verbotene Briefe 3 - 2018


Die zwischen Vätern und Kindern praktizierte Apartheid,

stellt wohl das größte Skandalon unserer wohlständigen Gesellschaft dar. (Raoul Schrott)

Sorge-

rechtapartheid


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verbotene Briefe 3

(von Januar bis Dezember 2018)

Für die einen nur unbedeutende Geschichten eines alten weißen Mannes,

sind die "verbotenen" Briefe an meine Tochter Lisa ein Beitrag zur Identitätsfindung und

für mich ein Mittel im Kampf gegen meine Auslöschung als Vater.

...auch in diesem Jahr gilt:

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Dezember 2018

noch 21








   

Meine fremde Tochter!


Liebe Lisa,


ich wünsche Dir eine schöne Weihnachtszeit und komm´gut und gesund in das neue Jahr.


Mit einem ganz besonderen Weihnachtswunsch habe ich mich an Menschen gewandt die Menschlichkeit leben und vielleicht sogar den Geist der Weihnacht verinnerlicht haben.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass Du auf einem ungewöhnlichen Weg Grüße von mir erhälst und so das Gefühl erleben darfst einen Vater Dein eigen zu nennen, der Dich liebt und, allem Unbill zum Trotz, fest an Deiner Seite steht.


Das kann ein Moment unseres beiderseitigen Glücks, ein echtes Weihnachtswunder sein.

"Lisa, ich soll Sie schön grüßen von Ihrem Vater."


Du bist jetzt im 17.Lebensjahr und ich glaube, es kann für Dich eine schöne Erfahrung sein, wenn Du jetzt Meine abendländische Weihnachtsgeschichte liest.


In Liebe

Dein Papa Bolle

November 2018

noch 22

Hallo Lisa,


hörst Du Regenwürmer husten ?

Ich kann das.

Dein Papa hört das Belfern erkälteter Würmer im Erdreich.


Ich hab´ein KIND im Ohr und könnte gar das sprichwörtliche Gras wachsen hören wäre jetzt nicht die Zeit der beginnenden Winterruhe mit (fast) absoluter Stille im Gartenboden.

Psst.

Sag´es nicht weiter.

Ich muss mich korrigieren und präzisse bleiben.

Dein Papa hat KINDer im Ohr, ein´s rechts, ein´s links.

Eigentlich wär´ das nicht nötig.

Doch Rosi, viele Freunde und sogar die Hörgeräteakkustikerin von KIND sind da ein bisserl anderer Auffassung und es wäre unklug ihre Meinung zu ignorieren. Jetzt kann ich den Fernseher wieder leiser "drehen" und mich bei den Regenwürmern beschweren sobald sie erneut lärmen.


Eigentlich wäre die Hörverbesserung nicht erforderlich gewesen.

Die Worte Schokolade und Freibier habe ich noch immer verstanden.

Und dann sind bei uns "Alarmanlagen auf Pfoten" engagiert.


Selbst wenn ich nix gehört und die Funkklingel versagt hätte, unseren Hunden entgeht kein Briefträger, Bettler, Hausierer oder Bote.

Aber nu habe ich neue Lauscher und will sie auch nutzen.

Das bringt auch für Dich, Lisa, einen Zugewinn, weil Du nun auf der dreifach sicheren Seite (Klingel, Hunde und meine Hörmuscheln) bist, sofern Du ´mal bei uns vorbeischaust und klingelst.


Heute erklang gegen Mittag die von unseren Hunden begehrte Klingelmelodie die Gäste an der Gartenpforte ankündigt.

Pflichtbewußt schlugen die Fellnasen an.

Am Tor stand der DHL-Bote, neben dem Postboten das beliebteste Anbellopfer der Teppichterrier. Das gelieferte Paket war groß und kannte als Endabnehmer einzig unsere Hunde. Beim Öffnen und Auspacken hätte ich mir somit keine größere Aufmerksamkeit wünschen können.


Pünktlich zum ersten Kälteeinbruch spuckte das prall gefüllte Haustierpakerl neben den obligaten Futterdosen (und zwar nur die Sorten die den Herren Hunden geschmacklich auch zusagen) und dem Quartalsvorrat an den speziellen Sunny-Barny-Leckerlis (Hühnerbrust um Fisch gewickelt) dieses mal auch wärmende Wintermäntel aus.

Gesteppt, gefüttert und mit Kapuzen.

Der erste Schnuppertest fiel positiv aus und brachte Zustimmung.

Für Yorkies, als Hunde ohne Unterwolle, ist es angeraten bei kaltem Schmuddelwetter die Gassirunde "angekleidet" in Angriff zu nehmen.


"Ja mei, is’ denn heut schon Weihnachten " würde meine Fußhupe Barny fragen, wenn er in der Hundeschule außer Bellen Bayrisch als Fremdsprache gelernt hätte. Als Antwort seines Yorkihundekumpels Sunny kann ich mir ein durch die Zähne gedrücktes "Des is mia wurscht "- Knurren vorstellen.


Vor sieben Jahren haben wir unsere Hundesöhne über den Tierschutz adoptiert.

Beide können, in Anwendung maistreammäßiger Sprachinkontinenz, auf einen Migrationshintergrund verweisen.

Sunny ist Spanier, Barny Magyar und die gemeinsame Religion besteht aus gefüllten Fressnäpfen. Die Terrier verstehen sich gut, die Rauf-und Fresslust eint sie und so akzeptieren sie  (manchmal) uns als Rudelführer.


Mit ihrer Adoption haben Rosi und ich die Welt zwar nicht zu einem besseren Ort gemacht, doch den beiden Verbeinern wurde das Leben gerettet und zu einem guten. Das erlebte Schlechte, die Traumatisierungen scheinen beide "weggesteckt" zu haben. Jetzt sind sie Vorbilder der Integration auch wenn es mit der Sprache noch etwas hapert.. Seit sieben Jahren lernen wir, Mensch und Hund, voneinander. Das Einzigste, was wir Zweibeiner den auf Pfoten Lebenden voraus haben, ist  die Fähigkeit den Kühlschrank zu öffnen und uns daraus selbst zu bedienen.


Gern leisten wir den Yorkis Kühlschrankunterstützung und kommen unserer Nahrungsalimentation umfassend nach. Nicht nur beim Futter, ebenso bei Mänteln, Körbchen und medizinischer Versorgung, ist der Verbleib und die Aufwendung für die Hunde sichtbar.


"America first" scheint bei uns in der Applikation "Dogs first" zu funktionieren.


Die für die Möchtegern-Wadenbeißer aufzuwendenden Geldmengen (abzüglich ihres "Tarifgehaltes für ständige 24-stündige-Wachsamkeit") sind nicht vergleichbar mit der Höhe des zwangsweisen monatlichen Moneytransfers auf das Konto Deiner Mutter.


Ich weiß, das ist eine moralisch fragwürdige Nebeneinanderdarstellung, eine von Gutmenschinnen angreifbare Parallelziehung (warum eigentlich?), zumal die aufzuwendenden Geldmittel für die Hunde, trotz Zwangsalimentierung des Finanzamtgeiers über die Hundesteuer, bei ca. 20 Prozent dessen  liegt, was Deine Mutter aufgrund der Verweigerung Deiner Betreuung von mir abpresst.


Mammon kann ergaunert werden - auch unter Beihilfe von Berufsfötzeln der Helferindustrie.

Liebe, Treue, Zuneigung sind Kategorien die nicht abgenötigt werden können - ebenso ist das dauerhafte, gewaltsame Unterbinden familiärer Beziehungen ausgeschlossen.


Sunny und Barny, unsere Hundelümmel, kommen im Doppelpack als Kuschelhunde daher.

Vor sechs Jahren, Du wurdest mit Personenschutz für einige Minuten zu mir eskortiert, fand das erste Beschnüffeln statt. Du warst in vielfacher Hinsicht "scheu".

Die Yorkis haben seither eine tolle Entwicklung gemacht.

Der kleine Barny, damals erst wenige Monate zuvor aus einer heruntergekommenden Zucht in Ungarn befreit, war noch ein ängstliches Häufchen Elend.

Du würdest ihn heute nicht mehr erkennen. Er ist ein Recke wie einst Ilja Muromez, läuft beim Gassigang nunmehr gern in der Straßenmitte und attackiert daheim lautstark seinen größten Intimfeind, den Staubsauger. Manchmal bekommt er ihn auch zu fassen und beißt zu. Komischerweise ignoriert sein Kumpel jeden Staubsauger, ob Akku oder Dirty Devil.

Allerdings entwickelt Sunny Ramboeigenschaften beim Rasenmäher und beim Vertikutierer. Hier haben die schwarzen Laufräder einen schweren Stand...


Lisa, vielleicht triffst Du die beiden  Fellnasen noch einmal.

Lisa, vielleicht haben wir mit dem Thema Haustiere,

Hunde, Katzen, Vögel und sonstiges Viechzeug,

ein´s für unsere Briefe gefunden.


Lisa! Bleib gesund und damit Dir nicht vergleichbares passiert hier noch ein Lesetipp für Dich, ein Artikel auf Focus online, der zuerst bei der "Neuen Zürcher Zeitung" erschien.


Das Internet vergißt nicht - und: meine online gestellten "verbotenen Briefe" für Dich machen Sinn...


Bis zum nächsten Mal!


Viele liebe Grüße sendet Dir

Dein Papa Bolle


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Wo die Glückwunschkarte von Papa geblieben ist

23.September 2018

PS - ein Nachtrag:

Ich weiß nicht, ob Du es wusstest.

Ich weiß nicht, ob Du es merktest.

Dir wurde an Deinem 16.Geburtstag richterlicher Kinder-(Personen-)Schutz zuteil.

Ja, richtig.

"Deine" Richterin vom Tempelberg, ja die mit dem Doktor für würdevollen Umgang, behütete Dich trotz ihrer körperlichen Abwesenheit.

Nun bewahrte sie Dich zwar nicht vor Terroristen, Räubern oder sonstigem Gesindel sondern vor der gelben Postzustellerin, aber immerhin...

Die Leistung der Fachkraft für Kinderschutz beschränkte sich auf das Fernhalten meiner Glückwunschkarte zu Deinem 16.Geburtstag.

Wahrscheinlich enthielt meine Karte, die Du hier lesen kannst, mehr Sprengstoff für Dein Wohlergehen als manch eine Paketbombe.

In ihrer Wirkung erscheinen väterliche Worte   den Kinderschützern offensichtlich gefährdender als Trinitrotoluol (TNT)?

Dagegen helfen wohl einzig kluge Gerichtsbeschlüsse wie dieser  (mitsamt nachfolgender kollegialer Zustimmung inclusive rabulistischer Verböserung durch   Kammerrichter), die offensichtlich von der interventionserfahrenen, sich professionell kinderrechteaneignenden  Phalanx aus  Staatsparasiten und Helferinnenindustrie als Rundumschutz für glückliche Kindbesitzerinnen und deren Wohlergehen angesehen werden.

Naja, tollhausmässig... oder wenn die Klugen an der Macht sind... oder was so alles im Schafsfell des Kindeswohls möglich ist.

Du darfst Dich also nicht wundern, Lisa, dass nicht einmal eine Glückwunschkarte von mir den Weg zu Dir fand.

Vielleicht kann die kluge Richterfrau mal sagen, wie ich Dir mein stetes Interesse an Deinem Leben bekunden und Deine Neugier auf mich und Deine väterliche Familie wecken kann, bei derart abartigem juristischen Abschirmen (oder ist es doch nur simple staatliche Beihilfe zur Entfremdung und Deinem seelischen Missbrauch?)


Naja, so lebt es sich im Absurdistan der Ideologen...

Findest Du das gut? Für Dich? Für mich?

Ich nicht. Ich finde es würdelos und zutiefst menschenverachtend.

Gruß Papa Bolle

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Oktober 2018

noch 23

Für die einen sind es nur unbedeutende Geschichten eines alten weißen  Mannes,

für mich sind die Briefe an meine Tochter der weise väterliche Beitrag zu

ihrer Identitätsfindung und der Kampf

gegen die Auslöschung des Vaters aus dem Leben des Kindes.


Der wohl längste Brief eines Vaters für/an seine Tochter

Dein Oktoberbrief - fast schon ein Buchkapitel

Aufmunternde Lektüre für einen grauen Herbstabend mit einem dreimaligen Vielleicht und my oxygen-circle of life


Lesedauer ca. 40-45 min.plus X


Hallo Lisa,


viele Grüße von Papa-Bolles-Alterswohnsitz im Karower Auenland.


Auf dem Foto im Briefkopf siehst Du mich bei sinnvoller Beschäftigung an frischer Luft.


Rasenmähen, Heckenschneiden, Vertikutieren, Gießen, Harken, Säen, Düngen und Pflanzen sind Aktivitäten die der Gesundheit und dem Wohlbefinden zuträglich sind.

Das Pflanzen eines Baumes ist zudem ein Ausdruck von Optimismus, Lebensfreude und Zuversicht.

Was meinst Du?

Das Stämmchen, das ich auf dem Foto einsetze, ist ein cercis chinensis 'Avondale', ein chinesischer Judasbaum.


Tja, Lisa!

Ich und die Gartenarbeit ist ein Kapitel für sich.


 

Noch heute wird die Geschichte erzählt in der ich als übermütiger Knabe unseren Pflaumenbaum im Dessauer Garten obereifrig mit einem Fuchsschwanz verschnitt und dabei nicht beachtete, dass ich  auf dem Ast, an dem ich herumsägte, saß. Zum Glück stand der Baum neben dem Komposthaufen. Ich fiel also weich.


Obwohl ich nicht unbedingt einen "grünen Daumen" besitze ist die Gartenarbeit für mich ein schöner und ein gesundmachender Lebensbestandteil.

Die sauerstoffreiche Luft gibt es zudem gratis.


Mit dem Eintritt ins reguläre Rentenalter schließt sich in gewissen Sinn für mich the circle of my life, der Kreis meines Lebens.


 

Endlich ist mir der "ewige" Balast genommen irgendeine genderfeministische Vorgesetze, oftmals dümmer als die Ost- und Westpolizei zusammen erlauben, im Nacken zu wissen und den politischen Unsinn von Dumpfbacken umsetzen zu müssen.

Mein berufliches Engagement hat in den letzten Jahren nicht nur aufgrund der Zunahme der allgemeinen Verblödung in den Führungs-und Leitungsebenen massiv gelitten sondern insbesondere auch, weil im öffentlichen Dienst unserer Heimatstadt nur noch zwei Sachen funktionieren:

die Quotierung und Gender-Klos.


Nach mehr als 45 langen Jahren im öffentlichen Dienst des Landes Berlin ist mein Durch- und Aufatmen nach dem offiziellen Ausscheiden und dem Erhalt der obligaten Dankesurkunde für geleistete Dienste von großer Erleichterung geprägt.

Endlich wieder pure sauerstoffreiche Luft inhalieren. Künftig nur noch reich, "oxygenreich"  leben. Schnappatmung ade.

Wie soeben klug niedergeschrieben:

Schaffen und Bewegung an sauerstoffreicher Luft ist empfehlenswert.

Nicht nur für Jungrentner wie Deinen Papa!

Probier es aus,Lisa!!!

Warum nicht bereits in den Herbstferien?

Bei uns in Old Karow...?

Gesunde, frische  Luft für Dich. Kannste glauben!!!

Der Fäkaliendampf, den die Grubenabfuhr ihren schweren Güllefahrzeugen entweichen lässt, beinträchtigt die gesunde Alt-Karower-Luftqualität weniger als der Stickstoffoxid-Ausstoß des fließenden Verkehrs in Deiner innerstädtischen Schmargendorfer Heimat.


Mein "Oxygenium-Bewegungs-Lebenskreislauf", mein Weg zu gesunder Luft und vernünftiger Betätigung scheint sich im selbst gewählten Berliner Stadtranddomizil Alt-Karow zu schließen.

Vielleicht kann ich, der intendierten Wirkung der Diagnose koronare Dreigefäßerkrankung zuwider, durch gesunde Lebensführung und(!) mittels trick-und erfolgreichen Kartenspiels mit dem Boanlkramer diesem noch ein mehr an Lebenszeit abtrotzen und durch ein längeres Erdenleben die Rentenkasse schröpfen und Dir, Lisa, ein lebend Vater bleiben.

Vielleicht hätte ich Würfeln oder dem Kartenspiel frönen sollen statt mir, im treudoofen Glauben an das Funktionieren des Rechtsstaates, das Führen familiengerichtlicer Verfahren aufdrängen zu lassen. Meiner Gesundheit, meinem Geldbeutel und meiner Lebensqualität wäre das Glückspiel gewiß dienlicher gewesen.

Doch noch sind nicht alle Würfel gefallen, obwohl sich „Freund Hain nit abwenden läßt mit Gewalt, mit Güt, mit Treu und Bitt.“

Das gilt für jeden von uns.


Hast Du noch Zeit und Lust zum (Weiter-) Lesen, Lisa?


Die jahrelangen Behauptungen von Jugendamtmitarbeitern, Beiständen, Gutachtern, Anwälten und Familienichterinnen, wonach meine Briefe und Karten für Dich weder altersgrecht noch angemessen, gar kindeswohlgefährdend wären, sind so wenig belegt wie Sachkunde und Klugheit oder ausgeübte Intelligenz der professionell  intervenierenden Kinderschützer.

Es ist gut, dass Du Dir eine eigene Meinung bilden kannst.

Mach´Dir ein (Eigen-) Bild!

Urteile selbst!

Was immer auch Soziologieschwätzer aufgrund ideologischen Gutdünkens wortreich als Sprachhülsen von sich geben und als  cerebrale Diarrhoe ablassen, entscheide selbst, ob ich mich richtig und altersangemessen an Dich, meine entfremdete Tochter, wende.

Lisa, Du bist jetzt 16 Jahre alt und besuchst die elfte Klasse eines Berliner Gymnasiums.

Ist es da nicht gerechtfertigt Dir wie einer Erwachsenen gegenüberzutreten?


Das Einfügen  einiger Links im (Online-)Brief ist dem neuen Medium Internet geschuldet und macht (hoffentlich) manches anschaulicher und wahrhaftiger, manches was für mich Erfahrung und gegenwärtig, für Dich indes Geschichte aus der Murkelei ist (und das betrifft nicht nur schlechthin technische Sachen wie Schallpallen,u.ä.).

Ich glaube zudem, dass eingefügte Links die Lesbarkeit weniger beeinträchtigen als die Verwendung des Binnen-I oder des Gender Gap Kokolores, Verblendungsideologien mit denen ihr heute in sogenannten Bildungseinrichtungen mainstreamkonform malträtiert und gleichgeschaltet werdet.


Mögen die  Friedhofsruheproduzentinnen in Richterroben und die vorsätzlich entfremdenden Gewalttäterinnen, die uns brutal voneinander trennen und mich aus Deinem Leben auslöschen, von Dir, meine Tochter, einst ihr gerechtes Urteil erhalten!


Bis dahin nimm´ Dir Zeit zum Lesen und Nachdenken!


