verbotene Briefe 1

noch 47

Oktober 2016

Ein längerer Brief,

ein nicht kindgerechter Brief,

ein anregender, Denkanstöße liefernder Brief für einen Teenager

 

Von salzigem Wasser und scheißenden Teufeln

 

Hallo Lisa,

 

Dein neues Lebensjahr hat "Fahrt aufgenommen". Der neue Kurs ist eingegeben:

Richtung 15.Geburtstag.

Der Befehl lautet:

Dampfschiff Willie Steamboat,

Dampfschiff des Lebens - mit Volldampf voraus!

Aye, aye, skipper Lisa !

 

Groß, rank und schlank bist Du zu einem echten

Berliner Pflänzchen herangewachsen,

eine echte Berlinerin, nicht zu verblüffen,

wie der Volksmund sagt: "jutmütig und verwegen,

jottesfürchtig und dreist mit Herz und Schnauze".

Mit mehr Herz als Schnauze ?!

Und dat allet sogar ohne "offizielle" Taufe mit Spreewasser.

Jo, dat stimmt!

Dein Taufbecken steht viele Meilen von Deinem Geburtsort entfernt an den Gestaden der Ostsee. Ich glaube,es war die Seemannskirche Prerow in der Deine Taufe mit Ostsee- statt Spreewasser erfolgte. Du warst damals ungefähr ein halbes Jahr alt und wurdest extra zu diesem Zweck für einige Stunden zur Küste gebracht.

Deine Mutter hatte, nachdem sie im Jahr vor Deiner Geburt einige Zeit in einer Klinik in Prerow verbringen musste, ein Faible für diesen Küstenort entwickelt. Das physische Problem der Spätfolgen eines Motorradunfalls war behandelbar. Andere weniger. Vielleicht traf sie bei ausgedehnten Spaziergängen an stürmischen Tagen gar Käpt'n Blaubär, Hein Blöd, Kuddeldaddeldu oder den Klabautermann was die Vorliebe für Prerow erklären könnte.

Ich kann es Dir nicht verraten.

Ebensowenig kann ich sagen, ob Dein Taufwasser wirklich nach Ostsee, also salzig, schmeckte.

 

Genau genommen kann ich rein gar nichts, " nix und nicht die Bohne" zu und über Deine Taufe sagen, kein einziges Anekdötchen. Ich war nicht dabei.

 

Während 1953 mein Vater als Angehöriger der Kasernierten Volkspolizei und Ungläubiger wenigstens noch vor dem Roßlauer Gotteshaus, nervös eine Casino nach der anderen rauchend, warten durfte bis ich, nach meinem Kontakt mit dem Taufwasser der Elbe, schreiend "wie am Spieß", mit Mutter und Taufpaten zur nachfolgenden Familienfeier aus der evangelischen Kirche kam, war Dein Taufritus ein gänzlich anderer.

Weil?

Nicht nur, weil ich bereits vor Jahren aus der Kirche ausgetreten bin, sondern zuvörderst, weil ich Deine Mutter nicht geheiratet habe.

So verbot sie mir unverblümt das Warten vor Deinem Taufort, die Teilnahme an der folgenden Familienfeier und den Kontakt zu den von ihr ausgesuchten und mir unbekannten Taufpaten. Prerow wurde für mich kurzfristig zur No-go-Area erklärt, der Tauftermin bekam den Stempel "big and top secret", ein obergeheimes Ereignis - zwar nicht für alle und jedermann - aber, für Deinen Papa, als persona non grata, als unerwünschte Person.

Ärgerlich?Ärgerlich!

 

So gut so schlecht.

Einem "gutmütigen Gutmenschen", einem Doppeldepp also, der, schlichtend und auf Ausgleich bedacht, parteiergreifend für die Frevelhafte, hätte einwenden können: " Was soll's Vater, bist doch eh´ ein Atheist und nur ein Zahlvater, gib Ruh' und denk an das Kindeswohl!", wäre vielleicht gar zu zustimmen gewesen, wäre diese "unscheinbare" Tauftrennung von Vater und Kind, nur ein kleiner mütterlich produzierter (Mist-)Haufen eines einmaligen Fehlverhaltens, ein Alleinvertretungshaufen, geblieben. Deine vaterlose Taufe wäre wahrlich nicht erwähnenswert, schon gar nicht in einen (diesen) Brief 14 Jahre später.

 

Zuviel "hätte" und "wäre" in einem Absatz, in nur zwei Sätzen?

Na klar und ein deutliches Ja, Lisa. Heute erübrigt sich eine "hätte-wäre-"Spekulation, denn es blieb nicht bei der Einmaligkeit zu Deinem und meinem Nachteil. Die Schurkerei, das Sakrileg gegen die Familie und die Elternschaft, gegen Dein und Deines Papas Glück, wurde Programm, Obsession und alltägliches Lügengespinst der Monster die Deine Mutter rief und nährte.

 

Übrigens ein Taufbild von mir findest Du hier: süüüüß

Da ich kein Bild von Deinem Taufkleid gesehen habe bin ich mal ganz kess und behaupte:

"Mein´s war das Schönere. Ätsch! Oder beweis mir das Gegenteil."

 

Im Jahr 2006, mehr als drei Jahre nach Deiner Taufe in Prerow, schrieb die Diplom-Psychologin Sylke Mangold in einem sogenannten psychologischen Gut(Schlecht-)achten:

"Sie (Deine Mutter) habe gehofft, er (ich,Dein Papa) werde sich nach der Geburt des gemeinsamen Kindes doch noch für sie und gegen seine Frau entscheiden. Das sei eine Illusion gewesen. Er habe sie "sitzengelassen". Als Lisa ca.drei Monate alt gewesen sei, habe Frau Hoppelhäschen* dies allmählich erkannt und begonnen, sich von ihm zu distanzieren."

* Aliasname Deiner Mutter

 

Es kann dahingestellt bleiben, ob das "Sitzen(ge)lassen" zutrifft. Immerhin habe ich mich, nach (nur) drei Monaten des Zusammenlebens bereits im Mai 2002 von Deiner Mutter getrennt. Wenn das erst mehr als zehn Monate später "allmählich erkannt" wird darf die Frage erlaubt sein, wie lang der Weg vom (vorgeblich "sitzengelassenen") Gesäß zum Hirn eines Erwachsenen dauern kann. Sitzenlasser-oder lasserinnen kenne ich nicht. Allerdings sind mir Sitzenbleiber aus der Schulzeit bekannt, doch Deine Mutter traf ich erst Jahrzehnte nach ihrer Lernzeit.

Einzig zutreffend ist jedoch meine konsequente Wahrnahme der elterlichen Verantwortung und meine Liebe zu Dir, Lisa, nach dem ich vor ein Fait accompli ( französisch, aus: fait = Tat(sache) und accompli = vollendet ) gestellt wurde.

Und, zutreffend ist zudem, dass der Beginn des "Distanzierens" Deiner Mutter als Du drei Monate alt warst, tatsächlich der Beginn unserer, der Papa-Lisa-Trennung wurde, eine Trennung und Entfremdung ohne unser "Zutun" und ohne eigenes Verschulden.

Einen echten, nachvollziehbaren Grund für Deine "Distanzierung" von mir, die Ablehnung des Vaters und der väterlichen Familie, zu der Du quasi gezwungen wurdest, gibt es nicht bzw. "nur" als Ergebnis des narzisstischen Handelns einer/Deiner Kreidekreismutter.

 

(Lisa, außerhalb der Verantwortung meiner Homepage empfehle ich Dir 'mal einen weiterführenden Link. Du bist aus meiner Sicht - und als Betroffene ohnehin - alt genug um Dich über dieses Thema zu informieren. Hier bitte anklicken.)

 

Nach der Nichtverwirklichung einer Hochzeit bzw. dem Scheitern eines erträumten dauerhaften Zusammenleben mit mir scheiterte auch der Plan B (die "unerwartete" Schwangerschaft durch Empfängnisbetrug) Deiner Mutter. Nix funktionierte.

Ich nahm zwar meine Vaterrolle an, nicht jedoch die des bleibenden Partners. Deine Mutter, meine ehemalige Arbeitskollegin, Freundin und Geliebte bekam nicht was sie wollte, eine gemeinsame Elternschaft verweigerte sie - deshalb musst Du bis zum heutigen Tag leiden.

Was sie für sich nicht erlangen konnte, meine Liebe und Zuneigung, wurde nun bewußt Dir vorenthalten. Du wurdest zur Waffe "transformiert" weil der Hass auf mich zunehmend größer wurde als ihre Liebe zu Dir.

 

Im Folgenden bewahrheitete sich der Spruch, wonach der Teufel stets auf den größten Haufen scheißt.

Das ist keine vulgäre sondern die einzig treffende Beschreibung des Geschehens der folgenden Jahre und zugleich die Bestätigung des Matthäus-Effekts, einer These der Soziologie.

 

Was war das für eine teuflische Massenscheißerei!

 

Diplomierte Psychos, brandbeschleunigende Organe der Rechtspflege (Advokaten) , ober- und immerkluge Gespenster in schwarzen und roten Roben, Dumm- und vielschwätzer der vom Kindesmissbrauch lebenden Parasitenindustrie, Mutterflüsterer - alle drückten sich aus ihren Gedärmen Unrat. Ich glaube, echte Humanmediziner würden deren Krankheitsbild als cerebrale Diarrhoe, als geistigen Durchfall, bezeichnen. Solltest Du einmal Zeit und Muße finden kannst Du Dir selbst ein Bild von dieser besonderen deutschen Krankheit machen. Ich habe die meisten dieser zu Papier gebrachten An-(Aus-)fälle des menschlichen Geistes als Zeitzeugnisse für Dich aufbewahrt.

Immer mehr Gesindel aus der Unterwelt des Menschseins meldete sich kostenintensiv und gierig zu Wort. Ihre Teufelshörner leuchteten bei jeder Darmentleerung.

Das Licht färbte sich dauerhaft dunkelrot.

Punktgenau trafen die professionellen Kinder-und Väterjäger den stetig wachsende Haufen, dem ein zunehmend penetranter Gestank dampfend entwich.

 

Was für eine aussagekräftige Fäkalsprache für das Geschehen nach Deiner Taufe!

 

Familienpsychologische Gutachten, Stellungnahmen und Gerichtsbeschlüsse - ein riesiger Haufen, nur mit dem Anschein von Sinn beschriebenen Papiers zur Kaschierung von Unrecht und Menschenrechtsverletzungen. Umgangsausschlüsse reihten sich aneinander bis zur "Veredlung" des teuflischen Haufens mit einer dunkelbraunen Spitze eines Briefschreibverbotes.

Eine Phalanx des Dummen und Bösen agierte komplizenhaft um den abartigen Willen Deiner Mutter umzusetzen und Dich von mir zu entfremden, Dich zu traumatisieren, zu indoktrinieren und einer Hälfte Deiner Familie, Deiner Herkunft zu entziehen.

Wie willst Du die Frage beantworten wer Du bist, wenn nur die Hälfte Deiner Herkunft und Wurzeln für die Beantwortung der Sinnfrage zur Verfügung steht und die andere aus Unwahrheiten und Lügen?

 

Noch ist das willkürliche Trennen, die Apartheid zwischen Kindern und ihren Vätern, in diesem Land kein Straftatbestand, doch für mich sind die Mitwirkenden an einem derartigen Frevel Täter und Verbrecher, die schadensersatzpflichtig zu verurteilen sind.

Moralisch können sie uns kein (Elb-,Spree-,Ostsee-,) Wasser reichen. Redliche Väter und die von Kreidekreismüttern und ihren Komplizen geschändeten Kinder sind ihnen - trotz alledem - über.

 

Es wurde uns übel mitgespielt, Lisa.

 

Das ist meine Sicht der Dinge.

 

Was die Ostsee damit zu tun hat? Nicht viel.

Doch Du konntest in den vergangenen Jahren öfter Ferien an der Küste machen. Wie geschrieben: das Faible Deiner Mutter für Kuddeldaddeldu und Prerow.

 

Ich lernte das Örtchen Prerow erst im Jahr 2007 kennen. Mit unseren Freunden hatten wir ein Ferienhaus gemietet und verbrachten dort eine erholsame Woche Urlaub.

Zum Glück konnte damals nicht nur die große Tochter von Micha und Petra mitreisen sondern auch Deine Schwester Annika. Ich brauchte sie dringend um unser Auto zu fahren. Rosi hatte noch keine Fahrerlaubnis und ich einen Hexenschuss. Schmerzhaft. Der Doc gab mir die Erlaubnis zum Urlaub machen und zudem noch Schmerztropfen mit. So war ich ständig "im Schrumm" und lag beim Autofahren wie eine Patte auf dem Beifahrersitz. Annika fuhr spitzenmäßig.

Wochen später hatte mich die "Hexe verlassen" und mit ihr die Erinnerung an die Schmerzen. Geblieben sind die Prerow memories vom schönen, angenehmen Zusammensein in Familie und mit Freunden in einer der schönsten Landschaften Deutschlands mit salzigen Wasser und klarer Luft.

Kannst Du Dich noch an Micha und Petra erinnern?

Zu der Zeit als Dein Kontakt mit mir "nur behindert wurde" und wir noch sporadisch Umgang hatten warst Du mehrmals im Garten unserer Freunde. Die Schaukel hatte es Dir besonders angetan.

