verbotene Briefe 4 - 2019

Für die einen nur unbedeutende Geschichten eines alten weißen Mannes,

sind die "verbotenen" Briefe an meine Tochter Lisa ein Beitrag zur Identitätsfindung und

für mich ein Mittel im Kampf gegen meine Auslöschung als Vater.

Sorge-

rechtapartheid



Die zwischen Vätern und Kindern praktizierte Apartheid,

stellt wohl das größte Skandalon unserer wohlständigen Gesellschaft dar. (Raoul Schrott)

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verbotene Briefe 4

(von Januar bis Dezember 2019)

  ...auch in diesem Jahr gilt:

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Mai 2019

noch 16

April 2019

noch 17

Ein Blick in die Aprilfotos in der Galerie.

Die Geschichte hinter dem Bild "Bolles Hochbeet".


Hallo Lisa!


Heute darfst Du mittels einer kleinen Geschichte an meinem Alltag teilhaben.

Es ist weniger eine erschröckliche denn eine ergötzliche Moritat, für Städterinnen wie Dich nicht nur interessant sondern sogar le(e)hrreich.


Doch zunächst unterstelle ich, da ich Anderweitiges weder gehört noch gelesen habe, dass es Dir gut geht, Du gesund bist und es Deinem seelischen Wohlbefinden zuträglich ist, von Deiner väterlichen Familie zu lesen.


Stimmt's?!!


Weißt Du, dass ich noch nie Blumen auf eine Theaterbühne geworfen habe?

Der Grund ist profan.

Blumen, die noch in Töpfen stecken, werden von denen, für die Applaus das tägliche Brot ist, nicht gern angenommen.

In meinem Leben halten sich die Geldausgaben für abgeschnittene Blumen im überschaubaren Rahmen. Ein Rosenkavallier bin ich wahrlich nicht, obwohl ich für Knollenblumen und Blumen jedes Wurzelsystems, auch nach 43 Ehejahren, viele Scheine zur Baumarkt- und Gartencenterkasse wandern lasse.

Den grünen Daumen besitzt meine Ehefrau, während ich mit dem Hammer öfters meinen linken treffe.

Nun hatte ich zum Frauentag den löblichen Gedanken Geld für Schnittblumen zu sparen.

Der alte Traum vom Hochbeet sollte Beistand leisten.

Gesagt getan, die 20%-Tage  beim Baumarkt verhießen zusätzlich Gutes, und gekauft.


Tags darauf werkelte ich los.

Die "nackten" Bretter mussten angezogen und geschützt werden.

Holzlasur im Farbton Palisander kam zum Einsatz.

Munter pinselte ich los.

Mehrfach.

Vorn, hinten, die Nuten.

Dreimal, viermal dat Janze.

Puh.

Det allet dauerte eene jefühlte Unendlichkeit bis endlich der Quast gereinigt werden konnte.


Mit dem nächsten Sonnenaufgang kehrte der "frohe Mut des Schaffens" zurück.

Ich schnappte mir den Gummihammer und mit Unterstützung wuchtiger Schläge steckte ich den Kasten zusammen und sicherte seine Standfestigkeit mit ungezählten Schrauben.

Super das Akkuschrauber erfunden wurden.

Dit allet dauerte 'nen ganzen Vormittach...bis....

Bis mein linker Daumen den Hammer ausbremste

Die zwei Fingerglieder des Pollex sind nicht aus Gummi und der Gummihammer besitzt einen Kopf der aus einem Hartgummigemisch, die Betonung liegt auf hart, besteht.

So empfand ich die Wirkung des Daumentreffers dem Effekt eines Zuschlagens mit 'nem Schlosserhammer nicht unähnlich.

Ssssakra!

Nach dem Verklingen der schlimmsten Flüche und Verwünschungen denen ich fähig war, schnitt ich das Schutzgitter gegen Wühlmäuse passend, stellte das Beet auf den Kopf und nagelte mit einem "richtigen" Hammer, den Blick stets vorsorglich auf den (nicht grünen) Daumen gerichtet, das Gitter an.

Das leere Beet vom Kopf auf die Füße gestellt, die Innenfolie angebracht und (ola) "fertig"!!

So schien es.

Doch denkste!

Der Standort für das Beet war vorbereitet.

Alles passte.

Alles wie geplant.

Es war ja auch kein Berliner Flughafenprojekt.

Aber von Frohlocken keine Spur.