Zum Beispiel über Papas (meine) Briefe und (ein drittes Vielleicht) vielleicht über den Gegenstand meiner Homepage Sorgerechtapartheid.de.


Es war nicht die Klapsmühle in der mich  am Nachmittag des 3.September 1953 die Hebamme mit einem Klatscher auf den Po, kaum das ich den Mutterleib verlassen hatte, begrüßte.

Ich schluchste einmal kurz und mit einem kräftigen Brüller gönnte ich mir die Frischluftzufuhr die von den Roßlauer Elbauen beständig in die alten, zweigeschossigen Häuserschluchten der  Kleinstadt am Fluss geblasen wurde.

Mein Start ins Leben begann gesund.

In der Elbe konnte gebadet werden und die sachsen-anhaltinische Luftqualität in Roßlau, damals eine eigenständige Stadt und Nicht-Dessau, war gut.

Zumindest so lange wie ich meine Mutter allein erziehen konnte.

Kam mein Vater auf Urlaub von der KVP (Kasernierte Volkspolizei) oder später vom Dienst in der Roßlauer Schiffswerft nach hause änderten sich die Luftverhältnisse rapide.

Mein alter Herr war in den besten Jahren und ein Zigarettenjunkie.

Wäre ihm damals prophezeit worden als Nichtraucher in einem bayerischen Luftkurort zu leben, ein mitleidiges Grinsen wäre wohl seine  einzige Reaktion gewesen.


Das Verfemen des Rauchens, die Ächtung von Tabak und Zigaretten lag zu Beginn der 2.Hälfte des 19.Jahrhunderts in weiter Ferne. Blauer Dunst war in. Ihn gab es überall, in Gaststätten, bei Versammlungen, bei Feiern, im Film und im  Schwarz-Weiß-Fernsehen, wo er scheinbar Bildstörungen kaschierte. Dabei war der Witz, wonach Indianer mehr Bleichgesichter mit Tabak und Rauchen umgebracht hätten als mit Pfeil und Bogen, durchweg bekannt.

Für die Qualmschwaden in der Roßlauer Bandhauerstraße fühlte sich mein Vater zuständig.

Häufig "flüchtete" meine Mutter mit mir, den treuen Schäferhunden im Dienst der Polizei, Asta und Fred, über die in der Nähe fließende  Rossel auf die Elbauen. Hier wehte stets eine erfrischende Briese und die Erinnerungen an die ausgiebigen Spaziergänge und Picknicks an der Elbe prägten sich bei mir ein.


Bald war ich der Große.

Zwei Schwestern gesellten sich zu mir.

Dem Leibchen war ich schnell entwachsen. Dennoch begleitete mich das Verniedlichungs-I  noch Jahre. Mutter besaß eine glockenklar-schrille, im Kirchenchor erprobte Stimme. Gerti und Sohni hallte es oft lautstark im Haus, über den Hof bis hin zu den Holzverschlägen in denen die Klosetts eingebaut waren. Je nachdem wie langgezogen das I erklang, ob Gertiii! oder Sohniiiiii!, war zu  erkennen, wie der Grad des Unfugs, den ich angerichtet hatte, von der Obrigkeit bewertet wurde.

Nicht jeden Schabernack konnte ich meinen Schwestern unterschieben. Leider.


Keineswegs aufgrund erwiesener Klugheit musste ich, kaum eingeschult und noch nicht in der Lage in der Fibel "Oma im Bett" zu lesen oder bis hundert zu zählen, die Schule wechseln.

Wir zogen um.


Ich verabschiedete mich schweren Herzens von Asta und Fred, vom Pferdeschlächter Opitz, meinem väterlichen Freund Karl Rugies, Tante Wally und ihrem spindeldürren, stets zitternden Rehpinscher und versprach der Nachbarsfamilie Straßer nie wieder ihre beiden Töchter zu ärgern.

In die Bandhauerstraße zog wieder Frieden ein. Selbst die Hühner auf dem Hof, die mich bei jedem Gang zur Latrine attackiert hatten, schienen aufzuatmen. Der Wellensittich Bubi, dem ich aus Versehen die große Schwanzfeder stibitzt hatte, konnte fortan sein geruhsames Vogelleben bei Oma Else und Opa Kurt fortsetzen.


Unser 1961er Umzug von Roßlau nach Dessau, in die fünf Kilometer entfernte Geburtsstadt meines Vaters, war kein einfacher innerstädtischer Wohnungswechsel.

Es war ein bedeutender Wechsel, weg von der oft stinkenden, gemauerten Gosse neben dem Fußweg über die das Roßlauer Abwasser aus der Stadt gespült wurde, weg vom hölzernen Plumpsklo und heimischen Nachthafen und hin zur klassischen Wassertoilette mit hohem Spülkasten in einer größeren, fast herrschaftlichen Wohnung in der Dessauer Werderstr.11.

Was störte die Toilettengröße von knapp einen Quadratmeter, der verrostete Wasserkasten mit stets defekten Schwimmer und das kleine Fenster zum Flur, welches die von uns produzierten Düfte ins Treppenhaus leitete? Wir wohnten oben.

Freitags kam die Zinkwanne in die Küche und alles was Bollmann hieß wurde gebadet.

Was störte es, das noch eine ältere Dame ein Zimmer der Wohnung bewohnte?

Was störte mich das Fehlen des Hauses Werderstr.12?

Was störte mich das Fehlen des Balkons an meinem Zimmer?

Die schlimmen Dessauer Bombennächte lagen erst 16-17 Jahre zurück.

Als Erstklässler des Jahres 61 zählte für mich nur das eigene Zimmer, meine erste Stube, eine schmale ehemalige Personalkammer, zur Alleinnutzung.

Ich war glücklich.


Die Verschlechterung der Luftqualität kam schleichend und zunächst unbemerkt.

Vater quarzte weiter und verpestete, mein eigene Bude ausgenommen, die Luft mit Casino, Turf und Salem. Die 1958 eingeführte erste DDR-Filterzigarette f6 konnte er sich nicht leisten. Für mich war es nicht ungewöhnlich bei knapper Familienkasse, das war fast ein Dauerzustand, meist freitags zur Konsum-Verkaufsstelle an der Ecke zu gehen und einzelne, filterlose Zigaretten "Für Vater!" zu kaufen, die ihm übers Wochenende vom selbsternannten Feldwebel der Familie, Mutter Sonja, zugeteilt wurden.

Der Kauf von Zigaretten und auch Alkohol, meist für Tauschgeschäfte mit russischen Soldaten, die oft tagelang in Güterwaggons auf den Bahngleisen vor unserem Wohnhaus auf den Weitertransport warteten, war, trotz Jugendschutzverordnung, für mich problemlos. Ich sah gewiß schon so richtig groß und erwachsen aus...


Ich besuchte die Schule, hatte viele Freunde, schraubte mir ein schrottreifes Fahrrad "mit ohne jeglicher" Gangschaltung zusammen, machte Dessau-Nord mit meinen geflickten aber heißen Reifen vom Schillerpark, über Beckerbruch, Wallwitzhafen bis zu den Elbauen an der Elbbrücke nach Roßlau unsicher und: ich blieb gesund!

Auch, weil ich in der ersten Klasse das Rauchen aufgab.


Mein erster und letzter Rauchversuch endete kläglich.

Nachdem ich mit gleichgesinnten Recken Mutters Nähkorb geplündert, die erbeuteten Nähgarnreste von den Papprollen entfernt und die so "Befreiten" mit Tabak gestopft hatte, lief ich beim Schmauchen und Paffen der selbstgestopften Zigaretten aus Nähgarnpapprollen grün an.

Der Tabak veranstaltete starken Tobak mit mir oder, angelehnt an Wilhelm Busch:

 "Rums!! – Da geht der Tabak los

Mit Getöse, schrecklich groß.

Woraus soll der Bolle rauchen,

Wenn sein Magen nicht zu brauchen?"

Manches fiel mir aus dem von Schmerzen zerknautschten Gesicht während ich mit gepresster Stimme ein leises "Nie wieder!" durch die Zähne schob.

Gut, das der erste Versuch mit einer derart einprägsamen Magen-Darm-Rebellion, Husten und Japsen endete. So war zumindest meine Abgewöhnungsphase des Rauchens eine kurze, wesentlich kürzer als die mehrfachen Versuche meines Vaters in späteren Jahren.


Kurioserweise empfand ich die (selten weißen) Rauchschwaden, die die mehrmals täglich an unserer Straße vorbeischnaufenden Dampfloks der Dessau Wörlitzer Eisenbahn (DWE) ausspuckten, weniger belastend als das regelmäßige Läuten der Glocken der nahegelegenen Petruskirche in der Wilhelm-Müller-Straße. Wir wohnten in der Nähe des alten Bahnhofs   und die Wörlitzer Bimmelplan besaß sogar einen (selten eingehaltenen) Fahrplan, aber sie beeinträchtigte unser Leben geringfügiger als die meist pünktlich den Herrn anrufende protestantische Kirche mit ihrem Geläut.

Insbesondere das vormittägliche Läuten an Sonn-und Feiertagen ließ mich oft erschrocken, (ohne -Ein-Wirkung von Pomade) mit steil nach oben aufgerichteten Haaren, aus dem Bett hochfahren. Süße Träume, ade´!

Anders sah dies in der Woche aus, weil das 18-Uhr-Geklingel für uns Kinder die Aufforderung war den Weg nach hause zu nehmen.

In den Siebzigern besaßen wir Dessauer Sonnenköppe und Roßlauer Elbräuber noch keine täglich nutzbaren Uhren (die "Güldenen aus dem Westen" wurden daheim  wohlverwahrt). Dennoch überlebten wir ohne GPS, Smartphone und Fitness Tracker - und auch dank des zuverlässigen abendlichen (!) Kirchenglockenläutens.


Irgendwie verlief das Leben in der anhaltinischen Provinz so geruhsam wie eine Fahrt mit der Wörlitzer Bimmel, bei der es verboten war während der Fahrt Blumen zu pflücken und über die offenen, nur durch Scherengitter gesicherten Wagenübergänge von  Wagon zu Wagon, von der Spitze des Zuges zu seinem Schlusslicht, zu laufen.

Wegen dieser, für uns unvergesslich rasanten Fahrten ins Gartenreich nach Wörlitz trauerte meine ganze Sippe als die Bahn stillgelegt wurde.

Zumindest ein bissel.


Eine andere Stilllegung wäre uns bedeutend lieber gewesen.


"Die Fine", ein emsiger Luftverpester, der relativ zentral in der Stadt liegt, führte unsere Hitparade der innerstädischen Umweltsünder weit vor dem Waggonbau und dem Gasgerätewerk an. Autoabgase spielten damals noch keine Rolle.

Der fröhliche Geselle Wind erwies sich als zunehmend ausdauernder Bläser, der den in der "Fine", dem im VEB Gärungschemie produzierten ätzenden Gestank scheinbar mit Vorliebe in nordöstlicher Richtung über die Stadt, über den Rosenhof, die Stillinge bis zu den Flussauen verteilte.

Ich glaube, es gab sogar Tage an denen die gesamte Population von Meister Bockert, dem Elbbieber, die Nasen, ob der verbreiteten faulig schlechten Luft, rümpften und sich in ihre Knüppelburgen verkrochen.

Manchmal wünschten wir uns wie die Bieber die Nase verschließen zu können.

Doch das war nicht einmal direkt vor Ort  möglich.

Einen Nebenjob im Bereich der Futterhefeabfüllung des VEB Gärungschemie musste ich bereits nach der ersten Nachtschicht abbrechen, weil zum Arbeitsbeginn die gesetzlich vorgeschriebenen Atemmasken fehlten und, als sie endlich vom Vorarbeiter aufgetrieben waren, sich als undicht erwiesen. Der Dreck in der Luft nahm den kurzen Weg, legte sich auf meine Lungen und mich flach. "Hallo, Doc!" und mein Job war beendet.


Das unter dem Motto "Die Chemie gibt Brot, Wohlstand und Schönheit"  durchgesetzte Chemieprogramm der DDR war  offensichtlich nicht für mich gedacht.

Ich war schon schön (grins).

Was Schönheit mit Gestank und Mief, mit qualmenden Schloten, die dunkelgelbe, breiig wirkende Dampfwolken ausspuckten, die nur quälend langsam an Höhe gewannen, gemein haben soll erschloss sich mir bei Zugfahrten durch das Dessauer Industriegebiet und entlang des Elektrochemischen Kombinates Bitterfeld und der Farbenfabrik Wolfen ohnehin nicht.


Meine Heimat, der Chemiebezirk Halle, war mit Fabrikschornsteinen so übersät wie heute Windräder vielerorts die Landschaft verschandeln.


So mischen sich in meine wunderbaren Kindheits-und Jugenderinnerungen auch stets die vom ungesunden Tun und unfreiwilligen Konsum schlechter Luft mit  dauerhaft eingeprägten Bildern von schmutzig grau brodelnden Wassermassen mit weiß-gelben Schaumkronen, die sich über die zerstörten Reste des Gestänges (Muldewehr) ergossen. An der Elbe mehrten sich zunehmend Badeverbote. In einem der einst fischreichsten Flüsse Europas konnte ich, der Nachwuchs-"Fritze Bollmann", eher die Schwarz-Weiß-Filme meiner Spiegelreflexkamera entwickeln als Fische fangen.

Fishing war ohnehin nicht Bolles Welt.

Ich probierte und testete anderes, alles aus, ob vorübergehend als Hof-und Leibfotograf der Tanzgruppe des VEB Gärungschemie (Hätte ich je gedacht, das diese Truppe der Grundstein für die Revuetanzgruppe Showtime Dessau-Roßlau wird und meine Schwester Gabi Haupttrainerin, Vorstand und künstlerische Leiterin?! Nein!) oder als enthusiastischer Reporter in der Jugendredaktion der Lokalzeitung "Freiheit".

Auf meiner Werde-groß-und-erwachsen-Agenda stand das Lernen,

 als carpe diem (in der deutschen Übersetzung des "Nutze den Tag"),

als Lernen, lernen und nochmals lernen (der berühmte Satz mit dem der Klassenlehrer Wladiiiimir - dem späteren Lenin - das Abschlusszeugnis der achten Klasse übereichte) und

 als "Von dem und dem Lernen, heißt siegen lernen " (oder wie es auf sächsisch heißt: Siechen lernen) ganz obenan.

So ist es auch nicht verwunderlich, das neben Robin Hood, Ivanhoe und Tokei-ihto, einem Sohn der großen Bärin, mein Lieblingsbuch und Fernsehfilm  der zu Ende gehenden Siebziger den Titel "Ohne Kampf kein Siech...,äh,Sieg" trug.


Ich lernte und lebte das unbeschwerte Leben eines Heiden im offen-neugierigen Alfons-Zitterbacke-Universum. Die dunkle Welt eines Harry Potter war noch nicht ersonnen.

Ich legte mir Wissen zu, erwarb Fähigkeiten unterschiedlichster Art.

Ich lernte also - in der Schule oft nur mit halber Kraft. Es gab Wichtigeres. Für mich.

Ich lernte, das platonische Liebe schön, der Aufwand zu meiner Bitterfelder Freundin Liane mit dem gangschaltungsfreien Fahrrad mit Mifa-"breit"Reifen zu radeln (nur) um ihre keck im Sonnenlicht wippenden blonden Zöpfe zu bewundern, anstrengend war und, bei einer einfachen Strampeltour von ca.35 Kilometer, nicht zwingend verhältnismässig.

Ich lernte das Wörtchen "ahoj" zur Begrüßung zu mögen und meiner Jugendliebe Ika (Jirina) ein "Miluji tě můj miláček." ins Ohr zu flüstern.

Sie teilte das gleiche Schicksal wie ich. Ika nervten  oft ihre ältere Schwester Magda und der jüngere, vorwitzige Bruder Jaromir. Bei mir übernahmen meine  jüngeren Schwestern Gabi und Christina diese Aufgabe gern und liebevoll.

Ich lernte auch, das die Luft in Mlada´ Boleslav nicht unbedingt besser und gesünder war als in Dessau, aber im Prager U Fleku verträglicher, weil die Halsknorpel angefeuchtet werden konnten.


In den Siebzigern erweiterte ich meine kognitiven Fähigkeiten.

Ich erkannte, das die Arbeit in der Chemieindustrie, nach dem Malheur in der Futterhefe der "Fine", nix für Mutters Sohn war.

Als Arbeiter in der Dessauer Brauerei konnte ich zwar, zur Freude meines Vaters, billiges, nierenspülendes Deputat-"Helles" gegen "Dessator" tauschen, doch als Lebensziel war dieses Können nicht geeignet.

Ich vertrieb mir einen Sommer lang die Zeit beim Segelflug, lernte dann jedoch (zur Freude meiner Oma Else) die deutsche Sütterlinschrift sowie Stenographie (in einen vom eigenen Taschengeld finanzierten Kurs). Ich vertrieb mir die Freizeit mit Winken und Morsen, machte am Süßen See im Mansfelder Land den Barkassenschein, erwarb die notwendigen Kentnisse der Binnen- und Seewasserstraßenverkehrsordnung, jagte in Superzeit über die Knotenbahn und kämpfte beim Kutterpullen vom Seestützpunkt Leopoldshafen der Gesellschaft für Sport und Technik (damals Eigentümerin der Insel) nach Roßlau gegen die Kraft der Elbe.

Den sonstigen fürs Leben notwendigen und üblichen Bildungskladderadatsch erlangte ich ab neunzehn68 am Dessauer Philanthropinum. Sogar ein Tanzkurs mit Abschlussball im Kristallpalast ließ sich nicht vermeiden. Puh!

Durch Walzer, Schleicher und Foxtrott wurde ich körperlich "geschmeidig" und an der altehrwürdigen Penne geistig "reif",  erlangte die Mittlere und 1972, mit einem Zensurendurchschnitt näher an der zwei als an der eins, das Abitur.


Einige Wochen spielte ich an der Küste Seemann, den "blonden Hans Gert", fuhr auf der Freundschaft, einem umgebauten Logger und ehemaligen Hilfsschiff der Volksmarine und verfügte kurzzeitig als Adresse und vorübergehenden Heimathafen die GST-Marineschule „August Lütgens“ in Greifswald-Wieck.

Hier lernte ich die Seekrankheit bekämpfen und befolgte Tipps, die mir während der Abiturzeit an der Erweiterten Oberschule Philanthopinum vorenthalten wurden, wie zum Beispiel "Spuckst du nach Luv, kommt ´s wieder ´ruf. Spuckst du nach Lee, geht´s in die See." Das war echtes Lernen für´s Leben.

Es war eine tolle Zeit mit viel Bewegung und klarer, frischer Seeluft, die ich allerdings bald gegen die eiskalte Luft in den Lagerhallen des Kühlhauses in der Dessauer Lessingstrasse eintauschte.


Lisa, hier könntest Du sagen :"Selbst d´ran schuld."

Weil:....


