstrafe für das Briefschreiben an meine Tochter nicht mehr fürchten.

Ab und an melde ich mich künftig (auch schriftlich) bei Dir. Für Kontakte, Hilfe, Unterstützung und´s Kennenlernen stehe ich bereit. Ich war und bin Dein Vater, einer Deiner zwei nächsten Angehörigen.


Mich interessiert Dein weiterer Lebens-, Schul-und Berufsweg sehr.
Gespannt bin ich auf Deine intimen, familiären Entscheidungen und auf die Beantwortung meiner Frage, ob und wie Du den jahrelang gesponnenen Kokon aus Lug, Trug und Missbrauch aufbrichst. Gelingt Dir nach Erreichen der Volljährigkeit (wenn ja: binnen welcher Zeitspanne) die Entwicklung weg vom Antidepressivum und Seismographen mütterlicher Befindlichkeiten hin zum eigenbestimmten, selbstbewußten Leben.


Lisa, es liegt mir fern in der Familie Bashing zu betreiben. Verständnis solltest Du allerdings dafür aufbringen, dass es mir (schmerzhaft erlebnisbegründet) ebenso fern liegt Erziehungsleistungen Deiner Mutter zu erkennen und zu lobpreisen. Üble Nachrede verbietet sich allerdings, weil ich mit ihr, einer ehemaligen Arbeitskollegin, einst eine Liaison hatte.

(Was wäre das auch für ein schwaches Zeugnis für meine Ansprüche hätte ich bereits zum Anbeginn der Liebelei Charakterschwächen und Persönlichkeitskalamitäten (voraus-)gesehen und erkannt.) 
Indes erwies sich die Beziehung nicht als der erhoffte Jungbrunnen und blieb in der Erfüllung der Erwartungen altbacken. Keine Amour fou und so beendete ich die Kurzzeitaffäre. Das Fehlen einer Anzeige wegen Vergewaltigung bleibt aus heutiger Sicht die einzig positive Erinnerung. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.


Meine Gspusi nutzte die kurze Zeit des amourösen Abenteuers zur Umsetzung von Plan B, ihrer Schwängerung und meiner Zwangsvaterschaft.

Zur Elternschaft Deiner Mutter kann ich nichts sagen. Es gab keine.
Die Ablehnung einer gemeinsamen elterlichen Verantwortung schien Deiner Mutter bereits vor der Empfängnis wesenseigen.
Die Folgen sind Dir (teilweise und mit einseitiger Sichtweise vermittelt) bekannt.
Ich kann und will also nichts Negatives oder Nachteiliges von/über Deine Mutter sagen, zumindest solange die Bereiche Lug, Trug und Kindesmissbrauch unerwähnt bleiben.


Während ich den besoldeten Täterinnen des Kindesmissbrauchs und die sie umschwirrenden schmarotzenden Haterinnen berufsbedingte Wendehalsfähigkeit unterstelle scheint mir diese bei Kreidekreismüttern wesensfremd zu sein. Als Nichtmediziner und selbsternannter (Nichtcorona-)Experte habe ich hier eher den Eindruck vom Vorliegen eines Krankheitsbildes, welches ich als nicht therapierbare Sonderform der Hysterie bezeichnen möchte.


Nach jahrelangen, umfassend mutterfördernden und -honorierenden familiengerichtlichen Interventionen, deren Initialzündung erst durch mütterliche Defizite möglich und ausgelöst wurde, erscheint mir ausgeschlossen, das die Fähigkeit zur Erkenntnis, welchen Schaden und welches Leid Dir und mir zugefügt wird, auch nur marginal und bruchstückweise verblieben sein könnte. Von den Möglichkeiten einer Folgenabschätzung ganz zu schweigen.
Diese Einschätzung ist (für mich) wichtig, ermöglicht sie das Verstehen bei gleichzeitiger Nichttolerierung - zu Deinem Wohlergehen.


In dem aufgezeigten familiären Spannungsfeld, inclusive der idiotischen staatlichen Interventionen mit ideologiedurchtränkter Rhetorik, musstet Du aufwachsen.

Mit dem Erreichen der Volljährigkeit kannst Du die Bevormundungen endlich abschütteln.

Aber was kann die neue Freiheit bewirken?

Wird sie von Dir überhaupt gewollt?

Wie kannst Du mit ihr umgehen?


Das Verhalten und Handeln Deiner Mutter, ihr starker rechtswidriger Wille gepaart mit der Unfähigkeit verantwortungsvolle Elternschaft auszuüben, die beihelfende Übergriffigkeit der Justiz und ihrer schmarotzenden Helfer, die Unmöglichkeit Dich vor Missbrauch zu schützen, waren quasi der Anlass im Mai 2014 mit einem eigenen Blog, als Graswurzelaktivist redlicher Väter, online zu gehen.

Seitdem wachsen die Zugriffszahlen kontinuierlich. Der Versuch Deiner Mutter die Website löschen zu lassen war, trotz richterlicher Verbiegungen, "nett" und erfolglos. 

Sorgerechtapartheid.de dokumentiert schonungslos Deinen/unseren Fall der Entfremdung und ist zugleich Information und Ratgeber für andere vom Familienunrecht betroffene Familien. Das Blog beweist Dir zudem, dass ich Dich nie verlassen haben. Meine (verbotenen) Onlinebriefe können, ungeachtet nicht jedermanns/jederfrau genehmer Ausdrucksweise, für Dich bedeutsam und wertvoll sein. Mein Buch "Auslöschung" kann für´s Backgroundwissen herangezogen werden. Solange redliche Väter im gesellschaftlichen Mainstream umfassender geächtet werden als Freier bleibt die neue Form des Nachkoberns, in der Frauen nicht mehr ihren Körper verkaufen sondern die Frucht ihres Leibes zu Geld machen, eine durchaus prostitutionsähnliche Variante, auf dem Vormarsch der Familienzerstörung, bleibt das vielgepriesene Kindeswohl, mit dem Staat in der Funktion des Zuhälters, mit  Düsseldorfer u.a. Tabellen und dem Eintreiben von maximierten Entfremdungsprämien, auf der Strecke.


Die Zahl negativer Äußerungen zu meinen veröffentlichten Texten ist erstaunlicherweise überschaubar. Abgesehen von der verfehlten und wirkungslosen Attacke Deines Wohnelternteils zur Löschung meines Blogs, gibt es nur einen Thread, eigentlich nur einen, weder anlass- noch sachbezogenen Beitrag aus dem Jahr 2015, der als übel und abschätzig zu bezeichnen ist.