Demnächst stelle ich auf meiner Homepage im nichtöffentlichen Bereich der Galerie ein paar Fotos aus diesen fernen Tagen ein. Den Zugangscode sende ich Dir dann per Standardbrief. Okay?!

Vielleicht sind einige Deiner frühen Erinnerungen nur verschüttet. Ich wundere mich immer wenn Deine Schwestern aus ihren frühen Kindertagen erzählen. Was sie noch alles wissen. Beachtlich! Solch Erinnerungsvermögen wünsche ich mir auch...

Für lange Zeit, genau gesagt für neun Jahre, waren die Prerower Ferientage die letzte gemeinsame Reise, unser letzter Besuch am salzigen Wasser.

Nach der Rückkehr und meinem Sieg über "der Hexe Schuß" begann nämlich unser größtes Abenteuer. Wir bauten unser Haus in Karow. Die Zeit war schwierig. Wir kämpften zum einen mit den Tücken, denen jeder Häuslebauer ausgesetzt ist, und zum anderen mit den Attacken, mit denen der Umgang zwischen Dir und Deiner väterlichen Familie zunichte gemacht wurde.

 

Das Scheißen der Teufel nahm zunehmend Fahrt auf.

Einige dieser dummschwatzenden Beelzebuben und Dämoninnen, deren frevelhafte Leistungsfähigkeit sich darauf beschränkt punktgenau einen braun dampfenden Haufen zu treffen und zu vergrößern, musstest Du auch begegnen.

 

Endlich, nach vielen Jahren der Entbehrungen und des Dauerwütens von Kinderschändern, manchmal war das Konto gepfändet und unser Kühlschrank leerer als der Ostseestrand bei Orkan, reisten wir wieder an die Küste.

Diesmal war, ganz ohne Begleitung einer "schießenden Hexe" Kühlungsborn das Ziel. Ich war gesund, konnte selbst Autofahren und hatte neben Rosi auch die Yorkis Sunny und Barny als Mitfahrer zur Seite.

Es war die letzte Woche im September.

Die Götter Petrus und Poseidon meinten

es gut mit uns.

Ich war sogar im salzigen und kalten

Ostseewasser.

Ehrlicherweise muß ich hinzufügen:

nur mit den Füßen und

hochgekrempelten Hosenbeinen.

Naja, aber unsere Hunde waren mutiger.

Sunny war der aller-,allertapferste.

Einzig beim Höhenfeuerwerk zum

3.Oktober an der Seebrücke fehlten

die Fellnasen.

Knallerei mögen sie nicht...

In der Slide-Show schicke ich Dir ein paar Impressionen. Und Lisa, ich kann Dir versichern, dass im Oktober das Wasser der Ostsee noch immer salzig ist.

 

Für heute beende ich mein Schreiben. Nimm es als Lebenszeichen, Gruß und Anregung zum Nachdenken und zugleich auch als Aufforderung zum Antworten.

 

Bleib gesund ! Viele Grüße sendet Dein

Papa Bolle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

18.September 2016

Viele Glückwünsche machen sich von Karow aus auf den Weg zu Dir,liebe Lisa.

Dein Papa wünscht Dir für das neue Lebensjahr alles erdenklich Gute und eine robuste Gesundheit für Körper und Seele.

 

Glück ist nicht immer offensichtlich.

Ist der Hass der Mutter auf den ehemals geliebten Partner größer als die Liebe zum gemeinsamen Kind verschwindet es unter einen von Richtern und ihren Komplizen mit Beschlüssen und ideologischen Geschwätz gewebten schwarzen Leichentuch und wird von falschen Kindeswohlpredigern beerdigt.

Bösewichter können nicht glücklich sein, während Dein Glück, einen wunderbaren und liebevollen Vater zu haben - unsichtbar zwar - dennoch fortbesteht als Dein natürlicher und kostbarster Schatz.

 

Du hast die Chance diesen Lebenssinn stiftenden und Wohlergehen fördernden, glücklich machenden Schatz zu heben.

Sei eine Schatzsucherin des eigenen Glücks - hier:

www. sorgerechtapartheid.de

(http: //sorgerechtapartheid.de/briefe/index.html )

 

In Liebe

Papa

 

noch 48

September 2016

 

Liebe Lisa!

 

Du und ich -

wir sind Septemberkinder,

geboren als die Sonne im Sternzeichen der Jungfrau stand.

Die Vorstellung,dass Dein Papa mit 92 Kilo Lebendgewicht und einer

Höhe von 183 Zentimetern bis zum schütteren Haaransatz, eine mehr

als sechs Jahrzehnte alte Jungfrau ist, erscheint

gewöhnungsbedürftig

 

Virgo Papa ?!

 

Ich habe vor ein paar Tagen mein 63. Lebensjahr vollendet. Das ist durchaus ein Feiergrund, da ich so nicht mehr mit 62 sterben kann. Das ist logisch und

meine Art schwarzen Humors, eine Art lustiger Sarkasmus der Lebensfreude,

der Dialoge wie:

 

"Eines Tages werden wir sterben, Snoopy."

 

"Ja, aber alle anderen Tage werden wir leben."

 

liebt.

 

(Ob dies ein abgewandeltes Zitat von Per Olov Enquist, auch ein in "unserem" Sternbild Geborener, ist oder nicht schadet der makaber positiven Aussage letztlich nicht.

"One day we shall die. But all the other days we shall be alive.")

 

Noch fehlt mir unter den vielen Geburtstagsglückwünschen der von Dir, aber ich bin mir sicher, dass die Zeit Deines Erwachsenwerdens zu vielen Änderungen führen kann.

 

Trotz vieler Widrigkeiten bin ich noch da und ungebrochen in mein 64.Lebensjahr gestartet. Gute, redliche Väter haben es in unserem Land oft sehr, sehr schwer gegen das anzukommen, was Mütter, deren Hass größer ist als die Liebe zum gemeinsamen Kind, zuvor angerichtet haben. Meine väterliche Liebe zu Dir überwog stets, egal wie die (mich) hetzende Meute auch jaulte- und so bleibt es!

(Mit der ethischen Frage, wie mit Peinigern umzugehen ist, darf man Schlechtes erhoffen und wünschen, habe ich mich u.a. auch erstmals in meiner short storie / Kurzgeschichte

Amiga Charlie - Amiga bleibt

( http://sorgerechtapartheid.de/aktuelles/amiga%20charlie.html )

befaßt, auch wenn sich ein Herr William Shakespeare bereits vor vielen hundert Jahren zur Fragestellung besser auszudrücken wußte:

 

"Die Erde gähnt, die Hölle brennt, die Teufel brüllen, Heilige beten,

auf daß er schleunig werde weggerafft.

Vernichte, lieber Gott, ich fleh dich an,

den Pfandschein seines Lebens,

daß ich noch dies Wort erleben mag: Der Hund ist tot!"

 

Vielleicht ist Amiga Charlie - Amiga bleibt sogar eine

Leseempfehlung für 14jährige?)

 

Jetzt steht Dein Wiegenfest mit völlig anderen Prämissen als bei Deinem " old Dad " an.

Mit Blick auf die statistische Lebenserwartung liegen Jahrzehnte vor Dir, die Du zu sinnreichen und glücklichen machen kannst. So lang und so gewollt wie möglich begleite ich Dich auf Deinen Weg.

 

Nutze die Zeit, lerne und hinterfrage!

Auch die von mir betriebene Homepage Sorgerechtapartheid.de hat den Anspruch Dir zu Erkenntnisdiensten zu sein.

 

Natürlich gratuliere ich Dir nicht vorab zum 14.Geburtstag.

Irgendwie und irgendwo steckt wohl auch in mir ein bissel Aberglaube.

Den Geburtstagskuchen musst Du in diesem Jahr, wie auch in den vorherigen, ohne mich anschneiden, weil ich diesmal als ehrenamtlicher Wahlhelfer eingesetzt bin. Wie stets werden meine Gedanken bei Dir sein und Du kannst zugleich sicher sein, dass das von mir gezeichnete monströse Bild zunehmend bröckelt.

 

Ein Wahlhelfer kann nicht durchweg ein Lump sein, oder?!

 

In der Schule hast Du bestimmt einiges über Wahlen in unserer Heimat gehört. Manch ein Zeitgenosse meint, wenn Wahlen etwas verändern würden wären sie längst abgeschafft.

Bei Dir dauert es noch kurze Zeit bis Du entscheidest, ob Du Dich bei Politwahlen als Stimmvieh oder als Wähler betrachtest.

Ich finde es schlimm, dass Du in Deinem jungen Leben von Erwachsenen zu einer besonders abartigen Wahlfarce gezwungen wurdest. Eine Wahl zwischen den Eltern, wer ist der bessere Elternteil und mit wem darf ein Kind zusammen sein, ist immer , egal von wem veranstaltet, eine verbrecherische und macht das minderjährige Opfer zum Täter der eigenen Entfremdung während die Spitzbuben der Vater-Kind-Trennung mit diabolischen Grinsen ihre Teufelskrallen in Weihwasser halten.

 

Mit etwas Verspätung habe ich Dein Schulzeugnis, garniert mit ein paar mütterlichen Sätzen ohne Informationsgehalt („Je weniger Falsifikatoren, desto geringer ist der Informationsgehalt“.), erhalten. Im Augustbrief bin ich kurz darauf eingegangen. Doch erst jetzt habe ich den neuen, aktuellen Kopfbogen auf dem Zeugnis bemerkt und konnte so Deinen Wechsel auf ein anderes Gymnasium entnehmen. Die Ursache für den Schulwechsel hüllt sich für mich ins Dunkel und ich hoffe nur, dass Dir nicht erneut eine "Wahl" aufgezwungen wurde wie die gegen Deinen Vater.

 

Nichtdestotrotz habe ich mir Deine neue Lernheimat im Internet angeschaut. Alt und ehrwürdig der erste Eindruck, "haargenau" so wie meine "olle Penne", das hochangesehene Philanthropinum in Dessau. Fast kann man sich einbilden auf den langen Fluren "Deines" neuen Lyzeums für Mädchen und Buben den " Schüler Pfeiffer mit drei F " zu treffen.

 

 

Übrigens:

Das ist einer meiner ungewollt und unerwünscht

abgegebenen heißen Tipps. Oder kennst Du die

Feuerzangenbowle schon? Wenn ja, macht nüscht!

Kann mann/frau auch mehrmals gucken.

 

„Da stelle mer uns mal janz dumm…“

 

(Auf youtube ist die Feuerzangenbowle als ganzer Film für Deutschland gesperrt und z.Zt.nur eine schlechte Schwarzweißkopie zu sehen - https://youtu.be/3_YOplDzdCM - Wenn Du willst kannst Du den Film auf Video sehen - das alte VHS funktioniert bei mir noch. Sag` nur vorher Bescheid.)

 

Lisa, Du siehst, Schule kann auch lustig sein. Gäbe es eine Zeitmaschine die Du um 99 Jahre zurückdrehen könntest würde Dein Gymnasium vermutlich baulich wie heute ausschauen, aber die wohl berühmteste Schülerin des Lyzeums könnte Dir übern Weg laufen.

Nicht ausgeschlossen, dass Marlene Diedrich Deine Freundin geworden wäre?

Schau' Dir 'mal an, was sie aus ihren Leben gemacht hat nachdem sie die Schule ( sogar ohne Abschluß) verlies. Könnte sie ein Vorbild für Dich sein?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dem Lied "Sag mir, wo die Blumen sind" habe ich sogar ´mal einen neuen Text verpasst, weil es auch heute noch aktuell ist. Keine Bange ich bin kein Dichter oder Poet - nur ein wenig überheblich und ganz doll ein betroffener Vater.

 

Sag mir, wo die Kinder sind

 

Sag mir wo die Kinder sind,

wo sind sie geblieben

Sag mir wo ihr Lachen blieb,

was ist geschehen?

Sag mir wo die Kinder sind,

Mütter erbeuteten sie geschwind.

Wann wird man je verstehen,

wann wird man je verstehen?

 

Sag mir wo die Mütter sind,

wo sind sie geblieben?

Sag mir wo die Mütter sind

was ist geschehen?

Sag mir wo die Mütter sind,

entsorgten Väter so schnell es ging.

Wann wird man je verstehen?

Wann wird man je verstehen?

 

Sag mir wo die Väter sind

wo sind sie geblieben?

Sag mir wo die Väter sind,

was ist geschehen?

Sag mir wo die Väter sind,

müssen zahlen, dürfen das Kind nicht sehen,

Wann wird man je verstehen?

Wann wird mann je verstehen?

 

Sag mir wo beide Eltern sind,

wo sind sie geblieben?

Sag wo beide Eltern sind

was ist geschehen?

Sag mir was von Eltern bleibt,

wird einer rechtlich kalt gestellt.

Wann wird man je verstehen?

Wann wird man je verstehen?

 

Sag wo die Zerstörer sind,

wo sind sie geblieben?

Sag mir wo die Frevler sind

die Kinder gönnen das Lachen nicht.

Sag mir warum das Geld nur zählt

und nicht das Wohl der Kinder.

Wann wird man je verstehen?

Wann wird man je verstehen?

 

Sag mir wo die Kinder sind,

wo sind sie geblieben?

Sag mir wo ihr Lachen blieb,

was ist geschehen?

Sag mir ob sie glücklich sind,

nachdem der Vater musste fort.

Wann wird man je verstehen?

Wann wird man je verstehen?

 

Was meinst Du,Lisa?