Ich hatte meine Immatrikulation zum 01.September 1972 an der  Offiziershochschule der Volksmarine "Karl Liebknecht" in Stralsund, seemännische Laufbahn, gecancelt.

Zum Großwerden und Lernen gehört es auch Entscheidungen rückgängig zu machen, wenn sie sich als fehlerhaft herausstellen.

So war es hier.


Durch den Wegfall des Studienplatzes zog sich mein Aushilfsjob als Kühlhausarbeiter in die Länge. In der Freizeit stromerte ich mit und ohne Rad durch die Elb-und Muldauen oder rackerte in unserem Schrebergarten am Schillerpark in der Kleingartenanlage mit dem "tollen" Namen Erbring.

Ich machte die Erfahrung, das auch im Sommer weder Filzstiefel, Wattejacke noch Pelzmütze vor einer dauernd triefenden (Kühlhaus-)Nase schützten. Einen "Tanz" in dieser Montur, mit Fleischerhaken in der rechten Hand und gefrorenen Schweinehälften oder frischen Rindervierteln im linken Arm, empfehle ich noch heute jeden Abiturienten um Achtung und Wertschätzung vor körperlicher Arbeit und denen, die derart ihren Lebensunterhalt bestreiten, zu erlangen.


All meine jugendliche, nicht vorrangig zum Muskelaufbau gedachte Plackerei, all das jahrelang quere Lernen endete zunächst eigenartig und absurd mit der Einberufung zum Wehrersatzdienst.


Ab November 1972 kleidete ich mich sonderbar und irrte als grünes Männchen durch Preußens Kiefernwälder in der Nähe Berlins.


Bist Du mir bis hierher gefolgt,Lisa?


Dann sage ich danke!


Ich weiß, dass sich beim Erzählen bzw. Schreiben  Geschichten "zerfransen" können. Doch wie kannst Du mehr Ehrlich-Wahres über und von mir, dem elterlichen Träger (und Vererber) Deiner halben Identität, der durch die mütterliche Verkommenheit mittels Alleinverfügungsmacht und durch Missbrauch des  Gewaltmonopols aus Deinen Leben ausgelöscht wurde, erfahren?

Hinzu kommt, das die dunklen Herbstabende mit Nebelschwaden, peitschenden Regen oder das Toupet zerzupfende Windböen besonders zum Lesen verführen. Bei mir ist das so.

Auch wenn mein Brief für Dich fast schon wie ein Buchkapitel daherkommt fehlt ihm ein  Lektor.

Das soll so sein damit das zu Lesende für Dich persönlich, mit menschlichen Fehlern behaftet,  sympathisch bleibt. (Als Teil der Gliederung und als Inspiration für mein in Arbeit befindliches Buch wird der lange Oktoberbrief für Dich trotzdem von mir zu Rate gezogen werden...)


Willst Du jetzt wissen, warum ich mich seit Ende neunzehn72 seltsam kleidete und als grüner Frosch im Märkischen Sand herumirrte?


Lisa! Du kannst gern weiterlesen und Dich (vielleicht auch) zu Fragen an mich inspirieren lassen. Deine Position kann gegenüber meiner vorteilhafter erscheinen, weil die Sprach-und Wortfetzen, die mir Deine Mutter seit Jahren über Dein Leben zukommen lässt, die Vermutung beschwört bei Dir wäre nix los, tote Hose oder Friedhofsruhe. Es ist ein Leichtes für Dich viel über mich zu erfahren ohne selbst etwas von Dir preiszugeben.


Trifft es zu, dass Dein Leben tatsächlich langweiliger, eingeschränkter und bevormundeter, schlicht unfreier ist als meine kurz geschilderten Kinder-und Jugendjahre es jemals waren?

Dabei fehlt Dir zum Vergleich und zur Beantwortung meiner Frage   die Kenntnis von vielen der besten (Laubsbuben-)Geschichten Deines Papas, sei es die von der Glucke, so nannten wir den Klassenlehrer der uns von der dritten bis zur achten Klasse begleitete, die mir (mehrmals) einen Rausschmiss aus der Schule ersparte, sei es die vom Ausbüxen mit Kumpel Manfred in den "Haideburger Sherwood Forest" mit der Faust im Nacken an der mein Vater "hing"  oder gar die Geschichte der großen Suche meiner Oma, die mich nicht finden konnte, weil ich von meinen Schwestern, wohlverschnürt und geknebelt, unters Bett geschoben wurde.


Für die Phalanx der Kindeswohlfrevler, für das Pack der entfremdenden Gewalttäter mögen meine niedergeschriebenen Geschichten für Dich so sinnfrei und überflüssig sein wie ihre geldgeilen, verschwätzten Gutachten und Stellungnahmen dem vielbesungenen Kindeswohl dienlich. Ideologisch verblendet, moralisch verkommen, erkenntnisresistent und nicht einmal ansatzweise in der Lage die Bedeutung meiner Briefe zu begreifen sind die scheinprofessionellen Hohlbirnen der Sondergerichtsbarkeit für die Familienzerstörung einzig Fachkräfte für die Herstellung von Friedhofsruhe mittels Beihilfe zum Kindesmissbrauch und verlogene Erfüllungsgehilfen defizitärer Mütter.


Für mich sind die (von peußischen Familienrichterinnen offiziell verbotenen) Schreiben an Dich, liebe Lisa, mein weiser väterlicher Beitrag zu Deiner Identitätsfindung.

Was hast Du von mir?

Was habe ich Dir vererbt?

Warum fühlst und reagierst  Du so wie  Du es erlebst und teilweise nicht beeinflussen kannst?


Meine Briefe, die nicht mittels Briefmarken von der Deutschen Post befördert werden dürfen, weil diese Art der Zustellung an Dich die Umsetzung der kammergerichtlich angedrohten Geldstrafe von 25000 Euro oder Gefängnis bis zu sechs Monaten auslösen würde, nehmen deshalb einen technisch moderneren Weg.

Jeder der Dich kennt, Lisa, mag Dir die Zugangsdaten www.sorgerechtapartheid.de mitteilen.


Laß Dich nicht blenden und mach´ Dir ein Bild von dem was in den Köpfen der  Richterinnendarstellerinnen an kruden Wirklichkeitskonstruktionen rotiert und  schau´Dir ihre Antworten an. Jedes Schmierentheater wäre bei derart unterirdischen Aufführungen und juristischen Possenspiel, wie ich es seit mehr als einem Jahrzehnt geboten bekomme, in der Insolvenz, in der Klapsmühle oder im Quatsch Comedy Club für Unlustiges gelandet.


Für mich sind die verbotenen Briefe ein wesentlicher Bestandteil unseres gemeinsamen Kampfes gegen die Auslöschung des Vaters aus Deinem Leben.

Je mehr Du erfährst desto schneller bricht das errichtete Lügengebäude zusammen, verkehrt sich die mütterliche Indoktrination in ihr Gegenteil.


Magst Du weiterlesen, Lisa?

Klar!


Laß uns den Kreis meines Sauerstoffkonsums, meines Oxygen circle of life, schließen.


Die seltsame grüne Kleidung, die mir Ende 1972 übergestülpt wurde, brachte keine Bewegungseinschränkungen, jedoch erneut Änderungen der Luftqualität mit sich.

Dabei sah es zunächst gar nicht einmal so schlecht aus.


Basdorf.

Ein Angerdorf in der Nähe Berlins.

Eine selbständige Gemeinde inmitten üppiger Kiefernwälder.

Vielleicht gar ein Ort der Idylle, ein Fleckchen Erde zum Urlaub machen?

Das trifft heutigentags wahrscheinlich zu.

Leider war ich kein Urlauber sondern wurde mit anderen, für diesen Ort gemusterte junge Männer herangekarrt und morgens gegen vier von der Ladefläche eines LKW in der Garnison am Rande Basdorfs ausgekippt. Mein sogenannter Wehrersatzdienst in der 19.Volkspolizei-Bereitsschaft  "Robert Uhrig" begann im Laufschritt und mit diffusen Befehlen:


"Achtung!"

"Kompanie in drei Reihen angetreten.Marsch!"

"Stillgestanden!"

"1.Glied zwei, 2.Glied einen Schritt vorwärts. Marsch"!

"Ganze Abteilung kehrt!"

"Bücken!"

"Morgen ihr Arschlöcher!"


Sodann folgten  18 erlebnisreiche Monate mit viel Bewegung im Kampfanzug mit grünem Käppi, Stahlhelm und Schnuppersack. Oft irrten wir in Märkischen Kieferwäldern umher und schleppten 82-mm-Grantwerfer durch den Sand

Ich erlebte eine 08/15-Zeit, die dem Kasernendrill und Abenteuern des Gefreiten Asch vor Kriegsbeginn zu ähneln schien und mir -gottlob- die Abenteuer eines Werner Holt ersparte. Das einzig Gute an meiner Wehrersatzzeit in der Garnison Basorf war der befehlsmässige (und somit kostenfreie) Erwerb der Fahrerlaubnis. Fortan konnte ich Robur LO, Ifa W50 und ( nach einem speziellen Kurs) das Tanklöschfahrzeug der Garnison, die "rote Lola", fahren. Später bereicherte ein alter Wolgafunkwagen und noch viel später der Trabant 601 meines Freundes Micha meine Fahrerfahrungen.


Die "rote Lola" bescherte mir eine große Anzahl von 24-h-Wachen, sogenannter Feuerwachen. Das war nicht schlecht. Ein formidabler Job. Ich konnte abgammeln und war meist nur mit der Frage beschäftigt "Brennt´s oder brennt´s nicht ?"


In meine Dienstzeit fielen die Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Berlin. Ein pompöses, gewaltiges Spektakel mit dem großen Vorteil für uns Grünarmisten polizeiliche Aufgaben in Berlin wahrnehmen zu müssen ( und sei es "nur" Bereitschaftsitzen bei bester Verpflegung in der Keibelstraße am Alex) statt schweißtreibend Granatwerfer von A nach B zu schleppen und auf-und abzubauen.

Das Sahnehäubchen der vielen Einsätze in der Hauptstadt bestand im Konsum von Berliner Luft und Kultur. Sämtliche Theater konnten in Uniform mit Freikarten oder kostengünstig besucht werden - und auch die Disko "Sputnik", ein Geheimtipp in der Greifswalder Straße, wurde gefunden.


Das was uns Wehrpflichtigen den  Nichturlaubsaufenthalt in der Garnison Basdorf allerdings, neben der ständigen Gefahr einer Zwangsbekanntschaft mit dem Militärstaatsanwalt, am meisten vergällte war nicht das aufgeplusterte Herumgegockel mit heiserer Befehlskräherei der vorgesetzten Herrschaften in ihren Reiterhosen, nein.

Noch vor dem strammen sozialistischen Offizierscorp und dem unsichtbaren Klassenfeind rangierte ein anderer.

Unsichtbar und ätzend.

Der örtliche Abdecker.

Ein notwendiger  Beruf wie einstmals der des Henkers.

Naserümpfen gehörte zur "Wertschätzung" der Arbeit des Abdeckers, Wasenmeisters oder Schinders beim VEB Tierkörperverwertung Basdorf, Betriebsteil des Fleischkombinats Frankfurt/Oder.

Mit seinem emsigen Wirken produzierte der Abdecker beißenden, durch alle Poren dringenden Gestank, der sich bereits beim Frühsport um 5.30 Uhr bleiernd schwer auf unsere Mägen legte. Das penetrante Gemüffel verfärbte die Gesichter der größten Gladiatoren vor der Essenseinnahme grün. Manch einem Soldaten fiel ohne Feinberührung mehr als ein Zahn aus dem Gesicht. Die Fresslust und der Appetit der Armisten nahm immer dann, wenn der Abdecker einen "besonders fetten Brocken auf der Pfanne hatte", noch mehr ab als an Komplekte-Tagen.


Zu meinen Erinnerungen an die Garnison Basdorf gehören Bilder von Wehrpflichtigen in Stiefeln, die im großen Speisesaal auf Tischen stehend, die Arme abwechselnd nach oben nehmen und meterweise Garn von den zu ihren Füßen auf Plasteschalen liegenden Rouladen abwickeln. Eigentlich hätten die sich lustig drehenden gefüllten Fleischrouladen den Namen Rollladen tragen müssen. Naja. So war das beim Kommiss. Manch Koch hatte soviel Zeit in der Kombüse um zur Freude seiner "Kunden" eine ganze Garnrolle um eine einzelne Fleischroulade zu wickeln. Auf diese Art und Weise wurde zumindest das erforderliche Mindestgewicht  der Fleischportion für die Essenausgabe erreicht, wobei anzumerken bleibt, dass die Futterversorgung nicht ganz so übel war, wie es das ewige Meckern vermuten ließ.


Gewiß gab es weniger Wehrpflichtige in der DDR als Anekdoten über das kuriose Leben in den bewaffneten Einheiten, über die Geschehnisse in den 21 VoPo-Bereitschaften und im Basdorfer "U-Boot" im besonderen, die durch die Lande wabern.

Eine Sonnenuhr, die nur die schönen Stunden anzeigt, hätte, sämtlichen, oft übertriebenen Geschichten vom Armeealltag zum Trotz, oft keine Beschäftigung.


Meine Lieblingsoma, (wir sind quasi als Oma-Kinder aufgewachsen), meine Oma Else erweckte einen abgestandenen uralten Armeewitz zum Leben, ohne einen Splint aus der Handgranate zu ziehen.

Sie starb, "einfach" so und "vermachte" mir einen Tag Sonderurlaub.

Lisa, Du kannst Dir sicher vorstellen, das ich gern auf sämtlichen Urlaub während meiner 18monatigen Dienstzeit verzichtet hätte...


Dessau sah mich nach der Armeezeit nur kurz wieder.

Es folgte der Besuch der Polizeischule in Potsdam.

Anschließend blieb ich in Berlin.

Nicht nur der Luft und der ersten Wohnung im Seitenflügel eines Hinterhofs in der Ückermünder Straße wegen.


Dienst in der "Tiefe der Staatsgrenze", Streifeneinzeldienst im Prenzlauer Berg zu Fuß und im Funkwagen verschafften mir Bewegung, die durch die Liebe und Gründung einer Familie ergänzt wurde. Meine Angehörigen nannten mich fortan "Meister Grünrock".

Es folgte eine Tätigkeit als Gehilfe beim Offizier vom Dienst in der Volkspolizei-Inspektion in der Schönhauser Allee, meine Kündigung bei der Schutzpolizei und der Beginn einer jahrelangen Tätigkeit im Paß-und Meldewesen, einem Arbeitsparadies für Frauen. Für mich wurde der neue Job in den Meldestellen der Polizei  ein halbes Arkadien, weil der vorwiegende Tagesdienst mit freien Wochenenden dem Familienleben zuträglich war. Die Zusammenarbeit mit weiblichen Polizeiangehörigen und Zivilbeschäftigten kann ich als  interessante, nicht selten schlüpfrige und teilweise gruselige Erfahrung beschreiben, weil bereits damals verklärte Oden über das Frausein, über die Mehrfachbelastung als Mutter, Hausfrau, Kollegin, Kämpferin und Arbeiterin gesungen wurden, die fernab des wirklichen Leistungsvermögens- und willens lagen. Im marxistisch-leninistisch, ideologisch korrekten Sprachgebrauch fehlte zwar das Wort Quote, doch die im Vergleich mit der gesamten Truppenstärke der Berliner Polizeiinspektion Prenzlauer Berg zahlenmässig kleine Gruppe von Frauen  dürfte überdurchschnittlich Beförderungen und Prämien abgegriffen haben...

Ich mehrte ´rum bis zum Dienstgrad Obermeister und begann ein Fernstudium an der Offiziersschule des Ministeriums des Innern in Aschersleben.


In all diesen Jahren wurde die Berliner Luft nicht zwingend besser, war ´mal so und ´mal so, während der Anteil der Zeit, die ich im sogenannten Büromief relativ bewegungsarm verbringen musste, wuchs.

Dann wurde die Berliner Mauer "umgeschubst" und ich zum Polizei-Offizier (Unterkommissar) ernannt. Von der Prenzelberger Meldestelle in der Immanuelkirchstraße verabschiedete ich mich nach einer der üblichen Schmutzkampagnen der Bild-Zeitung und landete auf der (West-) Berliner  Meldestelle 21 in der Spandauer Radelandstrasse.

Die Arbeit in der Berliner "Zitadellenstadt an der Havel" war indes nur ein Intermezzo. Ich wurde "gegauckt", von den "Wessis" übernommen, verlies aufgrund der Ausgliederung der Meldestellen die Polizei und war fortan ein Dutzend Jahre in der Ausländerbehörde - sitzend - als angestellter Sachbearbeiter in einem Buchstabensachgebiet tätig.


Hier lernte ich übrigens Deine Mutter kennen.


Sie hatte sich versetzen lassen um eine höhere Besoldungsstufe zu erlangen.

Das klappte auch ohne das sie überhaupt verstand was in dieser Behörde ablief.

Kaum befördert war sie wieder in der Westberliner Kraftfahrzeugzulassungstelle untergekommen.


Die Berliner Ausländerbehörde war ein Bürokratiemonster, das der einheimischen Bevölkerung die Illusion von Rechtstaatlichkeit "verkaufte", während es tatsächlich als finanzielle Versorgungseinrichtung für die Berliner Anwaltsschwemme wirkte.

Als stolzer, alter, weißer Ossi fand ich es toll, feststellen zu können, das auf beiden Seiten der ehemaligen Berliner Mauer die Dumm- wie auch die Klugheit vom Herrgott gleich verteilt worden war.

Als Atheist kann ich fordern: Herr, laß Hirn regnen!


Aufgrund politischer Vorgaben wurde in der Ausländerbehörde kontinuierlich und über Jahrzehnte der Rechtbruch vorbereitet der im Sommer des Jahres 2015 mit der organisierten Völkerwanderung und dem Teddybärenwerfen auf Reisende aus fernen Ländern seinen vorläufigen Höhepunkt fand.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich allerdings die Ausländerbehörde, u..a. aufgrund einer Operation am offenen Herzen, schon lange hinter mir gelassen. Nach einer Tätigkeit als Kugelschreiberhalter beim Zentralen Service des Labo vergnügte ich mich die letzten Arbeits-und Dienstjahre in der Straßenverkehrsbehörde des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg.


Meine letzten Versetzungen waren keine freiwilligen.


Seit dem Jahr 2000 waren die Wirkungen der UN-Weltfrauenkonferenz Peking 1995 und das Durchdringen der Berliner Politik und des öffentlichen Dienstes mit dem feministischen Gendervirus mit zunehmenden Quotenwahn spürbar.

Weiblich, mit M-Hintergrund (M für Migration), jung, divers und mit Handikap waren fortan die gewünschten Einstellungsvoraussetzungen. Bald amüsierten sich mehr vom Steuerzahler finanzierte Frauenbeauftragte im öffentlichen Dienst als es noch arbeitende Männer gab.

Ich gehörte einer aussterbenden Spezies an.