Unter dem Nicknamen W1914 übt sich ein (oder eine) Wilhelm(ine) in Whataboutismus, orakelt und gibt eine Prognose zu Deiner Meinung und Deinem künftigen Verhalten ab.

Heute, kurz vor dem 18., bist Du alt genug um diese dissenden Zeilen zur Kenntnis zu nehmen und zu werten.

Hier das anredelose Zitat: (Die Hervorhebungen am Anfang und Ende sind von mir.)


"Wenn Ihre Tochter jemals Ihre Homepage liest, dann will sie definitiv niemals mehr mit Ihnen etwas zu tun haben.
Einen Menschen als Adolf Hitler zu bezeichne ist schon krass, und dann noch die Mutter, wenn dies Ihre Tochter liest.......
Sie sollten sich dringend psychiatrische Hilfe suchen, in Berlin ist z.B das TWW eine gute Adresse.
Nehmen Sie diesen Rat als gutgemeinten Tip an. Und verschonen Sie die Öffentlichkeit mit ihren emotionalen unobjektiven Darstellungen, wenn Ihre Tochter diesen Kram liest, dann wäre sie froh gewesen wenn wenigstens Adolf Hitler ihr Vater gewesen wäre.........

Gute Besserung,

Wilhelm"


Was kann zu dieser gutmenschlichen Klugheit aus Deiner Sicht gesagt werden?

Von meiner Seite gibt es einzig den Einwand Deine Mutter nie als Adolf Hitler bezeichnet zu haben, allein schon aus dem Grund, weil Deine Mutter nicht dem männlichen Geschlecht angehört (oder hat eine Form von Penisneid zu einer neuen Geschlechtskonstruktion geführt?).


Halt´Abstand!

Werd´nicht krank und bis zum nächsten Brief!



herzlich Dein Dich fordernder, hoffentlich nicht überfordernder 

                                                                                                                  Papa Bolle

Für Dich

Mein April 2020 - Brief

Coronabedingt episch und länger

(Collage erstellt mit Material von pixabay.com)

Der Zustand unseres familiären Lebensbaums ist hundserbärmlich.

Elendig.

Verloren in einer beziehungslosen Ödnis steht er sterbenskrank, ein Strunk in Agonie, obwohl es bislang nicht einmal eines Schweren Akuten Atemwegssyndroms (SARS) bedurfte um ein Kontaktverbot zwischen Dir und mir zu verhängen.

Vielleicht waren Kreidekreismütter und Familienrichterinnen mitsamt ihrer apokalyptischen Jünger lediglich vorauseilend, nicht "nur" die Lunge schädigend, tätig.


Mit C und H, den dritten und achten Buchstaben im Alphabet, pirsche ich mich heute an das Kernthema des Aprilbriefes heran.

"...Zudem weist das Gericht darauf hin, dass die Persönlichkeitsrechtverletzung andauert durch die Veröffentlichungen auf der Internetseit und jedermann, der den Beklagten kennt, allein aufgrund seines Namens den Rückschluss ziehen kann, wer mit den genannten Initialen der Mutter gemeint ist, sofern er die Parteien kennt..." schrieb mir in einem abstrusen einstweiligen Verfügungsverfahren die sicher ehrenwerte und kluge Pankower Amtsrichter Claudia Keßeböhmer bevor sie am 09.10.2014 ihr Urteil zur Geschäftsnummer 102 C 1005/14 traf.
Leider konnte, insbesondere mit Blick auf die Impressumspflicht, die kuriose Auffassung zur Nutzung des 3. und 8.Buchstaben im Alphabet im Rechtsmittelverfahren nicht überprüft und korrigiert werden, weil der von mir mandatierte ehrenwerte und ebenso kluge Rechtsanwalt Norbert B. Bernhardi schlicht das fristgerechte Einreichen der Berufungsbegründung beim Landgericht Berlin versäumte.


Tja, mit Klugheit, die in Paragrafen gezwängt wird,  ist das so eine Sache.

Meist wertlos, oft sinnfrei und stets ideologierelevant.


Ich versuche es heute mal mit gewitzt cleverer Durchtriebenheit.
C und H besitzen nicht zwangsläufig einen Alleinvertretungsanspruch als Initialen der ersten Buchstaben für Vor- und Zunamen von Zweibeinern.
In meinem heutigen Brief stehen C und H für Corona Homeoffice bzw. Corona Homeschooling, weil dies ganz einfach coole deutsche Sprache ist. Oder etwa nicht?!
Wie hört sich denn Heimbüro, Haus- oder Domizilunterricht an?

Siehste, hörste, lieste, Lisa?!
Na, und von und über Corona schwätzt heut' eh' jeder, sogar der der vor ein paar Wochen Corona für eine exotische Biermarke hielt und für den ein Virus nur ein ärgerliches Computerschadprogramm war. Inzwischen hat sich einiges geändert. Viel wissen selbst die Virologen und Fledermausliebhaberinnen immer noch nicht, aber das haben sie weiter gegeben.

Jetzt sind nicht nur Politikdarsteller und ihre Schreiberlinge Experten, jetzt sind wir alle Äkschperten und wachen über die Regeln, die die anderen einhalten sollen.
In den vergangenen Wochen der Pandemie wurde bereits alles in Dauerschleifenwiederholungen gesagt, nur noch nicht von jedem.
Wir bleiben Zuhause, lärmen vom Balkon, gehen mit Maske in die Bank, halten Abstand und retten so Menschenleben. Manchmal vielleicht sogar das eigene.

Helden sollen wir sein. Naja, zum Helden der DDR hat´s bei mir nicht gereicht und nun gehöre ich, in korrektem Gender-Deutsch, gar zu den vielen Heldenden des Alltags.

Wer nicht systemrelevant ist, sich dennoch für wichtig hält, produziert verkrampfte Handyvideos. Seit Wochen lähmt die befohlene Kontaktsperre nicht mehr nur die von familiengerichtlichen Umgangsverboten Betroffenen.

Inzwischen wird sogar der originäre Unterrichtsausfall bejammert.
Von Dir auch?
Ich gehöre zur Hochrisikogruppe.

Meine Enkelzwerge haben ihre Ostereier per Videochat und von Amazon erhalten.