 

Oje, nun ist mein Brief doch etwas länger geworden, aber als Monatsbrief darf er das.

Meine Schreiben sind das volle Kontrastprogramm zu den halbjährlich gequälten mütterlichen Kurzauskünften ohne Nähr-und Erkenntnisgewinn.

Wäre schön, wenn die einseitigen Monologe ein Ende finden.

Ansonsten noch 48 Briefe bis zu Deiner Volljährigkeit.

 

Bleib gesund und liebe Grüße von Deinem besten Papa Bolle

August 2016

 

Hallo Lisa,

 

mit der Übersendung von Zeugniskopien habe ich die (wahrlich auch für Dich überraschende) Auskunft erhalten, dass Du in den Ferien die Sonne und die freie Zeit genießen wirst.

 

Nun, über den Gehalt von Auskünften lässt sich unterschiedlicher Auffassung sein.

Als 14jähriger hätte ich mich allerdings strikt dagegen verwahrt wenn Stuss über mich verbreitet wird.

 

Vielleicht nimmst Du diese Sache bald selbst in die Hand.

Liefere dich nicht blind und vertrauensselig sogenannten Fachleuten (Rechtsanwälten, Jugendamtsmitarbeitern, familiengerichtlichen Gutachtern, Familienrichtern, Klugschwätzern in Schule und Freizeit, etc.) aus!

Du solltest erwachsen und lebenserfahren genug sein/werden um selbst am besten zu wissen, was das Beste für Dich, Deine "Selbstwirksamkeit" ist und wer Deine Familie.

 

Wenn Du die Sonne und die freie Zeit tatsächlich genießen willst dann nimm Kontakt mit mir auf und komm' vorbei.

Ich glaube auch, dass dies u.a. notwendig ist, weil ich Dein Zeugnis nicht beurteilen kann.

Sind die Zensuren real, geschenkt oder hart erarbeitet?

Das kannst nur Du mir darlegen, nachdem wir einander eine sehr lange Zeit entfremdet wurden und ich Deine Neigungen, Interessen und Wünsche nicht mehr kenne.

 

Die Sonne, der Spaß und der Genuß kommen in Karow natürlich nicht zu kurz...

...und beim Chillen könnten wir auch ganz nebenher darüber klönen, ob eine humanistisch geprägte Schule (wie die, die Du besuchst) nicht das folgende Zitat zum Credo ihres Lehrauftrages machen sollte:

 

"… Man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse. In Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrtum oben auf, und es ist ihm wohl und behaglich, im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist."

Johann Wolfgang von Goethe am 16.12.1828

 

Für heute viele Grüße und bis bald!

 

Dein Papa Bolle

Brief Juli 2016

 

Liebe Lisa,

 

vor "schlappen" 18000 Tagen drückte ich die Schulbank.

Es gab viel zu lernen. Zwölf lange Jahre grübelte ich dabei

auch über die für einen Schüler wie mich wohl wichtigste Frage.

 

Warum beginnt die schönste Zeit des Jahres mit Giftblättern?

 

Jetzt bist Du Schülerin.

Kannst Du mir meine Frage, an der ich so lange knabberte, beantworten?

Also, ich hätte gern den Beruf eines Ferienmachers erlernt, obwohl meine Schulzeit nicht so schlecht war und meine Freunde und ich ein bisschen wie die Heiden von Kummerow leben konnten.

In den Ferien verwandelten wir uns in unsere Helden Ivanhoe,

 

Huck Finn oder Tokei-ihto.

 

Die anhaltinischen Muld- und Elbauen waren

unsere Prärie, die Elbe der Mississippi,

die Mulde der Missouri und die ständig

zu flickenden Fahrräder unsere treuen Gäule...

 

Später wurde das Wort Ferien durch den

Erwachsenenbegriff Urlaub ausgetauscht.

Bis heute liebe ich Urlaub. Ob auf Balkonien oder in der weiten (nahen)Welt, ob faul oder aktiv, ob Blödsinn machend oder sich kulturell bildend - egal, Hauptsache ich war mein eigener Herr, konnte mich frei und ungebunden fühlen und machen was ich wollte.

Jetzt besitzt Du, Lisa, den Staffelstab der Generationen und kannst Ferien von der Schule machen. Genieß die Zeit ! Wie wird Dein Sommer 16 und, vorallem meine heutige Frage:

Was bist Du für ein Ferientyp?

Mit Deinen Schwestern habe ich tolle Urlaube gemacht. Noch heute erinnern sie sich gern an Prerow an der Ostsee und Elend im Harz, an Santo Domingo in der "Domrep", an die Masuren und das Elbsandsteingebirge, die Meteora-Felsen

 

 

 

 

und vieles mehr. Das Leben ist lang und kurz zugleich und

im Urlaub scheinen die Uhren immer anders zu laufen als

im Alltag von Beruf oder Schule.

Stimmt's Lisa?Ja oder ja?

Für Deine Schwester Annika war die Nacht in einem südamerikanischen Dschungelcamp die schlimmste und gruseligste ihres Lebens,aber, sie will die Erinnerung nicht missen,

das Baden im Orinoco, die Krokodiljagd in der Nacht oder

der Besuch bei den Warao Indianern,

das brennende Triebwerk der DC-3 ,

das Erbrechen im Flugzeug als es beim Vorbeiflug

am Salto Ángel"abkippte" und das Küssen der Erde

nach der sicheren Landung...

 

Das sind Erlebnisse - unschätzbar wertvoll in der Erinnerung.

So wie das Grassuppekochen beim Zelten am Helenesee, der Besuch der Freizeitparks Plänterwald, Phantasialand u.a.,die Familienbesuche in Dessau oder Warmensteinach und, und viele andere gemeinsame Urlaubserlebnisse.

 

Lisa, ich wünsche Dir erlebnisreiche, unbeschwerte Ferien ohne Gedanken an Giftblätter!

Die nächsten Zeugnisse gibt es sicher. Sie werden anders oder (noch) besser sein.

Doch bis dahin ist es erst einmal weit hin.

Juchhu, jetzt sind erstmal Ferien und Schule gibt es im Land ganz weit weg.

Eine Deiner Ferienstationen könnte in Karow sein.

Du weißt, meine Einladung gilt immer. Nicht nur ein selbstgemachtes Eis wartet...

Neben den Besuch bei mir gebe ich Dir noch drei super, von mir erprobte Ausflugstipps:

Wie wär' ein Besuch des Schiffshebewerks in Niederfinow mit anschließendem Picknick am Kanal,

eine Visite im Zoo Eberswalde mit Tierfütterung

oder

eine Tour in den Harz zum Josephskreuzund anschließenden Kekseverkosten in Stollberg um dann frischgestärkt die Hexen auf ihrem Tanzplatz in Thale zu begrüßen?

 

 

 

Viele Grüße

Dein Papa Bolle.😉

 

...der beste (weil einzigste für Dich) uff de janze weite Welt...

 

Nachtrag:

Unser kleiner Kirschbaum (in den vergangenen Jahren mehrmals umgesetzt)

war in diesem Jahr besonders fleißig.Seine lecker Früchte reichten für einen Kirschkuchen

und für Kirschsuppe mit Sago. Hm...

 

 

 

 

Brief des Monats Juni 2016

 

Hallo Lisa,

 

wir haben sie erlitten.

 

Die Zwangstrennung - gegen unseren Willen und ohne anzurechnendes schuldhaftes Verhalten.

 

Die Zwangstrennung ist eine schlimme und perfide Form praktizierter Apartheid zwischen Vätern und ihren Kindern.

 

An den Folgen dieser staatlichen Übergriffigkeit auf Anregung narzisstischer Kreidekreismütter, an dieser Zerschlagung einer bestehenden liebevoll-familiären Bindung durch gezielten Einsatz seelischer Grausamkeit und psychischer Gewalt gegenüber einem Kind und seinem Papa, die für die Betroffenen nicht minder gravierend sind wie eine Zwangsadoption, leiden Kinder und ihre Väter oft lebenslang.

 

Ich weiß, dass dieser Satz für Dich nicht leicht zu verstehen ist. Doch schmeiß jetzt nicht gleich das Handtuch in die Ecke des Verlierers und "kämpf' " Dich weiter durch meine Zeilen.

Tschaka!

Du kannst es. Du schaffst es!

Briefe sind ein Kulturgut,

Kontaktverbote nicht.

Der lange Satz gehört zu den Warum-ist-uns-das-passiert-Sätzen, die zugleich versuchen eine Antwort zu geben.

 

Ich weiß nämlich auch, dass Dich der Verlust des Papas traumatisiert hat.

 

Die zwischen Dir und mir praktizierte Apartheid empfinde ich bis zum heutigen Tag sehr schmerzvoll. Mein Weg zurück zum positiven Denken war nach dem unerwarteten Sieg des Bösen ein langer.

 

Heute ärgere ich mich nicht, wenn mir eine Krähe auf den Kopf kackt, sondern freu mich, dass Elefanten nicht fliegen können.

Vielleicht denkst Du auch so wenn Dir Geschichten über mich aufgetischt werden.

"Du und ich: wir sind eins, ich kann dir nicht wehtun ohne mich zu verletzen.*Zitat Mahatma Gandhi

 

Ich hoffe, dass Du so neugierig bist wie ich es Zeit meines Lebens bin und gern über den von irgendwelchen Deppen vorgeschriebenen Tellerrand blickst.

Gestohlene Kindheit kann ich Dir nicht zurückholen.

Bald begehst Du den 14.Geburtstag.

In 51 Monatsbriefen wirst Du volljährig.

Aus den Kreidekreis der häuslichen Internierung, Bevormundung und Indoktrination kommst Du nun von allein.

Die Namen der Trennungs-und Entfremdungstäter sind bekannt.

Bald verliert diese Brut ihre Macht über uns.

Wir sind ihnen über.

Ich habe die "verbrannte Erde" des vergangenen Jahrzehnts bearbeitet und mache es Dir mit meiner Internetpräsenz leichter. Du kannst jederzeit Fragen nach Deinen Wurzeln stellen.

Das Internet bietet Dir die Chance Kontakt mit mir und Deiner väterlichen Familie aufzunehmen. Ohne Zeitlimit. 24/7

Bleib neugierig!

Auf Fratzenbuch (fb) suchst Du aber vergebens nach Papa Bolle.

Doch auch ohne facebook, es ist viiiel leichter als Du möglicherweise denkst etwas von mir/über mich zu erfahren. Gib einfach bei google meinen Namen ein und denk' d'ran, dass ich mit "t" geschrieben werde. Also: Gert Bollmann.

 

Du kannst Dir aber auch ein schwieriges Wort merken. Gib bei google sorgerechtapartheid.de ein und Du bist auf meiner Homepage gelandet.

Brauchst Du eine Empfehlung für die Navigation auf meiner Seite?

Sicher nicht!

Es ist auch nichts geheim und die Website wird im Netz als 100% sicher und jugendfrei bewertet. Aber, wenn Dir der lange Satz am Anfang dieses Brief schwierig vorkam, ich empfehle Dir zuerst das Einloggen auf die Seite "über mich".

Die Seite "verbotene Briefe" zeigt Dir dann meine bisherigen Internetbriefe an Dich auf.

Die Einstellung der Schreiben im www war erforderlich wegen ein paar ....... (das wenig schmeichelhafte Adjektiv für diese Figuren denken wir uns an dieser Stelle nur...) Familienrichter.

Naja,Elefanten können halt nicht fliegen und Richter, wenn in Kopf und Rüssel(Schnauze) der Beton hart geworden ist, schon gar nicht. Knoten im Hirn von Robenträgern lassen sich weder mit Geduld noch mit sachlichen Argumenten entwirren.

 

Lisa, geh´ mit PC oder Tab auf meine Homepage.

Die Wiedergabe ist dort besser (vor allem auch lesbarer) als im Handy/Smartphone-Modus.

 

Bei aller Neugier: lies am Anfang nicht zu viel.

Das Thema der Homepage, unsere Zwangstrennung, die kein Einzelfall ist, ist kein leichtes Brot. Zum Heranpirschen an das Thema empfehle ich folgende Links:

Die Texte sind nicht zu verquast und auch nicht zu lang und dennoch sachlich analytisch.

 

Für heute mache ich 'mal wieder Sense.

Bald fängt der Sommer an und ich wünsche Dir und uns eine gesunde und schöne Zeit.

 

Na, weißt Du noch wie das schwierige Wort heißt um auf meine Homepage zu gelangen?

 

Der kommende 5.Juli ist ein ganz besonderer Tag.

Wenn Du den neuen Text "über mich" gefunden und gelesen hast weißt Du auch warum.

http://sorgerechtapartheid.de/uber-mich.html

 

Nicht nur, das Deine Schwester Anja Geburtstag hat. Am 5.Juli bin ich seit 40 Jahren

Vati,Vatchen,Papa, Daddy.

Ehrlich Lisa: Papa bin am längsten und kann ich am Besten..

'tschüssikowski für heute...

 

...und ich zitiere mich selbst. Einfach knorke det Internet:

Wie kommt es zu dem Paradoxon, einerseits ein umfassend guter, praktisch erprobter und nachhaltig bewiesener und geeigneter Vater und Großvater für seine ehelichen Kinder und Enkel zu sein und gleichzeitig andererseits für sein nachgeborenes uneheliches Kind, (glaubt man der sich unglaubwürdig widersprechenden Justiz und ihren schwätzenden Gutachtern), ein Mr.Hyde, das von Dr.Jekyll vom Guten in der menschlichen Seele getrennte Böse zu sein?