Wowereit (SPD) machte Party, den ersten Spatenstich für den BER, malträtierte den öffentlichen Dienst, während sein Finanzsenator Sarrazin (SPD) den Berliner Stellenpool erfand.

Die erste Säuberungswelle überstand ich aufgrund einer angewandten Sozialauswahl.

Lisa, als minderjähriges, von mir zu versorgendes leibliches Kind hast Du mich, ohne es zu wissen, (vorübergehend) vor einer Versetzung in den Stellenpool gerettet.

Der zweiten Säuberungswelle entkam ich  nicht.

Zunächst änderte sich nur der Sitz meiner Gehaltsstelle, während der Arbeitsgegenstand und der Arbeitsort in der Puttkamerstraße blieben.

Zumindest so lange bis sich der Anwalt Deiner Mutter an den Personalrat und meinen Dienstvorgesetzten wandte und die privaten familiengerichtlichen Auseinandersetzungen Deiner Eltern bezüglich der Regelung des Umgangsrechts mit dem gemeinsamen Kind zum Vorwand nahm um meine Versetzung aus dem LABO zu fordern. Es wäre Deiner Mutter nicht zuzumuten in der gleichen  Behörde zu arbeiten wie ich, obwohl es keine beruflich notwendige Zusammenarbeit oder Abhängigkeit gab.


 

So landete ich denn im Rathaus am Tempelhofer Damm 165, meiner letzten Dienststelle.

Ich war wieder Kugelschreiberhalter und zunächst zuständig für die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen zum Befahren der Berliner Umweltzone innerhalb des S-Bahn-Rings.


Zum Glück hat jede Wurst zwei Enden.

War ein nicht wohlschmeckendes Würschtelende meine Versetzung in den Stellenpool, so war das andere Ende lecker, weil Altersteilzeit im Stellenpool zwingend (gesetzlich") zu gewähren war.

Das fand ich wiederum toll, weil ich richtig frische und gesunde Luft nur noch auf Urlaubsreisen mit der Familie erhielt, meine Bewegungsaktivitäten zu wünschen übrig ließen und mein Lebend- (Über-)gewicht sich mittlerweile auf 105 Kilo eingepegelt hatte. Mit dem daraus errechneten  Body-Maas-Index konnte und wollte ich mich nicht rühmen.


In frühen Jahren beeinträchtigte das sporadische Tragen von Gasmaske und "Vollkörperkondom" mit Stahlhelm  die ungehinderte gesunde Frischluftzufuhr.

Die bis zum Ende des Jahrtausends fehlende Verfemung des Rauchens war dem Vertreiben meiner im Paß-und Meldewesen "erkämpften" Archivblässe so wenig förderlich wie das Inhallieren von Autoabgasen als Schupo auf Fußstreife oder im Funkwagen oder später als Angestellter im öffentlichen Innendienst des Landes Berlin auf dem Weg von und zu wechselnden Dienststellen.

Als Computer noch Science-Fiction und zunächst nur filmisch getrickst bei der Raumpatrouille

und in Romanen von Stanislaw Lem auftauchten hatte ich oft eine Hautfarbe kreideweiß wie eine Karteileiche. Dank Archivstaub der Meldestellen ein Bleichgesicht statt ein gesunder Lakota-Defa-Indianerhäuptling.

Aber auch im www-Zeitalter musste ich mich  fast ausschließlich in geschlossenen Räumen des Öffentlichen Dienstes "verlustieren" um das notwendige Geld für den Schrippenkauf und zum Leben zu verdienen. Die sauerstoffreiche, gesunde Frischluftzufuhr im Urlaub, auch wenn sie im Orinokodelta oder am Mittelmeer erfolgte, war zu gering und nicht geeignet mich optisch unter die gesundheitausstrahlenden Darsteller von Bauer sucht Frau  zu mischen.


Zum Glück änderte sich das mit unserem Hausbau im Jahr 2007.


Fast wie ein Labsal kommen mir die heutigen Geruchswolken in meinen Riechzinken vor wenn die Grubenabfuhr ( Karow ist noch immer nicht an das örtliche Abwassernetz angeschlossen) kostenintensiv und ökologisch schädlich, unsere Fäkalien abpumpt.

Endlich musste ich, obwohl zwischenzeitlich zum erstarrten Kugelschreiberhalter mutiert, ´ran,  körperlich arbeiten und ´raus an die frische Luft im "Karower Auenland".

Das war und ist gut.

Vielleicht fängt das Leben wirklich erst mit 65 an nachdem sich mein Qxygen-Kreislauf-des-Lebens geschlossen hat.

Ich will noch von dem Sauerstoff profitieren den mein gepflanzter Judasbaum produzieren wird!!!

Lisa, ich werde Dir die nächsten Jahre, jeweils im Oktober ein Bild des cercis chinensis 'Avondale' schicken.

O.K.?

Abgemacht!


Mit Verweis auf die Namensherkunft Judasbaum wünsche ich mir gar, das die runden Blätter des Baumes, die sich erst während der Blüte bilden, nicht mehr  vor Scham für den an Dir begangenen mütterlichen Verrat rot färben, weil und sobald Du und ich wieder zueinander finden/gefunden haben.


Nun ist dieser Brief ein halber Roman geworden (vielleicht wird er ein "ganzes" Buch und dient als Gliederungsvorlage beim Romanschreiben).

Und doch geben Dir meine Zeilen nur einen kleinen Überblick über mehr als sechs Jahrzehnte gelebtes Leben.

Die Darstellung des Denkens, Fühlens, der Irrungen und Wirrungen...vieles fehlt.

Zum Beispiel Schilderungen des Lebens der und in der Familie, die auch Deine ist.

Einiges findest Du auf meiner Homepage, die ich im April des Jahres 2014 online stellte und die im Mai desselben Jahres immerhin schon sieben Besucher vorweisen konnte. Eine Besucherin war offensichtlich Deine Mutter. Diese Vermutung lässt zumindest ein Brief des von ihr angemieteten Advokaten zu, der mich unter Strafandrohung aufforderte binnen drei Tagen die Homepage zu löschen.

Naja, feuchte Phantasien halt.


Heute hat Sorgerechtapartheid.de mehr User als sieben und ist meiner Meinung nach eine etablierte private Graswurzelaktivistenwebsite geworden, die die Praxis des deutschen Familienunrechts anprangert.


Das Meiste in Deinem Oktoberbrief ´18 nicht beschriebene und auf meiner Website nicht dargelegte heben wir uns auf für persönliche, intimere (also familiäre Vater-Tochter-) Gespräche. Das gilt bei mir als fest vereinbart.

In der Zwischenzeit nutze Sorgerechtapartheid.de, meine Darstellung des Konfliktes in dem sich Deine Eltern befinden und die verheerenden Eingriffe der staatlichen Interventionsindustrie in unser beider Leben, zum Erkenntnisgewinn.

Was ein Eisberg für die Titanic war für meine Vaterschaft und Dein vaterloses Aufwachsen das Familiengericht.

(Noch ein paar kleine Tipps zur "Einstimmung" auf dieses unschöne Thema ohne das ich an dieser Stelle groß gegen die mütterliche Entfremderin polemisiere, weil mir ihr permantes Fehlverhalten nach Jahrzehnten manifester Erziehungsunfähigkeit und elterlicher Verwahrlosung schlicht "am Arsch vorbeigeht"...hier,   hier   und  hier.


Lisa! Mein Dank dafür, das Du mir bis hierher als Leserin gefolgt bist.

Mein Brief, der immer noch ein Brief ist (auch weil er ohne Lektorat auskommt) findet sein (offenes) Ende.

Bis demnächst verbleibe ich mit vielen lieben Grüßen

Dein Papa Bolle

mit Ausdruck-, Grammatik- und Orthographie-Benotung  "Fünf"

und einem Inhalt von "Eins und doppelt summa cum laude" ???






Lisa

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18.September 2018

noch 24

altersgerecht?

altersgerecht!

Nicht jede Kerze auf der Geburtstagstorte gehört zu den hellsten.

Die mit der 16 schon...


Hallo Lisa!


Ehrliche, aufrichtige, von Eigennutz freie, innig liebevolle Geburtstagsglückwünsche kannst Du weder von "Deiner" Hausbank noch von der kinderlosen Staatsratsvorsitzenden oder dem Leerkörper des Gymnasiums, das den Namen eines der größten Klassikers der deutschen Literatur trägt, erwarten.

Eigenlobhudelnde Kinderschützerinnen in der Rolle von Familienrichterinnen und deren kostenintensive Parasiten benutzen zwar eine verquaste rabulistische Sprache doch sie vermögen Dir weder Glück zu wünschen noch welches zu verschaffen, weil das Interesse der bei Gericht tätigen Bande durch die Gier auf das Geld Deines Vaters ein von Freveln freies Handeln zu Deinen Gunsten verhindert.


Warum sollten vom Kindeswohlbegriff Lebende Elternkonflikte einer Lösung zuführen?

Warum sollten Beerdigungsinstitute Dir ein langes Leben wünschen?


Der 16. Geburtstag ist eher nicht geeignet davon auszugehen dass Deine narzisstisch-egomanische Kreidekreismutter ihre alleinige Verfügungsgewalt über den Kindbesitz fortan zu Deinen Gunsten ausübt, ihre Defizite bekämpft und der Hass auf mich schlussendlich nicht mehr ihre Liebe zu Dir dominiert.


Schau' hin.

Hinterfrag' - Du strebst den Erwerb des Abiturs an.

Denke (und beachte den Einfluss der Amygdala, Deine emotionale Sensibilität, Dein emotionales Gedächtnis und das Dir anerzogene Sozialverhalten).

Eine Korrelation ist keine Kausalität.


Blick auf`s Leben, mach` Dir ein Bild und gestalte Dein eigenes.

Selbstbewusst und mit Gedanken so frei wie möglich.


Schluss nun mit meinem altklugen Wortsalat intellektuell angestrichener Verbrämung.

Ich bin zwar ein halbwegs normalgewichtiges Überbleibsel des Jahrgang `53 aber kein selbstverliebter, rabulistisch schwadronierender Bundesrichter a.D. wie ein Thomas Fischer.

Deshalb schnörkellos und knallhart zurück zu drei Wahrheiten.


Entfremderinnen sind Gewalttäterinnen.

Ich bin Dein wichtigster und Dir (naturgegeben) nächster männlicher Angehöriger.

Du wirst 16.


Du bist sweet sixteen.

Dein Leben wartet auf Dich.

Grund zum Feiern,

Grund zur Gratulation und Anlass für Wünsche.

Nur das Beste für Dich!

Only the best for you!


Ehrliche, aufrichtige, von Eigennutz freie, innig liebevolle Geburtstagswünsche schicke ich Dir, liebe Lisa!


Sei in Gedanken umarmt von Deinem Papa Bolle,

Deinem besten alten weisen Mann und Vater all over the universe...😉


noch ein paar interessante Verweise für Dich:  hier  (Beitrag "sweet sixteen" vom 12.September 2018) und  hier  (unter "Nachwehen/ no comment" vom September 2018)  anklicken


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August 2018

noch 25

Ich komme langsam in das Alter wo mir das Erzählen von Geschichten gestattet sei...

Ein Brief in fünf Abschnitten.

reine Lesezeit: 14.Minuten

Nachdenkzeit: unbegrenzt


Hallo,liebe Lisa,


die Pinakothek unserer Familie wächst beständig.


Während die Abteilungen der Sammlung von Anja und Annika und die meiner Enkel einen jpg-und mp4-Boom verzeichnen, quitschebunt, fröhlich und lebendig daherkommen und ständig mehr Speicherplatz beanspruchen, bleibt Dein Bilderbereich mickrig und dümpelt technisch altbacken vor sich lang hin.


Abschnitt I


Auch der kürzliche, turnusmässige Zugang von drei Fotos in dezent-diffuser Farblichkeit führte hier nicht zu einer erkennbaren Qualitätsanhebung, weil mit den Aufnahmen  formal erkennbar ein Berichtsbeschluss umgesetzt wurde mit dem die Ausführende ihren Narzissmus zu Lasten des Fotomodells auslebte.


Was Du im Radio hörst oder im TV schaust bedarf  im Regelfall keiner gesonderten Erklärung. Was Du im Normalfall auf einem Foto siehst und was ohnehin zweifelsfrei erkennbar ist, bedarf keiner besonderen Erklärung. Türen, Schluchten und Dampfloks kennen viele.

Kennst Du die Bilder mit den folgenden erläuternden Beschreibungen die mir übersandt wurden

"Lisa in einer Schlucht",

"Lisa klopft an alte Türen" oder

"Wir sind mit der Dampflok gefahren"?

Diese Fotos mit nichtssagenden Begleittext stellen Dich so unvorteilhaft dar wie ihre halbjährlichen Vorgängerkonterfeis. Durchweg konturenschwach, verschwommen, kontrast- und farbarm, mit großer Distanz zwischen Dir und der Fotografierenden erzählen diese Aufnahmen keineswegs Geschichten. Sie bleiben trotz Bildtext wort-und sprachlos in der Aussage.


Nun gut oder auch nicht.

Ich nehme das so hin.

Es kann wohl nicht jede fotografieren. Mehr noch als dieses Unvermögen bedauere ich indes die mütterliche Unfähigkeit Auskunft über Deine Entwicklung, Deine Interessen, Wünsche und Hobbys, Deine Schwächen und Stärken zu geben, obwohl ihr tagtäglich und auf engen Raum unter "einem Dach" lebt.

Mutter und Du - nebeneinander statt miteinander?

Nichts was es zu erzählen gäbe? Keine Erlebnisse?

Statt Stolz und Liebe zur Tochter zu vermitteln lassen die Fotos und die wenigen begleitenden Worte ohne Informationsgehalt vermuten, dass der Hass Deiner Mutter auf mich, weil ich mich vor 16 Jahren von ihr trennte, noch immer größer ist als ihre Liebe zu Dir.


Drei Bilder halbjährlich. Das macht sechs Fotos im Jahr.

So wächst die Abteilung Lisa unserer Familienpinakothek langsam und bleibt dennoch weiterhin klaustropobisch düster. Lisa entfremdet, unbekannt, ihrer Wurzeln beraubt, indoktriniert, fernab eines unbeschwerten und glücklichen Lebens, aufwachsend in einem Ein-Eltern-Haushalt einer vorsätzlich Getrennterziehenden.

Noch zwölf ausgewählte Konterfeis für unsere Pinakothek mit dem dürftigen Lisa-Bereich und Du bist volljährig.


Vielleicht nutzt Du selbst bald die Chance Änderungen herbeizuführen.


Das ist zumindest die mir verbliebende, unbegründete, auf Vaterliebe beruhende Hoffnung.

Hoffnung die mich veranlaßt keinen Rückzieher zu machen und zu sagen "Egal wie's läuft. Für Lisa trage ich keine Verantwortung. Ich bin nicht erziehungsberechtigt- und verpflichtet. Soll ihre Mutter den Betreuungsunterhalt für die gemeinsame Tochter, den sie  durch meine Entfernung aus dem Leben des Kindes ergaunerte, erhalten. Sei es d´rum. Mir doch egal. Schluß, Ende, Sense und Basta!"

Nein, so einfach kann väterliche Elternschaft nicht genommen werden.

So bin ich nicht gestrickt.

Meine Kinder wissen das.

Lisa, Du kannst Dich auch künftig uneingeschränkt auf mich verlassen.

Nicht nur mein heutiges Schreiben mit  niedergeschriebenen Gedanken und Erwägungen über Deine Zukunft legt davon Zeugnis ab.


Abschnitt II


Der mir von Deiner Mutter im Juli übersandte Brief enthielt neben den oben beschriebenen drei Lichtbildern noch Zeugniskopien.

Beigefügt war zudem ein knapp beschriebenes Blatt Papier mit ein paar Dutzend Worten, mit denen die Verfasserin glaubte  ihrer Auskunftspflicht über Deine persönlichen Verhältnisse in den vergangenen sechs Monaten gemäß § 1686 BGB zu genügen. Formal und inhaltlich der übliche Junk, der für mich einzig den folgenden informativen Satz enthielt:

"Sie ( damit bist Du gemeint) geht in die Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe über und strebt das Abitur an."


Wissen mach Ah!


Aha, streben wir an eine Abiturientenfamilie zu werden ?

Ich habe das Abitur 1972 gemacht und Jahre später studiert.

Deine Mutter erlangte ein sogenanntes Notabitur des öffentlichen Dienstes.

Und, nun bist Du d´ran?!

Ist das gut, richtig, notwendig und Dein Wille, Dein Traum, Dein Wunsch,Lisa?


Der Supersommer 2018 neigt sich dem Ende zu.

Bald  tausche ich meinen aufgeblasenen Schwimmsessel dauerhaft gegen die Lummerecke  im Wohnzimmer meines häuslichen Wintersitzes.

Die Ferien sind vorbei und Du, liebe Lisa, besuchst seit ein paar Tagen die 11.Klasse eines Gymnasiums im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.

Ich hoffe, dass Dein schulischer Parkourstart gut war und der Kampf um gute Noten ein erfolgreicher wird.

Was aber ist gut?

Was ist erfolgreich und was ist Dein Ziel nach dem Abitur?


Ich gebe zu, dass ich vom Berliner Schulsystem keine Ahnung habe.

Hier wurde jahrzehntelang geklugscheißert und herum- und neuorganisiert. Wer den Staatsmedien auch nur halbwegs glaubt für den dürfte die politische Dekadenz und der gegenwärtige gesellschaftliche Niedergang am Beispiel  des Berliner Bildungswesens besonders augenscheinlich sein. Der Ermessens- und Willkürspielraum den Lehrer bei der Notenvergabe nutzen können ähnelt dem von sakrosankten Familienrichterinnen. Die Hoffnung auf Notenverbesserungen in einem neuen Schuljahr sind oft fatal und meist von  vornherein illusorisch. Der im Lehrkörper kursierende Begriff von der "betonierten Fünf" ist hierfür die beredte Illustration.


Dümmer raus aus der Schule als rein? Der Rest ist Quote?

Das Einzige was in Berlin funktioniert sind Gendertoiletten und die Frauenförderung wird kolportiert.


Lisa, bevor ich Dir meine väterlichen Gedanken zu Deinem Zeugnis und den vorgesehenen weiteren Bildungsweg aufzeige möchte ich Dir, quasi als Parabel, eine bildhafte Geschichte erzählen. Meine Fotos bleiben nicht stumm.


Abschnitt III


Nehmen wir also das Bild im Briefkopf und die Story seiner Entstehung.

Abi 2017


Es begab sich zu der Zeit als Dir und mir, als Vater und Tochter noch sporadisch etwas Umgang* gewährt wurde.


Umgang ist der juristische Begriff für die Verhöhnung und die Verhinderung einer gelebten familiären Beziehungspflege. Wenn sich getrenntlebende Eltern über die gemeinsame Erziehung und Betreuung ihres Nachwuchses nicht einigen können oder wollen, bestimmen, wie Du weißt, Familienrichterinnen wieviel oder wie wenig Vater ein Kind haben darf oder ob ein Vaterverbot auch "ausreichend" erscheint.