Die Amazonpräsente waren gewiss die wichtigeren.
Mit den gegenwärtigen Regeln lebe ich gut und halte sie ein. Das habe ich in der ersten Hälfte meines Lebens, als Angela noch systemkonform und nicht systemrelevant war, gelernt. Ich kann mir schlimmeres vorstellen als daheim zu bleiben und halte es gewiss noch ein bissel aus, obwohl meine geplante Urlaubsreise nach Antalya gecancelt wurde.
Im Karower Auenland ist das Wetter auch schön und meine Wellnessoase im Garten ist bereits fast fertig.


Bei einer meiner spätabendlichen Gassirunden traf ich den "Junggreis" Raimund, just as old as I. Ein alter Bekannter aus dem vorigen Jahrtausend der meinen Lebensweg bereits öfters gekreuzt hat. Kurzfristig war er mein Vorgesetzer in der Garnison der Bereitschaftspolizei in Basdorf, Jahre später ein Lehrer Deiner Schwester Anja und just in der Jetztzeit ein Nachbar vom anderen Ende der Straße.
So trafen wir uns, trotz Ausgangsverbot und Kontaksperre, bei hellem Vollmondlicht auf der menschenleeren dörflichen Vorortstraße. Zwei Menschlein ohne mittelalterliche Antipest-Mund- und Naseverhüllung, die sich über eine Entfernung von mehr als zehn Metern, von einer Straßenseite zur anderen, unterhielten.
Unser Abstand war zwangsläufig etwas größer. Nicht weil Vire Corona Beachtung fand, sondern weil Raimunds große Hirtenhunde meinen kleinen Terrier Sunny immer in den Kampf- und Angriffsmodus versetzen, obwohl unschwer vorab klar ersichtlich ist, wer der Gewinner eines direkten Aufeinandertreffens sein würde. Doch vermittel´ das ´mal einem mutigen Hündchen. Also gab es "kurze Leine".
Die Unterhaltung auf Abstand blieb, wie stets, erschwert, weil Raimund ebenso Kraft aufwenden musste um seine kraftstrotzenden Recken friedlich bei Leine zu halten. Es war also mitnichten (nur) meiner Altersschwerhörigkeit geschuldet, das das Gespräch ein wenig anstrengend und ein kleines bissel lauter geführt werden musste. Nachts ist die Schallausbreitung ohnehin besser.
"Wie geht´s?"
"Jut!"
Damit war aber noch nicht alles gesagt.

"Ich halte es noch eine Weile daheim auf meiner Scholle aus. Finde ich jut. Besser als neunzehn 73 ! Weeste noch?!"
Ich nickte und hatte verstanden.

Frohgemut ging jeder mit den gefüllten Hundekotbeuteln weiter.

Domoy - nach hause.

Wir und unsere Hunde bleiben daheim und die Metapher "1973" ist uns alten weisen weißen Männern aus dem vergangenen Jahrhundert eine personalisierte knuffige, wohlig trauliche Erinnerung.


Willst´e wissen warum, Lisken?

Warum lösen bei alten Hunderudelführern die 2020er Pandemiemaßnahmen Erinnerungen an den Sommer 73 aus?


Klar!

Wir waren jünger.

Knapp zwanzig.

Ich kleidete mich seltsam. Gezwungenermaßen. Statt bei C&A oder von der Jumo (Jugendmode) bekam ich meine Klamotten 18 endlos lange Monate kostenfrei in der B/A- (Bewaffnung- und Ausrüstungs-)Kammer des Ministeriums des Innern.

Für einen einheitlichen Wehrsold von 80 Mark im Monat sowie freie Kost und Logis rannte ich als Teil einer M43 (4x82 mm) Granatwerferbedienung des 1.Zuges der 4.Kompanie der 19.Volkspolizei-Bereitschaft durch den Märkischen Sand in Basdorf bei Berlin.

Obwohl hart wie Plaste aus Schkopau, flink wie LPG-Kühe und zäh wie Schnitzel in HO-Gaststätten war das für uns junge Muschkoten oftmals schweißtreibend. Kein Wunder, dass meine damalige Lieblingslektüre zynischerweise die Abenteuer des Gefreiten Asch und des Werner Holt waren.

Doch ich drohe abzuschweifen...

(Bei Neugier lies hier: Bolles Geschichte )

D´rum zurück in die Preußischen Kiefernwälder, zum Basdorfer Abdecker und die Straßen und Autobahnen rund um Berlin, wo ich vor nunmehr 47 Jahren auf dem legendären Ludwigsfelder IFA W50 Lastwagen befehlsmäßig die Fahrerlaubnis erwarb.

Ich wurde Vize, Wehrpflichtiger im 2.Diensthalbjahr, als der Sommer 73 mit besten Kaiserwetter begann.

Und das war gut so.

Der Kampfanzug konnte nun fast dauerhaft gegen die grüne Polizeiuniform eines Anwärters augetauscht werden und mit dem Robur LO 1800A fuhr ich nicht mehr in die Heide sondern in die Hauptstadt zur Wahrnahme polizeilicher Aufgaben.


1973 vs 2020. Pochemu? Why? Warum?


Berlin schien im Sommer 73 kurzzeitig der allseits gefühlte Nabel der Welt zu sein, das rote Woodstock.

Ohne organisierte Migration, ohne Refugees, unbegleitet oder geführt, ohne aus Seenot in Ost- und Nordsee oder im Mittelmeer aus dem Wasser gezogene Schwimmunkundige war die Stadt dennoch zum Bersten voll. 8 Millionen Jugendliche, darunter über 25.000 ausländische Schüler und Studenten aus 140 Ländern kamen für neun Tage zu den X. Weltfestspielen der Jugend und Studenten zusammen. Ein Ereignis der Superlative. Pure Lebensfreude, ein Riesen- Happening voller Optimismus, bunt, grell, rockig. Alles schien in diesen Tagen denkbar und möglich. Eine Generation in Adoleszenz. Diskussionen, Tanz und Liebe auf allen Straßen, Parks und Plätzen - ein schier endlos erscheinendes Feiern unterm von der Sonne verwöhnten preußischen Himmel. Alles blieb friedlich. Krawalle oder Straßenschlachten Fehlanzeige.

Die Sicherheit der Besucher und Gäste, die Aufrechterhaltung der zivilisierten Ordnung wurde gewährleistet - auch von den wehrersatzdienstleistenden Jungspunden der Basdorfer Bereitschaftspolizei.