Die echte (richtige) Arbeit fing jetzt erst an.


So ein Hochbeet mag ja eine tolle Sache sein, doch zuvorderst frisst es Erde.

Mit mehreren Lagen unterschiedlichsten Materials musste unser nur 75 Zentimeter hochgelegter Kleingarten gefüllt werden. Das organisch leicht Verrottbare hatte ich schnell parat. Für die "Produktion" von Ästen, Laub und Pflanzenresten ist ein grüner Daumen keine Voraussetzung. Auch grobe Garten- und Bioabfälle ließen sich schnell im Hochbeet versenken. Aber damit war der künftige Kräuterkasten noch lange nicht gefüllt.

Guter Kompost und Erde für die Pflanzschicht wurden gebraucht.

Ein Eimer Mutterboden verschwand im Hochbeet wie ein Wassertropfen im Meer.

Kaufen kann jeder, doch wer will schon 'zig Euronenscheine in einem nimmersatten Beet versenken?


Der Garten unserer Freundin Petra beherbergt einen großen Komposthaufen.

Du erinnerst Dich vielleicht an diese grüne Oase im "Kühlen Grund". Du warst dort 'mal Gast, spieltest im Kinderzelt auf dem Rasen  und mit Petras Enkel Flori und Mäxchen standen die ersten Verehrer an Deiner Seite.

Mit Schubkarre, Grabegabel, Spaten, Durchwurf-Sieb und leeren Plastesäcken rückten wir an.

Froh gestimmt, Muskelkater gratis im Gepäck und mit einem mit dem "schwarzen Gold" des Gärtners prall gefüllten Kofferraum fuhren wir wieder heim Richtung Karow.

Unser Kremser ächzte leicht.

Als Nutzfahrzeug von Häuslebauern ist er schlimmeres, schwereres gewohnt...


Mit dem Humus aus Petras Garten und einen gekauften 70-Liter-Sack Hochbeeterde füllten Rosi und ich unsere neue Beetanlage bis zum oberen Rand.

Das sah schon gut aus - zumindest so lange bis ich mit meinen Quadratlatschen kam um dem rechteckigen Hochbeet auf's Dach zu steigen. Drei Stufen auf der Leiter erklommen und es bedurfte nur noch eines kleinen Schritts seitwärts und ich stand hochdroben in der guten aber lockeren Erde.

Die neue Größe hielt nicht lange vor.

Mein Körpergewicht von nur noch (!) 0,086 Tonnen ließ mich langsam wieder kleiner werden. Systematisch begann ich nunmehr den Humus zu verfestigen.

Das Ergebnis war erschreckend.

Abgesackt.

Bis zum oberen Rand des Hochbeetes forderte Leere erneut viel Raum. Wortlos verlangte sie von uns den Weg zum Garten von Petra erneut zu gehen um zu Graben und zu Sieben, um Kompost in "gardener's black gold" zu verwandeln.

Wieder ächzte unser Kremser unter der Last in seinem Kofferraum.

Es folgte "the same procedur" der Beetbefüllung inklusive meiner Festtretekünste. Perfekt.

Endlich konnte meine Frau mit der Bepflanzung beginnen.

Jetzt, Ende April wird bereits geerntet...


Tja,

Lisa,

was lehrt nun die Geschichte die hinter Bolles Gartenzaun spielt?


Nicht alles was sich Dein Papa vornimmt hat das gewünschte Ergebnis.

Die clevere Idee des Geldsparens durch Verzicht auf Schnittblumenkauf zum Frauentag ging nach hinten los. Letztlich betrugen die Hochbeetkosten mehr als der mögliche Gesamtpreis der Blumenstraußkäufe der nächsten zehn Jahre.

Dennoch !

Gut gemeint und noch besser gemacht.

So war es oft in meinem Leben - nicht nur beim Bau des perfekten Hochbeetes. Hier gehören die rückenschonende Arbeit und Bio-Kräuter, die vor Hunden geschützt aufwachsen, auf die Plusseite.


Dein Papa gehört zu den Menschen für die ein Leben ohne Petersilie möglich ist.

Für andere erscheint ein Leben ohne Kräuter sinnlos.

Wenn ich heute auf meinen Klössen oder Erdäpfeln oder Paradeisern frische Kresse aus eigenem Anbau finde bin ich glücklich...