Es bestimmen somit Leute, die einzig gelernt haben als Rechts-und Paragrafeninterpreten über Eigentumsverhältnisse richterlich zu befinden. Was diese üble Zunft sodann unter der Überschrift "Beschluss" (statt Urteil) auf Papier meißelt ist erwartungsgemäß lecker-durchwachsender Bullshit, der mit debilen und ideologischen Totschlagargumenten, die an Dumm-und Blödheit unübertroffen sind, garniert und mit Paragrafenzeichen verziert wird. So ein Beschluss ist dann bindend; d.h.: für den Vater. Der andere Elternteil darf weiter und ungehindert seine Narrenfreiheit ausleben und im gerichtlichen Komplizenchor "hoch lebe das Kindeswohl" kreischen.


So war es zumindest bei Dir und Deinen Eltern.

Rechtbrechend,rechtsbeugend, willkürlich und fern von Menschlichkeit unterliegen wir derzeit einem kammergerichtlich bestätigten totalen Umgangsausschluss bis zu Deinem 18.Geburtstag.


Unsere liebevolle Vater-Tochter-Beziehung, die zunehmend hintertrieben und  boykottiert wurde, machte das Führen familiengerichtlicher Verfahren bereits seit dem Sommer des Jahres 2004 erforderlich um Deine Rechte als Kind und meine Elternrechte zu schützen.

Die Ergebnisse sind Dir fühlbar bekannt.

An Familiengerichten heißt die betonierte Fünf "der Vater ist schuld und muß weg". 

Das war beim ersten Verfahren 2004 so.

Das traf beim letzten Verfahren 2018 (extra dämlich und verschärft) zu.

Dazwischen lagen Steigerungsformen der Inkompetenz, des ideologischen Wahns und der Rechtsverweigerung mit rabulistischen Wirklichkeitskonstruktionen fernab von Erkenntnis und Wissen. Vierzehn teure Jahre die aus einer Aneinanderreihung  juristischer Offenbarungseide und des staatlichen Kindesmissbrauchs mit massivsten Grundrechtsverletzungen bestanden. Wir mußten die fehlende Klugheit und brutale Willkür sogenannter professioneller Kindes-(besser wohl: Mutter-)wohlschützer erdulden und erleiden.


Zu der Zeit als die heutige Geschichte spielte war eine Richterin (noch) der Auffassung, dass Du und ich alle paar Wochen donnerstags für ein paar Stunden "Umgang" haben dürfen.

Zu der Zeit als die Geschichte beginnt besaß Deine Mutter ein Handy, konnte es bedienen,  SMS lesen und beantworten; d.h.: Deine Eltern  kommunizierten, zwar wenig und schlecht, aber eben noch...

Zwei Tage vor dem gerichtlich festgesetzten Umgangstag, der aus den Stunden von 15.00 bis 19.00 Uhr bestehen sollte, wandte ich mich an Deine "Chefin und Mutter". Per SMS teilte ich ihr meine Absicht mit mit Dir ins Kinderkino am Friedrichshain gehen zu wollen.

Für den Donnerstag war um 15.30 Uhr  der Animationsfilm "Urmel aus dem Eis" angekündigt.

"Prima!",dachte ich." Genau zur Umgangszeit."

Der Film war neu und altersgerecht..

Da mir die Zeit von 15.00 Uhr (Deine vorgesehene Abholung) bis zum Filmstart 30 Minuten später etwas knapp erschien, immerhin mussten wir mit dem Auto im beginnenden Berufsverkehr die Strecke von Schmargendorf zum Friedrichshain überwinden, fragte ich bei Deiner Mutter an, ob ich Dich 10 Minuten vorher abholen darf.

O.K. lautete die Antwort.

Am Umgangs(stunden)tag war ich ober-oberpünktlich vor Eurer Wohnung.

Eine Viertelstunde nach drei, das war sogar später als gerichtlich festgelegt, wurdest Du  meiner Verantwortung übergeben.

Natürlich kamen wir zu spät zum Kintopp.

Der Film lief bereits.

Unverzagt suchte ich mit Dir im dunklen Kinosaal unsere Plätze auf, nur um sie bereits wenige Minuten später wieder verwaisen zu lassen.

Du warst nicht für einen Filmbesuch "eingestellt".


So gingen wir denn  in den Volkspark Friedrichshain zum Spielen.

Bis zur Rückkehr nach Westberlin und zu den Abschöpfungsgesprächen war noch etwas Zeit.

In dieser Zeit entstanden einige Handyfotos (auch das im obigen Briefkopf).

Smartphones gab es noch nicht.

Trotz geringer Bildauflösung erscheinen mir die damaligen Bilder heute noch viel brillanter, informativer und aussagekräftiger als die derzeit von Dir (bzw. Deiner Mutter) übersandten.


Obwohl ich keine Ahnung von Mode besitze(n soll) und meine Schulzeit bereits 46 Jahre zurückliegt sind zwei Gründe zu nennen warum die alten Aufnahmen von Dir im Friedrichshain interessant und aussagekräftig für die Jetztzeit und die Zukunft erscheinen.


Erstens:


An den sogenannten Umgangstagen warst Du (ich versuche es ´mal wertungsfrei zu formulieren) stets speziell gekleidet.

Insbesondere nachdem Rosi und ich Dir ´mal ein Kleid geschenkt und angezogen hatten (Du fandest es und Dich übrigens chick, wohingegen Deine Mutter ihren anwaltlichen Mietmaul befahl gewohnheitsmäßig deppert gegen das Geschenk Herumzublöken  ....) wurde die Kleidungsauswahl zum Umgang zunehmend kauzig-auffälliger, geschlechtsneutraler und eigentümlicher, obwohl Deine Mutter monatlich viel Geld für Dich von mir erhielt.


Sicher wurdest Du nicht in Secondhandsachen gesteckt.

Meist waren noch mehr Hände "dazwischen".

Hosen, Schuhe, Shirts, oft zu groß, grässlich in der Zusammenstellung, jedoch  in ihrer  Geschmacklosigkeich sauber aufeinander abgestimmt,  gaben  eine für das Auge schmerzhafte  Vorstellung.

Auf den Bildern vom verunglückten Kinobesuch trägst Du ein T-Shirt wie ich es heutigentags meinem Enkelzwerg Maggie wohl kaum anziehen könnte. Es ist zu groß, es ist schlabbrig mit einem ausgewaschenen Rosa (trotz Bildbearbeitung) und ohne kindgerechte Applikation. Stattdessen trägst Du als leseunkundiges Kindergartenkind, quasi als Litfaßsäulenersatz und vermurksten Blickfang, den Aufdruck "Abi 2017" spazieren.


Abschnitt IV


Zweitens:


Und hier komme ich zu dem anderen Grund warum ich die alten Friedrichshainaufnahmen von Dir als interessant, informativ und aussagekräftig beurteile.

Es ist der Aufdruck "Abi 2017".

Ein Aufdruck, den Du damals weder lesen noch  verstehen konntest.

Vielmehr offenbarte das Shirt den mütterlichen Willen, gepaart mit falschen Rechenkünsten, losgelöst von Deiner kognitiven Entwicklung.

Ein 2017er Abitur hätte  einer Hochbegabtenförderung bedurft.

Weder diese noch die notwendige Begabung  waren vorhanden. Stimmt doch?!


"Sie (damit bist Du gemeint) geht in die Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe über und strebt das Abitur an," schreibt und meint Deine Haushaltsvorständin im Juli 2018.


Wird diese Ziel von Dir ohne Zeitverzug verwirklicht schreiben wir das Jahr 2020.

Also: "Abi 2020"?.

Sollte das Dein Wille, Dein Wunsch, Traum und Ziel sein, dann kann ich Dir als (derzeit)  entsorgter Vater nur die Daumen drücken und alles Gute wünschen.


Abschnitt 5


Laß mich dennoch ein paar Überlegungen vortragen.


Bei Deinen Schwestern stand das Abitur und eine nachfolgende Studienaufnahme von Anbeginn nicht als Muss auf der Agenda des Lebens. Ohne elterliche Vorgaben wie

"Abi dann und dann",

"Studium dann und dann",

"Promotion dann und dann"

konnten sie unbeschwert in der Kindkeit und Jugend heranwachsen und ihre kognitiven Fähigkeiten vor und während der Schulzeit entwickeln. Natürlich begleitet und angeleitet von  Vater und Mutter. 

Meine Auffassung "Lieber ein guter Realschüler der über schulische Erfolgserlebnisse verfügt als ein mittelprächtiger Gymnasiast für den aufgrund des Ausbleibens von persönlicher Anerkennung die Schulzeit eine schlimme und bedrückende ist." erwies sich als richtig. Als Eltern unterstützten wir unsere Töchter bei ihren (!) Entscheidungen, was sie beruflich aus ihren Leben machen wollten, so gut wie möglich. Wie Du vielleicht weißt, Lisa, haben Deine Schwestern nicht nur gute Realschulabschlüsse hingelegt sondern genauso erfolgreich ihre Medizinalfachberufe mit dazugehörenden Staatsexamen/Diplom abgelegt. Annika sogar 2 x.


Das Thema Abitur hatten sie nur kurz angedacht bevor es verworfen wurde.

Bei Dir, liebe Lisa, scheint dies anders zu sein.

Solange Du nicht die Vorstellungen und das (Stellvertreter-)Leben Deiner Mutter verwirklichst, solange Du   Dein eigenes Lebensziel verfolgst, ist das o.K.

Dein Zeugnis der 10.Klasse habe ich zur Kenntnis genommen.

Bedauerlicherweise kann ich es nicht abschließend beurteilen, weil ich Dich in Bezug auf die dort notenmäßig niedergeschriebenen Fähigkeiten und erbrachten Leistungen nicht einzuschätzen vermag.

Dein Internetprovider kennt Dich tausendfach mehr und "besser" als ich.

Ein Vergleich mit den Zeugnissen Deiner Schwestern erscheint mir unangebracht. Nicht nur weil Du  (mit dem "reinen" Blick auf die Zensuren)  schlechter dastehst sondern auch, weil sich die Zeiten und die Anforderuneg geändert haben.


Das ist nicht nur eine Floskel.


Im Berliner Schulsystem werden seit Jahrzehnten ideologische Großversuche an Schülern durchgeführt. Das geht von der Inklusion, über jahrgangsüberschreitendes Lernen, über Trends wie schreiben nach Gehör, Gender-, Religions- und Sexualindoktrination hin zum flächendeckenden Einsatz von Quereinsteigern, die vieles besitzen mögen nur eben keine Lehramtsbefähigung.

Die deutschen und speziell die PISA-Ergebnisse im Land Berlin sind beschämend.

In Berlin kannste aus der Schule dümmer ´raus als ´reinkommen.

Die Schwarmintelligenz führt grundsätzlich zu einem Absinken des Niveaus, so dass auch das von Dir angestrebte Abitur heutigentags derart an Wertschätzung und Qualität verloren hat wie seit Einführung der "neuen" (und mehrfacher  Änderung der) Rechtschreibvorschriften meine "richtige" Schreibweise.


Das Ablegen des Abiturs ist kein Endziel. Was soll nach 2020 bei Dir folgen?

Den Zensuren Deines letzten Zeugnisses (wie auch der vorherigen) entnehme ich keine erkennbaren Stärken, Neigungen oder gar Leidenschaften die das Anstreben des Abiturs begründen könnten.

Wo liegen Deine Stärken,Lisa?

Im geisteswisenschaftlichen, im handwerklichen oder im MINT-Bereich?

Mag sein, dass  die Drei die «Eins des kleinen Mannes» ist (Wie aussagekräftig sind Schulnoten?) und  die gegenwärtige Praxis der Benotung unter "Würdigung" des Schülergeschlechts Dir zum Vorteil gereichen kann.

Doch sag´mir bitte, was willst Du erreichen?

Muß jeder ein Abitur machen?

Soll jeder studieren oder gibt es nicht  bereits einen ausreichenden und nutzlosen akademischen, soziologischen, juristischen Überschuss an Ausgebildeten, an "Studierten" auf immer niedrigerem und stetig weiter abgesenkten  Niveau?


Lisa, so wie ich Deine Leistungen und Fähigkeiten aus der Ferne und als fürsorglicher und verantwortungsbewußter Vater beurteile besitzt Du eine "betonierte Drei" und ich komme, leider und sorry, zu der Einschätzung, dass Du durch weiteres Mitschwimmen im Gymnasium zu einem wertlosen Dreier-Abi kommst. Die Zeit des Anstrebens des Abiturs könnte eine nicht glückliche werden.

Ob sich das lohnt und ob der berühmte Knoten platzt?

Ich weiß es nicht.

Vielleicht läßt Du es mich wissen.

So wie ich es (heute) einschätze bleibt Dir nach 2020 nur der Einstieg in einen quotierten Job im durchverblödeten öffentlichen Dienst oder in verdummende Gender-und Schwätzerinnenstudies über. Willst Du das?


Ich wünsche mir sehr, mich zu irren.

Ob Du meinen langen Brief oder einen seiner Vorgänger liest entzieht sich meiner Kenntnis.

Aber im Jahr 2020 kann er vielleicht nochmals aus den Weiten des Internets, das bekanntlich nix vergißt, hervorgekramt und gelesen werden.

Das kann für Dich und für mich (sofern ich noch auf dieser Welt bin) wichtig sein, weil dann die Wirkung bescheuerter menschenverachtender Gerichtsbeschlüsse, die uns mit aller Wucht trafen, juristischer Sondermüll werden, einzig noch geeignet für Dich  die Defizite Deiner Mutter neu und faktenreich zu beurteilen. Das wird  schwer. Nicht nur wegen der allumfassenden Indoktrination sondern weil der Mensch den Du am meisten liebst und vertraust sich  an Dir, vorsätzlich, schuldhaft und moralisch skrupellos, vergangen hat.  Entfremder sind Gewalttäter.


Trotz alledem wünsche ich Dir eine schöne Schulzeit mit vielen Lernerfolgen, wahren Freunden und eine bleibende Gesundheit, frei von ideologischen Umnachtungen durch den herrschenden Mainstream.


In Liebe

                     Dein Papa Bolle


Du darfst anderer Meinung sein!



*Umgang“ ist juristisch das „Recht des abwesenden Elternteils, sich in regelmäßigen Abständen vom Entwicklungsfortschritt seines Kindes zu überzeugen“. Das bedeutet eine Verhöhnung des Rechtes auf das Leben von Eltern-Kind-Beziehung. Diese aber braucht Raum und Zeit und keine Reglementierung auf ein Minimum von wenigen Prozenten Lebenszeit.


 

Umgang pflegen“ kann dann nur noch als Pervertierung von Eltern-Kind-Beziehung verstanden werden.


 

„Umgang gewähren“ meint die gnädige Geste einer feudalen Fürstin, die in ihrer herrschaftlich generösen Huld einem Untertanen ein Häppchen Kind gewährt. Perverser kann „alleinerziehende“ Verfügungsgewalt nicht mehr in Worte gefasst werden.

(Begriffserläuterungen von Franzjörg Krieg. Weiteres siehe hier:)



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Juli 2018

noch 26

Hallo Lisa!


Ein schattiges Plätzchen ist für mich das Plus unseres heimischen 5-Sterne-Gartenresorts.

Bei den derzeit tropischen Temperaturen sogar ein Doppel-Plus.

Locker von der Liege, den Laptop auf dem Bauch und das gut gekühlte Radler griffbereit, sende ich Dir heute unbeschwerte, sommerlich-heiße Grüße.

Leicht"füßig" flitzen meine Finger über die Tastatur und "hämmern" die Buchstaben auf den Bildschirm.

"H" , "a" , "l" , "l" , "o"...,

Buchstabe für Buchstabe,

Wort für Wort zum Satz

- und -, letztlich zu einem Brief der Dir die Sorglosigkeit der Ferien und das Urlaubsfeeling, mit der kurzen Zeit der Freiheit von der Last des (schulischen) Leistungsdrucks, bewahrt.


Die obligatorische Frage "Wie geht´s?" kann ich mir heute verkneifen.

Ich unterstelle ganz einfach ein Prima.

Sommer, Sonne, Ferien

- was will der Bankwurm und Lehrersklave, die Gymnasiastin Lisa mehr?

Machst Du die ganzen Wochen "La Dolce Vita" oder hast Du noch anderes Wichtiges, Notwendiges, Übles oder Schönes vor?


Zu meiner (Pennäler-)Zeit, also im vorigen Jahrtausend, wollten, mussten, durften,

(such´ Dir die passende Variante selbst aus)

gingen wir größeren Schüler in den Sommerferien für zwei bis drei Wochen "malochen"; heißt: wir machten einen Ferienjob.

Ich fand das gut.

Es wurde vernünftig (ohne Steuern) bezahlt und so hatte ich für die nachfolgenden Reisen stets eigenes, selbstverdientes Taschengeld im Beutel. Für mich war der kurze Ausflug in die reale Arbeitswelt interessant.

Einmal ergatterte ich  einen Ferienjob in der Dessauer Brauerei. Aushilfsweise fuhr ich Bier(-kästen) aus, doch die meiste Zeit arbeitete ich im Abfüll-und stapelkeller.

Das erfreute insbesondere meinen Vater, weil ich wöchentlich einen Kasten Bier als Deputat mit nach hause brachte. Zu seiner janz besonderen Freude hatte ich vorher im Stapelkeller die Flaschen, die vom Abfüllvorgang noch warm und nass waren, umetikettiert (also quasi ausgetauscht), sodaß ich statt des nierenspülenden Deputats "Dessauer Helles" das anhaltinische Spezialbier Dessator   mitbrachte.

Vater staunte nicht schlecht als er eine Flasche Helles öffnete und Dessator schmeckte...


Das ist eine meiner Lausbubeng´schichten.

Gibt es solche "Lausamaidli"-Geschichten auch von Dir?


Lisa,

verreist Du in diesem Sommer erneut an die Ostsee, vielleicht gar an den Ort Deiner Taufe ?


Wir haben uns in diesem Jahr an der Nordseeküste umgeschaut. Wetter war super. Der Fisch, von Matjes bis Krabben, schmeckte lecker wie das Dithmarscher Dunkle und die weltbeste Kohlroulade. Der Besuch der Seehundstation Friedrichskoog war der Bildungshöhepunkt unserer Reise. Schade nur:

mal war das Wasser da,

mal war das Wasser wech...(schmunzel)

(Eine klitzekleine Küstenimpression findest Du auf meiner Medienseite .)

Kennst Du den Tidenkalender oder bist Du ein erfahrener Tiden-und Mövenkiecker?


Ich wünsche Dir noch schöne, seelenvergnügte, ungetrübte, sommerlich heiße und sonnenverwöhnende Ferientage.

Erhol´ Dich gut und sammel´ Kraft für das Kommende!


Ach so,Lisa!

Ich gebe noch eine kleine Erklärung zu dem, für Dich vermutlich (inhaltlich) "komischen" , Foto, das ich in meinen heutigen Brief für Dich eingefügt habe.

