Kindesanhörung

Sorge-

rechtapartheid

 

Die zwischen Vätern und Kindern praktizierte Apartheid,stellt wohl das größte Skandalon unserer wohlständigen Gesellschaft dar. (Raoul Schrott)

Beschluss des Kammergerichts vom 03.Januar 2018

zum Az.: 13 UF 167/17

durch die Richterin am KG Heike Hennemann

Zurückweisung des Antrages des Vaters auf Aufzeichnung der Kindesanhörung

 

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Leitsatz SRA:

Familiengerichtliche Verfahren betreffend das Sorgerecht und den Umgang des Kindes mit seinen Eltern werden unter Ausschluss der Öffentlichkeit (jedoch unter Hinzuziehung von "zuständigen" Mitarbeitern der berüchtigten Jugendämter) durchgeführt.

In der Regel bestellen Gerichte genehme Beistände für das Kind und ordnen (zumeist der Mutter) einen Anwalt bei. Das erhöht die Kosten, sichert Arbeitsplätze und die Aufrechterhaltung des Elternkonflikts.

Hochqualifizierte Paragrafendeuterinnen in Richterrobe hören das betroffene Kind im Beisein des von ihnen bestellten "Anwalt des Kindes" an, zumeist ohne hierfür über entsprechende Qualifikationen zu verfügen. Aufzeichnungen von diesen sogenannten Kindesanhörungen werden grundsätzlich nicht gemacht, d.h.: eine Dokumentation erfolgt "frei nach Schnauze" und das Gespräch wird den Eltern als Kolportage im Gerichtstermin präsentiert.

Der hier veröffentlichte Beschluss des Kammergerichts ist ein weiterer Praxisbeleg für ein von rechtstaatlichen Prinzipien befreites Familienrecht.

Statt transparenter und fairer Verfahrensführung wird in den Gerichtsstuben gekungelt um ideologische Vorstellungen umzusetzen.

Durch die Verweiblichung der Justiz (die Abteilungen für Familiensachen an den Amtsgerichten sind - hochquotiert? - fest in weiblicher Hand) ist die Familienrechtspraxis brutaler geworden.

Der Einfluss feministischer Richterinnen nimmt zu.

Das Kindeswohl ist eine rabulistische Worthülse um jeden Unsinn zu "begründen" - mit den Interessen des Kindes hat es nichts gemein.

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Kommentar

Es gibt keine Möglichkeit das Kind vor begleiteten Konfrontationsgesprächen und Suggestivbefragungen zu schützen.

Die autodestruktive, indoktrinierte Meinungsäußerung ist für das Gericht maßgebend. Es entzieht sich der Kontrolle durch selbstherrliche Verweigerung einer Dokumentation, z.B. durch Audioaufnahmen. Mitnichten ist ja eine Veröffentlichung außerhalb des Gerichts oder in sozialen Medien vorgesehen.

Die von mir bislang erlebtem (kolportierten) Anhörungen meiner Tochter durch Familienrichterinnen spotten jeder Beschreibung, weil stets wohlwollend die Erscheinung (d.h.:der aufgesagte Text des Kindes) zur Kenntnis genommen wurde ohne auch nur ansatzweise zum Wesen vordringen zu wollen.

Zur Qualität von Kindesanhörungen im deutschen Familienrecht fällt mir nur ein schlichtes: "Pfui Deibel" ein.

Es (mir) bleibt nur, die Einstellung und Leistung der Richterin am KG Heike Hennemann, eine zumindest rabulistisch geschulte Expertin auf diesem Gebiet, am 11.Januar 2018 abzuwarten.

"Schaun mer mal, dann sehn mer scho." ist ein Spruch von Franz Beckenbauer.

Selbstbewusste Worte, die auch vorliegend ihre Anwendung finden.

Schaun mer mal, ob die Kindesanhörerin feststellt wie es zur autodestruktiven Willensbildung gekommen ist und was dann von ihr beschlossen wird....

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen - und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.