Zum nächsten Frauentag schenke ich meiner Frau statt eines Hochbeetes wieder Blumen, Blumen mit Knollen oder Wurzeln für unser grünes Reich rund ums Häusle.

Wir lieben es!

Erfreu' auch Du Dich weiter an der Farbpracht der Natur und den vielen unterschiedlichen Geschmacksnervenkitzlern ihrer Kräuter, Gemüse-und Gewürzpflanzen.

Ein Hoch dem Hochbeet und

mit vielen Grüßen bis zum nächsten

von Wahsner und Hennemann verbotenen Brief!


Dein Papa Bolle

__________________________


März 2019

noch 18

Lisa,Du bist glücklich. ?


2019. Frühjahr.


Das könnte die Zeit werden die sich in späterer Erinnerung zur schönsten und unbeschwertesten verklärt, obwohl ich heute ´mal (sorry!) ein bissel politisiere und Dir viele (Nachdenk-)Links mit und ohne Lesespaß sende.


Finde heraus was Dir zusagt.


Heute geht also ein Brief mit schwerer und leichter Kost auf Reise zu Dir, wie üblich mit der steten und berechtigten Frage, warum wohl so kluge Menschinnen wie die Richterinnen Heike Hennemann und Dr. Stephanie Wahsner auf die schräge Idee kamen ein altes Kulturgut, das Briefschreiben, explizit und unter Androhung einer Ordnungsstrafe von 25000 Euronen oder sechsmonatiger Haftstrafe zu verbieten. (Beschluss Kammergericht vom 08.02.2918 zur Geschäftsnummer: 13 UF 167/17)


Mit Deinem Wohlergehen Lisa hat das nichts gemein, egal wie oft dieses Märchen von den Juristinnen noch vorgebracht wird.


Die Entscheidung, mit der die Damen selbstherrlich sogar das BVerfG mit seinem abartigen Urteil (als Beschluss bezeichnet) v. 25.4.2015 – 1 BvR 3326/14 -  veräppeln und "noch einen Haufen d´rauf setzen", wäre nicht ganz sinnfrei hätten sie sich wenigsten minimal die Worte "Kinder brauchen ihre Väter, nicht die Mütter deren Geld " erkenntnismäßig zu eigen gemacht und umgesetzt und schriftliche Kontakte durch die Anordnung persönlicher  ersetzt.

Doch das packen die Rabulistikerinnen "net", so weit sind deutsche Familienrichterinnen nicht. Couragiert gegen den herrschenden politischen Mainstream zu entscheiden, dafür fehlt  schlicht eine echte Unabhängigkeit, u.a. von lobbymäßigen Vorgaben der Politikdarstellerinnen, des feministischen Rechtsinstitutes und des deutschen Juristinnenbundes, und der notwendige Wille für das Kind und für seine kognitiv förderliche  Entwicklung verantwortungsvoll tätig zu werden.


Lisa, jetzt bist Du in Deinem 17.Lebensjahr.


Du bist jung, gesund und eignest Dir, frei von finanzieller Belastung, Wissen an.

Das Recht Alles kritisch zu hinterfragen, Propagiertes in Frage zu stellen, unabhängig und selbst zu denken und Dich gegen Indoktrination, Vereinnahmung und Demagogie zu wenden, ist auf Deiner Seite.


Du hast Eltern.

Beide leben.

Das ist gut so.


Deine Mutter ist damit beschäftigt sich den 50. Jahresring zuzulegen.

Ich bin bereits ein einige Jahre älteres Pflänzchen.

Mich, Deinen Vater, kennst Du nicht.


Du wächst gewaltsam, getrennt erziehend, allerdings nicht vollständig männerbefreit, auf.

Du hast, obwohl bereits vor mehr als 180 Jahren verstorben, von einen weisen, weißen Mann gehört.


Du kennst Goethe.


Das von Dir besuchte Gymnasium trägt den Namen des Dichters und Naturforschers.

Wird der Lehrkörper des Goethe-Gymnasiums seinem Namenspatron gerecht oder ist er ein Leerkörper?

Wird aufgeklärt humanistisches Wissen vermittelt, das eigene kritische Denken und Hinterfragen gefördert, Wissen und Können für ein selbstbewußtes Leben vermittelt, Denkanstöße für die Beantwortung der Frage nach dem Sinn Deines Lebens gegeben oder wird eine vorgegebene Einheitsmeinung, politisch korrekt und untertanenwürdig vermittelt und abgefordert?


Die mir zugänglichen Informationen lassen letzteres erahnen.