Das Bild dokumentiert (als sozialversicherungspflichtiger Eintrag zu meinen Arbeitsverhältnissen) meine Ferienarbeit bzw. meine Tätigkeit nach dem Erwerb des Abiturs bis zur Einberufung zum Wehrdienst.

Damals habe ich erstmals mehr als 1000 Mark verdient.

Ich lag nach dem Abi nicht (nur) auf der faulen Haut sondern jobbte als Kühlhausarbeiter.


Bei den derzeit hohen Temperaturen mag die Vorstellung von einer Arbeit im Kühlhaus angenehm sein.

Doch bedenke stets worum Du bittest.


Ich habe in Filzstiefeln, Wattejacke und Wollmütze Schweinehälften und viertel Rinder (meist tiefgefroren) aus Kühlwaggons entladen. Das war zunächst ungewohnt und ´ne körperliche Plackerei.

Doch das Blödeste war:      draußen schien die Sonne und ich hatte einen Dauerschnupfen...


Aber die Vorstellung von einem Kühlhausjob mit Speiseeisgenuss ist schön...stimmt´s?!


Ich wünsche Dir einen Eiswürfel auf die Stirn und eine funktionierende Frischluftschneise in der großen Stadt  für einen erholsamen Nachtschlaf!


Bis zum nächsten Mal!


Liebe Grüße

Dein Papa Bolle


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             Support für Lisa

Mai 2018

noch 28


Mein Brief des Monats Mai ist keine kindgerechte Sustentation sondern eine altersangemessene väterliche Hilfe,  weil Du als junge Pennälerin einer Bildungseinrichtung, die den verpflichtenden Namen Goethes trägt, demnächst die allgemeine 10jährige Schulpflicht erfüllt hast und keine Lügen mehr benötigst.


Das von mir in den Jahren 1968 bis 1972 besuchte altehrwürdige gymnasiale Gemäuer trug den historischen Namen Philanthropinum. Dort wurde ich mit den Erziehungsmaximen Menschenliebe (Philanthropie), Vernunft, Gleichheit, Natürlichkeit und Glück unterrichtet.


Tja, Lisa, so bleibt festzuhalten, das uns eine weitere Gemeinsamkeit verbindet. Unserer beider schulische Erziehung basiert auf bürgerlicher Aufklärung, Humanismus und den Werten abendländischen Kultur...


Es ist Mai. Der Monat des frühlingshaften Wohlbefindens.

Ich hoffe, Du bist bei bester Gesundheit und kannst wie ich die milde Sonne im üppigen Grün genießen. 

Das Wetter ist schön und -versprochen (!) - dieser Brief soll nicht die Länge seiner Vorgänger erhalten.

Im Mittelpunkt meiner heutigen Zeilen steht eine Vater-Tochter-Information.


Hallo Lisa,

mein lieber Kebskegel*, meine liebe Tochter,


es ist keinesfalls so, dass Deine Mutter nicht auch als Elternteil handeln würde.


Für Deine vorsätzlich herbeigeführte vaterlose "Allein-"Betreuung beansprucht sie Geld welches sie seit mehr als zehn Jahren in nicht unerheblichen Umfang von meinem Gehaltskonto pfändet.

Die gravierenden Unterschiedlichkeiten Deiner Eltern sind Dir nicht neu und Du ahnst seit Langem, dass die Ablehnung von Elternschaft nicht förderlich für ein kindgerechtes, jugendgemäßes Aufwachsen und für ein unbeschwertes und glückliches Leben sein kann.


Würden sich Deine Eltern gemeinsam und verantwortungsvoll um Dich kümmern und sorgen, könntest Du die Beziehung mit Mutter und Vater pflegen, zusammen mit ihnen  aufwachsen, würdest wissen von wem Deine Identität stammt und wo Deine Wurzeln liegen, doch der Geldfluss auf das Konto Deines mütterlichen Elternteils wäre in Gefahr. Einige Klugscheißspezies nennen das dann Kindeswohlgefährdung...


Paradoxerweise (und weil Eltern immer Eltern bleiben, auch dann wenn ein missratener und defizitärer Teil von ihnen dies aus egomanischen Gründen nicht will) erwuchs   Deiner getrennterziehenden Mutter durch ihr kindesfeindliches, entfremdendes Handeln (Achtung: Juristendeutsch. Guckst Du hier und hier)  die Pflicht zur Auskunftserteilung über die persönlichen Verhältnisse des gemeinschaftlichen Kindes an den von ihr entsorgten väterlichen Elternteil, an mich - an Deinem Papa...


Bis Deiner Mutter und ihrem Advokaten diese Elternaufgabe verklickert werden konnte bedurfte es mehr als einen Zweijahreszeitraum mit separaten Gerichtsverfahren und einem verpflichtenden Beschluss.


Seitdem erhalte ich, mehr oder minder freiwillig, alle halbe Jahre einen Brief von ihr, dem der erkennbare Widerwille der mütterlichen Pflichterfüllung nicht abgesprochen werden kann.

Ob die schriftlichen Auskünfte die Verfasserin oder ihr Opfer bloßstellen oder nur den scheinbaren Nachweis von Rechtstreue und geistiger Gesundheit erbringen sollen, kannst Du selbst befinden, sobald Du diese bemitleidenswerten Armutszeugnisse gelesen hast. Ich bewahre sie für Dich auf...

Glaub´ nicht, dass ich Dich aus Eigennutz veräppeln würde.

So wie ich Einsicht in meine Stasiakte nehme kannst Du einst das mütterliche Konvolut über Dein Leben als Kind einsehen.

Mach´ Dir ein Bild von dem was von Dir verbreitet wird!

Die halbjährlichen, dürren und schmalbrüstigen Dossiers enthalten sorgsam ausgesuchte und sichtlich bemühte provokante Worte sparsamster Anzahl, die geringen bis keinen Informationsgehalt über Dein Leben und Deine Entwicklung zulassen.


Wir sollen uns fremd bleiben.


Lisa, offensichtlich bist Du ein Kind von dem die Mutter, die mit ihm zusammen lebt, nichts weiter zu berichten weiß, als das es gerade einen Schnupfen hinter sich oder einen vor sich hat. Bist Du ein Neutrum ?

Den mütterlichen Auskünften vermag ich weder Rückschlüsse auf Deine "persönlichen Verhältnisse" noch irgendeinen Stolz auf Dich und Dein Erwachsenwerden  entnehmen.

Nicht einmal Deine schlechteste Freundin würde ein  derart mieses Bild von Dir zeichnen.

Sicher wäre es in Deinem ureigenen Interesse selbst über Dich und Dein Leben zu berichten, zu erzählen. Doch das darf (noch) nicht sein.


Die laut Gerichtsbeschluss von Deiner Mutter beizulegenden drei Farbaufnahmen senken den Informationsgehalt der Auskünfte weiter, weil die Farb-, Schärfe- und Motivauswahl dem Ziel Deiner Erkennbarkeit nicht dient.


Einzig die Inhalte der Zeugniskopien berichten (eingeschränkt) über Dein Leben und lassen erahnen was Deine Stärken und Schwächen, Deine Interessen und Dir Grauendes sind. Über Hobbys, Befindlichkeiten, Wünsche, Wohlbefinden und Glücklichsein geben Zensuren keine Auskünfte.

Überhaupt, Lisa, wie schätzt Du Deine Zeugnisse ein?

Sind sie nah an (Deiner) Wirklichkeit oder geben sie ein verzerrtes Bild meiner Tochter wieder?


In einigen Wochen schreiben Deine Lehrer  erneut Zahlen auf Blätter und händigen  den  schulischen Leistungsnachweis aus bevor sie Dich in die (wohlverdienten?) Ferien entlassen.

Sind noch Überraschungen zu erwarten?

Mein Interesse an Deiner Benotung ist dieses Mal noch größer, weil mit dem Zeugnis der 10.Klasse auch Weichen für den weiteren schulischen Weg gestellt werden.


Da ich nicht erwarte von Deiner gerichtlich bestellten Auskunftserteilerin  verwertbare Informationen zu erhalten und ich Dir als Vater ohnehin rate

"Mach´ Dir ein Bild von dem was von Dir verbreitet wird!"

wäre es ein echter Schritt auf dem Weg zum Erwachsensein würdest Du mir selbst mitteilen, wie Deine schulische Zukunft aussehen soll und was Du anstrebst.

Vielleicht kann ich Dich, trotz unserer Entfremdung und den gegenwärtig laufenden Willkürmaßnahmen, unterstützen, vielleicht gar raten und helfen.

Augen auf bei der Elternwahl und Augen auf bei der Berufswahl ! = das ist (mein) Humor!


Nachdem die Vasallinnen des Mutterwohls gewohnheitsmäßig das richterliche Gewaltmonopol missbrauchten und Dir und mir jedweden Kontakt und die familiäre Beziehungspflege bis zu Deiner Volljährigkeit verbieten, steht , auch für Dich, die Frage an: "wie nun weiter?"


1. Ich bin und bleibe Dein Vater, verantwortungsvoll, redlich, zuverlässig, liebevoll.

2. Mein Interesse an Dir, Deinem Leben, Deiner Entwicklung ist ungebrochen.

3. Ich schreibe Dir weiterhin und biete Unterstützung, Hilfe und Zuflucht an.


Deine Mutter informiere ich postalisch und versetze sie in die Lage, Dir meine Kontaktdaten und Zugangslinks zu Deinen Briefen jederzeit mitzuteilen sofern Du nachfragst.

Zum Zweck der Dokumentation und als Nachweis für Dich füge ich den Brief an Deine Mutter diesem  Onlineschriftsatz  als Postskriptum an.

Die beliebte doitsche Ausrede "Davon haben wir nichts gewusst" steht ihr somit nicht mehr zu Verfügung (...,weil: das Internet vergißt nicht.).


Für heute mag mein väterlicher Support seinen Herunterfahren-Button erreicht haben.


Ich wünsche Dir noch eine schöne Maienzeit,

zielgerichtete und erfolgreiche Anstrengungen um vielleicht noch einige "End"zensuren auf dem Zeugnis in die "richtige Richtung" zu bewegen


herzlich Dein Papa Bolle



*Kebskegel, sprachliche Eigenschöpfung, ist eine liebevolle, tautologische Verballhornung der Begriffe Kebskind oder Kind der Kebse und Kegel und zugleich eine satirische Antwort auf die kuriosen Begriffsschöpfungen im deutschen Familienrecht mit denen Väter rabulistisch aus dem Leben ihrer Kinder entfernt, herausgekegelt ,werden.

So wie eine Kindeswohlgefährdung eine Gefährdung des Kindeswohls ist ist ein nichteheliches Kind einer Kebse ein unehelicher Kegel des Vaters. Der Begriff parodiert die Aussage, wonach nichteheliche Kinder den ehelichen gleichgestellt wären. Wäre die Aussage wahr käme es mit der Geburt des Kebskindes nicht zu einem "einseitigen"Sorgerechterwerb nur durch einen Elternteil.

Vorliegend wird mit Kebskegel ein von der Kreidekreismutter malträtiertes Kind bezeichnet (siehe hier )


Postskriptum

Dokumentation sowie Info für Lisa

Brief an den mütterlichen Elternteil


"Sehr geehrte Mutter von Lisa!


In Ermangelung anderer Möglichkeiten der elterlichen Kommunikation wende ich mich schriftlich an Sie.

Ihre Tatbeteiligung an der Entfremdung unseres gemeinschaftlichen Kindes ist maßgeblich.


Als Teil der mütterzentrierten familiären Interventionsszene segnete die Richterin am Kammergericht Heike Hennemann Ihren Willen zur Verhinderung einer gelebten Vater-Tochter-Beziehung juristisch ab.

Bis zur Volljährigkeit von Lisa ist mir jedweder Umgang* mit ihr verboten.


Das gerichtlich verhängte Kontaktverbot beinhaltet ein sogenanntes Briefschreibverbot mit expliziter Sanktionsandrohung; d.h.: ein Brief an meine Tochter könnte mir ein Ordnungsgeld von bis zu 25000 Euronen oder eine Ordnungshaft bescheren.

Deshalb wende ich mich hilfsweise an Sie als Lisas anderen Elternteil, weil wir, sämtlichen gerichtlichen Ergüssen zum Trotz ,Vater und Mutter, die Eltern des Kindes, bleiben.

Zur argumentativen Adelung eigener Egoismen verbräme ich den Begriff des Kindeswohls nicht.


Ich bleibe weiterhin der verlässliche Elternteil und verantwortungsbewußte Vater.

Bitte teilen Sie das Lisa mit und geben ihr meine Kontaktdaten.

Jederzeit und in allen Belangen kann sie sich an mich wenden.

Selbstverständlich führe ich die Rubrik "verbotene Briefe" auf meiner Homepage fort.

Bitte machen Sie dem Teenie meine monatlichen Onlinebriefe   (http://sorgerechtapartheid.de/verbotene%20briefe%203/index.html )  durch Mitteilung der Url oder des Link zugänglich.

In unregelmässigen Abständen werde ich mich an Sie, sehr geehrte Kindbesitzerin, wenden, damit mein ungebrochenes väterliches Interesse am Werden unserer Tochter von Ihnen an Lisa übermittelt werden kann.


Zum Zwecke der Dokumentation stelle ich das heutige Schreiben auf http://sorgerechtapartheid.de/ online.


Aufgrund der Vollendung des zehnten Schuljahres wird um Auskunft über den vorgesehenen weiteren Schul- und Ausbildungsweg Lisas gebeten. Welchen Berufswunsch verfolgt sie?


Mit elterlichem Gruß


G.B.


Berlin, den 26.Mai 2018

*Umgang ist der rabulistische Begriff für die Verhöhnung des Rechts auf das Leben einer Eltern-Kind-Beziehung"



 


                             

E i s s c h n u t e


Juni 2018

noch 27

Hallo Lisa !


Wer genießt auf den Fotos das Summer Feeling und zu wem gehört wohl die Lecker-Eis-Schnute?

Wie geht es Dir?

Alles gesund in Bauch, Kopf, Skelett und auch bei dem was so Seele genannt wird?

Hat Dich das Bald-sind-Ferien-Feeling erwischt oder macht sich eine grummelnde Zeugnis"vorfreude" breit?


Mit Blick auf den bevorstehenden Sommer ´18 und Deine Speiseeisleidenschaft erhälst Du heute von mir einen gratis Insidertipp, einen familiären Gourmettipp.


Wat ´ne Dampfmaschin´ iss, weißt Du als Gymnasiastin by Goethe-Gym.

Ich stelle mich mal janz dumm, und sage, ein Dampfmaschin´ iss ne jroße, runde, schwarze Raum mit zwei Löchern. Durch das eine kommt der Dampf rein, un das andere sach´ ich späta...

So hab´ ich mir die fachkundigen Ausführungnen von Lehrer Bömmel in der Feuerzangenbowle gemerkt.

Mit Rezept für eine Feuerzangenbowle kiekste hier

oder zum Glotzen

(eine fünf-Minuten-Unterrichtsstunde Physik für "fortgeschrittene" Pennäler  mit "ne fiese Charakter") kiekste hier.


So, nu wisse mer, was ´ne Dampfmaschin´iss.


Aber, was ist eine Eismaschine? Um die geht es nämlich in meinem heutigen familiären Insider-Gourmet-Tipp für Dich, Lisa?


Da tue ich ´mal janz klug und sage, eine Eismaschine iss ´ne große Blechbüchse in die an einer Stelle Strom  rein und an  ´ner anderen kaltes Eis rauskommt. Wie das funzt sach´ ich später oda nich...


Lisa, solltest Du in den Sommerferien unterwegs sein und ein tolles, super leckeres Eis zur Erfrischung suchen, kannst Du es bei mir/uns im Karower Auenland finden.

Psst!!

Das ist ein Geheimtipp von Deinem Papa. Immerhin weiß ich noch, dass Du während unserer kurz gehaltenen Dates stets leidenschaftlich Gefrorenes gefuttert hast. Schoko, Frucht, Vanille, selbstgemachtes Stieleis in Plastikformen, also das ganze  Angebotsprogramm was unser Gefrierschrank damals so hergab.

Am Pfingstmontag, den 28.Mai 2012 um 12.29 Uhr (schön das Digitalaufnahmen das Datum speichern) hast Du mit Annika letztmals einen Eisbecher auf unserer Terasse gefuttert.

O.K.- das war gekaufte Fertigeiscreme.

Ohne Eisgenuss musstest Du seither zwielichtige Richterinnen und deren verlogene Komplizinnen treffen. Deine Familie - und das gefrorene Lukullische bei mir - wurde Dir vorenthalten...


Inzwischen sind wir mit der Zeit und ihrer technischen Entwicklung mitmarschiert und besitzen seit ca. zwei Jahren eine Dampf-, ne(!), eine Eismaschin´ mit Kompressor.

Das Küchenwunderwerk für Eismacher wurde zwar im vergangenen Jahr ausprobiert, doch richtig in Fahrt kam unsere Eisproduktion erst in diesem Jahr. Rosi experimentierte wie ein Weltmeister. Erst wurden Rezepte aus dem Internet ausprobiert, dann frei gemixt und ausprobiert. Sahneeis Vanille. Oder Schokosahne...hmm, oberlecker mit extra großen Schokoladestücken. Und erst das Sorbeteis. Nicht nur gesund sondern fruchtig und erfrischend.

Lisa, Du kannst bei uns alles haben außer Bratwursteis.

Aber auch das dürfte sich machen lassen.

Besonders empfehlen kann ich Dir Sorbeteis der Sorten Mango, Banane, Blaubeer, Erdbeer und Erdbeer-Rhabarber (der Rhabarber kommt übrigens aus Petras Garten an den Du Dich vielleicht noch erinnerst, weil Du dort einige Male mit ihren Enkeln Max und Florian gespielt hast.)

So, das war mein geheimer, familiärer Gourmettipp für Dich.

War/ist er was für Dich und Deinen/unseren Sommer?

Komm´ gut über die Giftblatt-Zeugnisausgabe der 10.Klasse und lass hören oder lesen, wie es schulisch bei Dir weitergeht. Nimm´ die Info selbst in die Hand. Nur so kannst Du sicher stellen, das kein Unfug bei mir ankommt. Bei dem Dürftig-Belanglosem was Deine Mutter ansonsten so halbjährlich mitteilt muss angenommen werden ihr würdet überhaupt nicht zusammen in einem Haushalt leben, weil sie offensichtlich keine Ahnung von Deinem Leben, Denken und Fühlen besitzt oder für nicht mitteilenswert hält.

Ein Offenbarungseid. Na ja..so lange wie es dauerte wird es nicht noch einmal.


Hab´eine gute Zeit und erhalte viele Grüße von Deinem

Papa Bolle

Übrigens:

Am ersten Sommerferientag hat Deine Schwester Anja Geburtstag.

Deine Nichte Ayse im fernen Osmanien wurde vier Zwerge hoch. Auch Deine Berliner Nichte Maggie feierte Anfang des Monats zwei Tage lang ihren 4.Geburtstag.