Bereits vor Beginn und noch Tage nach der Abschlussfeier der Weltfestspiele schoben wir 12-Stunden-Hälftendienst. Täglich kurz nach vier aus den Federn, gegen 05.30 Uhr mit dem LO-Mannschaftswagen von Basdorf in die Berliner Keibelstraße ins Präsidium der Volkspolizei und dort von 07.00 - 19.00 Uhr "Bereitschaftsitzen". Anschließend gegen 8.30 PM Rückkehr in die Kaserne zur abendlichen Verpflegung und Nachtruhe.

In Erinnerung blieb die gute (bessere) Verpflegung (o'la le es gab Bananen und Orangen).

In Erinnerung blieben Raimund und mir aber auch, und damit bin ich wieder beim 20er Thema Corona, die mehr als sechswöchige Urlaubs- und Ausgangssperre. Belastend.

Ein Gedenken der unschönen Art.

Ein Rückblick auf monotonen und stinklangweiligen Dienst.

Nachts ausnahmsweise keine Alarmübungen.

Ansonsten täglich das gleiche Ritual.

18 Stunden lang. Kein Murmeltier grüßte.

Tagein tagaus, noch bevor der Hahn krähte, stets 04.00 AM.

"Kompanie Aufstehen!", "Essen fassen!", "Achtung!","Antreten!","Auf die Fahrzeuge!", usw.,usf. Tage-, wochen- und monatelang kein persönlicher Freiraum. Brüllaffen in Uniform, oft in Reithöschen gezwängt, prägten den Tagesablauf. Die ewig gleichen Witze der Mitkämpfer. Handys waren noch unbekannt. Ein Fernseher im Bereitschaftsraum mit einem empfangbaren Sender. Dieser lieferte Propaganda "von draußen".

Skat, Schach, Essen, Lesen.

Lesen, Essen, Schach, Skat.

Die Zeit "tropfte" im slow motion Gleichmaß. Sekunden zäh wie Stunden. Das ist "In Bereitschaft". Für uns Armisten in  "grünen Röckchen" blieb alles friedlich und das Bereitschaftsitzen nahm seinen zähen Fortgang. Quarantäne im Krankenhaus ist abwechslungsreicher, weil die Schwestern im Schichtrhythmus wechseln. Wir sahen zumeist nur ein Geschlecht und das war zerknautscht im Gesicht, meist schlecht rasiert und schleppte silberne Schulterstücke mit goldenen Sternchen durch die Botanik.

Kontakt mit Familienangehörigen und Freunden war auf Briefe und seltene Telefonate am Münzfernsprecher reduziert. Ich war einsam inmitten von Menschen.


Nicht weniger heldenmäßig als Die-wir-bleiben-zu-Hause-Isolation in der Coronazeit 2020 kann unsere damalige kasernierte Quarantäne zum Ruhm und zur Ehre der Spiele der Weltjugend bezeichnet werden. Sie ohne Koller hinter sich gebracht zu haben ist wohl mit die größte Leistung.

Vergleiche hinken und Hinken ist ein Gebrechen heißt es bekanntermaßen.

Eine objektive Entsprechung der mehrwöchigen Urlaubs-und Ausgangssperre von anno pief mit den seit März 2020 verhängten Kontaktverboten und Abstandsgeboten gibt es in den Erinnerungen an die Zeit der Weltfestspiele in Berlin von Raimund und mir nicht.

Für uns als Risikogeneration der Partiküliers erscheinen die Kommentierungen der Virusmaßnahmen, unabhängig, ob diese klug oder notwendig, richtig oder zu lasch, grundrechtsgefährdend oder systemerhaltend sind, als ein Lamentieren und Jammern auf hohem Niveau, vielleicht gar oft mit der Zielstellung und Hoffnung  verbunden,  auch von den auf Hochdruck laufenden Gelddruckmaschinen beglückt zu werden. Je lauter und schriller das Lamento desto mehr Geldbedarf.


Die "Berliner Abendschau", schon längst keine seriöse Nachrichtensendung des zwangsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunks mehr, sendet u.a. minutenlange Klagelieder Getrennterziehender, die als Alleinerziehende mit den Früchten ihres Leibes einsam in den Wohnghettos hausen, mental fix und fertig sind und zusätzlich der Angst ausgesetzt sind, künftig weniger Geld vom coronabetroffenen, vorsätzlich aus dem Leben der Kinder ausgelöschten Vater zu erhalten.

Selten amüsiere ich mich derart köstlich über Qualitätsbeiträge und Faktenerfindungen der staatlichen Leitmedien. Ein bekannter Blogger würde sagen " Geliefert wie bestellt."


1973 war das dritte Geschlecht noch nicht erfunden.

2020 taucht es in den pandemischen Infektions-und Opferzahlen nicht mehr auf.

Die scheinbar einzige Berufsgruppe, die sich aufgrund der gegenwärtigen Abstandsregeln und Kontaktverbote nicht umstellen muss, sind die staatlich üppig besoldeten Familienrichterinnen. Sie sind den spezifischen Coronazeiten seit jeher weit voraus mit ihrer Kerntätigkeit, dem Erlassen von Urteilen, die sie Beschlüsse nennen, und mit dem divers-vielfältigen Verhängen von Umgangs- und Kontaktverboten zwischen Kindern und ihren Vätern. Auch ohne Maultäschle. Bei Dir und mir "genügte" ein zusätzliches Briefschreibverbot bis zur Volljährigkeit.


Nichtsdestotrotz ist die Situation derart das die Lebenden die Toten nicht beneiden.

Seit Wochen halte ich mich an die Corona-Anordnungen.

Das fällt mir als Ex-Angestellter-und Arbeitnehmer im Altersruhestand leicht, weil mein Heim, mein privates 5-Sterne-Relax-Ressort mit all inclusive und seiner neuzeitlichen Ausstattung bis hin zur 5G Technologie, nicht mit den Kasernen, Sammellagern und Massenquartieren des Jahres 1973 vergleichbar ist.

Mir droht kein "Lagerkoller", keine Vereinsamung.

Ich halte es noch einige Zeit in "my home is my castle" aus ohne Selbstgespräche zu führen. Vielleicht wäre ich eine gute Verstärkung für die Mönchstruppe auf Athos, getreu dem Motto: Ein Mann - (k)ein Wort.

Eine Frau - ein Wörterbuch.

(Ausgenommen sind, wie Du liest, geschriebene Worte.)