Was meiner Generation Fackelumzüge und Fahnenappelle waren sind Deiner freitäglich vorgegebenes Schuleschwänzen. Wie haben sich Deine Lehrerinnen positioniert? Pro Umweltsozialismus einer Unfreien Deutschen Jugend oder so?


Deines Vaters Jahrgang besteht nicht aus  Lemmingen und meine Hoffnung bleibt, dass auch die Generation Z den Massensuicid nicht zu ihren Lebensinhalt macht, zumal es sich beim  Freitod  dieser Wühlmausform um eine im Film "White Wilderness" ("Abenteuer in der weißen Wildnis") inszenierte Disney-Legende handelt, eine frühe Form der Fake News.


Würde der blond bezopfte, weibliche Messias, der mit Atomkraftwerken das Klima retten will, nicht politischen Vorgaben entsprechend nutzbar sein, die geflochtene Haarpracht müsste schnell ab und unheilig gesprochen und verdammt werden, weil sie rassistisch und völkisch und so... (sprich: Nazi) ist...


Also: Augen auf bei der Frisurauswahl bevor Du zur Schule gehst!


Lisa, obwohl Deines Papas Generation scheinbar mehr lernte und leistungswilliger war als die folgenden, kann ich Dir viele Fragen nicht beantworten.

Beim Suchen nach Antworten könnten wir indes ein gutes Gespann sein, weil Väter die Zeit mit ihren schulpflichtigen Kindern verbringen diese glücklich machen.


Lehrerbashing zu betreiben liegt mir fern, zum einen weil ich von der Existenz Deiner Schule nur durch die halbjährliche kommentarlose Übersendung von Zeugniskopien weiß und zum anderen habe ich erlebt, dass es Pädagogen (wenn auch nur vereinzelt) gibt, die für ihren Beruf brennen.

Mein ehemaliger Klassenleiter an der Polytechnischen Oberschule IV in Dessau, Herr Busse, war so einer. "Die Glucke", so lautete sein Spitzname, bewahrte mich mehrfach vor dem Rauswurf , doch (!), was er mit meinen Eltern "veranstaltete" erscheint mir heutigentags schier unvorstellbar. (In meinen, noch in Arbeit befindlichen Buch,  Dir nach Deinem 18.Geburtstag zur Lektüre empfohlen,  widme ich Busses Wissensvermittlung einen vergnüglichen Abschnitt.


Doch zurück zu Deinem gymnasialen Alltag mit Goethe (oder auch nicht).


Welcher Pennäler litt nicht beim Lesen der Briefe des jungen Werthers an seinen Freund Wilhelm mit?

Wer war frei von Schülerqual bei der Faustlektüre?

Walle! Walle!Wer verfluchte nicht das Auswendiglernen des Zauberlehrlings

"Herr, die Not ist groß!

Die ich rief, die Geister

werd ich nun nicht los."?


Ich konnte erst bei der Interpretation des Erlkönigs durch "den Kleenen mit der großen Gusche", der die Mäjestät zum Erlgenossenschaftsbauer machte, wieder lachen.

Zu schwer war mir zuvor Goethes Kost.


So wie Eberhard rezitierte kanntest Du das Gedicht  nicht?

War es Dir überhaupt bekannt und wie hält es das Lichterfelder Goethe-Gymnasium mit der Beantwortung der Gretchenfrage?


"Goethe war gut

mann der konnte reimen..." 

trällerte einst ein, Deiner Generation, der Generation Z, vermutlich unbekannter Unterhaltungskünstler und degradierte einen der wort-und sprachgewaltigsten deutschen Denker und Dichter zum  kalauernden Verseschmied trivialer Belanglosigkeit, der Worte vorrangig so verwendet, dass sie mit anderen einen Reim auf Büttenredeniveau ergeben.


Was von einem bleibt kann nur bedingt (höchstselbst) beeinflusst werden.


Oft erscheint mir die Welt (geld-)verrückt.


Ein Beamter, dessen Ernennung mit includierter Einbürgerung fatale Folgen zeitigte, wird zur Werbefigur und sein Leben und Wirken verharmlost.

Aus Napoleon wurde ein (immerhin wohlschmeckender) Brandy... und France Gall war erfolgreich mit ihrer Suche nach einem Mann der "Ein bißchen Goethe, ein bißchen Bonaparte" sein sollte...