 

Apropos Neugier.

Viele User googeln, einfach so und weil es Spaß macht, sich selbst bzw.ihren Namensvetter.

Gehörst Du auch dazu?

Probier es einfach 'mal aus.

 

Wenn ich meinen Namen eingebe spuckt mir die Suchmaschine oft einen Bundestags-abgeordneten (Gerd geschrieben mit "d" ) aus.Das finde ich nicht prickelnd.

Bei Dir sieht es zumindest ein bissel besser aus. Finde ich. Eine amerikanische Schauspielerin und Sängerin, kennst Du aufgrund Deines Alters vielleicht aus der xxx-Filmreihe*( das ist die Onlinevariante. Um Deine Persönlichkeitsrechte zu schützen und zu verhindern, das mir wieder ein Anwalt auf den Hals gehetzt wird, verkneife ich mir den Titel der Pferdefilmreihe hier zu benennen.Diesen Brief sende ich Dir demnächst auch in Papierform und dann mit dem Namen zu...),

sie ist war schon etwas lebensälter, Dein Papa ja auch, aber als Namensvetter ist sie schon tough...

 

Jetzt mußt Du "nur" noch Deine Spuren im Internet hinterlassen, als die Echte, die Beste, als meine Tochter Lisa, unwechselbar und einzigartig...

 

Zum absoluten Ende meines heutigen Monatsbriefes das Rätsel des Monats:

Wer iss'n das?

 

 

 

Klaro!

 

Icke, Dein Papa vor weit mehr als fünfundfünfzig Jahren.

Damals schon ein Engel...

 

 

 

herzlich Dein Papa Bolle

24.Mai 2016

Hallo Lisa,

"It's Showtime"

mag die Familienrichterin gedacht haben als sie Dich in den Gerichtssaal holte und anschließend den Kontakt zwischen uns untersagte und zusätzlich ein Briefschreibverbot verhängte.

Das ist alles sehr ernst zu nehmen (lächel).Deshalb schreibe ich Dir heute den nächsten Brief...

 

 

Lisa,

 

ein's der Lieblingslieder Deiner Tante Gabi, die sie leidenschaftlich gern auf Familienfeiern und anderen Festen trällert, ist:

 

Nach vielen Grimassen schneiden folgt dann meist die obligatorische Polonaise - und, wenn dann alle nach Luft japsen folgt als absolutes Muß

und Kult die "Jugendliebe".

 

Gabi ist fast immer super jut druf und von uns drei

Geschwistern stets die tollste Stimmungskanone.

 

(Die meiste Energie steckt sie allerdings in ihr größtes

Faible, in den Tanz und ihre Tanzgruppe Showtime,

ihre große Leidenschaft.

Schau ruhig 'mal auf die Homepage).

 

"Das ganze Leben ist ein Quiz

ja, und wir raten, raten, raten."

 

Mag sein,das die Originalsänger stimmlich besser drauf sind,aber bei Dieter Bohlen würde Gabi Stimmungssuperstar werden- und mir gefällt sie ohnehin besser als die Profis...

 

Lisa,heute will ich mal mit Dir quizzen.

Lust d'rauf?

Na klar! So funktioniert auch das Kennenlernen (besser).

Heut´ bin ich mal der "Bestimmer" und der Fragensteller.Okay?!

Dann mal los! Nix Schwieriges wie zum Beispiel " wer ist der blödeste Richter ? "

Solch´ Fragen gehen "schon mal gaar nich..", könnte ich selbst nicht beantworten und das Wort "alle" ist keine anerkannte Antwort und gilt nicht.

Aber, hier kommt Quizfrage Nummero uno:

 

Welcher Zeichentrickfilm war der absolute Hit von meinen Schwestern und mir in der Kindheit?

 

Gut,Lisa,das war lange bevor Du auf Mütterchen Erde ankamst. Deshalb gebe ich Dir als Auswahl drei Möglichkeiten vor:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leider ist der letzte Vorschlag ("Petja und Rotkäppchen") nicht synchronisiert bzw. ich habe ihn in unserer Vatersprache nicht finden können. Naja, allzu viel Ahnung von der Internetsuche habe ich auch nicht. Ihr Teenies seid dabei pfiffiger. Falls Du den Clip in deutsch findest schick bitte Deinen old Daddy 'mal den Link.

 

Ich bin gespannt, ob Du beim Filmtipp richtig liegst. Wenn nicht hattest Du zumindest ein bissel Spaß,oder?!

 

Quizfrage 2: Wo und mit wem hast Du Deine ersten Schritte gemacht?

(Achtung:Videobeweis liegt vor.)

 

Frage 3 und für heute die Letzte:

Wer war (ohne Schummeln ) Gewinner des ersten Dartturniers bei mir im Karower Garten?

 

The Winner is...

 

Auf Deine Antworten bin ich gespannt.

Welche Ratefragen hast Du?

Witze, Hobbys, Bücher, Filme, Wünsche, Träume, Familiengeschichten, u.v.a. ist möglich.

 

Bis demnächst und stets mit der aufrichtigen Frage: Wie geht es Dir,Lisa?

 

Viele Grüße Dein Papa Bolle

 

 

 

 

 

Himmelfahrt, 05.Mai 2016

 

Hallo Lisa,

 

zur Erinnerung mit vielen Grüßen!

 

Dein Papa

 

>>>>hier anklicken

Brief vom 03.02.2016 mit Postskriptum vom 04.02.2016

 

 

Berlin, den 03.Februar 2016

 

Es ist uns weiter Verboten die gelbe oder die grüne Post zu benutzen.

 

Naja, nur im Rheinland ist der Karneval auf ein paar Wochen beschränkt, während der Berliner Bär sich det janze Jahr de Jurke aus´m Bauch lachen kann. Briefschreibvabot.

Dit is aba liebensjewürzich! Olle Ihmchen hat jesacht, des dit so und so jefährlich is. Hör´n wa uff mit dit Jeseire! Dit juckt uns nich. Wenn Doofheit quietschn würde, hätte manch ena nen janzen Tach´ne Ölkanne dabei...

 

Doch Spaß und unsere Mundart beiseite!

 

Hallo Lisa!

 

Wie geht es Dir ?

 

Giftblätter gibt es immer zum Ferienbeginn.Wohl dem der mit seinen schulischen Leistungen zufrieden sein kann. Er kann die unterrichtsfreie Zeit unbeschwert genießen. Während meiner Schulzeit habe ich die Ferien stets genossen und die Tatsache das manches hätte besser laufen können verdrängt.

 

Der Tag an dem der Wecker wieder klingelte kam ohnehin immer zu schnell.

 

In Berlin sind jetzt Winterferien. Da ich der Schule schon lange keine Aufmerksamkeit schenke habe ich vorsorglich nochmal im Internet nachgeschaut.

Tatsächlich! Der Winter fehlt zwar, aber Ferien stehen an.

Ich wünsch´ Dir eine schöne Zeit!

 

Wie bekommt Dir die Zeit auf dem Gymnasium? War die Entscheidung dorthin zu wechseln richtig?

Vor einigen Tagen habe ich noch einmal die Homepage Deiner alten Schule besucht. Einige wenige Spuren von Dir sind dort erhalten. Kannste glauben!

Im Geschichtslabor 13 (damals noch in der 6.Klasse) bist Du auf einem Foto verewigt. Aber so richtige Begeisterung versprüht das Bild nicht. Du sitzt am Tisch mit einigen Mitschülern und dem Lehrer, den Kopf schwer auf die rechte Hand gestützt und der Blick, naja, ich formulier´ mal so: wer langweilt mich und wann klingelt es endlich?

Ich glaube zwar, daß Mathe mehr nerven kann als Geschichte, auch wenn es im Geschichtslabor um die jüngere Historie ging.

Schade, daß Du nicht die Möglichkeit hattest meine Erfahrungen "anzuzapfen" und nur auf die vorgegebene schulische Sicht der Dinge angewiesen warst. Vielleicht liegt hier der Grund für deine (damalige) Langeweile.

Als Dein Papa, der zugleich auch Zeitzeuge ist, in der DDR lebte und die sogenannte Wende bewußt "mitmachte" könnte ich Dir manches Schmankerl, Interessantes und Wahres erzählen, fernab von ödem Geschichtsbuchwissen.

 

Sparen wir uns diese meine Geschichten für künftige Gespräche am Kamin oder Plaudereien bei ´ner Coke oder ´nen Hefeweizen auf.

 

Fragen, die Du vielleicht jetzt schon hast - stell´sie mir!

Einiges werde ich wohl auch in meinem Buch darlegen und beantworten.

Wie sollst Du sonst Deine väterliche Familie kennenlernen und die Fragen nach Deinen Wurzeln beantworten können.

 

In diesem Sinne verbleibe ich mit vielen lieben Grüßen bis zum nächsten Internetbrief

 

Dein Papa Bolle

 

PS:Statt Gerichtspost in gelben Umschlägen enthielt mein Briefkasten heute eine Kopie Deines Halbjahreszeugnisses.

Die gute Bewertung der vatersprachlichen Kenntnisse verstärkt meine Überzeugung bald unseren Briefverkehr als Dialog fortführen zu können.

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Berlin,den 10.Januar 2016

 

Hallo

 

 

Lisa !

 

 

 

 

Irgendwo in einem grauen Kämmerlein des trutzigen Amtsgerichts Tempelberg brütet seit mehreren Monaten eine Richterin über die Frage ob ein Vater einen Brief an seine Tochter schreiben darf.

Grübel,grübel!

Denke,denke!

Wir müssen der Frau in schwarzer Robe allerdings kein Mitgefühl entgegenbringen, hat sie sich doch selbst zum Ausbrüten verurteilt.

Ob nun ein Ei oder nur Hahnenschiss, Gestank oder Parfüm dem Kämmerlein entweicht sollte uns schnurzwurstpiepegal sein.

 

Die Richterin ist klug und fleißig, wahrscheinlich klüger und fleißiger als wir beide zusammen wenn es denn ums Interpretieren von Paragraphen geht,und sie wird unter dem harmlosen Begriff "Beschluss" wieder viele Seiten Papier mit Worten füllen.

(N-)Immerkluger Schein.

Das übliche dämliche Juristengebabbel - na und, wen kümmerts?!

Die Schreiberin erhält eine überdurchschnittliche Besoldung und wird selbst bei einer eklatanten Fehlleistung nicht zur Verantwortung gezogen.

Mach' das 'mal in der Schule...

 

Lisa, Dein Papa schreibt Dir auch im neuen Jahr.

Zum Glück gibt es Internet und ich bin mir sicher, dass Du die (Brief-)Seite findest. Auch bei der gelben oder grünen Post dauert es mit der Zustellung manchmal etwas länger - und, ein DHL-Paket an Deine Schwester Anja hat sogar regelmäßig eine Laufzeit von mehr als 20 Arbeitstagen.

Natürlich schreibe ich auch in der Hoffnung auf Antwort. Aber auch da bin ich mir sicher, weil eine Nichtbeantwortung den Schluss nahelegen würde, dass Du von Klugschwätzern und Besserwissern zur Dumpfbacke gemacht wurdest. Zeig wer Du bist!

 

Diesmal stelle ich ein suuuuper Foto in den Mittelpunkt meines Briefes. Dabei geht es mir nicht vorrangig um das Bild und die Kunst der Fotografie sondern um das Dargestellte.

Erkennst Du die Beiden?

Richtig!

Es sind unsere Mitbewohner Sunny und Barny. Du hattest vor Jahren ' mal die Gelegenheit die beiden "Dackelchen" kennen zulernen. Natürlich weiß ich, das keiner von Beiden ein Dackel ist. Aber das ist so meine "liebevolle"Art zu sprechen, z.B. von Hunden. So habe ich auch alle meine bisherigen Autos immer als "Kremser" bezeichnet und nicht als Trabi, Daihatsu, Ford, Toyota, Chevrolet...

Inzwischen sind beide Terrier im besten Mannesalter, haben sich in unser Familienleben voll und ganz eingefügt und beschützen Haus, Hof und Garten und ganz besonders uns.

Natürlich sind Sunny und Barny auf vielen Familienbildern und Videos verewigt, doch dieses Foto ist besonders, stellt es sie doch in Ton gebrannt dar.

 

Könntest Du auch so modellieren?

 

Ich kann's nicht. Meine Versuche gehen immer in die Hose, bleibt ein Tonklumpen stets ein lebloser Tonklumpen. Meine Fähigkeiten liegen eher nicht im Künstlerischen. Die beiden Keramikfiguren die Du siehst hat meine Frau gemacht. Echt lebensgetreu (und den Charakter treffend). Chapeau!

Meine Fähigkeiten liegen mehr beim Kulihalten, beim Betonmachen und Heckenschneiden.

Irgendetwas kann jeder. (Zur Not sogar als schlechtes Beispiel herhalten.)

Deine Schwester Anja kann z.B. Gitarrespielen und toll Zeichnen.

Und da bin ich auch bei der Frage angekommen um die es mir heute geht Lisa.

Eine Frage, die ich nicht beantworten kann, die jedoch ein guter Einstieg für eine/Deine Antwort auf meine Briefe sein könnte.

Was magst Du? Was kannst Du besonders gut?

Schlicht die heutige Super-Quiz-Frage:

Was ist Dein Hobby?

--natürlich außer der Schule.

Uiii, wie Du liest, Dein Papa kommt immer auf das Schlimme zurück.