Wer die Ausgangs-und Urlaubsverbote von einst überlebte den schrecken die gegenwärtigen Kontaktverbote in seinem First-Class-Domizil nicht.

Das ist natürlich "nur" eine auf mich und Raimund und vielleicht noch weitere Risikogruppenmitglieder begrenzte Meinung. Die klugen wie die vielen anderen, in der Mehrheit saudummen Pandemiemaßnahmen überstehe ich. Mit Sicherheit (und Corona-Blogwarten.)

Ob mein Astralleib von Corona-oder anderen Viren verschont bleibt oder diese besiegt, bleibt eine der unbekannten Gleichungen im Leben und letztlich ergebnisoffen.

Zumindest wollen die meisten Menschen in den Himmel, aber sterben wollen sie nicht... Zunächst heißt es jedoch erst einmal mit schmissigen Parolen wie "Zuhause#miteinanderstark",

"Abstand halten#miteinanderstark" und anderen schicken Durchhaltephrasen:

Da müssen wir durch! 

Über Corona, über Viren, über Pandemien, über C.H.(Homeoffice und Homeschooling) wissen viele nichts. Das aber besser.


Soweit, in hoffentlich kurzweiliger, locker-flockiger C.H.-Form (oder PiH - Papa in Homeoffice), für Dich, meine Jüngste, ein paar Worte zum Zeitvertreib.

Hätten wir Umgang miteinander (Was für ein grässliches Wort!! Umgang, die ignorante Verächtlichmachung der Vater-Kind-Beziehung.), hättest Du trotz Pandemie die notgedrungen von Lehrerbespaßung freien Tage und Dein C.H.(Corona-Homeschooling) im Grünen in Karow verbringen können.

Hätte,hätte,Fahrradkätte😅

Dein Mütterchen wäre kein Kreidekreismütterchen würde sie keine Mittel und Wege ersinnen um dies zu verhindern, wenn nicht bereits staatlich besoldete Schlachtrösser lange vor Corona das totale Kontaktverbot für uns angeordnet und uns einzeln und dauerhaft isoliert hätten.

"Das Kind muss zur Ruhe kommen." lautete bislang das bigotte und saudumme Grundprinzip.

Jetzt "hilft" gar ein Virus beim Lügen und erleichtert die Auslöschung von Vätern aus dem Leben der Kinder.

ABER im heutigen Brief steht nicht meine väterliche Entsorgung als Punkt eins auf der Agenda sondern Dein Leben in Seuchenzeiten kurz vor dem Erreichen der Volljährigkeit.

Beide haben wir die Regierung nicht gewählt, müssen jedoch mit ihr leben wie mit Covid-19 und den Folgen.

ABER, und das ist eigentlich meine aller-, allergrößte Frage an Dich, weil es für mich wahrscheinlich erscheint anzunehmen, dass Deine Sicht auf die Pandemiezeit und die durch staatliche Maßnahmen wirkenden Einschränkungen  eine andere ist als die meine.


Ist das richtig?

Wie packst Du die Situation?


Freitags braucht nicht mehr für's Klima gehüpft zu werden. Schuleschwänzen ist einfacher geworden. Nur noch die Entertaste drücken, PC 'runterfahren oder Laptop zuklappen.

Lisa, kommst Du nun zur Ruhe? Wie meisterst Du das Lernen daheim? Bist Du fit für digitale Semester? Alles supi und einfach?

Immerhin wiederholst Du, warum auch immer, die 11.Klasse und Dir sollte der Unterrichtsstoff bereits hinlänglich bekannt sein. Ein nochmaliges, "freiwilliges" von vorn "Ochsen und Wiederkäuen", wie es Deutschlands oberster Lehrer empfiehlt, sollte für Dich nicht auf der Lebensplanung stehen.

Was kannst Du? Was sollst Du? Was willst Du im Leben erreichen,Lisa?


Ich bin mir hundertpro sicher, das meinereiner, meine Generation, das selbständige Erarbeiten und Aneignen von Wissen in Hommeoffice am Bildschirm hinbekommen hätte. Wir schafften es einst durch Lesen und Plagiatsvorbilder wie die heutige Bundesfrauenministerin besaßen wir (noch) nicht.


Ist Dir das Lernen, wie Deiner Mitschülerin Jovelina aus Sachsen, zuviel oder ist sie nur eine dumme Nuss wie Hadmut meint?


Als verantwortungsbedachter Vater interessiert mich Deine Einstellung in und nach Coronazeiten sehr, weil ich wünsche, dass Du Deinen Lebensweg so gehst wie Du willst statt Wünsche und Vorgaben Deines familiären, nicht väterlichen Umfeldes, zu erfüllen.


Viel Spaß oder wenig Leid beim Neustart der Schule wieder mit echten Lehrern hinterm Mundschutz.

Bleib gesund!

Halte Abstand und alles Gute bis zum nächsten Brief!


herzlich Dein Papa Bolle

seit 1953 coronafrei, toi,toi,toi!


An der Coronaschutzmauer betrug der Mindestabstand 200 statt 2 Meter.

Grenzen zu.

Regale leer.

Willkommen in der BDDR.


Das ist ein Witz der mir gefällt.

Laß ihn Dir erklären!



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Die folgenden Informationen erachte ich für Dich  als relevant.

Aufgrund des familiengerichtlich verhängten Kontakt-und Briefschreibverbotes übersende ich den Online-Brief auch in Papierform an Deine Mutter mit der Bitte um Weiterleitung bzw. inhaltlich korrekte Kenntnisgabe an Dich.


März 2020

noch 6

Hallo Lisa ! 


In wenigen Wochen vollendest Du Dein 18.Lebensjahr.

Nicht mein Wille erzwang Dein vaterloses Aufwachsen.

Mit Absicht wurde Dir ein Zerrbild von mir implantiert.


Jetzt sind ein paar Worte vonnöten, weil Deine Volljährigkeit ab September Änderungen bringt.


Deine Mutter verliert das alleinige Sorgerecht, die Vollstreckungsbefugnis aus dem Unterhaltstitel und die Verfügungsallmacht über Dich.

Ihr Anspruch auf die Entfremdungsprämie erlischt und erstmals nach 18 Jahren wird sie Dir gegenüber barunterhaltspflichtig (plus staatliches Kindergeld).


Nachdem ich bereits vor Deiner Geburt die Vaterschaft anerkannt hatte, stimmte ich Anfang 2003 ebenso freiwillig der amtlichen Titulierung Deines Unterhalts zu.