Der Grat zwischen Spaß und Wirklichkeit,  zwischen Unterhaltung und Wahrheit, zwischen Entertainment und Verdummung  ist schmal.


Du siehst, Lisa, unsere menschliche Verblödung begann nicht erst mit der Erfindung der Genderideologie und der Höhepunkt scheint immer noch nicht erreicht.

Demagogie, Suggestion und Indoktrination begleiten uns ein Leben lang. Manipulationsmöglichkeiten nehmen zu.

Wieviele Fake News liefern allein Familiengerichte tagtäglich?


Was von einem Leben bleibt (sofern etwas bleibt) ist manchmal ein größeres Fragezeichen als die Meisterung des Lebens selbst.

Was glaubst Du zu wissen was von meinem Leben in Deinem bleibt?

Was bleibt vom bislang erfolgreichen Vater-Entfremdungs-Konzept Deiner Mutter beim kritischen Hinterfragen übrig außer eine vor Gericht als eigene Meinung dargebotene, nicht begründete Vaterablehnung, außer autodestruktives kindliches Verhalten?

Wie groß ist der Dir vorgegaukelte Wahrheits-und Wirklichkeitsgehalt betreffend meine Person sobald Du die mütterliche Bewertungs-und Meinungsbrille abnimmst und Dich nur ein erstes kleines Stück von der Phalanx der Indoktrinierer, Beziehungs-und Briefschreibverbieter entfernst?


Laß uns mit validen, amikalen Gesprächen (oder auch mit entsprechenden Schriftverkehr) beginnen.

Entfremderinnen sind Gewalttäterinnen.

Ignorier´ sie durch Denken und den Erwerb einer eigenen Meinung.

Ich vertrete die Auffassung, dass Deine Kindheit und Jugend eine andere, eine bessere, glücklichere hätte sein können. Jetzt geht es darum, die schlimmsten Auswirkungen des Dir zugefügten seelischen Missbrauchs für die Zukunft zu verringern.


Lisa, ich bin jetzt (u.a. auch mit den Seiten "verbotene Briefe" meiner Homepage) in der Phase des aktiven Wartens.

Aktives Warten ist keine sprachliche Erfindung von mir sondern die von einem ehemaligen Realschullehrer gewählte Überschrift eines Beitrages auf seiner Website.

In Gänze lesenswert gibt er einem Vater erfahrenen Rat.

Sind wir nicht ebenso betroffen?


"Je älter Deine Tochter wird, desto mehr muss sie für Deine andauernde Ausgrenzung mit verantwortlich gemacht werden. Das wird sie nicht verstehen (wollen), ist aber wichtig, damit sie noch viel später auch tatsächlich verstehen kann.

Wird sie erst zu spät verstehen, hat sie Pech gehabt."


Noch achtzehn Monate erhält Deine Mutter mehrere hundert Euro ergaunerte Kindesentfremdungszwangsprämie aus meinem Portemonnaie.

Du kannst Dich auf 18 Papabriefe freuen.

Nicht nur während dieser Zeit warte ich auf eine Antwort von Dir.


Du bist d´ran. Die Verantwortung liegt zunehmend bei Dir.

Ich sende Dir viele Frühlingsgrüße,

bleib gesund und bis zum nächsten Brief


                  Dein Papa Bolle

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Februar 2019

noch 19

Hallo Lisa !


Der Blick, den Du aus Deinem Schmargendorfer Zimmer auf eine Reise in die Freiheit der Weite schickst, kommt nicht weit und wird schnell durch die nächste Hauswand aus grauem Betongold ausgebremst.

Das ist in vielen städtischen Wohngebieten so.

Nicht nur in Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin

Enge Bebauung, hohe Häuser, labyrinthartige, kleine Höfe, schmale, gedrängte und meist zugeparkte Straßen verhindern freie Sicht. Frischluftschneisen  = Pustekuchen.


Die Aussicht, die Deine große Schwester Anja beim Blick vom Balkon ihres Hauses geniessen kann, ist eine andere.

Es ist ein (noch) unverstellter, freier Panoramablick "weit hinüber" zu den schneebedeckten Bergen des Nurgebirges, auch Amanosgebirge oder "Gebirge der Ungläubigen" genannt.

Probleme mit der Schneeräumung kennt Anja nicht.

Für Schnee in der Ebene ist es, auch jetzt im Winter, bei Mittagstemperaturen um 7 bis 10 Grad Celsius, (meist) zu warm.