 

Ich melde mich demnächst wieder und wünsche Dir bis zu den nächsten Schulferien eine gute Zeit und bleib gesund!

 

Dein Papa Bolle.😉

 

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Hallo Lisa!

zum xx.September 2015

 

Eine aufregende und schöne Zeit liegt vor Dir.

Fast kein Kind mehr und

noch kein Erwachsener.

Kluge Leute bezeichnen diesen Abschnitt des Lebens als Pubertät und Phase der Adoleszenz.

Mir gefällt ein anderer Begriff für das Alter vom vollendeten 13. bis zum vollendeten 19. Lebensjahr besser.

Er leitet sich von den Wortendungen der englischen Zahlwörter "thirteen" to "ninteen" ab.

Teenager.

 

Hallo, lieber Teenager Lisa!

 

Tagtäglich lernst Du Neues.

Der Körper verändert sich.

Du hinterfragst Altbekanntest,

ziehst eigene Schlußfolgerungen

und suchst Deinen Platz im Leben.

Wohin führt Dich der Weg zwischen Kindheit und Erwachsensein ?

Was ist der Sinn des (Deines) Lebens?

Warum ist dieses Blatt Papier nur auf der halben Seite beschrieben und die andere ist frei?

Warum bist Du nur "halb"?

Warum darfst Du nur eine Hälfte kennen und die andere nicht leben?

Ich gratuliere Dir zu Deinem 13.Geburtstag und wünsche Dir alles Liebe.

Zuvörderst wünsche ich Dir die Kraft die notwendig ist um dereinst den Menschen, den Du am meisten liebst und der Dir das größte Leid zufügt, vergeben zu können, weil auch eine missratene Mutter eine Mutter bleibt.

Nicht rückholbar ist die gestohlene Kindheit.

Für Dich, liebe Tochter, ist mein Haus immer ein offenes.

Ich bin auch künftig stets für Dich da.

 

Dein Papa

Aufgrund von Zustellproblemen werden auf dieser Seite,

unter Wahrung der Persönlichkeitsrechte,

 

altersgerecht,

zum Zweck des Nachweises konstanten väterlichen Interesses,

 

mit der Bitte um Antwort,

 

Briefe an meine Tochter mit Blick auf

 

Vergangenes,Gegenwärtiges und Zukünftiges

eingestellt.

 

 

(Mit dem Ersuchen auf Zugänglichmachung meiner Briefe wird der Mutter des gemeinsamen Kindes die Einstellung neuer Schreiben über die mir bekannten "toten Briefkästen"(?) Mailadressen mitgeteilt.)

 

 

Eine Veröffentlichung von Antwortschreiben erfolgt nicht.

 

 

Sorge-

rechtapartheid

 

Die zwischen Vätern und Kindern praktizierte Apartheid,stellt wohl das größte Skandalon unserer wohlständigen Gesellschaft dar. (Raoul Schrott)

"Die Briefverbieter"

 

Hoppelhäschen,Hilde Aliasname der Kreidekreismutter

Schreiter,Christof Jugendamtmitarbeiter

Danquart,Iris Dipl.-Psych.,vom Gericht ausgewählt als Verfahrensbeistand Wienandts,Helmut Anwalt der Mutter

Stellbaum,Maximilian Anwalt der Mutter

Wahsner,Dr.Stephanie Richterin am Amtsgericht

Groth,Rainer Richter am Kammergericht

Hennemann,Heike Richterin am Kammergericht

Menne,Dr.Martin Richter am Kammergericht

Eilinghoff-Saar,Doris Richterin am Kammergericht

Wyes-Scheel,Dr.Claudia Richterin am Kammergericht

 

 

2016

Hallo Lisa!

 

Viele, viel zu viele, Geschichten und Anekdötchen aus der Welt Deiner väterlichen Familie kennst Du (noch) nicht. Einen großen Teil Deiner Angehörigen hast Du noch nie gesehen, geschweige denn kennengelernt.

Hier kommt eine neue Familiengeschichte zu Dir.

 

Vielleicht ahnst Du, dass Dein Papa der mit den wenigsten, den kürzesten und den grauen Haaren ist.

Das Silberpüdelchen des Geschwistertrios quasi.

Ich bin zudem noch der älteste, der erstgeborene von uns Dreien. Meine Schwestern, Deine Tanten, leben im WWW; das heißt: Weit-Weit-Weg. Gabi wohnt im Land der Frühaufsteher (Sachsen-Anhalt) und Christina hat es bereits vor Jahrzehnten ins Land der Franken (Bayern) verschlagen.

Allzu oft sehen wir uns nicht.

Nun habe ich im Stil eines bekannten Filmtitels eine WhatsApp-Nachricht in den Süden geschickt.

"Hallo Ihr Lieben,

ich weiß was Ihr vor 40 Jahren am 9.April gemacht habt!

Grüße Euer Briiderchen Bolle"

Nun, was meinst Du, Lisa? Ist den Beiden eingefallen was sie 1976 "gemacht" haben?

Na klar! Der Groschen fiel sehr schnell.

Christina und Gabi (Gabriele) waren Gäste auf meiner Hochzeit. Das ist nun schon vier Jahrzehnte her. Rubinrot.

Die Erinnerungen und Gratulationen zur Rubinhochzeit kamen prompt. Ja! Es war damals ein schönes Fest. Ausgelassen und fröhlich und voller Zuversicht. Das offizielle Schwarz-Weiß-Foto wirkt streng und läßt das kaum vermuten. Wir hatten damals sogar 2 x Polterabend, weil aus unserem, ach so klugen Plan, einen Ausruh`tag zwischen Polterei und Hochzeit zu legen, nix wurde.

In den folgenden Jahren haben wir den Hochzeitstag, eigentlich der persönlichste Tag im Leben, niemals vergessen. Mal gab es einen Blumenstrauß, mal einen Besuch im Friedrichstadtpalast zum "Riverdancing", mal einen von Annika organisierten Überraschungsbrunch mit vielen Gästen in ihrer Wohnung (Der "Üüüberraschung!!!s-ruf"als Rosi und ich nichts ahnend ankamen klingt mir noch heute in den Ohren) oder mal ein Hochzeitstag ganz in Ruhe und Zweisamkeit.

 

Nicht viele Paare schaffen eine derart lange Zeit des "Ziehens an einem Strang".

Unser erster Gast am 40.Hochzeitstag war ein Zwerg.

Enkel Maggie quirlte im Haus herum. Sogar die Sonne hatte dazu eine positive Meinung - und auch beim abendlichen Grillen mit Maggies Eltern, Freunden und unseren wachsamen Yorky - "Fußhupen" Sunny&Barny konnte kein Regentropfen den Tag und seinen schönen Anlaß trüben.

Ich/Rosi und ich sind stolz auf die vielen Jahre mit ihrem ewigen Auf und Ab. Klar, es war nicht alles und immer eitel Sonnenschein oder stets Friede, Freude, Eierkuchen (wär´ooooberlaaangweilig,oder?), aber es bleibt nicht wegnehmbares Leben, dauerhaft Erreichtes.

 

Zwei Kinder großgezogen, ihnen eine unbeschwerte Kindheit und Jugend ermöglicht, stehen sie heute voll im Leben, verheiratet, sorgen sie mit insgesamt sechs Kindern dafür das die Familie nicht kleiner wird - sind sie der größte Haben-(Plus-)Posten unseres Lebens.

 

In abenteuerlicher Reise haben wir (ganz ohne Hilfe von RTL oder sonst wenn) den Vater unseres Neffen Jean in Istanbul ausfindig gemacht und so seine kleine Familie zusammengeführt (Jean siehst Du übrigens auf dem obigen Foto ganz links).

 

Wir haben uns ein kleines Bild von der Welt gemacht, sind durch den Dschungel des Orinoco-Deltas gestapft, haben an Sonnenstränden die Seele baumeln lassen, haben jahrzehntelang gearbeitet, Krankheiten überstanden, Bäume gepflanzt, zwei Hunde aus Tötungsfabriken gerettet und ein Haus gebaut. Dein Papa schreibt jetzt noch an einem Buch.

Ob wir die Welt geändert haben? Ich glaube nicht. Doch ich weiß,wir gehören zu den vielen Redlichen.

Die gemeinsam überstandenen Krisen sind unser größter Stolz.

"Edel sei der Mensch,

hilfreich und gut;

denn das allein

unterscheidet ihn..."

ist ein humanistisches, philanthropisches Idealbild. Nicht jedermann und jedefrau kommt dem nah.

Die initiierte brutale Hetzjagd der deutschen Justiz und ihrer Kalfaktoren gegen mich, weil ich mich als Vater zu Dir und meiner Elternschaft bekenne, ist zwar noch nicht zu ende, aber sie vermag uns nicht zu brechen.Deshalb auch mein großes Dankeschön an meine Frau! Nicht zuletzt sie war es die Dir ein liebevolles Willkommen in Deiner väterlichen Familie ermöglichte bevor selbsternannte Kinderschützer ihr Zerstörungswerk begannen.

 

Ein Vorsatz erblickte am Abend der Rubinhochzeit doch noch das Kerzenlicht.

Sollte es das Leben weiter gut mit uns meinen, die Gesundheit altersstabil bleiben, tja, dann soll die Goldene Hochzeit nicht mehr nur still, besinnlich und dankbar begangen werde! Nein! Dann muss ein großes Fest Alt Karow erzittern lassen.

Nicht nur das meine Schwestern mit family anreisen, Anja, Annika, Schwiegersöhne und Enkel, Freunde und Bekannte sich mit uns treffen - nein, dann erwarten wir auch Dich,Lisa!

Die Tyrannei und Indoktrination des Bösen sollte Dir dann nichts mehr anhaben und Du kannst endlich (wirklich) frei entscheiden.

 

Das war mein gerichtlich verbotener Brief des Monats Mai 2016.

Es folgen noch 53 Briefe bis zu Deiner Volljährigkeit. Sag' nicht, "das klingt komisch"!

Zeit macht nur vor dem Teufel halt.

Für uns verfliegt sie geschwind.

 

Laß mal von Dir hören oder lesen.

Du bist groß genug!

 

 

Viele Grüße Dein Papa Bolle

Ostern 2016

Hallo Lisa !

 

Die gewaltige Kraft mit der der

Frühling den Winter bezwingt

ist für mich jedes Jahr erneut

beeindruckend.

Licht und Farben überwinden

allmächtig die Tristesse der

dunklen Jahreszeit so wie

das Gute uns vom Bösen und

seiner Elegie befreit,

mag es auch dauern bis

zu seinem Sieg.

Er ist gewiss.

Die Bilder sind keine Ablichtungen farbiger Postkarten für Dich, sondern bunte Grüße aus dem Berliner Norden, aus Karow "wo immer die Sonne scheint" wie Deine Schwester Annika gern zu sagen pflegt.

"Vom Eise befreit sind Strom und Bäche

Durch des Frühlings holden, belebenden Blick;

...

Zufrieden jauchzet groß und klein;

Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein!"

 

Na, kommt Dir das Gedicht bekannt vor?

 

Nicht nur einen langen und ausgedehnten Osterspaziergang, schöne und erholsame Osterferien und Feiertage wünscht Dir Deine väterliche Familie sondern ganz besonders ein Kraftauftanken durch den Genuß des Frühlings mit all seiner Lebensfreude.

 

Liebe Grüße

von Deinem einzigen und besten Papa Bolle

...der wie stets auf Deine Antwort wartet...

Berlin, 07.März 2016

 

Hallo Lisa !

 

Wie geht es Dir?

 

Fühlst Du Dich fit und kannst Du kräftig zu beißen?

Was machen Deine Beißerchen?

Die lachenden Zähne sind es, die einander beißen.

Kannst Du Deine "Hauer" problemlos in saure oder süße Apfel versenken?

Stehen alle Zähne dort wo sie hingehören, gerade und stramm, oder muß eine Zahnspange, lose oder fest, nachhelfen und Kiefer- oder Zahnfehlstellungen korrigieren?

 

Ich mache heute Zähne zum Inhalt meines Briefes.

Es gibt einen aktuellen Anlass dafür.

Man sagt, Zähne kommen und gehen mit Schmerzen.

Ich bin jetzt in dem Alter wo mich die ersten Zähne wieder

verlassen. Nach sechs Jahrzehnten mußte ich mich von den

unteren zwei Weisheitszähnen (Zahn Nummer 8 rechts und Zahn

Nummer 8 links) trennen. Beide lagen quer im Kiefer.

Der Abschied fiel mir schwer,aber die Ärzte sagten:"Es muß sein."

"Weisheitszähne können ganz schön blöd sein."

 

Ein Zahn, ein hohler, macht mitunter

Sogar die faulsten Leute munter.

 

Die YouTube-Animation (im Brief oben rechts) zeigt Dir,

völlig unblutig und schmerzfrei, was bei mir gemacht wurde.

Das ist nun schon zehn Tage her, doch immer noch "muckert" es

in den Wunden.

Es gibt bestimmt SCHÖNERES als einen Zahnarztbesuch.

Einen Trost habe ich aber:

Noch blicken mich keine Zähne aus dem Glas an.

Keine Haftcreme! Keine "Speichen"!

So soll es noch recht lange bleiben.

 

Hoffentlich bei Dir auch!