Albert Einstein

 

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Hervorhebung im Beschlusstext vom 03.Januar 2018 zu 13 UF 167/17 durch SRA

 

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Kammergericht

 

Beschluss

 

Geschäftsnummer:

13 UF 167/17

133 F 2672/17 Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg

 

In der Familiensache

 

betreffend die Jugendliche Lisa ..

 

hat der 13.Zivilsenat des Kammergerichts in Berlin am 03.Januar 2018 durch die Richterin am Kammergericht Hennemann als Einzelrichterin beschlossen:

 

Der Antrag des Vaters, die am 11.Januar 2018 vorgesehene Anhörung

derJugendlichen Lisa .. auf Video aufzuzeichnen und den Eltern die

Aufzeichnung vorab zur Verfügung zu stellen, wird zurückgewiesen.

 

Gründe

I.Das Amtsgericht hat mit Beschluss vom 3.August 2017 den Umgang des Vaters mit der Tochter Lisa bis zur Volljährigkeit ausgeschlossen. Hiergegen richtet sich die Beschwerde des Vaters, der zumindest einen brieflichen Kontakt wünscht.

Der Senat hat einen Termin zur Anhörung der Eltern sowie einen separaten Termin zur Anhörung der Tochter am 11.Januar 2018 anberaumt. Der Vater hat nunmehr beantragt, dass die Anhörung der Tochter auf Video aufgezeichnet wird und ihm sowie der Mutter die Datei zusammen mit einer richterlichen Einschätzung des Ergebnisses der Amhörung vorab übermittelt wird.

 

Die Verfahrensbeiständin hat mitgeteilt, dass Lisa ihr erklärt habe, dass sie eine Videoaufzeichnung nicht wünsche. Die allein sorgeberechtigte Mutter ist damit ebenfalls nicht einverstanden.

 

II.Der Antrag des Vaters auf Aufzeichnung der Anhörung des Kindes wird zurückgewiesen.

Die Jugendliche Lisa ist gemäß § 159 FamFG anzuhören, da sie das 14.Lebensjahr vollendet hat.

Da die Jugendliche in diesem Verfahren bislang nicht angehört worden ist, muss eine Anhörung im Beschwerdeverfahren zwingend stattfinden. Wie die Anhörung gestaltet wird, obliegt dabei grundsätzlich dem Gericht (vgl.BVerfG NJW 1981, 271, 272; Hennemann, Die Anhörung des Kindes in Kindschaftsverfahren § 159 FamFG, NZFam 2014, 871). Dabei hat auch bei älteren Kindern grundsätzlich eine mündliche Anhörung zu erfolgen, da nur so ein unmittelbarer persönlicher Eindruck von dem Kind gewonnen werden kann, der Feststellungen dazu erlaubt, wie das Kind zu seiner Willensäußerung gekommen ist. Aufzeichnungen von der Anhörung sind dabei grundsätzlich nicht zu machen.

Es kann dahingestellt bleiben, ob bei schwerwiegenden Verdachtsfällen von häuslicher Gewalt die Kindesanhörung in Form einer Videoanhörung stattfinden kann (vgl.hierzu Carl/Clauß/Karle, Kindesanhörung im Familienrecht, Rn.389). Abgesehen davon, dass vorliegend nicht ersichtlich ist, dass häusliche Gewalt überhaupt in Betracht kommt, setzt in jedem Fall die Videoanhörung das Einverständnis der Sorgeberechtigten und des über 14-jährigen Kindes voraus. Vorliegend haben weder die sorgeberechtigte Mutter noch die Betroffene selbst ihr Einverständnis erklärt. Damit kommt eine Videoaufzeichnung der Anhörung schon aus diesen Gründen nicht in Betracht. Im Übrigen ist auch nicht ersichtlich, dass vorliegend besondere Umstände eine Videoaufzeichnung ausnahmsweise angezeigt erscheinen lassen. Die 15-jährige Jugendliche ist in der Lage sich zu äußern und aufgrund des Alters sind ihre verbalen Äußerungen auch maßgebend.

 

Hennemann

 

Ausgefertigt

Berlin.04.01.18

Dienstsiegel

Kammergericht Nr.63

 

Unterschrift

Engelbrecht

Justizbeschäftigte

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