Allein der wunderbare, ganzjährig beeindruckende Ausblick auf die Berge, deren höchste Kuppen selbst im Sommer noch etwas Schnee zu bieten haben, war es jedoch nicht der sie zum Auswandern veranlasste. Aber der Auslug ist eine gern angenommene, willkommende "Versüssung" des Lebens in ihrer neuen Heimat...


Der Winter mit all seinen Spielarten, von meter- über krümelhohen Schnee bis zu gänzlich  fehlenden  Schneeflöckchen, hat Deine, über 2500 Kilometer "verstreute" väterliche Familie im eisigen bis kühlen Griff, vom Fichtelgebirge über das sandige preußische Flachland bis zum Nurgebirge. Nicht umsonst tragen die unterrichtsfreien Tage im ersten Quartal des Jahres die Bezeichnung "Winterferien".

Schlottrig kalt.


Während die coolen Holidays in Berlin " vor der Tür stehen", sind sie für die Kinder Deiner großen Schwester, Deine Nichte und Neffen, bereits wieder Vergangenheit und die Aufgabe Lernen steht, nach zwei Wochen Spaß, Spiel und Hobby, erneut an. Ausruhen auf den Erfolgen gibt es nicht. Die Zeugnisse waren allesamt gut. Jeder konnte sein Halbjahreszeugnis mit einer Takdir Belgesi, einer lobenden schulischen Wertschätzung, zusätzlich aufwerten.


 

Leider sind die Winterferien in Berlin im Jahr ´19 recht kurz.

Genieße sie dennoch in vollen Zügen,Lisa.

Vielleicht kannst Du ein bissel Zeit für mich abzwacken.


Aufgrund einer rechtskräftigen gerichtlichen Verpflichtung muss mir Deine Mutter in den nächsten Tagen einen Brief senden. Wie üblich wird sie den drei unvorteilhaften Fotos von Dir und einer Kopie Deines Schulzeugnisses einige provokant sinnfreie Sprachhülsen beifügen.

Natürlich nehme ich Dein Zeugnis, als eines der wenigen für mich überhaupt zugänglichen Belege Deines Leben, aufmerksam zur Kenntnis.


Den Rat, auf die Auswahl der Bilder, die Deine Mutter mir und somit auch Deiner väterlichen Familie übersendet, Einfluß zu nehmen, habe ich Dir bereits einmal gegeben.

Wer will schon als Freak daherkommen...?


Eine Bitte richte ich erneut an Dich.

Du wächst in einer Zeit erneuter ideologischer Verblödung, Niveauabsenkungen und Quotierungen auf. Nicht nur altersmäßig tue ich mich schwer Schulzeugnisse und deren Benotungen, insbesondere die die nach der Jahrtausendwende das Licht staatlicher Bildungsanstalten erblicken, zu verstehen und (richtig) einzuordnen.


Wie beurteilst Du Dein Halbjahreszeugnis der elften Klasse, Lisa?

Sind die Zensuren Folge von Gesinnungsbekundungen, von Geschlechtsbevorzugung oder von Leistungen? Wo liegen Deine Stärken und Schwächen und welchen Sinn macht es, mit welchem Ziel, das Abitur anzustreben?


Im Vorgriff auf meinen nächsten Brief gebe ich Dir einen kleinen Lesetipp. Auf der Unterseite "Meine Meinung"  dieser Homepage findest Du einen Beitrag mit der Überschrift Tabubruch.


Laß uns die letzte und schwerste, schmerzlichste Entscheidung, die ich gezwungen war zu treffen, erörtern.


Auszug aus The last big taboo:


"Ich habe meine nichteheliche Tochter enterbt.

Das ist relativ leicht.

Schwierig wird es erst wenn die Enterbung mit einem Pflichtteilsentzug einhergehen soll."


Für heute mache ich Schluß.


Komm´gut und gesund über die kurzen Winterferien und den kürzesten Monat des Jahres.


Viele Grüße sendet Dir

 Dein Papa Bolle

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mit Winterimpressionen aus der Heimat Deiner großen Schwester

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Januar 2019

noch 20

Jahreswende ohne Wendehals.


Gesundheit, Glück und Wohlbefinden wünsche ich Dir,

meine liebe ferngehaltene Tochter,

im Neuen Jahr!


Ist Neujahr nichts anderes als der Restart der jahrhundertelang praktizierten kalendarischen Tageszähling des "bürgerlichen Jahres" ab 01.01.?