 

Deine Schwester Anja musste einige Jahre sogar eine feste Spange tragen.Das fand sie nicht toll - aber heute können wir sagen: Es hat sich gelohnt. Ihre Beißerchen , trotz Geburt von fünf Kinder, weiß und strahlend. Ob die Spangenerfahrung der Grund für Anjas Berufswahl war kann ich allerdings nicht sagen.

Eine kleine Anekdote am Rand meiner Weisheitszahn-OP gibt es dennoch:

Ich war in der Praxis für Oralchirurgie in der Deine Schwester vor vielen Jahren den Beruf einer Zahnarzthelferin erlernte. Und !!! Ich habe es fast nicht glauben wollen:

einige Schwestern konnten sich noch gut an sie erinnern - guter Azubi und tolle Fachkraft.

 

Apropos Beruf und Berufswahl.

Hast Du schon erste oder lange Vorstellungen von dem was Du ´mal werden möchtest?

Tja,so ist Dein Papa! Immer auf das Schlimme oder ?!

 

Für heute mache ich Schluß. Besser als ich es kann hat sich bereits vor viiiielen Jahren Wilhelm Busch zu Zähnen und Zahnschmerzen geäußert,

(Wenn Du mehr solcher lustigen Geschichten - nicht nur die von Max und Moritz oder vom hohlen Zahn - lesen willst, dann komm´ bei mir vorbei. In meiner Kindheit wurden mir große und dicke "Wilhelm-Busch-Alben" geschenkt.Fast ein halbes Jahrhundert haben die Bücher mich begleitet und jeden Umzug mitgemacht.Jetzt haben sie in der Schmökerecke auf dem Dachgeschoss ihren festen Platz - mit vielen anderen lustigen, spannenden, unterhaltsamen und lehrreichen Büchern.)

Zahnweh, subjektiv genommen,

ist ohne Zweifel unwillkommen;

doch hat's die gute Eigenschaft,

daß sich dabei die Lebenskraft,

die man nach außen oft verschwendet,

auf einen Punkt nach innen wendet

und hier energisch konzentriert.

Kaum wird der erste Stich verspürt,

kaum fühlt man das bekannte Bohren,

das Zucken, Rucken und Rumoren,

und aus ist's mit der Weltgeschichte,

vergessen sind die Kursberichte,

die Steuern und das Einmaleins,

kurz, jede Form gewohnten Seins,

die sonst real erscheint und wichtig,

wird plötzlich wesenlos und nichtig.

Ja, selbst die alte Liebe rostet,

man weiß nicht, was die Butter kostet,

denn einzig in der engen Höhle

des Backenzahnes weilt die Seele,

und unter Toben und Gesaus

reift der Entschluß: Er muß heraus! (Wilhelm Busch)

 

Viele Grüße sendet Dir Dein,

auf den Frühling wartender

Papa Bolle

 

 

 

 

 

 

 

 

Hallo Lisa,

ich wünsche Dir eine schöne Weihnachtszeit und erzähle Dir heute eine (meine) Geschichte zur Weihnacht

Dezember 2015

 

 

 

 

 

 

 

Eine abendländische Weihnachtsgeschichte

 

Zugegeben! Ich habe mich mordsmäßig erschrocken. Seitdem aus dem Dunkel die dürre Hand eines mürrischen Kauzes auf mich zukam und ein langer, knochiger Gichtfinger fast meine Nasenspitze berührte liebe ich 3D-Filme.

Zur Weihnachtszeit ist Disneys "A Christmas Carol" mit Jim

Carrey in der Hauptrolle mein absoluter Favorit.

Nicht ohne Grund hat sich die Mär von der erstaunlichen und

erbaulichen Wandlung des grantigen Geizkragens Ebenezer

Scrooge durch die Begegnung mit den Geistern der Weihnacht

einen festen Platz am Kaminfeuer in der Adventszeit erworben.

Wäre die folgende Geschichte eine mit eben solchen Ausgang

so müsste sie, wie heutigentags in Fernsehserien üblich,

durch einen Gastauftritt des geläuterten Mr.Scrooge eine

Aufwertung erfahren. Das Gute siegt und alles wird gut. Leider ist nicht alles gut und so muss auf die Mitwirkung des Ex-Grantlers genauso verzichtet werden wie auf die von Kaspar, Melchior und Balthasar.

Auch Ochs und Esel wollen in dieser neuzeitlichen Weihnachtsgeschichte nicht mitwirken, weil der gleichzeitige Auftritt mit den Professionen der Jugendämtler, Seelenklempner und Paragraphendeuter in einer Story für jedes Rindvieh und jeden ehrbaren Vierhufer eine Ehrverletzung und Beleidigung darstellen würde.

Überhaupt hat sich in den letzten zweitausend Jahren, seit sich der Mann der Josef aus Galiläa war mit seiner schwangeren Verlobten auf den Weg zur Einschreibung (Volkszählung) nach Bethlehem begab, manch wundersame Veränderung ergeben. So gibt es heute Computerprogramme die scheinbar mehr Menschlichkeit entwickeln als die für den Gedeih von Kindern verantwortlichen Statthalter. So kann in der Welt der Märchen das Auftauchen von Pebb§y nicht überraschen.

 

Doch im Mittelpunkt meiner Geschichte steht ein Mann, der nicht Josef ist und doch Vater eines wundervollen Kindes.

Eine abendländische Weihnachtsgeschichte in fünf Kapiteln.

 

Kapitel 1

 

Es war einmal in einer großen Stadt des Abendlandes.

Die letzten Tage des Sommers waren gezählt als ein Mann, der nicht Josef hieß, Vater wurde.

Es war das dritte Mal in seinem Leben.

Die letzte Stunde des Tages brach an. Der Himmel hatte bereits Feierabend gemacht, das Mondlicht ausgeknipst und die Wolkendecke zugezogen. Selbst das Licht des Sterns von Betlehem hätte keine Chance mehr die Nacht zu erhellen. Der Mann hatte sich beeilt. Keine zwei Stunden waren seit dem Erhalt des Anrufs vergangen. Die Straßenbeleuchtung in diesem Teil der Stadt war spärlich. Der hochgewachsene Baumbestand lieferte die passenden Schatten. Auf einem Messingschild konnte er "Park-Sanatorium Dahlem" entziffern.Das war sein Ziel. Mitnichten ein Stall. Altehrwürdig lagen Park und Gemäuer im fahlen Lichtschein der Nacht.

Das war zweifelsfrei ein Kontrast zu dem Licht das das Kind kurz zuvor erblickt hatte. Weiß und kalt wurde es im Operationssaal von der Welt begrüßt. Das scharfe Skalpell noch blutig vom schnellen Schnitt, der zuvor gewünscht und geplant war.

 

Der Mann, der nicht Josef war, überwand mit jedem Schritt zwei Stufen der ausladenden Eingangsempore.

 

Dann stand er vor ihr - seiner dritten Tochter. Ein gesundes Baby. Schon zwei Stunden nach der Geburt hübsch. "Alles dran", meinte verschmitzt eine Krankenschwester. Der Mann war sich des dritten Wunders seines Lebens bewusst.

Friedlich lag das Kind im Arm der Mutter. Der Vater gratulierte artig, berührte zaghaft die Hand der Tochter und flüsterte "Ich bin immer für dich da." Sein Gesichtsausdruck drückte Stolz, Lebensfreude und Zuversicht aus. Der Makel des Kindes war nicht sichtbar. In dieser Nacht wurde zudem kein Gedanke an Ochs und Esel, Robe und das apokalyptische Trio des Kinderinfernos Jaga, Psycho und Advokat verschwendet. Gold, Weihrauch und Myrrhe wurden nicht vermisst.

Das Neugeborene hatte Mutter und Vater und wurde geliebt.

Die folgende Nacht war kurz, der sich anschließende Arbeitstag anstrengend.

 

Der nächste Tag war hell.

Die Sonne zeigte sich öfter. Der Anblick des sattgrünen Rasens vor dem Sanatorium erfreute jedes Besuchers Augen. Der Duft der üppig blühenden Blumen die den Weg säumten vermischte sich mit den des bunten Straußes den der Vater zu Mutter und Kind brachte.

Beim Betreten des Zimmers der Wöchnerinnen wusste er "alles wird gut - alles ist gut!". Die Mutter war "über'n Berg" der Schnittentbindung, das Handy klebte bereits wieder am Ohr. Der erst vor wenigen Stunden angekommende neue Erdenbürger war frisch gewindelt und roch dezent nach Babyöl.

Behutsam nahm der Mann, der nicht Josef war, seine Tochter auf den Arm. Das Kind öffnete die Augen und sein Vater meinte es würde ihn anlächeln.

 

Kapitel 2

 

Es folgten die üblichen Wochen des Lebens mit einem Neugeborenen. Der Vater arbeitete, zahlte an die Mutter und war so oft es ging sorgend beim Kind. Er wusste,das er außer Stillen alles konnte, genauso und sogar besser als des Kindes Mutter. Bereits zweimal hatte er sich bewährt.

Das erste Weihnachtsfest des Kindes war geprägt von Fläschentrinken, dem Wechseln der Windeln, Schlafen und gesunder Gewichtszunahme. Die

Anwesenheit von Vater und Mutter nahm es unbewusst wahr.

Es galt das Wort des Vaters. Er war für sein Kind da,

er war präsent und ging den nicht einfachen Weg der

Eltern die getrennt leben. Das Kind spürte die Liebe

und Zuneigung Beider.

 

Als genug empfand die Mutter das nicht.

 

Für sie war die Gesamtsituation unbefriedigend.

Was sie selbst begehrte und aufgrund der

Trennung vom Vater,der nicht Josef hieß, entbehrte

sollte auch das Kind nicht erhalten.

Den gemeinsamen Elternweg mochte sie nicht beschreiten.

Fortan wurden Absprachen schwieriger und die Forderungen an den Mann, der zu seinem Wort stand, größer und anmaßender. Einschränkungen reihten sich aneinander. Von der Taufe des Kindes wurde der Vater ausgeschlossen. Zum ersten Geburtstag der gemeinsamen Tochter erreichte ihn eine Einladungskarte mit dem einleitenden Worten "Obwohl Du es nicht verdient hast..".

Es war der erste und zugleich letzte Kindergeburtstag an dem Papa gratulieren und die Lütte knuddeln durfte.

Während der Mann, der nicht Josef war, noch grübelte warum er die Liebe der Tochter nicht verdient hätte nutzte er jede Chance dem Kind nah zu sein. Er war kein Vater der sein Kind verlässt.

Zuverlässlich und stark assistierte er der Tochter als sie schwankend wie Popeye die ersten Schritte machte. Jedes Mal wenn ihm fortan Audienz gewährt wurde schenkte seine Jüngste ihr strahlendstes Willkommenslächeln. Die aufrichtige kindliche Freude ließ ihn das von der Mutter ausgesprochene Wohnungsverbot und weitere Bevormundungen hinnehmen. Erst allmählich begriff er, das seine Tochter einen unsichtbaren Makel besaß.

Sie war ein Kegel und er rechtlos.

 

Kapitel 3

 

Getäuscht von der medialen Selbstdarstellung der "Schergen des Königs Herodes" wandte sich der Mann, der leiblicher Vater des Kindes ist, an Vertreter des Jugendamtes und öffnete so die Büchse der Pandora.

 

Es begab sich sodann, das durch die unbewachte Pforte zur Unterwelt Heerscharen von Monstern, allen voran das apokalyptische Trio der Familienvernichtung aus Jugendamt, Psychologen und Rabulistikern, entwichen. Das teuflische Inferno, welches dereinst Ritter, Tod und Teufel nur nach langen Ringen anzurichten vermochten, vollbringen die geistigen Brandstifter einer sogenannten Helferindustrie heute zügig und mit staatlicher Beihilfe. Ungehindert leben sie Allmachtsphantasien und ihre dunkle Seite zu Lasten von Kindern und ihren Vätern aus, während sie für das allgemeine Volk den Sirenen gleich ein gar lieblich süßes, betörendes Lied vom Kindeswohl und seinen hehren Beschützern singen.

Für Vater,Mutter,Kind indes glich der Gesang eher dem heisernen Gekrächze von Hähnen die vermeinen, das ihretwegen des Morgens in der Früh die Sonne aufgehe. Bei Hähnen ist diese irrige Annahme und das morgendliche Krähen verständlich, droht doch sonst der Kochtopf - der Anwaltsschwemme und Helferindustrie indes einzig die Trennung von den (Aus-)Zahltöpfen der Statthalter.

Selbst wenn die Familie den Streit intern beigelegt hätte verstummt wären die falschen Sänger nicht.

 

Für den Mann, der nicht Josef war, begann ein langes und zähes Ringen während die verbleibenden Möglichkeiten der Beziehungspflege zur Tochter schneller schmolzen als Restschnee in warmer Märzsonne. In dem Umfang wie sich das wachsende Wohlfühlen des Kindes beim Vater offenbarte erstarkten die Gegenkräfte die das Ausleben des Liebesbedürfnisses verhinderten.

Die Mutter mietete sich auf Kosten der Staatskasse einen Anwalt und das Hauen und Stechen bei Gericht nahm seinen Anfang.

Jeder Jurist weiß, dass nicht nur Benzin ein Brandbeschleuniger ist.

Seelenklempner mit und ohne Diplom, stets jedoch mit wohlklingenden Titeln wurden hinzugezogen, ganz so als ob die Eltern geisteskrank wären, nur weil sich sich in der Frage der Regelung des Umgangs des Kindes mit seinem Vater nicht zu einigen vermochten.