Jahrzehntelang benutzte Deine Mutter die unbefristete Urkunde sodann um unnötige Zwangsvollstreckungen gegen mich zu betreiben.

Ich war und bin nicht im Verzug und werde taggenau bis zum 18.September 2020 Deiner Mutter Geld für Deine zwangsweise Betreuung überweisen.

Für die Bemutterung kassierte sie bislang mehr als zweihundert Mal monatlich wiederkehrende Zahlungen von mir in Höhe von jeweils mehreren hundert Euro.

Meine Auslöschung aus Deinem Leben sicherte den Geldfluss auf ihr Konto.

Als Zahlender bin ich begehrt.

Als Elternteil werde ich abgelehnt.


Mit Deiner Volljährigkeit verliert der Unterhaltstitel seine (Betreuungs-)Grundlage, nicht jedoch automatisch die Wirksamkeit. Der Unterhaltsanspruch bleibt zwar bestehen, doch seine Durchsetzung obliegt nunmehr Dir.

Die Volljährigkeit führt zu einer Verlagerung der Darlegungs- und Beweislast auf Dich.

Du musst den Fortbestand der rechtlichen Grundlagen Deines Unterhaltsanspruchs und Deiner Bedürftigkeit darlegen.

Fortan bist Du als Erwachsene für Dich selbstverantwortlich und musst zudem den umfassenden, gegenseitigen familiären Auskunftsanspruch beachten.


Als verantwortungsvoller Vater lass´ ich Dich natürlich nicht im Regen stehen.

Deshalb habe ich mich in der Unterhaltsangelegenheit rechtzeitig, d.h.: vor Deinem Schritt zur Mündigkeit, schriftlich an Deine noch sorgeberechtigte Mutter gewandt, weil eine Veränderung der Zahlungshöhe ansteht; insbesondere wegen des Eingreifens des sogenannten Quotenunterhalt, hier sind u.a. meine Rentenbezüge ins Verhältnis zur mütterlichen Besoldung zu setzen. 

Ich habe eine außergerichtliche Lösung, Herausgabe des Betreuungsunterhalttitels an mich und Neuberechnung Deines (Bar-)Unterhalts, angeregt.

Meine sachgerechte Mitwirkung habe ich zugesagt.


Deine Mutter hat auf meinen Brief geantwortet.

Sie wies meine Vorschläge zurück und verweigert eine einvernehmlich Einigung.


Die Reaktion war nicht unerwartet, weil die Forderungen auf Beibehaltung allein väterlicher Unterhaltszahlungen Kreidekreismüttern immanent sind. Zudem sind die elterlichen Defizite Deiner Mutter, ihre grundsätzliche Verweigerungshaltung und der starke rechtswidrige Wille, seit Jahren bekannt.


Was ergibt sich aus der aktuell schriftlich manifestierten mütterlichen Haltung für uns?


Ich werde im September letztmals Geld für Deine Betreuung auf das Konto Deiner Mutter überweisen.
Auf Lebenszeit wird hiernach für mich jedweder Kontakt mit ihr obsolet.

In sämtlichen, gewollten und notwendigen Familienangelegenheiten bist Du, Lisa, meine Ansprechpartnerin. Just mit Deiner Volljährigkeit kann ich, schneller als Adam sich einst Liliths Drangsal entledigte, mich von (m)einem grässlichen Sukkubus befreien und eine schnelle körperliche Gesundung und psychische Genesung erwarten.


Du musst Dich mit der Unterhaltsthematik befassen und sachkundig machen.
Bereits jetzt biete ich Dir das Gespräch an.

Lass uns eine einvernehmliche, gütliche Regelung finden!


Wie kann/wird es ansonsten weitergehen?


In der zweiten Septemberhälfte werde ich Dich unter Fristsetzung zur Neuberechnung des Unterhalts und zur Herausgabe des alten Unterhaltstitels bzw. zur Abgabe einer Erklärung nicht aus diesen Titel vollstrecken zu lassen, auffordern.


Du hast dann verschiedene Optionen.


Ich zeige sie Dir wie folgt auf:


Option A

Verzicht auf weiteren Unterhalt und Herausgabe des Unterhaltstitels

Das wäre die Umsetzung Deines vor dem Familiengericht geäußerten Willens mit Deinem Vater keinerlei Kontakt haben zu wollen.


Option B

Neuberechnung des Unterhalts als Volljährigenunterhalt und Herausgabe des Unterhaltstitels

Hier würden Vater, Mutter, Kind ihren gegenseitigen Auskunftspflichten nachkommen und  einvernehmlich eine gütliche Lösung zu Deinen Gunsten und in Deinem Interesse finden.


Option C

Verweigerung der Neuberechnung des Unterhalts und Ablehnung der Titelherausgabe

Das würde eine Abänderungsklage und ein kostenintensives Gerichtsverfahren nach sich ziehen.


Lisa, aus meiner Sicht musst Du Dich zwischen konfrontativer Verweigerung oder sachgerecht-gütlicher Einigung, zwischen der mütterlichen und der väterlichen Empfehlung entscheiden.


Für mich ist die Option A die unwahrscheinlichste, weil Du Kontakt mit mir, allein schon des Geldes wegen, nicht ablehnen wirst.

Entscheidest Du Dich für die Option B werde ich Dir, sobald die Besoldung Deiner Mutter und Deine Unterhaltsbedürftigkeit und Ausbildung nachgewiesen ist, konstruktiv zuarbeiten und die Höhe meiner Rentenbezüge darlegen. Das kann unbürokratisch und sachlich erfolgen. Auf Wunsch helfe ich Dir bei der Berechnung Deiner Ansprüche.

Die Option C wäre die Umsetzung mütterlicher Befindlichkeit und Du ihr Seismograph. Ich wäre gezwungen einen Anwalt zu mandatieren und bei Gericht eine Abänderungsklage gegen Dich einzureichen.

Juristen freut´s. Uns kostet es Geld.

Das Aufeinanderhetzen von Eltern und Kinder ist eine Besonderheit des deutschen Familienrechts.

Da die Dauer von Gerichtsverfahren oft erheblich ist, kann ich mir vorstellen, Dich bis zum Eintritt der Rechtskraft einer Entscheidung durch die Gewährung eines monatlichen Unterhaltsdarlehens zu unterstützen. Unter Beachtung des Quotenunterhalts zwischen väterlicher Rente und mütterlichem Sold muss die Rückzahlung des Darlehens von Dir beachtet werden. 