Das war anstrengend - für (mich als) Opa.

Jetzt ist sie mit ihren Eltern in Urlaub an der Nordseeküste und ich kann in Ruhe im Pool planschen...

Bald wieder mehr family news von mir die frei von fake und hate sind. Smile!!!


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Nach den langen und für Teenager anspruchsvollen Osterbrief geht es heute kürzer und unterhaltsamer, boulevardmässiger und dem  Niveau getrennterziehender Haushalte angepasst weiter.

April 2018

noch 29

Wieder da, ohne weg gewesen zu sein.


Hallo, meine liebe Tochter Lisa!


Ich bin zurück ohne mein geliebtes "Karower Auenland" überhaupt leibhaftig verlassen zu haben.

Reisen ohne weg zu sein und Du fragst mich, wie das möglich sein soll.

Tja, Dein Papa war auf Zeitreise.


Bereits 1786 schrieb Matthias Claudius "Urians Reise um die Welt", ein Gedicht welches mehrfach vertont wurde und dessen Eingangsvers zu einer Redewendung wurde.

„Wenn Jemand eine Reise thut,

So kann er was (v)erzählen;

  Drum nahm ich meinen Stock und Hut

Und thät das Reisen wählen.“

Ob vor mehr als 250 Jahren bereits ein Reisen in der Zeit vorstellbar war glaube ich nicht.

Doch wieviel mehr kann bei dieser Art des Reisens, der Streifzüge durch die Zeit, erzählt werden?


Lisa, ich war weg und dennoch da.

Ich befand mich auf einer spannenden historischen Tour ins Gestern.

Dein Papa ein Zeitreisender?

Nun gut, das mag etwas übertrieben sein, bin ich doch kein (einst) verlachter Herr oder Meister Urian. Ich weiß schon, dass aktuell einzig Zeitreisen in die Zukunft denkbar (jedoch nicht machbar) sind. Dass hingegen auch Reisen in die Vergangenheit, wie sie in vielen Werken der Science-Fiction beschrieben werden, überhaupt physikalisch, logisch oder metaphysisch möglich seien, wird vielfach bezweifelt und es gibt dafür keine empirische Evidenz.

Bereits das Gedankenspiel des  Großvaterparadoxons macht mich  schwurbelig...oder  kannst Du Dir schwarze Löcher oder  gar Wurmlöcher als mögliche Reisewege   vorstellen?


Die heutigentags einzige und scheinbar erfolgreiche tatsächlich Zeitreise ist offensichtlich nur die der  bärtigen Muselmannen aus dem Morgenland, die als erwachsene Männer aufbrechen um dann bei uns im Abendland als 17-Jährige einzutreffen.

Diese märchenhaft-orientalische Art des Reisens ist indes nicht meine.


 

Für meine Expedition in die Vergangenheit nutzte ich technische Hilfsmittel der "uralten Art", von denen Du vielleicht schon ´mal gehört hast, ohne sie allerdings je angefasst oder getestet oder zum Laufen gebracht zu haben.

Ich katapultierte mich mit Schmalfilmen in eine Vergangenheit, in eine Zeit so schlappe zwanzig Jahre vor Deiner Ankunft auf Mütterchen Erde.


Wir beamen uns ins Jahr 1982.

"Beam uns zurück, Scotty!"

Ich war noch keine 30, Deine Schwester Anja fieberte ihren sechsten Geburtstag entgegen und Annika trug  noch Windeln aus Baumwolle...


Zu den wenigen Möglichkeiten sich in meiner alten Heimat  per Konsumentenkredit verschulden zu können gehörte die Aufnahme eines zinslosen Ehedarlehens  über 5000 Mark, dessen Rückzahlsumme sich mit der Geburt des ersten Kindes um 1000 Mark und mit der Geburt des zweiten Kindes um 1500 Mark verringerte.

Mit der Geburt Deiner Schwester Annika hatten wir die Verbindlichkeit "getilgt".

Ratenkredite waren in der DDR fast unbekannt bzw. stets in einem kleinen Zeitfenster befristet und zweckgebunden, wie z.B. für den Kauf eines Farbfernseher oder den Erwerb einer Schmalfilmausrüstung.

Kurz vor Anjas 6.Geburtstag "schlug" ich als (Kredit-)Käufer zu und investierte rund 1400 Märker in den Projektor Russ, die Kamera Quarz, eine Filmleuchte, eine Perlleinwand, zwei Super-8-Farbfilmkassetten und einen Hase-und Wolf-Zeichentrickfilm.


Hier für Dich ein Blick auf meinen damaligen Kauf, der heute einem musealen Schatz ähnelt: dies ist der Filmprojektor und das ist ein Bild von der   Kamera. (Übrigens: ich musste ohne Ton auskommen...)


Am 5.Juli 1982 begannen bei uns die Bilder in ORWOcolor zu laufen.


Hauptdarsteller und Star des ersten Farbfilms war natürlich das Geburtstagskind Anja, vom Aufstehen über die Gratulationsrunde zum  Geschenkeauspacken, vom Spielen und Toben bis zum Ausblasen der sechs Kerzen (plus dickem Lebenslicht) und dem abendlichen "Federball" im Schlafzimmer. Als absoluten Höhepunkt der Feier hielt die Kamera die Kaffee-, Kakao- und Kuchenrunde mit allen Gästen in bewegten Bildern fest. Oma, wie stets mit adrett hochgesteckten Dutt, war mit Cousine Ivonne aus Dessau angereist, der Berliner Opa paffte genüßlich eine Zigarre der Marke "Weiße Elster", Tante Loni sorgte für Kaffeenachschub, Baby Annika strampelte und Nachbarsjunge Martin war, obwohl in Begleitung seiner Mama, kess wie immer und stand mit Anja im Wettstreit um die beste Grimasse...


Natürlich folgten dem Ersten weitere Filme.


Es war ganz einfach an Super-8-Kassetten zu kommen. Sie waren keine Mangelware und es gab sie in jedem Fotoladen und Souvenirkiosk. Der Preis lag bei 16 Mark inklusive Entwicklung bei ORWO. Für 15 Meter zu belichtendes Zelluloid, also ca. 4 bis 4,5 Minuten Film in der Endfassung, war das bei unseren damaligen Einkommen auch nicht so ganz ohne; d.h.: es wurde gegeizt, vorher überlegt was aufgenommen werden soll und die Einstellungen blieben kurz (manchmal zu kurz, weil ja Wackler und Müll noch herausgeschnitten werden mussten).

Stets war die Spannung groß bis die entwickelten Kassetten im Briefkasten lagen.

Beim Einfädeln des fertigen Films in den Projektor, es mussten stets kunstvolle Schleifen, nicht zu straff und nicht zu schlabbrig, gelegt werden, stellte sich oft ein Gefühl ein  wie beim Öffnen einer Wundertüte - auch, weil die Qualität der Entwicklung arg überraschen konnte.

(Schau Dir ´mal unsere unterschiedlichen Farbfotos aus  dieser Zeit an, manchmal garnicht so schlecht und manchmal ein Graus. Lag es am Papier oder den Entwickler oder dem Labor oder schlicht am Orwo-Farbfilm? Ich habe keine Ahnung und viel Zeit beim Digitalisieren alter Fotos gebraucht und manches alte Bild gerettet und verbessert...)


Dem 1.Geburtstagsfamilienfilm folgte schnell ein sommerlicher Badeausflug an den Orankesee mit Annika im Sportwagen, mit Schwimmflügeln für Anja, mit gut gefüllten Proviantkorb und - natürlich - mit der nigelnagelneuen Super-8-Ausrüstung. Filmkassette eingelegt, Quarzkamera aufgezogen und los ging es. "Film ab und bitte grinsen!"

Ui, was sah ich damals  schlaaank aus...

Übrigens, Lisa, diesen Badesee im Norden der Stadt hast Du auch einmal erleben dürfen.

Mit mir und meinem roten "Kremser"(Hyundai Sportcoupe´) bist Du (24 Jahre nach den geschilderten Schmalfilmaufnahmen) 1 X für zwei knapp bemessene Stunden dorthin gefahren. Wir mieteten einen Strandkorb und futterten unseren Proviant ratzfatz auf. Du spieltest am Strand und kauftest Dir dann ganz allein und als Nackedei am Kiosk ein Bubblegum-Eis. Rot. Deine Schnute war für den Rest des Tages dunkelrot eingefärbt. Auch Dein mutiges Baden im tiefen Wasser, Du suchtest Delphine, half nix mehr...das war farbechter Bubblegum.

Schmalfilmaufnahmen von unserem Badeausflug existieren nicht.

Aber super tolle Videoaufnahmen...


Doch zurück zu meiner Zeitreise ins vorige Jahrhundert.

Ich sah mir Filme von Einschulungen an, vom "normalen" Familienleben, von Schlitten-  und Fahrradtouren, von Ausflügen in den Tierpark, in den Kulturpark Plänterwald oder zur Freilichtbühne im Friedrichshain. Berlin feierte seinen 750.Geburtstag. Meine Kamera auch.

  An Reisen nach Prag und an die Ostsee konnte ich mich bildbewegt erinnern. Bei Umzügen war die S-8-Kamera genau so dabei wie bei Ausflügen nach Dessau zu meinen Eltern. Die selbstgebaute Hollywoodschaukel im Anhaltinischen Garten meiner "alten Herrschaften" (die Altvorderen waren damals in ihren "Fuffzigern") konnte ich, obwohl der Film als Stummfilm lief,  unter der Last all der Kinder, Schwiegersöhne, Schwiegertochter und sechs Enkelkinder förmlich ächzen hören.


Die letzten Super-8-Schmalfilmaufnahmen machte ich im Sommer 1990.

Als am 01.Juli die Währungsunion in Kraft trat urlaubten wir im Südosten der Ostseeinsel Rügen, auf der Halbinsel Mönchgut in einem Ferienheim im kleinen Küstendorf Lobbe.

Das Wetter war prächtig, das Wasser erfrischend und der Wechsel von Mark auf D-Mark bescherte teilweise kuriose Erlebnisse. Mit Schmalfilmkassetten urlaubsmäßig gut ausgestattet konnte ich die letzten Aufnahmen von uns als Nackedeis und als (bekleidete) Fahrgäste des "Rasenden Rolands" schießen.

Es kam viel Dampf aus dem Schornstein der Schmalspurlok.

Meine Quarz-Kamera hielt ihn als letztes fest.

Dann war "Конец Фильма" angesagt, das Ende meiner Schmalfilmära.


Bereits zum Geburtstag meiner Frau im November kam eine große Videokamera mit Direktaufnahme auf Videokassette VHS 240 zum Einsatz...


Meine kostbaren Erinnerungsschätze auf Super 8 bewahrte ich jahrzehntelang auf.

Unzählige Male klebte ich die Filme, nur damit sie dann wieder reißen konnten.

Amateurmässig sicherte ich die Filme auf VHS  und später auf DVD. Qualität, naja...

Mehrere Umzüge machte der Karton mit dem wertvollen Zelluloid mit.

Die Filmleuchte gab ihren Geist auf.

Kamera und Projektor "warfen die Hufe hoch"  und wanderten in den Müll.

Ich nahm das nicht schwer. Die Fummelei beim Kleben der Filme und das Einfädeln in den Projektor war ohnehin nie mein Ding gewesen.


Meine "Reise" in die eigene Vergangenheit mittels der kostbaren Super-8-Filmerinnerungen empfand ich als  angenehm. Ungefragt, wie von selbst,  bestätigte es sich erneut:

Wir hatten eine gute Zeit.

Statt Schwermut offerierten die filmgestützten Erinnerungen Dankbarkeit.

Auch ohne die bewegten Bilder weiß ich, dass Deine Schwestern Anja und Annika auf eine glückliche und fröhliche Kindheit und Jugend zurückblicken können. Sie wuchsen sorglos mit Mutti und Vati in einer großen Familie und mit vielen Freunden auf. Es war für sie eine unbeschwert neugierige Zeit dessen Lebensgefühl von der hellen und heiteren Welt eines Alfons Zitterbacke geprägt wurde. Das dunkle Grauen des Harry Potter Universums war noch weit, weit weg.

Deine Schwestern gingen vormittags allein zum Unterricht und nachmittags auf einen Spielplatz oder auf die Wiese vor' m Haus. In der Schule lernten sie lesen, rechnen, schreiben und denken. Die Welt, in der sie lebten, war eine beschützende.  Juristen und Soziologen gehörten noch zu den arbeitsscheuen Minderheiten.  Die allgemeine Verrohung und Vertrottelung hatte noch nicht Fuß gefasst und die wachsende Anzahl Bekloppter und Verblödeter in Berlin fiel  bis dahin nicht allzu augenscheinlich ins Gewicht. Die temporäre Genderideotie musste erst noch ausgebrütet werden und Massencharakter erlangen.


Eine Kindheit im Jahr 1982 mit einer des Jahres 2018 oder gar mit meiner um 1960 vergleichen? Ich könnte es.

Technisch hat sich viel geändert.

Und sonst?


Lisa, Dein Leben ist einzigartig.

Du lebst in einer scheinbaren (nationalen) Friedenszeit mit prosperierender Wirtschaft.

 

Wie Deine Schwestern hast Du ein Dach über den Kopf, erhält zu Essen, wirst gekleidet und bekommst von mir Geld.

Deine Kindheit und Jugend wäre  mit der glücklichen Zeit die Deine Schwestern verlebten vergleichbarer wenn Du eine Chance des Aufwachsens mit Deiner väterlichen Familie hättest nutzen und genießen können. Ob Dein Leben mit einem "ganzen" statt rudimentären Familienleben jetzt und künftig besser oder noch besser verlaufen würde, kann und will ich hier nicht schreiben.

Aufregender, vielfältiger und mit mehr Liebe und Zuneigung -

das wär´ Dein Leben auf jeden Fall.


Bei gedanklichen Reisen in der Zeit, bei Reisen in die Vergangenheit verbietet sich das Spekulieren. Was wäre Napoleon ohne Waterloo? Was wäre unsere Heimat ohne Merkel? Es ist so wie es ist bzw. war. Kein Großelternparadoxon ändert irgend etwas.

Die erhoffte süße Wonne der Nostalgie war  indes nicht mein einziger Expeditiongrund in die "alte und vergangene Zeit".

Nein. Es gab völlig neue Möglichkeiten.

Endlich konnte ich mich nämlich von den alten Filmen trennen. Neue, preislich erschwingliche Technik ermöglichte es mir die Erinnerungen zu digitalisieren. d.h.: nie wieder Super-8-Filmerei.

Für sieben Tage und "schlappe" 49 Euronen lieh ich mir einen HD-XL-Film-Scanner & -Digitalisierer für Super 8 und 8 mm aus und zum letzten Mal "jagte" ich mein privates Zelluloid von einer Filmspule zur nächsten. Dieses Mal dauerte das Aufwickeln der Filme auf der Aufnahmespule eine gefühlte Ewigkeit, weil pro Sekunde (nur) zwei Bilder abgetastet, gescannt wurden.

Super-8-Filme wurden meist mit 18 Bildern pro Sekunde aufgenommen. Bei einer Digitalisierungsgeschwindigkeit von 2 Bildern pro Sekunde musst Du für 1 Minute Schmalfilm 9 Minuten Zeit einplanen bis er auf SD-Karte gespeichert ist.

Fast hätte ich die Ausleihdauer überzogen obwohl der Digitalisierer nahezu pausenlos lief.

Ich habe es geschafft. Das Ergebnis ist gut.

Wertvoll.

Nicht nur für mich, sondern für die ganze Familie, wie auch für vorübergehend entfremdete Mitglieder wie Dich. Ich meine, mit der Kenntnis seiner Wurzeln lebt es sich intensiver, bewußter, besser. Auch ist es schön Angehörige wiederzusehen bzw. kennenzulernen die nicht mehr unter uns leben, doch für die Familie und ihre Geschichte unvergeßlich und bedeutsam sind.


So beendete ich meine Reise in die Zeit vor mehr als 30 Jahren mit einem guten Gefühl.

Fast Vergessenes konnte ich ausgraben und  den Wahrheitsgehalt des Spruchs mit dem ich meinen Brief begann,

"Wenn Jemand eine Reise thut,

So kann er was (v)erzählen"

beweiskräftiger als jede Familienrichterin bestätigen.

Ist mein Brief nun kind-, teenager-, psychologengerecht?

Ach, Lisa, sch... auf die Frevler,Lügner und Dummschwätzer!

Mein Brief ist wieder länger geworden und dabei könnt´ ich noch viel mehr (v)erzählen...


Für heute mag es genügen.

Ich wünsche Dir eine gute Zeit und freu' mich schon jetzt darauf mit Dir eine filmische Videoreise antreten zu können.

Neben den 540 Digitalfotos aus der kurzen Zeitära als Du und ich ab und an Vater und Tochter sein durften, existieren noch tolle S-VHS-Aufnahmen, wie z.B. die von Deiner Delphinsuche im Orankesee, von unserem gemeinsamen Kuchenbacken, von Deinem (fehlerfreien) Aufsagen eines Weihnachtsgedichts und v.a.m....


Freu Dich auf die Zukunft und sei gespannt!

Mein Kampf gegen das Dir und mir zugefügte abartige Verbrechen der Entfremdung und des Missbrauchs wird mit den Film- und Videosequenzen, meinen Briefen und der Website Sorgerechtapartheid.de mein Vermächtnis.

Sicher!


Bleib gesund und


herzlich grüßt Dein Papa Bolle

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Februar 2018

noch 31

Hallo, meine liebe Tochter Lisa!


Immer noch strebe ich einen Briefwechsel mit Dir an.

Weil Deine Mutter das nicht will habe ich mich notgedrungen an das Gericht gewandt damit dort entschieden wird.

Vor einigen Tagen musstest Du nun das Kammergericht in der Elßholzstraße aufsuchen.

Ein imposantes olles Gemäuer.

Da fühlste Dich gleich richtig klein wenn de vorm Kadi stehst.


Die Richterin Heike Hennemann (älter als Deine Mutter, jünger als Dein Vater und, einen Monat länger als Du auf der Welt bist, ausschließlich im Familienrecht tätig) wollte sich ein Bild von Dir machen. Das schreibt das Gesetz vor.

Damit der rechte Eindruck entsteht und das Bild von Dir nicht verwackelt wird passte Iris Danquart, Dein vom Familiengericht bestellter Beistand, auf.


Das Bildentstehungsverfahren oder auch Briefing wirkt natürlich in zwei Richtungen. Auch Du konntest Dir ein Bild von der Richterin und dem Beistand machen.


Lisa, vermagst Du Dir vorzustellen, das Richter und Märchenerzähler in einer Person daherkommen?


Am Kammergericht, es hatte damals noch seinen Sitz im Kollegienhaus in der Kreuzberger Lindenstraße 14, gab es das einmal.