Gutachter, die als Schlechtachter ihre Honorare maximierten, gaben ihrem zweifelhaften Tun den Anschein von Sinn indem sie hunderte Seiten Papier beschrieben.

Robenträger produzierten Kosten und Beschlüsse und stimmten in den Kanon des wohligen Kindeswohl-Singsangs ein. Die Strophen von der Gehaltspfändung des Vaters, der Kontosperrungen und dem Treffen mit Gerichtsvollziehern waren besonders lyrisch. Das Versmaß bei Strafanzeigen, einstweiligen Verfügungen und der Nutzung des Gewaltschutzgesetzes wurde indes verlängert. Ganz so, als ob das Gewaltschutzgesetz Gewalt verhindern würde statt selbst zu sein.

 

So stand denn auch nicht das Kind im Mittelpunkt der familiengerichtlichen Verfahren sondern stets der Vater und seine Entsorgung. Der Mann, der nicht Josef war, blieb unbeeindruckt, sodass der Vorwurf des Querulantentums eine Steigerung durch Kriminalisierung, dem Vorwurf des Stalking und der Unterstellung einer Persönlichkeitsstörung (egal ob mit Cluster-Einstellung nach DSM-5 oder ICD-10) erfahren musste, damit "endlich" der erste, gleich mehrjährige Ausschluss des Umgangsrecht von willigen Richtern verfügt werden konnte, während sie ihre Hände mit unschuldiger Miene in den Meinungen der Kindeswohlfrevler wuschen.

Die Würde des Vaters ist bei Gerichten des Abendlandes antastbar.

Ein Ringen um eine Konfliktlösung bestimmte das Handeln von mehr als 40 Richtern, 4 Gutachtern, mehreren Anwälten der Mutter, Mitarbeitern des Jugendamtes und Diplom-Psychologen jeder Coleur so wenig wie das vielgepriesene Kindeswohl.

Die nächsten Weihnachtsfeste des Kindes waren vaterlos.

 

"Weihnachten ist wohl eher ungeeignet um einen Kontakt zwischen Vater und Kind zuzulassen" offenbarte weise ein Jugendamtmitarbeiter dem Gericht.

Wäre der Mann, der nicht Josef ist, Ali Baba und hätte er es einzig mit 40 Räubern zu tun gehabt, fürwahr er wär´ dem Kind als Vater erhalten geblieben.

So aber starben nicht die Räuber und bald äußerte das Kind den Wunsch, der Vater möge tot sein.

Die Erfolge der professionellen Kräfte der Helferindustrie und die von ihnen geführten Marionetten in schwarzen Roben setzten sich mit der Aneinanderreihung weiterer Kontaktverbote des Kindes mit dem Vater fort.

 

Väterliche Weihnachtsgrüße im Internet oder über das Väterradio erreichten in den nächsten Jahren das Kind sowenig wie Briefe, Karten oder Geschenksendungen.

Beim Krippenspiel seiner Gemeinde übernahm das Kind, das keinen Vater mehr haben durfte, die Rolle des Josef.

Der Vater, der nicht Josef ist, hat Weihnachtsfeste erlebt die besinnlich waren und die Familie zusammenschweißten. Seine erwachsenen Töchter mögen diese Erinnerungen nicht missen.

Von den 13 Festen der Geburt Jesu die das Kind des Mannes der nicht Josef ist bislang feiern konnte entfallen ca. zweieinhalb Stunden auf ein Zusammensein mit der väterlichen Familie am zweiten Weihnachtsfeiertag vor neun Jahren.

Die Zeit reichte für ein (fehlerfrei aufgesagtes und auf Video festgehaltenes) Gedicht, ein gemeinsames Lied und die Bescherung mit Schwester, Vater und dessen Frau.

Es war der schönste Puppenwagen der Welt mit der niedlichsten Babypuppe den das Kind erhielt.

Ob diese Erinnerungen dem Kind tatsächlich genommen werden konnten, fragt sich dessen Vater vor dem Weihnachtsfest 2015.

 

Ein erneuter Versuch für sein Kind da zu sein scheiterte. Der gerichtliche Veitstanz endete mit einem Speeddating der besonderen Art.

Das vom Vater nicht verlassene Kind will keinen Kontakt mit ihm haben.

Das Warum vermag es nicht zu beantworten.

Selbst Ochs und Esel im Bethlehemer Stall wären hier entsetzt.

 

Warum wird dem Kind Hilfe verwehrt?

 

Was dem Vater bleibt ist penetrante Zuversicht.Wann wenn nicht am höchsten Feiertag ist die Chance auf Versöhnung, Liebe und Menschlichkeit am größten, egal wie viel grantige und menschenverachtende Nachfolger von Ebenezer Scrooge sich in Ämtern, Behörden und Gerichten tummeln.

"Die bloße Mahnung an die Richter, nach besten Wissen und Gewissen zu urteilen, reicht nicht. Es müssten auch Vorschriften erlassen werden, wie klein das Wissen und wie groß das Gewissen sein darf. " (Zitat:Karl Kraus)

 

Kapitel 4

 

Es begab sich zu der Zeit als der Mann, der nicht Josef war, und von seiner Tochter getrennt wurde, dass in der großen Stadt des Abendlandes eine neue Generation von Richtern an Familiengerichten heranwuchs.

Böse Zungen behaupten zwar, das Quotierungen unqualifizierten und empathiefreien Nachwuchs in die Gerichtssäle spülte. Doch die junge Frau, die den Fall des Nichtjosef und seiner Tochter künftig betreuen soll, war ehrgeizig und im Besitz eines Doktortitels. Es handelte sich zwar nicht um den Titel eines Doktors der Medizin oder eines Doktors einer Wissenschaft (das rabulistische Durchdringen von Begrifflichkeiten hat wohl wenig mit Science gemein), aber immerhin.

Nun hatte sie sich bemüht, mit dem Totenreich befasst, dem Vater gedankt und ward (zunächst auf Probe) Familienrichterin, die schlicht beweisen wollte, mit der Quote nichts gemein zu haben.

Mit Recht durfte sie auf den Doktor vor ihrem Namen stolz sein.

Eine Heirat und die Geburt des ersten Kindes vervollkommneten das private Glück.

Was gibt es Schöneres als Mutter zu sein?

Was ist erhabener als als Familienrichterin Gutes zu tun? Nicht die Spende für Kinder in Not sollte ihr Wesen ausmachen sondern die direkte wohlwollende Hilfe für Kinder im Gerichtssaal.

Eingehüllt in schwarzen Stoff mussten außenstehende Dritte von ihr Kompetenz erwarten.

Was sie indes lieferte waren einstweilige Anordnungen und Beschlüsse mit Textbausteinen so altbacken wie plagiatsverdächtig.

 

Ein erkennbarer Generations- oder gar Paradigmenwechsel ließ sich mit ihrer Person nicht verbinden. Mit ihrer Arbeit sorgte sie nicht unwesentlich dafür, dass sich diese Weihnachtsgeschichte in die der traurigen Märchen, wie die vom kleinen Mädchen mit den Schwefelhölzern, einreiht.

Aber: die Berufstarterin und Jungrichterin war angekommen, sie schwamm im Tross und war anerkannt.

 

Kapitel 5

 

Jetztzeit.

Das Leben ist Veränderung pur. Die Wandlungen und Variationen der Feier der Geburt Jesu Christi bestätigen diese Aussage. Einzig nicht zu akzeptieren ist der Versuch Weihnachten zu einem vaterlosen Fest zu machen um/und Familien zu zerstören.

Im abendländischen Raum prägen und wandeln mannigfaltige regionale Bräuche das Christfest und die Art seines Begehens. Sogar Atheisten lassen sich "ihr" Weihnachtsfest nicht nehmen. Einzig Gänse haben gegen die Art und Weise der Festgestaltung Einwände.

Nicht jede von ihnen wird "begnadigt".

 

Neben neueren Traditionen wie Weihnachtsbaum, Geschenke oder Kartoffellsalat mit Würstchen hat sich die Firmen- oder Betriebsweihnachtsfeier, trotz eines oft zweischneidigen Rufs, etabliert.

Für die einen ein Graus und notwendiges Übel, für die anderen der lange erwartete Höhepunkt des Arbeitsjahres, die heißersehnte Partynacht, sind die Firmen- und Betriebsweihnachtsfeiern ein Muss, piepegal ob geliebt oder gehasst.

Diese Form des Feiern kann zum Karriereschub oder zum Karriereknick führen. Mit der urigen Weihnachtsbotschaft haben sie oft nichts gemein. Ob fleißig gearbeitet, getratscht, wegdelegiert oder gemobbt wird - irgendwie tragen Firmenfeiern zu einem guten Betriebsklima bei.

 

Ein solches Klima wird, allein schon aufgrund des Arbeitsgegenstandes, auch in den Trutzburgen des Familienunrechts für wünschenswert angesehen und so kommen die kleinen Gehälter der Registraturen und Justizbeschäftigten einmal im Jahr mit den Rechtspflegern und Trägerinnen schwarzer Roben (weisungsgemäß) gemütlich zusammen, treffen sich Frischlinge und Friedhofsgemüse beim Punsch.

 

Auch im Amtsgericht unserer Geschichte lief sich die Jahresendfeier warm,

die Selbstloborgie zur Partyeröffnung war "gegessen",

der Alkohol spendierte den ersten Wangen bereits ein kräftiges Rot,

es wurde gefachsimpelt und angegeben.

Die junge Frau, die für den Fall des Mannes der nicht Josef ist, als Familienrichterin verantwortlich zeichnet konnte gedanklich nicht abschalten. Berufsanfängern passiert das öfter und schwupps liegen sie mit den (Akten-)Problemen der Arbeit daheim im Bett.

Hast du nicht irgendetwas vergessen? Ein Häckchen hier, eine Paginierung dort?

Wollte der Vater des Kindes, der eigentlich ordnungsgemäß entsorgt schien, nicht seiner Tochter einen Brief zum Weihnachtsfest schreiben?

Ein entsprechender Antrag war anhängig.

 

Na klar,schoss es der Jungrichterin durch den Kopf, aber das darf nicht sein.Das muss abgelehnt werden! Jetzt und schnell!

 

Die junge Frau griff sich ihre Handtasche, trank den letzten Schluck Glühwein und machte sich, in der Hoffnung das ihr Verschwinden nicht weiter auffallen würde, auf den Weg zum anderen Ende des Gerichtsgebäudes, zu ihren Arbeitszimmer.

Noch außer Atem vom schnellen Lauf durch das leere Gebäude ließ sie sich in den Arbeitssessel fallen und schaltete gewohnheitsmäßig den Computer an.

Von irgendwoher war leise ein Weihnachtslied zu hören."Ihr Kinderlein kommet".

 

Das Hochfahren des Computers dauert aber wieder, dachte sie und erschrak zugleich, weil rechts oben auf dem Monitor ein heller Fleck pulsierendes Licht abgab.

"Warum hast du dem Kind nicht geholfen?"

Sie drehte sich um.

Außer ihr war niemand im Zimmer. Woher also kam die Stimme?

Vielleicht war ein Glühwein schlecht oder ich habe mir einen Tinnitus eingefangen.

An den PC´s der Richter sind keine Lautsprecher angeschlossen.Zufrieden mit dieser beruhigenden Erkenntnis atmete sie kräftig durch und griff die Akte, die den Fall des Mannes der nicht Josef ist, beschreibt.

Als sie sich in den Vorgang einlesen wollte ertönte die unbekannte Stimme erneut.

"Hallo! Ich bin Pebb§y, dein Computerprogramm und kann mehr als das ITDZ behauptet."

Wie zur Untermalung des Gesagten wurde der Fleck auf dem Bildschirm größer und pulsierte synchron mit den Worten.

Die Richterin wusste, dass Pebb§y die Bezeichnung für das, von ihr gehasste, Personalbedarfsberechnungssystem ist und das das IT-Dienstleistungszentrum der Behörden mit Dienstleistung wenig am Hut hatte.

Die Frage, wie das mit Pebb§y überhaupt funktionieren kann, stand im Raum als sie hörte.

"Warum hast du dem Kind nicht geholfen?"

"Ich wollte ja," begann sie sich zu rechtfertigen,"aber die Mutter wollte nicht, der Anwalt der Mutter wollte nicht, der Angestellte vom Jugendamt wollte nicht, die Beiständin und der Gutachter lehnten ohnehin den Vater für das Kind ab. Das Kind sollte zur Ruhe kommen.Aber, warum soll ich darauf antworten?"

 

Aus dem Off war eine andere,dunklere Stimme zu vernehmen.

"Weil Weihnachten ist und die Ruhe eines Friedhofs für eine Heranwachsende schädlich."

 

Trotzig wiederholte die Richterin:"Warum soll ich antworten?

Ich steh´nicht vor Gericht.

Ich bin die Richterin.Ich!"

"Genau! So ist es auf meiner Platine gespeichert."reagierte Pebb§y in Echtzeit,"Die Richterin ordnet Kontakte zwischen Vater und Kind an und das Kind ist befreit vom Loyalitätskonflikt mit der Mutter. So ist zu helfen! Auch wenn du die Erste bist die in diesem Gericht so arbeitet."

 

Die ferne Weihnachtsmusik war verklungen. Jetzt war der Gesang einer rauchigen Frauenstimme zu vernehmen.

Sag mir wo die Kinder sind,

wo sind sie geblieben

Sag mir wo ihr Lachen blieb,

was ist geschehen?