Nun sind wir also im 2019ten.

Warum die 1.Tagesnummer stets mit Gebrüll, Böllern und Krawumm begrüßt werden muss habe ich nie verstanden.

Der Kalender ist neu "geeicht", doch wir sind nicht neu.

Wir sind die Alten geblieben.


Trotz Raketen, Schwefelgestank und lautstarker Prosit-Neujahr-Rufe, manch einer schmeißt mit den Böllern gleich noch Finger weg, werden die sogenannten guten Vorsätze meist in wenigen Tagen (wie gewohnt?) entsorgt.

Der Beweis, das mit Feuerwerk böse Geister und Dämonen vertrieben werden, ist in den vergangenen mehr als zweitausend Jahren nicht erbracht worden.

Wären Luzifers und Liliths Vertreibung mit Pyrotechnik und Knallköppen tatsächlich möglich müssten die Trutzburgen des Familiengerichtsunrechts unter Raketendauerbeschuß liegen und ich würde eine Batterie mit mehreren tausend Schuß sponsern, um alle egomanischen Kreidekreismütter, Deine inclusive, auf den Mond zu schießen.


Wünsche sind frei.

Oft fern der Realität und den Möglichkeiten.


Tatsache ist:

Du und ich, wir haben uns im alten Jahr nicht gesehen, nicht getroffen, nicht gesprochen.

Du und ich, wir hatten, um den semantischen Hurenbegriff für Beziehungspflege zu nutzen, wir hatten keinen Umgang.

Vater-Tochter-Kontakte sind hierzulande unerwünscht.

Das wird sich auch in den zwölf Monaten des neuen Jahres nicht ändern.

Darüber wachen die Monster der Helferindustrie und missratene Mütter mit Argusaugen.

Juristinnen, die im After von Politikdarstellerinnen kleben, sind für die Lösung von Familienkonflikten, sind für Kinder und ihre Väter, so wertvoll wie Ärzte, die nicht heilen wollen, jedoch den Organspenderausweis abfordern, um ihn zum eigenen Vorteil auszunutzen.


Trotz der gegebenen familienzerstörerischen Umstände und der psychologischen Kriegsführung gegen "den alten, weißen Mann", ist das vor uns stehende Jahr ein besonderes - im Privaten. (Nicht nur weil Du Dein 17.Lebensjahr lebst und im nächsten Jahr die Volljährigkeit erreichst.)


Bisher und viel zu lange bist Du die kritiklose Verlängerung der Bösartigkeit und Krankheit Deiner Mutter und die Garantin der Wirksamkeit des Giftes, das sie versprüht.

Auftragsgemäß, umfassend indoktriniert und missbraucht, signalisierst Du mir, Deinem nächsten männlichen Angehörigen, sowie sämtlichen verblödeten Professionen, die vom Streit der Eltern leben und sich allesamt nicht um Dein Wohlergehen scheren, seit mehr als einem Jahrzehnt nur Ignoranz und Ablehnung gegenüber Deinen Vater, wartest gar wie ein Geier auf mein Ableben, um dann "rechtmässig" abzukassieren?!


Direkt verantwortlich machen kann und will ich Dich nur zu einem kleinen Teil, der jedoch mit zunehmenden Alter wächst, weil der Beginn eigenen Denkens die Chance bietet Handeln und Tun, eigene Entscheidungen und die anderer zu hinterfragen.

Du musst nicht weiterhin die Lebensentwürfe, ideologischen Wirrungen und Krankheiten anderer ausbaden und den eigenen Lebensweg selbstzerstörerisch gehen.


Je früher Du als intelligente Teenagerin und kluge, heranwachsende Frau die eigene (!) Entscheidung triffst mich zu kontaktieren desto besser. Beiderseits.


Erweitere Dein Weltbild!

Halt' Dich von der Raute-Bewegung und der Merkel-Jugend fern!


Das von Dir zu tragende Maß an Eigenverantwortung wächst 2019 weiter, nicht zuletzt weil unser familiärer Status quo durch das entartete staatliche Mitwirken abnormal ist und sich zunehmend dauerhaft gegen uns richtet.


In diesem Sinne.


Erfüll' Deine Wünsche und erreich' Deine Ziele.

Ich drücke Dir die Daumen. Möge ein hohes Ethos Dein Handeln bestimmen.


In Liebe

                     Dein Papa Bolle

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