Ein renitenter Kammergerichtsrat bewegt tagsüber Akten und lässt des nachts seiner Phantasie freien Lauf. Die erfundenen Märchen und Spukgeschichten machen ihn berühmt. Mit seinen romantischen und phantastischen Erzählungen überwindet er Barrieren, während er mit seinen "vorzüglichen" juristischen Fähigkeiten am Kammergericht schnell an die Grenzen der Scheinrechtsstaatlichkeit stößt.

Es war einmal...

Der Richter am Kammergericht hieß E.T.A.Hoffmann. Vielleicht hast Du von seinen Kunstmärchen  "Das fremde Kind", "Klein-Zaches, genannt Zinnober", "Nußknacker und Mausekönig" u.v.a. schon ´mal gehört oder eventuell einen seiner Roman, z.B. "Das Fräulein von Scuderi", "Die Elixiere des Teufels", "Lebens-Ansichten des Katers Murr", "Meister Floh - Ein Märchen in sieben Abenteuern zweier Freunde", gelesen. "Hoffmanns Erzählungen" dürften auch Deiner Mutter bekannt sein.


Ich glaube, Lisa, am Kammergericht gibt es solche Märchenerzähler seit fast zweihundert Jahren  nicht mehr. Die Geschichten die heute dort geschrieben werden sind nicht lustig, weder phantastisch noch romantisch und schon überhaupt nicht unterhaltsam.

Oder wie "lustig" findest Du so einen Satz:

"Ob ein Vertrauensverhältnis (des Beistandes) zur Tochter besteht, wird der Vater, der seit Jahren keinen Kontakt zur Tochter hat, kaum beurteilen können."

Diese scheinklugen Worte sandte mir vor Kurzem die Richterin Hennemann.


Was soll man davon vernünftigerweise halten?


Ist es nicht schnurzwurschtpiepegal, ob Dir Dein Pflichtbeistand vertraut?!

Einzig entscheidend ist, ob Du der Iris Danquart über den Weg traust, weil sie Dein "Anwalt" sein soll. Wenn ein Anwalt Mandantenverrat begeht, also Dich hinters Licht führt und Unfug labert, dann ist er zu "feuern". Das entscheidest Du und nur Du.


Der zweite Teil des angeführten Hennemann-Satzes, der mir das Urteilsvermögen abspricht, weil wir uns seit Jahren nicht sehen durften, rechtfertigt es sogar daran zu denken die Richterin "zu feuern", weil sie den Eindruck erweckt befangen zu sein statt sich unvoreingenommen ein Bild zu machen.

Doch lassen wir meine "Klugschieterei" beiseite.


Ich schreibe heute insbesondere, weil ich Dir einen recht aktuellen Lesestoff (vielleicht 10-12 Minuten Lesedauer) empfehlen möchte.

Das geht heutigentags recht fix indem ich Dir den entsprechenden Link schicke.


Meine Bitte an Dich lautet nun:

Nicht nur Lesen sondern mir auch ein kleines Feedback, eine kleine Info, geben.

Erkennst Du in diesem Text Vieles, Etwas oder Garnichts von dem wieder was Dich berührt und beschäftigt?


Das Geschilderte erinnert mich an Erfahrungen von denen mein Arbeitskollege Günter erzählte. Ihm wurde stets eingetrichtert sein Vater wäre ein Strolch und ein Lump. Er hat das als wahr hingenommen. Als er in jungen Mannesjahren dieses in ihm erzeugte Bild vom Strolch hinterfragte war es zu spät. Ich glaube, dass ich Dir diese Geschichte in einem meiner vorherigen Briefe geschildert  habe.

Ähnlich ergeht es Dir.

Du hast, angefeuert von schlechten Ratgebern und destruktiven Informationen, gewünscht, dass ich Angst haben soll und tausend Eisbären mich jagen mögen. Du lehnst jeden Kontakt, jede Beziehungsaufnahme-und pflege ab, ohne eine Begründung vorbringen zu können.

Das wäre Deine Meinung! Punkt und aus!

Triumphierend wurde beim Familiengericht sogar vorgetragen Du hättest mir den Tod gewünscht.


Wie abartig ist das denn?!


Jetzt bist Du im 16.Lebensjahr, eine Gymnasiastin, ein Teenager - und, da erwachsen Dir auch Pflichten, Pflichten die korrelieren, einhergehen, mit der Forderung nach eigenen Denken, Nachdenken und Entscheiden. Unvoreingenommen und (be-) frei (t). Du bist jung und hast das Recht zu hinterfragen und zu irren.

Davor brauchst Du keine Angst zu haben. Davor scheuen einzig die destruktiven Einflüsterer eines falschen Vaterbildes.


Immer noch, liebe Lisa, gehe ich davon aus, dass es für Dich und mich nur gut sein kann, als Vater und Tochter, allen dunklen Mächten zum Trotz, wieder eine Beziehung aufzubauen.

Das fordert aber uns beide.


Vertrete ich einen falschen Standpunkt, weil ich in einer "Filterblase" mit einseitigen Erfahrungen, Werten und Informationen lebe, oder ist der Weg richtig?

Was meinst Du zu dem Text?


Hier der versprochene Link:


https://vater.franzjoerg.de/dein-vater-ist-ein-mistkerl/


Auf eine Antwort wartend verbleibe ich mit vielen lieben Grüßen!



herzlich Dein Papa Bolle

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aus gegebenem Anlaß

immer noch Februar ´18

Jeder Taler hat zwei Seiten.


Hallo mein liebe Tochter Lisa!


Nachdem Deine Mutter Dir eine Seite präsentierte zeige ich Dir die andere auf.

Es geht um den "Golddukaten" Familiengericht, den "Taler" mit den zwei Seiten, und den Termin den Deine Eltern Anfang Februar am Kammergericht wahrnehmen mussten.


Ich will mich hier nicht über die gravierenden körperlichen Veränderungen der Verfahrensbeteiligten auslassen (älter werden wir ohnehin alle und Dein Papa, der vor vier Jahren noch 105 Kilo Lebendgewicht auf die Waage brachte, schafft heute gerade mal noch so die 88).


Ich will mich auch nicht über den ranzigen Hirnschmalz auslassen der im Gerichtssaal genüsslich zerbröselt wurde (erst wird Dir jahrelang eingehämmert das Dein Papa ein Mistkerl ist und sobald Du das erwartungsgemäß auch sagst wird diese, "Deine Willensäußerung" zu einem Phantom Papa, frenetisch angebetet. Versuch ' mal den Willen   

"Ich gehe nicht mehr zur Schule" durchzusetzen...).


Ebenso lasse ich mich hier nicht zum Niveau Deiner richterlichen Anhörung ein. Das bleibt anderen Seiten meiner Homepage vorbehalten. Das Familiengerichtsverfahren ohnehin innewohnende niedrige Niveau wurde zwar von Deiner Mutter noch klaftertief unterschritten. Aber auch das soll nicht im Mittelpunkt meines heutigen Briefes stehen, eines Briefes aus gegebenem Anlass.


Der Gerichtstermin verlief wie erwartet.

Der Beschluss der Richterin dürfte Deiner Mutters Ego streicheln.


Nein.


Etwas anderes verlief unerwartet.

Mir wurde, wie stets unsubstantiiert, vorgeworfen Dir keine altersgerechten Briefe zu schreiben. Es fehle das Herzblut, die Liebe, Gefühle, das Persönliche und Private.

Nun gut, wer so etwas in den Raum stellt beweist nur seine Blödheit und fehlenden Kenntnisse, hat er doch meine auf Sorgerechtapartheid.de für Dich online gestellten Briefe nicht gelesen.

Natürlich ist es schwer Briefe an ein seit Jahren entfremdetes und im Vaterhass erzogenes Kind zu schreiben, zumal wenn der Schriftwechsel kein Wechsel sondern Monolog bleibt.


Ob Du zu klug oder zu dumm zum Lesen meiner Briefe bist,

ob ich zu klug oder zu dumm schreibe, haben die Klugschieter im Gerichtssaal nicht erzählt.

Ich kann Dir zumindest versichern, dass ich Dich ernst nehme wie einen erwachsenen Briefpartner.

Deinen  Willen will ich so wenig brechen wie das Bild das Du von Deiner Mutter hast.

Ich setze Dich nur in die Verantwortung eigenen (Nach-)Denkens.


So wenig wie ich schuld sein kann an Deinen schulischen Leistungen, so wenig trifft mich für Dein Handeln der nächsten Jahre (noch) irgendeine Verantwortung, obwohl ich Dein Vater bin und bleibe und weiter für Dich dasein werde ( auch, weil ich nicht - sprichwörtlich - über Leichen gehen kann...). Ich habe das Vatermögliche für Dich getan, konnte Dich jedoch nicht bewahren und beschützen.

Unerwartet war nicht der Veitstanz im Gerichtssaal und das Ergebnis sondern ( und hier schreibe ich offen und privat) mein gesundheitliches "Abdriften", weil Rationalität nicht immer die Psyche bezwingen kann.

Das Broken Heart Syndrom  ist real.


Noch im Gerichtssaal wurde mir schlecht.

Ich war hochschweißig, hatte Schmerzen auf der Brust und in den Armen.

Als alle fanatisierten Kindeswillenanbeter den Saal verlassen hatten ging ich zur Richterin zurück und bat sie darum mir den 1.-Hilfe-Raum zu zeigen und ärztliche Hilfe zu holen.

Die Kollegen der Einlasskontrolle des Kammergerichts waren sehr hilfsbereit.

Bereits die Feuerwehr bestätigte meine Vermutung auf einen Hinterwandinfarkt.

Die Malteser brachten mich sodann zum DRK Klinikum Westend.

Knapp eine Stunde nach dem Gerichtstermin lag ich auf dem OP-Tisch.

90 lange Minuten schaute ich auf die Uhr und den OP-Monitor.

Es war alles andere als prickelnd, aber es wurde ein Erfolg dank eines ausdauernden tollen Operationsprofis.


Inzwischen konnte ich die ITS verlassen und auf die Normalstation umziehen. Hier blicke ich nun aus der 6.Etage frohgemut über die Skyline von Berlin und suche meinen Schutzengel. Siehe das Bild auf der Medienseite meiner Homepage.

Es ist schon makaber, dass die die juristische Beihilfe zu Deiner Entfremdung von mir leisten, schuld daran sind, dass ich Dir und Deinen Schwestern als Vater erhalten bleibe.

Keine Halbwaisenrente also - das finde ich gut!


Wie geht es jetzt weiter, Lisa?


Dir, mein liebes Kind, bleibt weiterhin die Möglichkeit erhalten jederzeit mit mir in Verbindung zu treten und Dir ein echtes Bild von dem verteufelten Phantom Papa zu machen.


Ich hoffe auf weitere Gesundung und weniger Streß. Eine Reha dürfte auch noch ins Haus stehen und dann ist wieder Frühling...


Diesen(computermässig) und weitere 30 Briefe an Dich (für Dich) werde ich auf meiner Homepage noch veröffentlichen und auch ab und an per Post zustellen. Zerreißen der Briefe ist also keine echte Lösung - beantworten wohl eher.


Noch überlege ich, ob die Briefe, leicht editiert, als E-Book zusammengestellt werden sollten. Aber zunächst ist noch "Robenjäger - Das Beste " aus meiner Website 'dran und meine Hauptarbeit (Arbeitstitel: Entkegelt oder Wie ich meine Tochter an Adolf Hitler verlor) soll bis zu Deinem 18.Geburtstag fertig sein.

Du siehst, bei mir kommt (auch computermäßig) keine Langeweile auf.

Uuund,

mit Deiner Volljährigkeit wird auch Deine Mutter barunterhaltspflichtig für Dich (bislang finanziere ich Dein Leben). Dann bin ich sehr gespannt, ob Du Deine ablehnende Einstellung mir gegenüber aufrecht erhälst...🙄


Aber bis dahin sind es noch zweieinhalb Jahre.


Jetzt warte ich erst einmal auf Kopien Deines Zeugnisses, die mir Deine Mutter übersenden muss. Wie ich sie kenne wird sie drei Fotos von Dir beifügen, die kaum schmeichelhaft für Dich sind, weil Du kaum oder äußerst schlecht zu erkennen sein wirst.


Ob der heutige (oder die vorherigen) Brief(e) altersgerecht ist/sind kannst Du so wenig beurteilen wie der Advokat Deiner Mutter, die Jugendamttante, die Beistandfehlbesetzung oder die Kammerrichterin.

Du kannst Dir aber eine Meinung bilden ( Daumen hoch oder runter) wenn Du ihn liest.

Auch wenn er etwas lang ist, jetzt sind Winterferien und damit Zeit zum Lesen.


In diesem Sinne wünsche ich Dir, liebe Tochter, erholsame, erlebnisreiche, schlicht schöne Ferien!



herzlich Dein Papa Bolle

PS:

Der Brief wird Dir zunächst über die E-Mailadresse Deiner Mutter zugestellt und später auf der Homepage Sorgerechtapartheid.de veröffentlicht, weil ich im Krankenhaus keinen Zugang zur Homepagebearbeitung habe.

Zumindest hoffe ich, das diese Mail-Adresse zustellfähig ist...


Brief als E-Mail an die Mutter gesendet am 02.02.2018.

Erstveröffentlichung auf der Homepage am 08.02.2018.




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Januar 2018

noch 32

Die Weihnachtsbeleuchtung ist abgebaut und verstaut. Die Tage werden wieder länger.

Bis zum nächsten Fest also...


Hi, Lisa!


Das alte Jahr endete mit dem Zünden einer Blendgranate - überall Schwefelgestank, der sich nur langsam verzieht.

Ich weiß nicht, wie eine Weihnachtsfeier in einer Anwaltskanzlei abläuft .

Aber es muss deftig sein.

Wieviel Fusel sich ein Advocatus Diaboli wohl in die Birne kippen muss, um einer Richterin einen derartigen Bären aufzubinden wie es der von Deiner Mutter angemietete Rechtskundige kurz vor Weihnachten versuchte, kann ich nicht sagen. Vielleicht keinen?!

Anwälte lügen grundsätzlich, äh...hm..., nicht und so muss ich die an das Kammergericht geschickte Einlassung des Juristen Wienandts als großen Bluff bezeichnen.


Zwischen Dir, Lisa, und ihm bestehe ein langjährig gewachsenes Vertrauensverhältnis teilt das, von Deiner Mutter "angeheuerte", langjährige juristische Sprachrohr der Einzelrichterin des 13.Zivilsenats des Kammergerichts, Frau Hennemann, mit.


Das heißt im Klartext: Dein Vertrauter  ist der Anwalt Deiner Mutter.

Wenn dem so ist mein Mitgefühl,liebe Tochter.

Wenn dem so sein soll, ebenso-

Dumm nur, das ich mir zu dieser These 'mal ein Bild vorgestellt habe.

Du allein mit dem Anwalt Deiner Mutter im Kinderzimmer oder in einem seiner Arbeitszimmer in der Kanzlei bei einem Kaffee, Tee oder Kakao im vertrauten Gespräch über Probleme, Sorgen, Nöte, Freuden und Wünsche von Teenagern vertieft. Vertrauensvoll sprecht ihr über Frauenhygiene und Du zeigst Deinem langjährigen Vertrauten Dein geheimes Tagebuch und gibst es ihm bis zum nächsten Treffen zum Lesen mit.

Lisa, ist das von mir ausgemalte Bild zutreffend oder nur eine Persiflage?


An dieser Stelle nochmals ein liebes Hallo und Willkommen im neuen Jahr, Lisa!


Du musst entschuldigen, aber ich wollte mir ein kleines Ablästern über den Unfug der uns im vergangenen Jahr zugemutet wurde ( und voraussichtlich in diesem weiter begleiten wird ) nicht verkneifen.

Vielleicht bessere ich mich.... demnächst..., oder auch nicht.

Was hast Du Dir für die nächsten Wochen und Monate vorgenommen.

Sag nicht, nix!

Einen meiner guten Vorsätze für 2018 habe ich bereits am Anbeginn des neuen 365-Tage-Rennens umgesetzt. Zumindest in einem ersten Teilbereich.

Ich habe aufgeräumt und versucht Herr über das Chaos zu werden.

Jetzt herrscht - in Teilbereichen - wieder Ordnung.

Ich habe Deinen Briefordner auf meiner Homepage in einen lesbaren Zustand versetzt und eine neue Seite, die Unterseite " verbotene Briefe 3 " (auf der liest Du gerade), für meine künftigen Schreiben angelegt.


Manchmal bin ich  arg erstaunt, wie eine Seite von sorgerechtapartheid.de beim Aufruf auf dem PC oder Handy so ausschaut. Da " verrutschen" schon 'mal Bilder und Videos und Texte schieben sich übereinander. Die Ursache ist (noch nicht die Maassche Zensur) sondern meine natürliche "Doffheit" und die Unerfahrenheit beim Bearbeiten.

Zum Glück passiert das nicht mehr so häufig wie unmittelbar nach dem Start der Website im April 2014.

Aber es passiert - noch immer (´mal).

Ich bin nur ein Ein-Mann-"Unternehmen" ohne IT-Abteilung.

So ein richtig schönes Gewusel habe ich zuletzt auf Deiner Unterseite " verbotene Briefe 2 " feststellen müssen. Nun bin ich computermäßig gering bewandert (ist das nicht  eine super Formulierung für laienhaft, oder?!) und verfüge zudem nicht über Programmierkenntnisse. Ich bin halt " nur" ein lebensälterer Nutzer der neuen technischen Möglichkeiten.

Aber, wer weiß schon so genau wie ein Handy, ein DAB-Radio oder ein 4K-Fernseher funktioniert wenn er das Gerät einschaltet?

So ist es nicht verwunderlich das es lange dauert bis ich " vermurkste" Seiten repariert habe.


Jetzt ist es wieder einmal geschafft.


Schweiß abgewischt und ( selbst) auf die Schulter geklopft, Super-Daddy!

Lisa, Du kannst wieder und jederzeit auf sämtliche Briefe, die ich Dir geschrieben habe, zurückgreifen und sie lesen.

Du brauchst nur den Namen meiner Homepage Sorgerechtapartheid.de eingeben und hast nach dem Anklicken von  "verbotene Briefe" unbeschränkten Zugang (nur noch nicht mit Administratorenrechten).

Der direkte Zugangslink ist etwas länger.

http://sorgerechtapartheid.de/verbotene%20briefe%203/index.html

Die beste Wiedergabe der Seite hast Du beim Aufruf über einen PC, Desktopwiedergabe.


Ich überlege schon, ob ich die online- und die Papierbriefe nicht als kleine Broschüre zusammenfassen  oder zum Teil meinem Buch mache.

Vielleicht suche ich mir demnächst einen Korrektor.


Jetzt wünsche ich mir einen Antwortbrief von Dir.

Vielleicht mit einem Erlebnisbericht  von Deinem Gerichtsbesuchs am 11.Januar.

Ich gehe davon aus, darüber nur unzureichend und in kolportierter Form zu erfahren.


Bleib gesund und, falls der Winter noch kommt: halt Dich warm!


Viele Grüße und bis zum nächsten Brief!


herzlich Dein Papa Bolle


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