So,  Lisa, das waren viele Worte mit denen ich versucht habe Dir die Dich/uns betreffende Thematik Volljährigenunterhalt aus meiner Sicht nah zu bringen.

Ich habe versucht verständlich zu formulieren.

Sollte es mir nicht gelungen sein, ´tschuldigung.

Sollte ich einen Denkfehler aufgesessen sein, lass es mich wissen.

Du kannst indes die Möglichkeit nutzen Dich jederzeit und mit jeder Frage an mich zu wenden.

Auch vor Deinem 18.Geburtstag!


Viele Grüße

                         Dein Papa Bolle

Collage erstellt mit Pixabay.de

Februar 2020

noch 7

Hallo Lisa !


Klär´mich auf!


Verspätet wie meist, Bilder wie üblich Ausschuss und die Informationen so dürftig wie möglich, ist Deine Mutter formal ihrer Auskunftspflicht gemäß § 1686 BGB nachgekommen.


Ich fasse mit meinen Worten zusammen:
Nachweislos wird ein schulischer Halbjahresaufenthalt von Sommer `19 bis Winter `20 irgendwo in Frankreich vorgetragen. Zeugnisse und ähnliches gibt es nicht. Ob und was Du gelernt hast ist nicht belegt.
Jetzt wiederholst Du das bereits im Juni 2019 abgeschlossene 2.Schulhalbjahr der 11.Klasse "um Anschluss zu finden" und dann das Abitur anzustreben.
Als alter weiser Mann, der keine Kenntnis vom hiesigen Schulsystem hat, sehe ich die Situation so:
a.) ein Lebensjahr bildungsmässig "verschludert";
b.) de facto bist Du sitzengeblieben, obwohl dieses Wort heutigenstags ideologisch verfemt ist und wurdest im Ausland, mit unzureichenden Sprachkenntnissen, geparkt;
c.)Deine Mutter hat ein halbes Jahr von mir Betreuungsunterhalt erhalten, ohne Dich zu betreuen;
d.)ich werde veralbert.


Lisa,
ich würde es als hilfreich ansehen, wenn Du bald mit mir Kontakt aufnimmst, weil Deine Mutter im September den Unterhaltstitel für Dich an mich zurück gibt und wir, d.h.: Du und ich, Künftiges ohne anwaltliche Mietmäuler regeln können.


Ich grüße Dich und mahne erneut Deine Verantwortung an.

Bis bald und:
Empfehlen kann ich Dir mein E-Book "Auslöschung". Seit dem 12.Februar ist es auch als Taschenbuch bei Amazon erhältlich. Grundlage der Essaysammlung ist "unser" Fall der Vater-Kind-Entfremdung. Auf Wunsch kann ich Dir ein Autorenbuch übergeben.


Viele Grüße

                                                    Dein Papa Bolle

Quelle Illustration :https://pixabay.com/de/

Januar 2020

noch 8

Aus dem Spanischen soll es kommen.

Das Sprichwort: Es gibt kein Übel, das nicht auch Gutes bringt.

So will ich 'mal das Gute suchen, sehen und beurteilen.

Was brachte die uns aufgezwungene verbrecherische Trennung, auch mit Blick auf die Zukunft, Positives ?

Ich wurde genötigt das verbotene gesprochene Wort für Dich schriftlich, und außerhalb postalischer Briefzustellung, darzustellen. Nicht flüchtig wie "Schall und Rauch", sondern mit Kraft und Verbindlichkeit bleibend.

Geschriebenes hervorzubringen ist eine Kunst und so werde ich Dich am Ende des heutigen Briefes auch fordern. Okay, Lisa?! Wieviel Papa steckt wohl in Dir ?


Hallo, liebe Lisa !


Beim ersten Mal, ich war fünfzehn, tat es weh und blieb unvollendet. Verschollen in den unendlichen Weiten meiner Dessauer Jugend zwischen Muld-und Elbauen beklage ich bis heute den Verlust meines ersten Manuskripts mit bereits 50 fertiggestellten Seiten.

Perdu. Forever. Ein Glück für die literarisch interessierte Menschheit ?!


Beim zweiten Mal, 61 Jahre später, begleitete Schmerz die Fertigstellung.

"AUSLÖSCHUNG".

Kein Roman. Ein Sachbuch, eine Essay-Sammlung.


Beim dritten Mal wird es von Anbeginn entspannter, mit lesenswerten Gehirnjogging, ein Bestseller für die ganze Familie im Stil einer Chronik `a la "Dolles Familienalbum".

Alle guten Dinge sind drei???

Dann werde ich endlich wissen, ob ich es kann.

Endlich Belletristik.

Erzählen, Schreiben, Fesseln, Begeistern, Unterhalten.


In meinen frühen Jahren als Schulzwerg habe ich mich von den Heften für Schönschreibübungen genauso schnell getrennt wie als Kita-Knirps in Baumwollwindeln von dümmlich-bunten Bilderbüchern, egal ob auf Plastik oder Pappe gedruckt.

Als ich Lesen und Schreiben lernte blühte ich auf.

Mein Entwicklungssprung verlief nicht von dem der kleinen Raupe zum niedlich-pummeligen, grüngelben Bücherwurm mit Brille, nein, meine Metamorphose war die zur riesigen, nimmersatten Schmökerratte mit der Fähigkeit zum Querlesen.

Mit dem Verschlingen immer umfangreicherer, nicht altersgerechter Bücher ging sodann auch der mutige Versuch einher es den Schriftstellern von Kipling bis Dostojewski, von Scott bis Twain, von Beecher Stowe über Scholochow zu Welskopf-Henrich, u.v.v.a. gleichzutun. Selbstunterschätzung war mir fremd.

Mein Kolbenschulfüller Heiko bekam es zu spüren.

Sein Schaftende war stets angeknabbert. Den Füllern mit Tintenpatronen erging es nicht besser und mit dem frühzeitigen Wechsel von der Feder zur Kugel, zum Kugelschreiber massakrierte ich mir schlussendlich die Handschrift vollends.

Ich versuchte dem entgegenzuwirken und besuchte, vom eigenen Taschengeld finanziert, mehrere Monate einen abendlichen Stenografiekurs und lernte (nebenbei) die Sütterlinschrift.

Schönschreibexperte wurde ich dennoch nicht. Stattdessen mischte ich nun Normalschrift mit Stenofragmenten und machte alles schlimmer. Es entstand ein Hieroglyphenbildgemisch krasser als die Sprachenver(w)irrtheit die die Bezeichnung Kanak Sprak trägt.