Sag mir wo die Kinder sind,

Mütter erbeuteten sie geschwind.

Wann wird man je verstehen,

wann wird man je verstehen?

 

Die Richterin wollte dem unbekannten Text weiter lauschen als Pebb§y fragte:

"Sind deine Beschlüsse für fremde Kinder auch für dein eigenes geeignet? Komm´ ich zeig dir was bei der Entfremdung von Kindern, dem Fehlen von Vätern in ihrem Leben passieren kann.

Schau auf deine Arme!"

Fast gehorsam senkte die junge Mutter die Augen.

Sie sah und erkannte die Arme ihres Kindes die mit Wunden vom Ritzen und Schneiden übersät waren.In ihrer Ausbildung hatte sie solche Bilder im Rahmen einer kurzen Unterrichtung über selbstverletzendes Verhalten gesehen.

 

"Blick weiter auf die Arme",orakelte die Software. Jetzt steckte eine Spritze im Fleisch und die Hand hielt ein vollständiges Fixerbesteck aus Spritze, Löffel, Streckschlauch und Feuerzeug.

 

"Was hält dein Kind für ein Papier in der Hand?" Die Richterin erkannte einen Haftbefehl wegen Raub und rief:"Hör´auf!"

Pebb§y trug monoton vor: "gelesen in der Neuen Zeitschrift für Familienrecht (NZFam) 21/2015 vom 06.11.2015 Z: 989 – 995 von Prof. Dr. med. Ursula Gresser:

„Kontaktverlust zu leiblichen Eltern führt unabhängig vom Lebensalter des Kindes bei Beginn und der Dauer des Kontaktverlustes zu einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von schweren Depressionen, Angststörungen, Panikstörungen, Alkoholabhängigkeit, Drogenmissbrauch, Drogenabhängigkeit und Phobien. Kontaktverlust zu Mutter bzw. Vater bewirken beide erhöhte Erkrankungsrisiken mit unterschiedlichen Risikokonstellationen.

Die Folgen können lebenslang anhalten. So führte z.B. Kontaktverlust zu einem Elternteil durch Trennung – nicht aber durch Tod - zu einem erhöhten Risiko, an einer Alkoholabhängigkeit zu erkranken.“

 

"Hör doch endlich auf,"stöhnte die Richterin, nachdem sie mehrfach vergeblich versucht hatte den Ausschalter für den Computer zu betätigen,"heute wird das nix mehr mit der Zurückweisung des Antrages des Vaters auf Erlaubnis der Tochter schreiben zu dürfen."

 

Ist das das Ende unserer Geschichte?

 

Gewiss nicht. Es gibt viele Väter, die nicht den Namen Josef tragen, und es steht viel Geld und Gier auf dem Spiel das die Monster der Kindeswohlbegriffsdeutung daran hindert in die Büchse der Pandora zurückkehren.

Noch auf lange Zeit ist das Licht der Weihnacht im Abendland des Mutterkultes durch eine schwarze Phalanx von Kindeswohlfrevlern verdeckt.

Der Mann, der nicht Josef ist, und seine Tochter sind nicht gestorben.

Sie leben noch.

Das Licht der vergangenen Weihnacht konnte sie nicht erreichen.

 

Wie das familiengerichtliche Verfahren ausgehen wird kann demnächst auf sorgerechtapartheid.de nachgelesen werden.

Es stimmt, das das Leben ständigen Veränderungen unterliegt.

Eine Zahnarztpraxis heißt heutzutage manchmal Zahnerhaltungspraxis. Sollte dereinst im Kopfbogen von Beschlüssen unserer Familienrichterin statt Amtsgericht Elternerhaltungsgericht stehen wäre für das Wohlergehen von Kindern viel getan und manch einer der diese Geschichte von der abendländischen Weihnacht las mag annehmen, das der Geist von Pebb§y... äh..,der Weihnacht erneut Gutes bewirkte.

Statt dem Aufdruck der Kampagne be Berlin würde Briefen des Familiengerichts künftig die Worte Allen Kindern beide Eltern als Stempelaufdruck besser zu Gesicht stehen,

meint der Geschichtenerzähler Papa Bolle

mit besten Wünschen für eine friedliche, besinnliche Weihnacht im Kreis der Familie

 

(dieses Lied war im Arbeitszimmer der Richterin zu hören, der Text sehr frei angelehnt an den Marlene Dietrich Song: Sag mir wo die Blumen sind

Sag mir wo die Väter sind,

müssen zahlen, dürfen das Kind nicht sehen,

Wann wird man je verstehen?

 

Sag mir wo die Mütter sind,

entsorgten Väter so schnell es ging.

 

Sag mir was von Eltern bleibt,

wird einer rechtlich kalt gestellt.

 

Sag mir wo die Frevler sind

die Kinder gönnen das Lachen nicht.

Sag mir warum das Geld nur zählt

und nicht das Wohl der Kinder.

Sag mir wo die Kinder sind,

Sag mir wo ihr Lachen blieb,

was ist geschehen?

Sag mir ob sie glücklich sind,

nachdem der Vater musste fort.

 

Ergänzende Infos:https://de.wikipedia.org/wiki/

Where_Have_All_the_Flowers_Gone

 

 

 

geschrieben: 14.Dezember 2015

von Gert Bollmann

 

 

 

 

Adventszeit 2015

 

Hallo Lisa,

 

da schreibt einer vom Amt an das Familiengericht:

"Weihnachten ist eher ungeeignet für einen Umgangskontakt zwischen Vater und Kind."

 

Als vaterlos Aufwachsende übernimmst Du die Rolle des Josef im Krippenspiel Deiner Kirchengemeinde.

 

Und da leistet eine altkluge Richterin frevelhafte Beihilfe um Dich von mir fernzuhalten.

 

Was vermögen meine Briefe an Dich gegen Betonköpfe auszurichten die einen antiväterlichen "Schutzwall" errichten??

Wann, wenn nicht jetzt in der besinnlichen Adventszeit stehen die Chancen besser für die Beseitigung von Feindbildern und das Beenden von Fehden, deren Anlass im Dunkel liegt und einem selbst seit Jahren zum Nachteil gereichen.

Meine stets ausgestreckte Hand, meine, in unbeirrlich - liebevoller Penetranz an Dich gerichteten Briefe haben bereits jetzt (und mit zunehmender Wirkung für Dein künftiges Leben) ein wichtiges Ziel erreicht.

Du wurdest von mir nicht verlassen.

Dieses Wissen gibt Dir Kraft und Zuversicht beim Meistern des Lebens.

 

Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit stellt sich doch

die Frage warum in Friedenszeiten viele Kinder

vaterlos aufwachsen müssen.

Herodes ist schon lange Vergangenheit... und,

Du kennst die Weihnachtsgeschichte gewiß

besser als Dein atheistischer Papa.

Schau Dir den beigefügten Clip an.

Was meinst Du?

 

Lisa, ist die Zeit nicht reif miteinander Kontakt aufzunehmen? Du kannst Schreiben und Lesen. Du hast eine eigene Meinung und bist garantiert neugierig auf die andere Hälfte Deiner Familie, Deinen Papa, Deine Schwestern, Deine Nichten, und, und...

Nicht nur, das Du mir beim weihnachtlichen Schmücken des Hauses hättest helfen können.Vor vielen Jahren hast Du mit mir, mit lecker Leidenschaft und Spaß Muffins gebacken.

Was glaubst Du könnten wir heut'

aus Mehl, Milch und Eier zaubern?

Ist das eventuell ein Thema für den

Beginn eines gegenseitigen

Briefwechsels oder hast Du gar andere

Themenvorschläge?

 

Auf jeden Fall wünsche ich Dir eine

anheimelnd schöne Zeit des Jahresendes!

 

Was machen eigentlich Deine

Sangeskünste ?

Das ich ein Brummbär bin fällt Dir

spätestens wieder ein solltest Du

Dir unsere Filmaufnahmen

vom Weihnachtstag vor mittlerweile neun Jahren anschauen...

 

Es grüßt herzlich

Dein Papa Bolle

 

„Wann, wenn nicht jetzt? Wo, wenn nicht hier? Wer, wenn nicht wir?“

John F. Kennedy

 

 

 

 

Berlin, 01.November 2015

Hallo Lisa,

 

wenn Du über die Blankenburger Chaussee nach Karow kommst , ob nun zu Fuß, mit Fahrrad, Bus oder auf dem Pferd, hast Du die große,lärmende Stadt mit ihren Häuserschluchten im Rücken.

Die unscheinbare Brücke über die Gleise der Regionalbahn ist quasi der Eingang zu unserer Siedlung. Du solltest hier kurz verschnaufen und den Blick von der Brücke genießen.Weit im Osten kannst Du bei klarem Wetter die Skyline von Ahrensfelde sehen.

Ein Blick nach unten ist aber auch nicht ganz ohne.

Unter Deinen Füßen kannst Du einen stark verblassten Schriftzug entziffern.

 

 

"Willkommen im Auenland."

 

Dann schau voraus über die Bäume und Du kannst

erahnen, was der Fan von Tolkiens Mittelerde beim

Blick über die kleine Karower Siedlung fühlte.

Bei uns leben zwar keine Hobbits und die Filmwelt

des "Herrn der Ringe" ist gewiss bunter und phantastischer,

aber auch bei uns ist es urig und es lässt sich gut leben.

 

 

Wenn Du nach der kleinen Pause weitergehst ist es egal, ob Du die Straße mit der Nummer 47 oder der 45 nimmst.Dein Weg führt Dich stets zur Straße 49.

Du hast Dir bei Deinem bisher einzigen Besuch vor mehr als drei Jahren gemerkt, das der einzige weiße Zaun in diesem Teil der Straße zu meinem Zuhause gehört. Inzwischen ist der Rosenbogen vollständig bewachsen, die Koniferenhecke steht prächtig und auch die beiden Harlekinweiden vor´m Zaun, von mir in Handarbeit in Topform geschnitten, haben eine stattliche Größe erreicht.

Nun tritt ein Lisa!

Du bist daheim.

Hinter dem weißen Zaun bis Du nicht fremd. Hier kannst Du die Antwort auf Fragen, Deine andere Hälfte, Deine Wurzeln,... finden.Das ist der beste und bequemste Weg zu Deiner väterlichen Familie, die nicht ganz so klein ist ...

Hab´keine Scheu ! Wir wurden fremd gehalten - sind es jedoch nicht.

Das ein Briefeschreiber auch auf Antworten hofft brauche ich wohl nicht anzuführen.Also, überrasch´mich!

 

Mit einer kleinen und (!) wahren Geschichte über einen falschen Lumpen möchte ich das heutige Begrüßungsschreiben abrunden.

Ich habe einige Jahre mit Günter zusammen gearbeitet. Fast täglich verbrachten wir acht Stunden in einem Zimmer vorm PC. Günter war auch Vater, er war ein bissel älter als ich, er war ein bissel bärtiger als ich und er ging vor mir in die Freistellungsphase der Altersteilzeit. Wir verstanden uns gut. Nicht nur beim Fachsimpeln über Autos, Gartenarbeit oder Computerspielereien und dem Austausch "schräger" Witze besaßen wir eine "Wellenlänge". Günters Lebensgeschichte war nicht nur von "Jux und Tollerei", Spiel,Spaß und Glücklichsein gekennzeichnet.

Er wuchs als Einzelkind in einem 2-Frauen-Haushalt (Oma und Mutter) auf. Fragen nach dem Vater wurden ihm nicht beantwortet bzw. mit dem Satz "der ist ein Lump" abgetan.

Soweit - so schlecht. Günter war also ein Lumpensohn.

Als sich seine Stimme bereits dem Stimmbruch näherte war ´mal wieder eine familiäre Festlichkeit angesagt. Alle waren ausgelassen. Die angeheiterten Verwandten sprachen seine Mutter auch auf Günters Vater an. Noch bevor diese jedoch antworten konnte krähte Günter vorauseilend und in Erwartung von Beifall lautstark los:

"Ach ne! Das ist ein Lump!Ein Lump,ein Luhuhuhump!"

 

Ob Günter für diesen Einwurf Beifall erhielt erzählte er mir nicht. Gemerkt hat er sich allerdings, dass ihn einige Tage später ein Onkel beiseite nahm und sagte "Günter, Dein Vater ist kein Lump.Du kennst ihn nicht."

Jahre vergingen.Günter heiratete.Er wurde Vater.

Günter heiratete ein zweites Mal und wurde wieder Vater.

Irgendwann wollte er seine Wurzeln finden und machte sich auf die Suche nach seinem "Lumpenvater".

Er fand ihn nicht mehr lebend - und so blieb sein Vater der ewig Unbekannte.

 

Die alleinlebende Mutter betreute er jahrelang anlassgemäß und sporadisch.

Dauerhaft stand der unbekannte Lump zwischen ihnen.

Wie es sich für einen "guten"Sohn gehört, brachte er seine Mutter ordnungsgemäß unter die Erde.

 

Während der gemeinsamen Zeit auf Arbeit erlebte ich Günter als verlässlichen und guten Vater der seinen damals in Passau Jura studierenden Sohn auf alle erdenkliche Art und Weise, von der Durchführung des Umzugs bis zu "futtermässiger" Stütze, zur Seite stand.

2009 trennten sich dann unsere beruflichen Wege...

 

Am Montag fängt in Berlin die Schule wieder an.

Lisa,ich wünsche Dir einen guten Start

und verbleibe herzlich

Dein Papa