Meine Lehrer jammerten, meine Eltern meckerten, ich war (fast) todunglücklich, während sich meine Lieblingsgroßmutter freute, weil meine Schrift einzig in Sütterlin vernünftig aussah und ich Oma Else Karten und Briefe in der verbotenen Schrift schickte.

Allein meine "Sauklaue" hätte eine Ernennung zum Doktor gerechtfertigt. Mit meiner Schrift hätte es nicht mal einer plagiierten Doktorarbeit bedurft um den akademischen Grad mit Hut und summa cum laude zu erlangen.

Aber ich wollte ja nicht Doktor werden und so pinselte ich meine halbwüchsigen Geschichten, teils nur für mich wieder verwert(sprich:les-)bar, weiter auf die Papyri.

Just zu diesem Zeitpunkt kommt mein Freund Gerd (mit "d" am Ende) mit einer tollen Idee ins Spiel meines Lebens.

"Mudda macht´s."

Gerd besaß nicht nur eine funktionstüchtige Erika Schreibmaschine sondern auch eine ganz tolle Mutter. Sekretärin, stenografie- und schreibmaschinenkundig, geübt im Lesen von deftigsten Handschriften und bereit meine Geschichten lesbar auf Papier zu bringen.

Ein Glücksfall.

Mein von Stanisław Lems Romanen und dem 66-er TV-Straßenfeger "Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion" inspirierter erster Science-Fiction-Roman nahm Form an. Kumpels und andere Leser schmeichelten, während ich gar nicht so schnell schreiben konnte wie "Gerd's Mudda" tippte.

Bald waren mehr als fünfzig maschinenbeschriebene A4 Blätter fertig (inclusive zweier Kopien).


Geschichten, die das Leben schreibt, gehen manchmal anders aus als sich ein jugendlicher Romanautor ausdenken kann.


Dessau, Stadt der Fahrradfahrer, große Kleinstadt an Elbe und Mulde. Die Askanische Straße im Zentrum ist schmal, die Museumskreuzung eng. Fahrradfahrer, Autos und Straßenbahnen teilen sich je eine Fahrspur. (Erst Jahre später wird die zentrale Kreuzung neugestaltet.)

Ein Wochentag am frühen Nachmittag, Berufsverkehr.

Eine Straßenbahn der Linie Dessau-Süd - Hauptbahnhof fährt auf die Museumskreuzung zu. Auf den Gleisen warten Fahrradfahrer.

Die Bahn hinter ihnen wird an der Haltestelle nicht abgebremst.

Sekundenschlaf.

Als der Fahrer munter wird liegt eine Fahrradfahrerin unter der Straßenbahn.

Gerd's Mutter stirbt am Unfallort.


Als der Sarg in die Tiefen des Krematoriums herabgefahren wurde heulte nicht nur ich wie ein Schlosshund.

Gerd's Leben änderte ist drastisch.

Meine schriftstellerischen Ambitionen kamen zum Erliegen. Mein Buch blieb unvollendet, verschwand gänzlich und wurde zu meinem verschollenen Erstlingswerk.


Die Geschichte meines zweiten Buchs ist eine andere. Ich wurde gewaltsam auf das Thema gestoßen. Im April 2014 stellte ich meine Homepage online und begann mit der Materialsammlung. Deine Mutter schickte wenige Tage später einen Anwalt in die Spur und forderte die Löschung der Website binnen drei Tagen.

Seither sind viele Male 72 Stunden vergangen.

Sorgerechtapartheid.de verzeichnet beständig wachsende Zugriffszahlen.

Für schwierige Lesekost, wie es das Unehelichenrecht darstellt, ist das beachtlich.

Vor Kurzem habe ich Auslöschung veröffentlicht.

Das war ich mir und Dir schuldig.

Das Buch ist eine Essay-Sammlung. Parteilich, parteiich, politisch und nicht mainstreamkonform, weit davon entfernt in die Region von Bestsellern aufzusteigen.

Aber, es ist vollbracht.


Jetzt kann ich mich der Kür widmen.

Einiges liegt bereits fertig ausformuliert vor. Vielleicht wird nach dem unvollendeten und den Essays mein drittes Buch mein echtes Alterswerk.

Schau'n wir 'mal.

Zuvor möchte ich aber noch wissen, wie viel meiner leidenschaftlichen schmöker und schriftstellerischen Gene Du, mein Tochter, in Dir trägst.

In den weit zurückliegenden Jahren, als wir noch Zeit miteinander verbringen konnten, bist Du nicht als Plappermäulchen in Erscheinung getreten. Du konntest aber Geschichten und Erlebnisse wiedergeben.

Menschen sind verschieden.

Meine Enkelin Maggie schnattert ohne Pause. Ob sie die Kunst beherrschen wird, gesprochene Sprache und Gedachtes zu Papier zu bringen, zeigt die Zeit. In diesem Jahr wird sie eingeschult.

Erst denken und dann losplaudern oder erst twittern und dann denken?

Wie ist es bei Dir, Lisa?

Um die Frage zu beantworten stelle ich Dir heute eine Aufgabe.

Durchdenk' sie, stell' Dir eine Story vor oder schreib' sie auf!

Vielleicht können wir sie einmal austauschen.

Stell' Dir vor:

Du bist unterwegs und hast die große Stadt im Rücken.

Schnell geht es durch Alt-Blankenburg.

Auf der Sellheimbrücke schaust Du ins Karower Auenland.

Dann fix abgebogen nach steuerbord (rechts) und Du bist in de Straße 45, eine breite Straße die, wie alle anderen in diesem Teil von Alt-Karow, ohne Gehwege auskommt.

An der nächsten Kreuzung findest Du das Straßenschild "Straße 49".

Wieder nach rechts abbiegen und auf der linken Seite siehst Du ein freistehendes Haus mit einem weißen Zaun. Die Eingangstür ist von einem prächtigen Rosenbogen eingerahmt.

Am Zaun, neben den Briefkästen, befinden sich zwei Funkklingeln.

Du weißt, welche Klingel auf die Betätigung von Dir wartet.

Du hörst das Klingeln im Haus und das Anschlagen von Hunden.

Die Haustür wird geöffnet...


Nun, Lisa, wie geht es weiter?


Viele Grüße sendet

                           Dein Papa Bolle